Hagen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hagen
Hagen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hagen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 22′ N, 7° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Arnsberg
Höhe: 106 m ü. NHN
Fläche: 160,45 km2
Einwohner: 188.266 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 1173 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 58089–58099, 58119, 58135
Vorwahlen: 02331, 02334, 02337, 02304
Kfz-Kennzeichen: HA
Gemeindeschlüssel: 05 9 14 000
Stadtgliederung: 5 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausstraße 11
58095 Hagen
Webpräsenz: www.hagen.de
Oberbürgermeister: Erik O. Schulz (parteilos)
Lage von Hagen in Nordrhein-Westfalen
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild

Hagen ist eine kreisfreie Großstadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Sie liegt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets und ist die größte Stadt in Südwestfalen. Hagen wird oft als „das Tor zum Sauerland“ bezeichnet.

Die Stadt Hagen ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie im Regionalverband Ruhr und liegt in der Metropolregion Rhein-Ruhr. Hagen ist der Sitz eines Amts-, Land- und Arbeitsgerichts sowie mehrerer überregional bedeutender Institute und Verwaltungsbehörden.

Hagen ist außerdem Sitz der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands. Seit 2012 führt Hagen offiziell den Namenszusatz „Stadt der FernUniversität“; dieser Zusatz ist in dieser Schreibweise auf dem Ortsschild vermerkt.[2]

Geographie und Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick auf Hagen (vom Goldberg aus)

Allgemeine Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größte Ausdehnung des Hagener Stadtgebiets beträgt in Nord-Süd-Richtung 17,1 km und in West-Ost-Richtung 15,5 km. Die Stadtgrenze von 89,7 km Länge setzt sich zusammen aus 3,3 km zu Dortmund, 9 km zum Kreis Unna, 56,6 km zum Ennepe-Ruhr-Kreis und 20,8 km zum Märkischen Kreis. Die Fläche der Stadt (160,36 km²) ist in etwa so groß wie jene des Fürstentums Liechtenstein.

42 Prozent des Hagener Stadtgebietes bestehen aus Wald.[3] Die vier Flüsse erstrecken sich in Hagen über eine Länge von 52,2 km: Ruhr 11,5 km, Lenne 13,1 km, Volme 21,3 km und Ennepe 6,3 km.

Der Höhenunterschied vom tiefsten Punkt an der Ruhr bei Vorhalle (86 m ü. NN) zum höchsten Punkt östlich von Bölling (438 m ü. NN) 7°33'48" E, 51°17'30" N beträgt 352 m.

Rathausturm am Friedrich-Ebert-Platz

Die größten Steigungen (mit mindestens 20 %) innerhalb des Hagener Stadtgebiets:

  • Treppenstraße in Altenhagen mit 28 %
  • Böhmerstraße in der Stadtmitte mit 27 %
  • Ewaldstraße in Wehringhausen mit 27 %
  • Rehstraße in Wehringhausen mit 26 %
  • Tunnelstraße in Wehringhausen mit 26 %
  • Kleiststraße in Eppenhausen mit 23 %
  • Boeler Straße in Altenhagen mit 21 %
  • Elfriedenhöhe in der Stadtmitte mit 20 %

Geologie und Paläontologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Raum Hagen gilt seit dem frühen 19. Jahrhundert als eine klassische Fundregion der Paläontologie und Archäologie (hierzu siehe auch: Geschichte der Stadt Hagen).

Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen

Im Stadtgebiet stehen verschiedene Gesteine und Ablagerungen vom Devon bis zum Karbon an. In Karsthöhlen und -spalten des Massenkalkes haben sich Meeres- und Landablagerungen aus der Kreidezeit und dem Tertiär sowie dem Holozän erhalten.

Noch heute ist der Raum Hagen einer der weltweit wichtigsten Fundorte für Fossilien aus dem mittleren und oberen Devon und unteren Karbon. Zahlreiche bekannte Fundstellen, die noch in den 1980er-Jahren zugänglich waren, wurden überbaut oder zugeschüttet.

Aber auch andere Fossilienfundstellen mit Tier- und Pflanzenresten aus dem Paläozoikum bis zum Mesozoikum lieferten wichtige Beiträge zur geowissenschaftlichen Forschung. In der Umgebung von Hagen fanden sich z. B. die Knochen von Landsauriern und frühen Säugetieren sowie Pflanzenresten aus der unteren Kreidezeit.

In Hagen-Ambrock im Volmetal wurden Reste von Landpflanzen und Panzerfischen aus dem mittleren Devon entdeckt. Der breite Massenkalkzug mit Dolomit – Reste eines devonischen Korallenriffs – zwischen Schwelm und Balve wurde seit dem frühen 19. Jahrhundert in Steinbrüchen abgebaut.

Die frühere Ziegelei-Grube Hagen-Vorhalle gilt als der weltweit wichtigste Fundort von 319 Millionen Jahre alten Insekten und anderen Fossilien, darunter frühe Großlibellen mit Flügelspannweiten von 40 cm, ausgestorbenen Urnetzflüglern und riesigen Hundert- und Tausendfüßern, aus dem flözleeren Oberkarbon. Der Steinbruch Hagen-Vorhalle gilt als Geotop mit Weltgeltung für die paläontologische Forschung. Funde aus dem Steinbruch sowie aus der gesamten Region sind im Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen zu sehen.

Auf den Hochflächen von Emst, Dahl und Hohenlimburg haben sich Ablagerungen von frühen Flussterrassen der Lenne und Ruhr aus dem Tertiär erhalten. In Spaltenfüllungen des Massenkalkes bei Emst und Hohenlimburg fanden sich Haizähne, Landschnecken und Knochen von Säuge- und Meerestieren sowie Pflanzenreste aus dem Tertiär.

In einem Seitental der Lenne bei Holthausen wurden in der „Blätterhöhle“ Überreste von Steinzeitmenschen entdeckt. Mit einem C14-Alter von bis zu 11.300 Jahren vor heute stammen sie aus dem Anfang des Mesolithikum. Damit sind sie die bisher ältesten Nachweise für anatomisch moderne Menschen in der Nacheiszeit auf dem europäischen Kontinent.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klimadiagramm Hagen
Klimadaten (1956/7–2010) Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Jahresmittelwert /
Jahressumme
Temperatur (°C) 1,7 2,5 5,7 9,3 13,5 16,3 18,0 17,9 15,0 10,7 5,6 2,5 9,9
Niederschlag (mm) 94,6 72,3 81,5 62,1 72,7 81,8 88,5 88,5 75,2 77,8 87,5 99,4 981,9

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtbezirke und -teile von Hagen

In den dichtbesiedelten Tälern von Volme und Ennepe sowie im Hagener Norden entspricht das gewachsene Stadtbild der typischen Baugestalt von Ruhrgebietsstädten. Topografisch ist Hagen mit den südlichen Stadtteilen von Bochum, Essen und Mülheim vergleichbar. In den nach der Gebietsreform 1975 angegliederten südlichen Stadtgebieten, welche nur dünn besiedelt sind, zeigt sich ein Landschaftsbild, das eher sauerländisch anmutet – mit Bergen, Seen und Wäldern.

Hagen gliedert sich in fünf Stadtbezirke mit insgesamt 186.465 Einwohnern (2013).[4]

Stadtbezirk Ortsteil Einwohner
2013
Fläche
in km²
Dichte
in E/km²
zum Vergleich: Einwohner
2000
Mitte 75.047 20,5 3.661 Rückgang 11,2 % 84.495
Mittelstadt 20.468 02,7 7.581 22.311
Altenhagen 17.199 04,4 3.909 19.906
Hochschulviertel 12.409 03,5 3.545 13.081
Emst 10.677 04,3 2.483 11.455
Wehringhausen 14.294 05,6 2.552 17.742
Nord 36.909 29,6 1.247 Rückgang 7,8 % 40.048
Vorhalle 10.017 12,5 0.801 11.233
Boele 26.892 17,1 1.573 28.815
Haspe 29.245 22,2 1.317 Rückgang 6,5 % 31.268
Haspe-Ost 16.811 14,7 1.144 18.069
Haspe-West 12.434 07,5 1.658 13.199
Eilpe/Dahl 16.019 51,1 0.313 Rückgang 14,1 % 18.643
Eilpe 10.987 18,5 0.594 13.001
Dahl 05.032 32,6 0.154 5.642
Hohenlimburg 29.245 37,0 0.790 Rückgang 11,4 % 33.017
Hohenlimburg 24.616 22,7 1.084 28.046
Lennetal 04.629 14,3 0.324 04.971

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Stadt Hagen
Schloss Hohenlimburg aus dem 13. Jahrhundert, Residenz der ehemaligen Grafschaft Limburg
Lange Riege aus dem 17. Jahrhundert (Stadtteil Eilpe)
Haus Harkorten aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts

Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Geschichtsschreibung taucht der Raum Hagen erstmals in den Lorscher Annalen (Annales Laureshamenses) auf: Im Jahr 775 wurde die nahe der Stadtgrenze zu Dortmund über der Ruhr-Lenne-Mündung gelegene sächsische Hohensyburg (Sigiburg) durch Truppen Kaiser Karls des Großen erobert.

Dorf und Kirchspiel Hagen waren im Mittelalter relativ unbedeutend und standen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich hinter den märkischen Stadtgründungen im Umland zurück, vor allem hinter Iserlohn und der benachbarten Grafschaft Limburg.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gründung der Lange Riege erlangte Hagen ab dem 17. Jahrhundert eine wachsende wirtschaftliche Bedeutung. Die Lange Riege wurde 1661 in Eilpe erbaut und war eine Klingenschmied-Siedlung mit mehreren wasserkraftbetriebenen Hammerwerken und Schmieden. Die Siedlung erstreckt sich entlang des Selbecker Baches nahe seiner Mündung in die Volme.

Ein Großbrand zerstörte im Jahr 1724 einen bedeutenden Teil der Gebäude von Hagen. Mit Hilfe der preußischen Staatsverwaltung konnte Hagen innerhalb kurzer Zeit wieder aufgebaut werden.

Zum 3. September 1746 wurde eine Änderung im Steuerrecht verfügt, die Historiker als die Verleihung der Stadtrechte an Hagen ansehen. Ein exaktes Datum, ab wann Hagen offiziell als Stadt zu bezeichnen ist, hat die Forschung bisher nicht gefunden.

Seit dem Jahr 1817 ist Hagen Sitz eines Amtes und eines Kreises innerhalb des Regierungsbezirks Arnsberg. 1837 wurden die revidierte Städteordnung und ein Magistrat eingeführt. Im Zuge der Industrialisierung wurde Hagen 1848 an das Netz der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft angeschlossen und entwickelte sich zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt.

Um 1865 hatte Hagen die von ihrer Bevölkerung und Wirtschaftskraft bisher in Südwestfalen führende Stadt Iserlohn überholt. Zusammen mit Iserlohn stellte Hagen seit Mitte des 19. Jahrhunderts den kulturellen, verwaltungsrelevanten und wirtschaftlichen Mittelpunkt der südlichen Grafschaft Mark dar.

Deutsches Reich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagener Hauptbahnhof, um 1920
Rathaus, um 1925

Während des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1914 erlebte Hagen eine Blütezeit. Durch die Urbanisierung und Industrialisierung entwickelte sich die Stadt zum Oberzentrum für die gesamte Region südlich der Ruhr. Im Jahr 1887 schied Hagen verwaltungsrechtlich aus dem Kreis Hagen aus und wurde eine kreisfreie Stadt.

Der Bankier und Mäzen Karl Ernst Osthaus holte in den Jahren nach der Jahrhundertwende viele später bedeutende Architekten wie Henry van de Velde, Peter Behrens und Walter Gropius in die Stadt. Sie begründeten den Ruf von Hagen als Bindeglied zwischen Jugendstil und Moderne („Hagener Impuls“). Zentrum dieser Initiative waren das Folkwang-Museum und die (rudimentär ausgeführte) Gartenstadt Hohenhagen.

Begünstigt durch Hagens Stellung als Eisenbahnverkehrsknotenpunkt errichtete Peter Klöckner in der damals noch selbstständigen Nachbarstadt Haspe ein großes Hochofen- und Stahlwerk, die Hasper Hütte. Seit Frühjahr 1922 existierte in Hagen eine Ortsgruppe der NSDAP. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1928 die 100.000-Grenze und machte Hagen damit zur Großstadt. Durch weitere Eingemeindungen stieg diese bis 1939 auf rund 150.000 Einwohner an. Beim Novemberpogrom 1938 wurde die 1859 errichtete Synagoge an der Potthofstraße zerstört.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden auch in Hagen Menschen mit jüdischen Hintergrund schikaniert und in Konzentrationslagern ermordet. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Hagener Innenstadt durch mehrere Luftangriffe nahezu vollständig zerstört,[5] sodass nur noch die angrenzenden Stadtteile den gründerzeitlichen Baucharakter der Stadt wiedergeben. Die architekturgeschichtlich interessanten Gebäude des „Hagener Impulses“ blieben aufgrund ihrer innenstadtfernen Lage weitgehend erhalten. Die US-Armee besetzte Hagen schließlich in der Zeit vom 14. bis 17. April 1945. Andernorts in Deutschland wurde der Krieg noch bis Anfang Mai fortgesetzt. Der Krieg endete letztlich am 8. Mai mit der Bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht. Durch die Bombenangriffe waren über 2200 Menschen ums Leben gekommen. Über 10.000 Hagener Bürger waren im Kriegseinsatz an der Front gestorben.[6]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Hagen in der Britischen Zone. In den 1950er- und 1960er-Jahren erlebte Hagen ein weiteres stürmisches Wachstum und dehnte sich überwiegend in die flachere, nördliche Ebene aus. Das heutige Stadtzentrum liegt somit südlich der hauptsächlichen Wohnbebauung.

Fortschrittsglaube und zunehmende Motorisierung ließen - abgesehen vom beibehaltenen historischen Straßengrundriss - die Reste der historischen Innenstadtbebauung verschwinden. Die Pläne einer autogerechten Stadt, die den Autoverkehr mittels aufgeständerten Hochstraßen durch die Stadt führen sollten, wurden jedoch nur ansatzweise verwirklicht. Ein Zeuge dieser Jahre ist heute eine Hochstraße an der Altenhagener Brücke, die dicht an den Obergeschossen einer historischen Altbauzeile vorbeiführt.

Eine weitere Hochstraße ist die 1740 Meter lange Volmetalbrücke in Eilpe. Dem Straßenausbau mussten nicht nur zahlreiche Hagener Gebäude weichen, sondern im Jahr 1976 wurde deshalb auch der Straßenbahnbetrieb eingestellt.

Spätes 20. Jahrhundert bis heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1970 wurde Hagen um Waldbauer vergrößert.[7] Jedoch wurde diese Eingemeindung nach einem Gerichtsurteil am 18. Dezember 1970 aufgehoben. Waldbauer wurde wieder selbstständig und am 1. Januar 1975 durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz in die Stadt Breckerfeld eingemeindet.

Anfang der 1970er-Jahre begann im Zuge der Stahlkrise der Niedergang der Schwerindustrie in Hagen. Die Hasper Hütte wurde zwischen 1972 und 1982 vollständig stillgelegt, die Gussstahlwerke Wittmann gingen in die Insolvenz und zwei von drei Werken der Stahlwerke Südwestfalen wurden geschlossen. Weitere Arbeitsplatzverluste betrafen die Nahrungsmittelindustrie mit den Brauereien Bettermann und Andreas, den Süßwarenherstellern Villosa und Grothe und dem Produktionsbetrieb von Zwieback Brandt.

Der östliche Teil des Hagener Stadtgebiets erstreckt sich seit dem 1. Januar 1975 auf das Territorium der früheren Grafschaft Limburg mit der bis dahin selbstständigen Stadt Hohenlimburg.[8] Ab den späten 1970er-Jahren konnten die Arbeitsplatzverluste zum Teil durch die Industrialisierung des Lennetals aufgefangen werden. Letzteres war mit ausschlaggebend für das Bestreben zur Eingemeindung Hohenlimburgs, dessen Kaltwalzindustrie wirtschaftlich stabil war und einen Zuwachs an Arbeitsplätzen einbrachte.

Nena - Ikone der Neuen Deutschen Welle

Anfang der 1980er-Jahre machte Hagen als „Liverpool der Neuen Deutschen Welle“ von sich reden. Viele bekannte Musiker und Bands dieser Musikrichtung (unter anderem Nena, Extrabreit und die Schwestern Annette und Inga Humpe) haben in Hagen ihre Wurzeln.

In den 1980er-Jahren konnte sich Hagen gegenüber den nördlichen Nachbarn Dortmund, Witten und Bochum wirtschaftlich gut behaupten. Bis heute liegt die mittlere Arbeitslosenquote etwa 3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt der Ruhrgebietsstädte. Die Hagener Arbeitslosenquote lag im November 2012 bei 8,1 %.[9]

Wirtschaftlich geriet Hagen in den 1990er-Jahren durch die zunehmende Globalisierung erneut unter Druck. Eine weitere Deindustrialisierungswelle begann im Stahlbereich, die etwa am fast vollständigen Verschwinden von Betrieben im Hohenlimburger Nahmertal abzulesen ist. Parallel dazu war in Hagen erneut ein Bevölkerungsschwund zu verzeichnen. Der Hagener Schuldenstand lag am 31. Dezember 2012 bei 1.383 Mio. €.[10]

Seit den 2000er-Jahren sind bedeutende Neu- und Umbauprojekte realisiert worden, die das Stadtbild Hagens heute maßgeblich prägen. Als Beispiele sind zu nennen: die Volme- und die Rathaus-Galerie, die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes und des Bahnhofsvorplatzes (Berliner Platz) sowie der Bau des Rathauses an der Volme.

Derzeit ist die so genannte Bahnhofshinterfahrung eines der bedeutendsten städtebaulichen Projekte in Nordrhein-Westfalen.

Im Jahr 2017 wurde Hagen in die 27. Auflage des Duden aufgenommen.[11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung von 1871 bis 2016

Hagen wurde im Jahr 1928 zur Großstadt, als die Bevölkerungszahl die Marke von 100.000 überschritten hatte. Im Jahr 1964 wurde die Grenze von 200.000 Einwohnern überschritten. Die höchste Einwohnerzahl hatte die Stadt nach der Neugliederung 1975 mit 231.840 Einwohnern.

Seit Dezember 2005 unterschreitet die Stadt (lt. Angaben der Stadtverwaltung) dauerhaft die Zahl von 200.000 Einwohnern, während das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrhein-Westfalen zu diesem Zeitpunkt bereits von nur 196.934 Einwohnern ausging.

In der Größen-Rangliste der Großstädte in Deutschland steht Hagen an 41. Stelle hinter Kassel und vor Hamm. Gemäß „Zensus 2011“ sank die Einwohnerzahl Hagens im Jahr 2011 auf 187.333 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagener Rathausturm
Rathaus an der Volme
Oberbürgermeister Erik O. Schulz

Bürgermeister und Oberbürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1733–1746: Peter Matthias Wülfingh
  • 1746–1749: Heinrich Wilhelm Emminghaus
  • 1749–1750: Heinrich Caspar Hiltrop
  • 1750–1771: Johann Caspar Hücking
  • 1771–1795: Heinrich Arnold Wülfingh
  • 1795–1809: Peter Matthias Jule
  • 1809–1821: Carl Ludwig Christian Dahlenkamp
  • 1821–1823: Wilhelm Möllenhoff
  • 1823–1827: Fr. Pütter
  • 1827–1831: J.H. Wille
  • 1831–1832: Friedrich Wilhelm Kämper
  • 1832–1835: Johann Peter Aubel
  • 1835–1837: Friedrich Wilhelm Kämper
  • 1837–1849: Ferdinand Elbers
  • 1849–1864: Johann Diedrich Friedrich Schmidt
  • 1864–1876: Friedrich Dödter
  • 1876–1900: August Prentzel
  • 1901–1927: Willi Cuno, (FVP, ab 1918: DDP)
  • 1927–1929: Alfred Finke (DDP)
  • 1929–1933: Cuno Raabe (Zentrum)
  • 1933–1945: Heinrich Vetter (NSDAP)
  • 1945–0000: Werner Dönneweg (NSDAP, kommissarisch vom 18. April–18. Mai 1945)
  • 1945–1946: Ewald Sasse (CDU, ab 18. Mai 1945 zunächst kommissarisch, später hauptamtlich)
  • 1946–1956: Fritz Steinhoff (SPD)
  • 1956–1963: Helmut Turck (SPD)
  • 1963–1964: Fritz Steinhoff (SPD)
  • 1964–1971: Lothar Wrede (SPD)
  • 1971–1989: Rudolf Loskand (SPD)
  • 1989–0000: Renate Löchter (SPD)
  • 1989–1999: Dietmar Thieser (SPD)
  • 1999–2004: Wilfried Horn (CDU)
  • 2004–2009: Peter Demnitz (SPD)
  • 2009–2014: Jörg Dehm (CDU)
  • 2014–0000: Erik O. Schulz (parteilos)

Seit dem Jahr 1996 ist der Oberbürgermeister wieder der hauptamtliche Leiter der Verwaltung.

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl des Hagener Stadtrats 2014[12]
in Prozent
 %
40
30
20
10
0
32,8 %
32,0 %
9,0 %
8,1 %
4,3 %
3,7 %
3,6 %
2,3 %
4,2 %
Hagen aktiv
BfHo
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,5 %p
-1,3 %p
-2,9 %p
+0,4 %p
+0,2 %p
+3,7 %p
-4,0 %p
+2,3 %p
-1,9 %p
Hagen aktiv
BfHo
Sonst.
Sitzverteilung im
Hagener Stadtrat 2014
          
Insgesamt 62 Sitze
Sitzverteilung im Stadtrat nach Fraktionen (Stand September 2014)
SPD CDU Grüne Hagen aktiv Linke AfD FDP BfHo/Piraten Fraktions-
los
Gesamt
20 20 6 4 3 3 3 2 1 62
AfD 2,
Parteilos 1
FDP 2,
Parteilos 1
BfHo 1,
PIRATEN 1
pro NRW 1

Ein Ratsmitglied ist unmittelbar nach der Wahl aus HAGEN AKTIV ausgetreten und hat als Parteiloser ermöglicht, dass eine AfD-Fraktion gebildet werden konnte. Ein weiteres Ratsmitglied ist unmittelbar nach der Wahl aus der SPD ausgetreten und hat als Parteiloser ermöglicht, dass eine FDP-Fraktion gebildet werden konnte. Die beiden Ratsmitglieder der BfHo und der PIRATEN haben sich zur Ratsgruppe BfHo/Piraten zusammengeschlossen.

Im Stadtrat haben sich CDU, GRÜNE und FDP zu einer Koalition zusammengeschlossen, die den parteilosen Oberbürgermeister unterstützt. Auch mit der Stimme des Oberbürgermeisters kommt die Koalition nur auf 30 von 63 Stimmen und ist auf Unterstützung von mindestens 2 weiteren Ratsmitgliedern angewiesen.

Stadtwappen und Stadtname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagener Stadtwappen

Blasonierung des Stadtwappens von Hagen: „In Blau eine stilisierte goldene fünfästige, elfblättrige Eiche.“

Wappenerklärung: Die elf Blätter stehen für die elf Stadtteile Hagens (Mitte, Altenhagen, Boele, Emst, Dahl, Wehringhausen, Vorhalle, Eilpe, Haspe, Hohenlimburg und das Hochschulviertel) und die fünf Äste symbolisieren die fünf Flüsse, die durch Hagen führen (Ruhr, Lenne, Volme, Ennepe und der Hasperbach). Diese Interpretation wird jedoch bezweifelt, da zur Zeit der Entstehung des Wappens die heutigen Stadtteile Haspe, Hohenlimburg, Dahl und Boele noch nicht zur Stadt Hagen gehörten. Zudem existiert das Hochschulviertel bis heute nur im Volksmund; zur Zeit der Wappenentstehung gab es keine Hochschule in Hagen.

Der Ursprung des Namens "Hagen" ist nicht genau bekannt. Der Flurname Hagen bezeichnete im ausgehenden Mittelalter einen niedrigen Erdwall mit Pfählen, oft durch Weidengeflecht verbunden, um ein Gehöft vor Eindringlingen zu schützen und das Fortlaufen des Viehs zu verhindern. Manchmal trat an Stelle der Pfähle lebendes Buschwerk, der Hagedorn mit der Hagerose und den Hagebutten. Hier in seinem Hagen saß der Bauer geschützt und sicher, es war ihm behaglich. Er hegte seinen Besitz. Wer ihm ins Gehege kam, dem konnte leicht unbehaglich werden.

Diese Deutung des Namensursprungs ist jedoch wissenschaftlich nicht abgesichert und wird von einigen Historikern kritisch gesehen. Andere Wissenschaftler vertreten die These, dass sich der Name "Hagen" von Hafen ableitet (siehe auch Kopenhagen, in der Landessprache København). Als Indiz hierfür wird die Lage der Stadt an vier Flüssen gesehen.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit folgenden Städten unterhält Hagen eine Städtepartnerschaft:

Infrastruktur und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Märkische Bank
Kettenfabrik Wippermann in Hagen-Delstern

Die 1843 in Hagen gegründete Südwestfälische Industrie- und Handelskammer ist neben dem südöstlichen Ruhrgebiet (Stadt Hagen, Ennepe-Ruhr-Kreis) auch für den Märkischen Kreis zuständig.

Bis in die 1970er-Jahre prägte Schwerindustrie die Stadt, doch diese ist in Hagen nicht mehr beheimatet. Die regional bedeutende Brauerei Andreas stellte im Juli 1995 ihren Betrieb ein.[13]

Wirtschaftlich wird die Stadt heute von metallverarbeitender Klein- und mittelständischer Industrie sowie zunehmend vom Dienstleistungsgewerbe geprägt. Bekannte Unternehmen, wie Varta (seit 2000: Hawker-Batteries/EnerSys), die Douglas Holding, Europart Holding, Westfalia, Christ, Hussel, Stora Enso, Friedr. Gustav Theis Kaltwalzwerke, C.D. Wälzholz, SinnLeffers und Brandt (seit 2002 Produktion im thüringischen Ohrdruf) haben ihren Unternehmenssitz in der Stadt.

Um die Belange der Wirtschaft in der Stadt kümmert sich die HagenAgentur; sie ist im Jahr 2009 aus der Wirtschaftsförderung WFG hervorgegangen.

Ab September 2013 tätigte die Ewald Dörken AG mit der Errichtung einer Spinnvliesfertigung im Ortsteil Vorhalle für insgesamt 35 Millionen Euro eine der größten Investitionen in der Geschichte der Stadt (Stand September 2013).[14]

Um den Einzelhandel zu auszubauen wurde 2003 die Volme-Galerie mit über 60 Geschäften eröffnet[15]. Im Jahr 2014 wurde die Rathaus-Galerie mit etwa 80 Einzelhandelsgeschäften eröffnet. Beide Einkaufsgalerien liegen zentral am Friedrich-Ebert-Platz.

Zwei bedeutende Kreditinstitute haben ihren Sitz in Hagen: die Sparkasse HagenHerdecke sowie die Märkische Bank (Volksbank).

Mit zahlreichen Verbänden, Vereinen, vielen Kultur- und Freizeitangeboten sowie vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten ist Hagen als Oberzentrum eingestuft. Damit konkurriert Hagen mit umliegenden größeren Städten wie Dortmund, Bochum und Wuppertal.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagen ist an das ICE-Netz angeschlossen – vom Hagener Hauptbahnhof verkehren regelmäßig Fernzüge, national wie international. Hagen ist außerdem Schnittstelle wichtiger Autobahnverbindungen in Nord-Süd- und Ost-West-Richtung.

Schienen- und Busverkehr

Hauptartikel: Nahverkehr in Hagen
Der Rangierbahnhof in Vorhalle - einer der größten seiner Art in Deutschland

Seit 1848 ist Hagen ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt in Deutschland. Der Hauptbahnhof ist ein wichtiger Fern-, Regional- und S-Bahnhof im südöstlichen Ruhrgebiet. Im Güterverkehr zählt der Bahnhof Hagen-Vorhalle zu den größten Rangierbahnhöfen in Deutschland.

Hagen hat neben dem Hauptbahnhof noch mehrere Bahnhöfe in den unterschiedlichen Stadtteilen. Die sich heute in/(außer) Betrieb befindenden Stationen in Hagen sind: Hagen Hauptbahnhof (alle Züge), Hagen-Vorhalle, Hagen-Wehringhausen, Hagen-Heubing und Hagen-Westerbauer (S 5 bzw. S 8), Hagen-Oberhagen, (-Delstern), (-Ambrock), Dahl und Rummenohl (Volmetalbahn); sowie (-Kabel), (-Halden), Hohenlimburg (Ruhr-Sieg-Express bzw. -Bahn).

Im Schienenpersonenfern- und nahverkehr verkehren eine Reihe von Fern-, RegionalExpress- und S-Bahn-Linien. Hervorzuheben sind hier die ICE-Verbindungen nach Berlin und Basel, die RegionalExpress-Linien nach Kassel, Aachen, Siegen/Iserlohn und Venlo. Den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) betreiben die DB Regio NRW, die Abellio Rail NRW und die Eurobahn. Siehe auch: S-Bahn Rhein-Ruhr
Aber auch die seit 2005 im Linienverkehr verkehrende Museumsbahn RuhrtalBahn zwischen Hagen und dem Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen ist zu erwähnen.

Im Straßenpersonennahverkehr verfügt Hagen über ein ausgedehntes Netz von 36 Buslinien, darunter eine Schnellbuslinie. Darüber hinaus gibt es am Wochenende und vor Feiertagen 16 Nachtexpresslinien. Es bestehen nicht nur dann u. a. Verbindungen nach Dortmund, Witten, Gevelsberg und Schwerte.

Von 1884 bis 1976 verkehrte die Straßenbahn Hagen. Im Jahr 1973 wurde in Hagen-Vorhalle das Konzept des Kabinentaxis erprobt.

Der Hagener Stadtteil Haspe war Ausgangspunkt der Kleinbahn Haspe–Voerde–Breckerfeld, die während ihres Betriebes als Überlandstraßenbahn durch das städtische Nahverkehrsunternehmen Hagener Straßenbahn AG zu den schönsten Straßenbahnstrecken Deutschlands gezählt wurde.

Es bestanden Planungen, die Volmetalbahn von Dortmund über Hagen nach Lüdenscheid als Stadtbahn verkehren zu lassen. Sie sollte direkt vom Dortmunder Stadtzentrum über das Hagener Stadtzentrum bis in die Innenstadt von Lüdenscheid geführt werden. 1997 wurde dazu ein Konzept zur Regionalstadtbahn Hagen vorgestellt, was trotz des verkehrlichen Nutzens aus Kostengründen nicht verwirklicht wurde.

Für den gesamten Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und tarifraumüberschreitend der NRW-Tarif. Zum Westfalentarif besteht eine Übergangsregelung.

Straßennetz

Auf dem Hagener Stadtgebiet verlaufen Autobahnen mit einer Gesamtlänge von 32,7 km. A 1/E 37 (Hansalinie) 10,7 km, A 45/E 41 (Sauerlandlinie) 14,8 km, A 46 7,2 km. Hagen besitzt die folgenden Autobahnanschlussstellen: Hagen Nord, Hagen West (A 1); Hagen Süd (A 45); Hagen-Hohenlimburg, Hagen-Elsey (A 46).

Durch das Hagener Stadtgebiet führen die Bundesstraßen B7, B54 und B226 mit einer Gesamtstrecke von 41,0 km.

Radwegenetz

Das Radverkehrswegenetz in Hagen ist Teil des Radwegenetz NRW und nach diesem auch ausgeschildert. Zudem verlaufen neben dem RuhrtalRadweg und der Lenneroute auch weitere Radfernwege durch das Stadtgebiet. Darüber hinaus existieren sonstige lokale Radwege jedoch nur in geringem Umfang, ein langfristiges Radwege-Konzept ist in Planung.

Flugverkehr

Hagens Flugplatz (Sonderlandeplatz) mit der ICAO ED6015 und der Geographischen Lage 51° 18′ 24″ N, 7° 25′ 29″ O bei Hof Wahl (bestehend aus einer grünen Wiese) liegt circa 1,5 km nordöstlich der Hasper Talsperre, eingebettet in eine idyllische Waldlandschaft. Landegenehmigungen für Nichtvereinsmitglieder werden dort nicht erteilt. Pläne für einen Verkehrsflughafen in Hagen-Emst wurden von der Stadtverwaltung bereits in den 1930er-Jahren aufgegeben.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amts- und Landgericht Hagen

Hagen ist der Sitz vieler bedeutender öffentlicher Einrichtungen. Als Beispiele sind zu nennen:

  • Mit der agentur mark GmbH betreibt die Stadt Hagen gemeinsam mit dem Märkischen Kreis und dem Ennepe-Ruhr-Kreis eine regional tätige Gesellschaft, die sich um Beschäftigungsentwicklung sowie um die Förderung von Bildung und Ausbildung kümmert.
  • Der Landesbetrieb Straßenbau NRW unterhält eine Niederlassung in Hagen mit fünf Straßenmeistereien zur Betreuung des Straßennetzes in den kreisfreien Städten Hagen, Hamm sowie den Kreisen Unna, Ennepe-Ruhr-Kreis und Märkischer Kreis.
  • Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hagen ist die zurzeit einzige Einweisungsanstalt in NRW. Dort werden alle männlichen erwachsenen Strafgefangenen mit einer Haftzeit von über 24 Monaten im Einweisungsverfahren getestet und in die jeweils zuständige Justizvollzugsanstalt verschubt. Die JVA Hagen hat 323 Haftplätze, davon ca. 100 für Untersuchungsgefangene. Die JVA Hagen wurde als Stadtgefängnis 1923 in Atriumbauweise fertiggestellt, in den 1950er-Jahren um einen Arbeitsaal erweitert und 1977 (nach Inkrafttreten des Strafvollzugsgesetzes) zur Einweisungsanstalt.
  • Eine neue Hauptfeuerwache im Außenbezirk von Hagen-Hohenlimburg wurde nahe der Autobahn 46 errichtet. Sie ist eine der größten Feuerwachen in Deutschland mit etwa 30 Einsatzfahrzeugen. Die alte Hauptwache in der Innenstadt (nahe dem Allgemeinen Krankenhaus) ist weiterhin in Betrieb.
  • In Hagen gibt es sechs Krankenhäuser sowie drei Fachkliniken. Drei der Krankenhäuser liegen zentral im Innenstadtbereich, die drei weiteren in den Stadtbezirken Haspe, Boele und Hohenlimburg. Die drei Fachkliniken sind in den Stadtbezirken Eilpe/Dahl (Ambrock) und Haspe (Deerth) und Nord (Vorhalle) zu finden. Das Krankenhaus „Heilig Geist“ in Haspe wurde vor einigen Jahren geschlossen; die in Hagen einzige, dort ansässige Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgie (MKG) wurde in das Hospital St. Josef verlagert.
  • In Trägerschaft der Stadt Hagen steht eine Suchthilfe, die niedrigschwellige Kontaktangebote, Beratung, Substitution sowie Abstinenzorientierung umfasst.

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Informatikzentrum der FernUniversität in Hagen
Fachhochschule Südwestfalen, Standort Hagen

Die Stadt beherbergt die Fernuniversität in Hagen, mit rund 75.000 Studenten (Stand: August 2016)[16] die größte Universität in Deutschland. Die Fakultäten der Fernuniversität sind: Kultur- und Sozialwissenschaften, Mathematik und Informatik (mit einem Bereich für Elektro- und Informationstechnik), Rechtswissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaft.

Hagen ist außerdem der Standort zweier Fachhochschulen: der Fachhochschule Südwestfalen (Hauptsitz: Iserlohn) sowie der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Studienort Hagen der Abteilung Gelsenkirchen.

In Hagen sind sämtliche Schulformen vorhanden. Die Stadt verfügt zudem über ein breit gefächertes Weiterbildungsangebot, u. a. die städtische Volkshochschule Hagen und das Rahel-Varnhagen-Kolleg. Außerdem ist mit dem Haus Busch ein bundesweit bedeutendes Aus- und Weiterbildungszentrum für Journalisten ansässig.

Das Historische Centrum Hagen betreibt Forschungen im Bereich der Geschichte und Archäologie. Es ist in internationale Forschungsnetzwerke integriert und betreibt zwei überregional bekannte Museen für Stadt- und Regionalgeschichte sowie für Archäologie und Paläontologie.

Zentralplastik des Planetenmodells im Volkspark

Die Volkssternwarte Hagen am Eugen-Richter-Turm ist eine ehrenamtlich betriebene Institution, die 1955 gegründet wurde. Regelmäßige Öffnungszeiten geben den Bürgern die Gelegenheit, sich über Astronomie und Meteorologie zu informieren.

Das Hagener Planetenmodell stellt unser Sonnensystem in Form von Bronzeplatten dar, die im Hagener Stadtgebiet, vornehmlich in der Innenstadt, maßstabsgetreu verteilt sind. Die Kugel des Rathausturms repräsentiert die Sonne als Modell-Mittelpunkt. Der Betrachter erhält damit eine Vorstellung von Aufbau und Größe unseres Planetensystems. Die Idee zum Modell wurde 1959 publiziert; realisiert wurde es größtenteils zwischen 1960 und 1975, und es kann als Denkmal für die damalige Raumfahrt-Epoche angesehen werden.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das regionale Geschehen berichten in Hagen zwei Tageszeitungen: Westfalenpost und Westfälische Rundschau. Beide Zeitungen gehören zur Funke Mediengruppe. Seit 2013 erscheinen die beiden Zeitungen mit einer gemeinsamen Lokalausgabe, die von der Westfalenpost-Redaktion verantwortet wird.

Zweimal wöchentlich erscheinen jeweils die kostenlosen Anzeigenblätter Wochenkurier und Stadtanzeiger, außerdem einmal monatlich die Kulturmagazine HaKen und Courage.

Mit 107.7 Radio Hagen verfügt die Stadt über einen eigenen Hörfunk-Lokalsender.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altkatholische Kirchengemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altkatholische Auferstehungskirche an der Elfriedenhöhe
  • Altkatholische Auferstehungskirche

Evangelische Freikirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Evangelische Kirchengemeinden (Evangelische Kirche von Westfalen)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johanniskirche am Markt
(Ev.-Luth. Stadtkirchengemeinde)
  • Ev.-Lutherische Christus-Kirchengemeinde (Eilpe)
  • Ev.-Lutherische Kirchengemeinde Elsey (Hohenlimburg)
  • Ev.-Lutherische Dreifaltigkeits-Kirchengemeinde (Eppenhausen)
  • Ev.-Lutherische Emmaus-Kirchengemeinde
  • Ev.-Lutherische Friedens-Kirchengemeinde (Halden)
  • Ev.-Lutherische Kirchengemeinde Haspe
  • Ev.-Jakobus-Kirchengemeinde (Helfe)
  • Ev.-Lutherische Matthäus-Kirchengemeinde
  • Ev. Markuskirche (Altenhagen)
  • Ev. Melanchthon-Kirchengemeinde
  • Ev. Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde (Boelerheide)
  • Ev.-Lutherische Paulus-Kirchengemeinde (Wehringhausen)
  • Ev. Phillip-Nicolai-Kirche in Boele. Das Gemeindehaus von 2008 wurde mit der Auszeichnung vorbildlicher Bauten in NRW prämiert.
  • Ev.-Reformierte Kirchengemeinde
  • Ev.-Lutherische Stadtkirchengemeinde
  • Ev. Kirchengemeinde Vorhalle
  • Ev. Reformierte Kirche Hohenlimburg
  • Ev. Auferstehungskirchengemeinde (Im Oktober 2012 durch die Fusion der ehemaligen Kirchengemeinden Dahl und Rummenohl entstanden)

Römisch-katholische Pfarrgemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Sankt-Marien-Kirche mit ihrem 82 m hohen Turm
Katholische Sankt-Elisabeth-Kirche (Hauptportal)
  • St. Andreas (Helfe)
  • St. Antonius von Padua (Kabel)
  • St. Bonifatius (Haspe)
  • St. Bonifatius (Hohenlimburg)
  • St. Elisabeth (Hagen)
  • St. Johannes Baptist (Boele)
  • St. Josef (Altenhagen)
  • St. Marien (Innenstadt)
  • St. Meinolf (Altenhagen)
  • St. Michael (Wehringhausen) und Maria, Hilfe der Christen (Kuhlerkamp)
  • St. Konrad (Westerbauer)
  • St. Petrus Canisius (Eckesey)
  • Christkönig (Boelerheide)
  • Heilig-Geist-Kirche (Emst)
  • Heilig Kreuz (Halden)
  • Herz Jesu (Eilpe/Delstern)
  • Liebfrauen (Vorhalle)
  • Herz Jesu (Dahl+Rummenohl)

Islamische Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • IGBD - Gemeinde Hagen e. V. (Wehringhausen)
  • Kurdisch-islamischer Verein e. V. (Stadtmitte)
  • DITIB-Zentral-Moscheeverein e. V.
  • Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e. V.
  • Bildungs- und Kulturverein Hagen e. V. (Stadtmitte, gegenüber dem Arbeitsamt-Hochhaus) (VIKZ)
  • Islamische Gemeinschaft Hagen e. V. (Altenhagen)
  • Alevitische Gemeinde (Haspe)

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jüdische Gemeinde Hagen wurde 1819 gegründet. Sie ist Mitglied im Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe.

Jehovas Zeugen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Versammlungen von Jehovas Zeugen finden sich in Hagen-Mitte, Hagen-Nordost, Hagen-Nordwest, Hagen-Ost und Hagen-West (mit rumänischsprachiger Gruppe).

Kultur und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hohenhof am Stirnband
Hagener Kunstquartier
Theater Hagen
LWL-Freilichtmuseum Hagen für Handwerk und Technik

Kulturell zählt Hagen zu den wichtigen Zentren in NRW. Neben dem weithin bekannten Osthaus Museum und dem Historischen Centrum Hagen befinden sich das LWL-Freilichtmuseum Hagen und das Museum für Ur- und Frühgeschichte in der Stadt.

Im August 2009 erfolgte die vielbeachtete Eröffnung des Emil Schumacher Museums, das in unmittelbarer Nähe des Osthaus Museums liegt.

Öffentliche Kultureinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Oberzentrum besitzt Hagen eine Anzahl von bundesweit bedeutenden Kultureinrichtungen, die teilweise auch international ausstrahlen:

  • Kunstquartier mit dem Osthaus Museum und dem Emil Schumacher Museum (eröffnet: 2009) zeigt vorwiegend moderne und zeitgenössische Kunst und beherbergt das Europäische Schaufenster-Museum für künstlerische Schaufenstergestaltungen
  • Theater Hagen (hauptsächlich Oper, Operette, Tanz- und Musiktheater, Gastspiele und Eigenproduktion Schauspiel) sowie Philharmonisches Orchester Hagen (Sinfoniekonzerte, Familienkonzerte, Konzerteinführungen)
  • Hohenhof – Museum des Hagener Impulses in Hagen-Emst
  • Westfälisches Freilichtmuseum. Landesmuseum für Handwerk und Technik (Stadtteil Selbecke, im Mäckingerbachtal)
  • Wasserschloss Werdringen Museum für Ur- und Frühgeschichte im Stadtteil Vorhalle; überregional bedeutende Sammlung und Ausstellung zur Paläontologie und Archäologie
  • Historisches Centrum Hagen im Stadtteil Eilpe; Stadtmuseum, Stadtarchiv, Westfälisches Musik- und Literaturarchiv
  • Kultopia (ehemals Jugendzentrum Buschey, später Globe), heute städtisches Jugend- und Kulturhaus mit Workshop- und Kinderprogramm sowie Konzertveranstaltungen und interkulturellen Projekten.

Sonstige Kultureinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hagen ist eine Reihe weiterer, überwiegend privat getragener Kultureinrichtungen bedeutsam:

Bedeutende Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Baudenkmäler sind in der Liste der Baudenkmäler in Hagen aufgeführt.

Schloss Hohenlimburg aus dem 13. Jahrhundert
Gutshof Funkenhausen in Vorhalle (17. Jahrhundert)

In Hagen sind zahlreiche historische Baudenkmäler zu besichtigen:

  • Schloss Hohenlimburg (Hohenlimburg, Burganlage aus dem 13. Jahrhundert mit einem privaten Schlossmuseum zur höfischen Wohnkultur)
  • Wasserschloss Werdringen aus dem 13. Jahrhundert, Stadtteil Vorhalle
  • Lange Riege – Fachwerk-Arbeitersiedlung von 1665 (Eilpe, Wohnbauten für Klingenschmiede)
  • Haus Harkorten – Stadtteil Haspe, vormaliger Sitz der zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert bedeutenden Kaufmanns- und Unternehmerfamilie Harkort, Geburtshaus von Friedrich Harkort
  • Hohenhof mit Jugendstil-Siedlung (Wohnsitz von Karl Ernst Osthaus und geplantes Zentrum der „Gartenstadt Emst“, heute ein öffentliches Museum)
  • Vier bedeutende Türme aus dem 19. Jahrhundert: (Freiherr-vom-Stein-Turm in Vorhalle, Kaiser-Friedrich-Turm, Eugen-Richter-Turm und Bismarck-Turm auf dem Goldberg)
  • Villa Post – historische Villa im spätklassizistischen Stil im Stadtteil Wehringhausen. Sitz der Volkshochschule Hagen.
  • Johanniskirche mit einem polygonalen Chor und einer Langhaushalle von 1748 bis 50 sowie einem historistischen Westabschluss von 1903. Am Außenbau sind einige verwitterte Grabplatten (vermutlich 18. Jahrhundert) aufgestellt.
  • Elbershallen (ehemalige Textilfabrik Elbers), denkmalgeschütztes Gelände aus historischen Verwaltungsgebäuden, detailreichen Backsteinhäusern, konstruktiv interessanten Produktionshallen und einem ca. 80 Meter hohen Schornstein.
  • Funkenhausen – denkmalgeschützter Gutshof im Stadtteil Vorhalle.
  • Haus Ruhreck – Unternehmervilla im Stile einer Burg im Stadtteil Eckesey.
  • zahlreiche Jugendstilbauten (vor allem in der Gartenstadt Hohenhagen und im Stadtteil Wehringhausen).

Siehe auch: gesprengtes Sparkassenhochhaus „Langer Oskar“

Schutzgegebiete für die Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Dezember 1994 gibt es für das Stadtgebiet den Landschaftsplan der Stadt Hagen, in dem die Flächen außerhalb der bebauten Ortsteile und des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurden, sofern kein höherer Schutzstatus wie beispielsweise Naturschutzgebiet (NSG) besteht.[17]

Es gibt im Stadtgebiet insgesamt 24 Naturschutzgebiete unterschiedlicher Flächengröße. Die Größe geht vom Naturschutzgebiet Bachtal Saure Epscheid mit 1,87 ha bis zum Naturschutzgebiet Mastberg und Weißenstein mit 88,13 ha. Seit 2004 sind das Naturschutzgebiet Mastberg und Weißenstein, Naturschutzgebiet Temporärer Mastberg, Naturschutzgebiet Lange Bäume, Naturschutzgebiet Hünenpforte und Naturschutzgebiet Raffenberg gemeinsam als FFH-Gebiet Kalkbuchenwälder bei Hohenlimburg ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet Aske gehört zudem zusammen mit dem Naturschutzgebiet Gevelsberger Stadtwald zum FFH-Gebiet Gevelsberger Stadtwald.[17]

In Hagen gibt es 43 Landschaftsschutzgebiete. Die Flächengröße reicht vom Landschaftsschutzgebiet Rosengarten nördlich Eppenhauser Straße mit 3,08 ha bis zum Landschaftsschutzgebiet Tücking, Auf der Halle und Umgebung mit 921,52 ha.[17]

2010 gab es 71 Naturdenkmale (ND) in der Stadt. Bei 54 Naturdenkmalen handelt es sich um alte Einzelbäume oder bemerkenswerte Baumgruppen, während die anderen 17 Naturdenkmale meist Karsthöhlen, in denen zahlreiche Fossilien gefunden wurden, und Stollen sind. Die beiden ältesten Bäume in Hagen sind die als ND ausgewiesene ca. 1000-jährige Linden:

  • die Rumscheider Femelinde (Gerichtslinde) im Stadtteil Dahl und
  • die Priorlinde im Stadtteil Priorei.[17]

Im Stadtgebiet befinden sich auch 91 geschützte Landschaftsbestandteile (LB) mit bis zu 5 ha Fläche. Zudem wurden alle Streuobstwiesen ab einer Flächengröße von 0,25 ha die innerhalb von Landschaftsschutzgebieten und alle Kopfbäume im Landschaftsplangebiet als LB ausgewiesen.[17]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hagener Stadtgarten

Die Stadt Hagen ist eingebettet in eine waldreiche Mittelgebirgslandschaft.

Im innerstädtischen Bereich gibt es den Volkspark und den Dr.-Ferdinand-David-Park im Stadtzentrum sowie den Stadtgarten innenstadtnah oberhalb des Allgemeinen Krankenhauses.

Ein kleinerer Park im oberen Altenhagener Bereich ist der Funckepark. Er ist nach der Hagener Industriellenfamilie Funcke benannt, aus der auch die FDP-Politiker Oscar und Liselotte Funcke stammen.

Schließlich sind die parkähnlichen Anlagen rund um den Ischelandteich zu nennen, die an das neue Westfalenbad grenzen. Im Stadtbezirk Hohenlimburg gibt es zudem den Lennepark (zwischen Kanuslalom-Strecke und Hallenbad).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrale des Deutschen Basketball-Bunds in Wehringhausen
Ischelandhalle vor der Sanierung
Ischelandstadion
Wildwasseranlage in Hagen-Hohenlimburg

In Hagen gibt es eine Vielzahl an Sportvereinen. Organisiert sind diese Vereine im Stadtsportbund Hagen und im Verband für Sport in Hohenlimburg. Insgesamt werden hier die Interessen von rund 240 Vereinen mit ca. 46.000 Mitgliedern vertreten. Die Sportjugend im Stadtsportbund Hagen hat bisher dreimal die Ruhrolympiade ausgerichtet.

  • Handball: Mit dem VfL Eintracht Hagen ist die Stadt im Handball in der 2. Handball-Bundesliga vertreten. Der Verein spielte in früheren Jahrzehnten viele Jahre in der 2. Bundesliga und verpasste den Aufstieg in die Handball-Bundesliga einige Male nur knapp. Ab dem Jahr 2000 spielte Eintracht Hagen mehrere Jahre Regionalliga bzw. 3. Liga. Der Wiederaufstieg in die zweithöchste deutsche Spielklasse gelang im Jahr 2015. Spielstätte ist die Enervie Arena. Der TuS Volmetal spielt in der Handball-Oberliga Westfalen.
  • Faustball: Die meisten (auch international bedeutenden) Erfolge sind für Hagen im Faustball zu verzeichnen: Der TSV Hagen 1860 wurde im Felde zehnmal Deutscher Meister, siebenmal Europapokalsieger, dreimal Weltpokalsieger sowie in der Halle siebenmal Deutscher Meister und zwölfmal Europapokalsieger in Serie.
  • Tischtennis: Der SSV Union Hagen war Ende der 1980er-Jahre mit der Damenmannschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga vertreten.
  • Triathlon: Das Tri-Team-Hagen ist in der 1. Triathlon-Bundesliga der Damen aktiv. In ihrer Premieren-saison 2013 konnten sie sich, als Gesamt 5. und einem dritten Tagesplatz am Schliersee, in der Bundesliga etablieren.
  • Motorsport: Im Motorsport beherbergt Hagen zwei Automobilclubs. Mit dem Hagener-Automobil-Club 1905 e. V. im ADAC (HAC) hat Hagen einen der traditionsreichsten Vereine Deutschlands, der heute von Kartsport (Jugendgruppe) über Automobil-Slalom bis hin zu Oldtimer-Aktivitäten betreibt. Der Märkische Automobil-Club e. V. im AvD blickt als einer der größten AvD-Ortsclubs ebenfalls auf eine lange Tradition (seit 1925) zurück. Neben Veranstaltungen im Kart-, Automobil- sowie Oldtimersport runden gesellschaftliche und kulturelle Veranstaltungen das aktive AvD-Clubleben ab.[18]
  • Kanusport: Wildwasserpark Hohenlimburg (Kanuslalom-Strecke mit Leistungszentrum)
    • Ischelandstadion (Naturrasen, ca. 16.500 Zuschauer)
    • Kirchenbergstadion (Naturrasen, ca. 7.500 Zuschauer)
    • Kampfbahn Boelerheide (Naturrasen, ca. 4.500 Zuschauer)
    • Stadion Helfe (Asche, ca. 4.250 Zuschauer)
    • Sport- und Freizeitanlage Haspe (Kunstrasen, ca. 4.000 Zuschauer).

Weitere Hagener Sportvereine:

  • Hasper Fecht-Club 1932/97 e. V. (national erfolgreicher Verein im Florettfechten)
  • TV Hasperbach 1898 e. V. (Bogensport, Westdeutscher Meister)
  • Sauerland Mustangs (TSV Fichte Hagen 1863 e. V.) (American Football, Landesliga / Nord)
  • BSC Hagen Chipmunks e. V. (Baseball, Verbandsliga)
  • Karate & Fitness Center e. V. (mehrfacher deutscher Karate-Meister)
  • Blau Gold Hagen (Sportkegeln, NRW-Liga)
  • Camel Fighter, Chupa Chups und Snakes: Teilnehmer an Darts-Wettkämpfen
  • Jugger-Club Hagen e. V.

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadthalle Hagen
Blick auf den Hengsteysee
Westfalenbad, kurz vor der Eröffnung im Jahr 2010

Hagen verfügt über ein breit gefächertes Angebot an Freizeiteinrichtungen:

  • Ischelandstadion (für Sport- und Musik-Großveranstaltungen, 16.500 Zuschauer fassend)
  • Stadthalle Hagen (mit einer beeindruckenden Glasfassade) mit diversen Musik-, Show-, Comedy- und sonstigen Veranstaltungen sowie verschiedenen Ausstellungen.
  • Westfalenbad (eröffnet 2010); Freibäder Hengstey, Hestert und Henkhausen (vereinseigen).
  • Mountainbike-Strecken: 2008 wurden zwei MTB-Strecken im Hagener Stadtwald eröffnet.
  • Schifffahrt und Wassersport auf dem Hengsteysee

Events[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hagen gibt es eine Vielzahl regelmäßig stattfindender Veranstaltungen:

  • Europawochen im Mai (Fest, Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Symposien mit integrativem Bezug auf Europa)
  • Stadtfest Hagen blüht auf (an einem Wochenende im Jahr finden zahlreiche Veranstaltungen wie Livemusik und Modenschau im gesamten City-Bereich statt, die Fußgängerzone ist zudem gefüllt mit Verkaufsständen verschiedenster Art)
  • Springe-Fest (einmal jährlich drei Tage Essen, Trinken, Livemusik und Open-Air-Kino auf dem Hagener Marktplatz an der Springe)
  • Ferienmaus (Sommerferien-Mitmachaktionen für daheimgebliebene Kinder)
  • Urlaubskorb im Sommer (Offene-Tür-Angebote und Führungen bei ortsansässigen Betrieben und Einrichtungen)
  • Hamecke Open Air (Rock aufm Müll) (dreitägiges Rock/Metal-Festival im Hameckepark (Hagen-Boelerheide) mit Begleitprogramm für Kinder)
  • Hasper Kirmes (mit Festwagen-Umzug)
  • Muschelsalat im Sommer (Konzert- und Theater-Gastspiele an diversen Orten im Stadtgebiet)
  • Oldtimerrally „Hagen-Klassik“ des Hagener-Automobil-Club 1905 e. V. im ADAC mit anschließendem Korso durch die Innenstadt (an Pfingsten)
  • LKW-Oldtimer-Treffen des Hagener-Automobil-Club 1905 e. V. und des LWL-Freilichtmuseums
  • Karneval in Hagen: Die Stadt ist eine Karnevals-Hochburg. Neben dem Rosenmontags-Umzug in der Innenstadt, veranstaltet der Stadtteil Boele in jedem Jahr bereits sonntags einen traditionellen Festwagen-Umzug. Beide Umzüge locken jedes Jahr tausende Besucher an. Von 1966 bis 2004 gab es in Hagen eine der bekanntesten deutschen Karnevalsauszeichnungen: die Kette des Goldenen Humors. Sie wurde an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen.

Hagen hat eine Vielzahl an Clubs, Diskotheken und Biergärten; seit 2006 Gastronomie und FunPark in den ehemaligen Elbershallen


Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liselotte Funcke, Ehrenbürgerin von Hagen
  • 2003: Liselotte Funcke (* 1918 in Hagen; † 2012), Politikerin (FDP), MdL, NRW-Wirtschaftsministerin, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages
  • 1996: Rudolf Loskand (* 1924; † 2003), Oberbürgermeister
  • 1987: Emil Schumacher (* 1912 in Hagen; † 1999), bekannter Maler des Informel
  • 1967: Ewald Sasse (* 1888; † 1970), Oberstadtdirektor
  • 1967: Fritz Steinhoff (* 1897; † 1969 in Hagen), Ministerpräsident des Landes NRW 1956–1958, und Oberbürgermeister von Hagen
  • 1927: Willi Cuno (* 1860; † 1951), Oberbürgermeister
  • 1925: Theodor Springmann sen. (* 1840; † 1927); Geheimer Kommerzienrat, bedeutender Industrieller in Hagen
  • 1924: Christian Rohlfs (* 1849; † 1938 in Hagen), Wegbereiter des Expressionismus
  • 1914: Heinrich Willde (* 1834; † 1920), Bürgermeister und Beigeordneter
  • 1907: Heinrich Schaberg (* 1833; † 1914), Geheimer Sanitätsrat
  • 1869: Ernst Koch (* 1801; † 1883), Postdirektor, Vorsteher des Postamtes Hagen

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz-Steinhoff-Denkmal am Friedrich-Ebert-Platz
Willi Weyer (rechts)

Kunst, Musik und Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl-Halle-Denkmal auf dem Johanniskirchplatz
Inga Humpe (2009)
Mousse T (2017)

Wissenschaft, Technik und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Bezug zu Hagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hagen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Hagen – Reiseführer
 Wikisource: Hagen – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden Nordrhein-Westfalens am 31. Dezember 2016 - Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 24. Februar 2018. (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Bundesamt (Memento des Originals vom 15. November 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.destatis.de
  3. https://webshop.it.nrw.de/gratis/C179%20201500.pdf
  4. Statistisches Amt der Stadt Hagen (Memento vom 6. Juni 2014 im Internet Archive)
  5. Kriegsgräberstätten in Hagen in: volksbund.de, Abgerufen am 14. November 2016
  6. Historisches Centrum Hagen. Hagen 1939-1945, abgerufen am: 22. Mai 2018
  7. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 112.
  8. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  9. 9506 Arbeitslose in Hagen suchen einen Job
  10. www.it.nrw.de: Pressemitteilung (PDF), abgerufen am 22. Dezember 2016
  11. rp-online.de, 8. August 2017
  12. http://www.wahlergebnisse.nrw.de/kommunalwahlen/2014/aktuell/a914000kw1400.html
  13. Unabkömmlicher Brauereibesitzer. In: wp.de. Abgerufen am 13. November 2017.
  14. Hubertus Heuel: Dörken AG investiert 35 Millionen Euro in Vorhalle. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20. September 2013, abgerufen am 22. Dezember 2016.
  15. http://www.volme-galerie.com/
  16. Zahlen und Daten. Fernuniversität in Hagen, 16. November 2016, abgerufen am 22. Dezember 2016.
  17. a b c d e Landschaftsplan der Stadt Hagen. In: hagen.de. Dezember 1994, abgerufen am 21. Juli 2018 (PDF, Aktualisierungsstand 2010).
  18. Märkischer Automobil-Club e. V.