Hafermagazin Landau

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Hafermagazin Landau
ehemaliges Hafermagazin in Landau

ehemaliges Hafermagazin in Landau

Daten
Ort Landau in der Pfalz
Baumeister Dyckerhoff & Widmann
Bauherr Bayerische Militärverwaltung
Baustil Eisenbetonbauweise
Baujahr 1914–1916
Grundfläche 10.314 m²
Koordinaten 49° 11′ 50,1″ N, 8° 7′ 1,9″ OKoordinaten: 49° 11′ 50,1″ N, 8° 7′ 1,9″ O
Hafermagazin Landau (Rheinland-Pfalz)
Hafermagazin Landau

Das Hafermagazin Landau ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Weißquartierstraße 23/Reduitstraße 6 in Landau in der Pfalz.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hafermagazin Landau wurde 1914 bis 1916 im Auftrag der Bayerischen Militärverwaltung als Futterspeicher erbaut. Das Karlsruher Bauunternehmen Dyckerhoff & Widmann war für die Planung und Ausführung des Baus zuständig.[2] Dabei kam die Eisenbetonbauweise im Hennebique-System zum Einsatz. Es entstand ein siebengeschossiges Gebäude, dessen sich nach oben verjüngendes, aber ansonsten regelmäßiges Gerüst vollständig aus Eisenbeton bestand, ebenso wie Dachwerk und Dachverschalung. Dies war zur damaligen Zeit eine sehr innovative Bauweise.[3] Das Dachgeschoss wurde gestaffelt ausgebaut, so dass eine Betonbasilika entstand. In den Zwischenräumen des rohen Betonrasters befanden sich verputzte Ziegelausfachungen mit Eisenfenstern.

Das Hafermagazin ging mit dem Ende des Ersten Weltkriegs 1918 in den Besitz der französischen Truppen über, welche es bis zum Abzug im Jahr 1930 nutzten. Ab 1945 bis 1999 befand es sich wiederum im Besitz der französischen Armee. In dieser Zeit wurden die Räumlichkeiten als Kommiswäscherei betrieben. Danach stand es jahrelang leer.

Die Zukunft dieser Immobilie blieb lange Zeit unklar. Zunächst war eine Filiale der Sparkasse Südliche Weinstraße geplant, die dann aber an einem anderen Ort errichtet wurde. Verschiedene denkmalverträgliche Umnutzungskonzepte wurden durch Hochschulprojekte entwickelt, unter anderem für eine Umnutzung zum Parkhaus, Hotel oder Archiv. Schließlich kaufte der Baden-Badener Investor Birk 2007 das Gebäude. Im gleichen Jahr begann das Karlsruher Architekturbüro Archidee unter Stefan Emslander mit der Konversion in einen Wohnkomplex mit 71 Loftwohnungen.[3] Bauträger war die Rastatter Firma Weisenburger.[4] Es entstand ein viergeschossiger Ziegelbau mit Mansarddach[1] auf 10.314 Quadratmetern Grundfläche (BGF). Das historische Eisenbetongerüst blieb beim Umbau erhalten, ebenso ein Teil der Nordfassade und der basilikale Dachraum.[3]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michael Martin: Kleine Geschichte der Stadt Landau. Braun, Karlsruhe 2006, ISBN 3-7650-8340-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreisfreie Stadt Landau in der Pfalz. Mainz 2020, S. 19 (PDF; 5,0 MB).
  2. Hafermagazin Landau landau.city-tiger.de, abgerufen am 14. September 2012.
  3. a b c Hafermagazin landau.de, abgerufen am 14. September 2012.
  4. Hafermagazin, Landau weisenburger.de, abgerufen am 14. September 2012.