Hackenheim

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Wappen Deutschlandkarte
Hackenheim
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Hackenheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 50′ N, 7° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Kreuznach
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 4,31 km2
Einwohner: 2080 (31. Dez. 2021)[1]
Bevölkerungsdichte: 483 Einwohner je km2
Postleitzahl: 55546
Vorwahl: 0671
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 037
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheingrafenstraße 11
55543 Bad Kreuznach
Website: www.vg-badkreuznach.de
Ortsbürgermeister: Achim Enders (FWG)
Lage der Ortsgemeinde Hackenheim im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild

Hackenheim ist eine vom Weinbau geprägte Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem 220 m ü. NHN hohen Kirchberg hat man eine gute Aussicht auf den Hunsrück, das Rhein-Nahe-Eck bis hinein aufs Rüdesheimer Rottland, auf dem das Niederwalddenkmal thront. Dahinter setzt sich das Rheingaugebirge als Teil des Taunus fort mit der Kalten Herberge und der Hohen Kanzel oberhalb von Wiesbaden. Dahinter sieht man das Feldberggebiet mit dem Kleinen Feldberg, dem Großen Feldberg und dem Altkönig. Richtung Osten blickt man über die Hügel der Rheinhessischen Schweiz an klaren Tagen bis zum Odenwald.

Zu Hackenheim gehören auch die Wohnplätze Antoniushof, Bonnheimer Hof, Darmstädter Hof, Im Rosengarten, Weingut Rosenhof und Weingut Böhlinger Hof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hackenheim war Teil der Grafschaft Sponheim. Nach dem Aussterben der Grafen von Sponheim war das Territorium in geteiltem, mehrfach wechselndem Besitz. Ab 1707 gehörte Hackenheim vollständig zur Kurpfalz.

Während der sogenannten Franzosenzeit war der Ort dem Kanton Wöllstein im Departements Donnersberg zugeordnet. Aufgrund der 1815 auf dem Wiener Kongress getroffenen Vereinbarungen und einem 1816 zwischen Hessen, Österreich und Preußen geschlossenen Staatsvertrag kam die Region und damit auch die Gemeinde Hackenheim zum Großherzogtum Hessen und wurde von diesem der Provinz Rheinhessen zugeordnet. Nach der Auflösung der rheinhessischen Kantone kam der Ort 1835 zum neu errichteten Kreis Bingen und 1852 zum Kreis Alzey.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Hackenheim, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 253
1835 568
1871 503
1905 770
1939 978
1950 1.104
Jahr Einwohner
1961 1.135
1970 1.531
1987 1.709
2005 2.019
2011 2.071
2017 2.070
Einwohnerentwicklung von Hackenheim von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Hackenheim besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019[4] 2 5 9 16 Sitze
2014[5] 3 6 7 16 Sitze
2009 2 5 9 16 Sitze
2004 2 5 9 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft Hackenheim e. V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achim Enders (FWG) wurde am 12. Mai 2022 Ortsbürgermeister von Hackenheim, nachdem er das Amt bereits von 2004 bis 2009 ausgeübt hatte.[6][7] Da für eine am 10. April angesetzte Neuwahl, die aufgrund der angekündigten Amtsniederlegung der bisherigen Ortsbürgermeisterin Sylvia Fels notwendig wurde, kein Wahlvorschlag eingereicht wurde, oblag die Wahl dem Gemeinderat.[8] Dieser wählte am 28. April 2022 den früheren Ortsbürgermeister Enders zum Nachfolger.[9]

Vorgängerin (und Nachfolgerin) Sylvia Fels (FWG) hatte das Amt am 9. Juli 2009 von Enders übernommen.[10] Zuletzt bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war sie mit einem Stimmenanteil von 59,19 % für fünf Jahre in ihrem Amt bestätigt worden.[11] Anfang 2022 kündigte sie jedoch an, ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen spätestens Ende April niederlegen zu wollen.[12] Vor Enders und Fels übte Willi Kaul (CDU) bis 2004 das Amt für 25 Jahren aus.[7][13]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hackenheim
Blasonierung: „Im Schildfuß ein geteiltes Wappen. Die obere Hälfte ist von Blau und Gold geschacht. In der unteren Hälfte in Grün zwei gekreuzte silberne Hacken. Über diesem Schild vor blauem Himmel die silberne Ganz-Figur des heiligen Michael als Drachentöter.“
Wappenbegründung: Die Hacken verweisen redend auf den Ortsnamen. Die Farben Blau und Gold geschacht entstammen dem Wappen der Grafen von Sponheim. Michael ist der Patron der Ortskirche.

Es wurde 1953 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium genehmigt.

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Tossiat in Frankreich.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Hackenheim

Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Weinfest der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, das jedes Jahr im Juni in einer der dazugehörigen Gemeinden stattfindet, gibt es seit 2004 das „Rendezvous am Kapellsche“. Das Weinfest auf dem Kirchberg findet immer im Juli statt. Außerdem findet im September jeden Jahres die Kirmes (Kerb) statt. Der Sportverein TuS Hackenheim veranstaltet jedes Jahr in der Nacht zum Tag der Deutschen Einheit die Kölschstandparty. Der Musikverein organisiert dagegen die „Vati-Party“ am Vatertag.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hackenheim gehört zum „Weinbaubereich Bingen“ im Anbaugebiet Rheinhessen. Im Ort sind 14 Weinbaubetriebe tätig, die bestockte Rebfläche beträgt 146 Hektar. Etwa 72 % des angebauten Weins sind Weißweinrebsorten (Stand 2007). Im Jahre 1979 waren noch 47 Betriebe tätig, die damalige Rebfläche betrug 127 Hektar.[3]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten
  • Grundschule Hackenheim
  • Volksbildungswerk Hackenheim

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Köhler, Sandra Hummel: Historisches Hackenheim. Independently published, 2018, ISBN 978-1-983354-62-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hackenheim – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2021, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022. S. 20 (PDF; 3,3 MB).
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Gemeinderatswahl 2019 Hackenheim. Abgerufen am 13. September 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. Sylvia Fels vereidigte ihren Vorgänger Achim Enders zum neuen Ortsbürgermeister. In: Nahe-News. Pressedienst Wolf, Oberhausen / Nahe, 13. Mai 2022, abgerufen am 22. Mai 2022.
  7. a b Die Ära Kaul geht zu Ende – Achim Enders tritt Nachfolge an. In: Allgemeine Zeitung (über Genios Pressearchiv). GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH, München, 6. Juli 2004, abgerufen am 10. April 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  8. Wolfgang Bartels: Kein Kandidat fürs Bürgermeisteramt in Hackenheim. In: Allgemeine Zeitung. VRM GmbH & Co. KG, Mainz, 31. März 2019, abgerufen am 10. April 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  9. Achim Enders zum neuen Hackenheimer Ortsbürgermeister gewählt. In: Nahe-News. Pressedienst Wolf, Oberhausen / Nahe, 29. April 2022, abgerufen am 4. Mai 2022.
  10. Heidi Sturm: Ideen für Hackenheim. In: Allgemeine Zeitung. VRM GmbH & Co. KG, Mainz, 22. Mai 2019, abgerufen am 10. April 2022.
  11. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 13. September 2019 (siehe Bad Kreuznach, Verbandsgemeinde, sechste Ergebniszeile).
  12. Wolfgang Bartels: Hackenheim sucht eine neue Ortsspitze. In: Allgemeine Zeitung. VRM GmbH & Co. KG, Mainz, 8. Februar 2019, abgerufen am 10. April 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  13. Heidi Sturm: Hackenheim trauert um Willi Kaul. In: Allgemeine Zeitung. VRM GmbH & Co. KG, Mainz, 3. Dezember 2020, abgerufen am 10. April 2022 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).