Hahausen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hahausen
Hahausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hahausen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 57′ N, 10° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Goslar
Samtgemeinde: Lutter am Barenberge
Höhe: 210 m ü. NHN
Fläche: 9,69 km²
Einwohner: 792 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 82 Einwohner je km²
Postleitzahl: 38729
Vorwahl: 05383
Kfz-Kennzeichen: GS, BRL, CLZ
Gemeindeschlüssel: 03 1 53 006
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bachstraße 18
38729 Lutter
Webpräsenz: www.hahausen.de
Bürgermeister: Henri Hoffmeister (SPD)
Lage der Gemeinde Hahausen im Landkreis Goslar
Clausthal-Zellerfeld Braunlage Clausthal-Zellerfeld Clausthal-Zellerfeld Lutter am Barenberge Wallmoden Lutter am Barenberge Hahausen Seesen Liebenburg Langelsheim Goslar Goslar Braunlage Braunlage Bad Harzburg Langelsheim Clausthal-Zellerfeld Landkreis Goslar Niedersachsen Landkreis Wolfenbüttel Salzgitter Landkreis Wolfenbüttel Landkreis Hildesheim Landkreis Northeim Landkreis Osterode am Harz Thüringen Sachsen-Anhalt gemeindefreies Gebiet HarzKarte
Über dieses Bild

Hahausen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Lutter am Barenberge im Landkreis Goslar in Niedersachsen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Hahausen liegt am Nordwestrand des Harzes und im Westen des Landkreises Goslar. Die nächstgelegenen Ortschaften sind im Süden Seesen, im Westen Rhüden sowie Lutter am Barenberge im Norden und Langelsheim im Osten.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Hahausen gehören der Ortsteil Neuekrug und die Bauernsiedlung Ödishausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1021 erstmals urkundlich erwähnt in einer Urkunde von Heinrich II. 1209 ist erstmals eine Kirche in dem Ort beurkundet. Infolge der Hildesheimer Stiftsfehde wechselte der Besitz 1523 von dem Kloster Ringelheim an das Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel. Der Ort war Grenzort zum Fürstentum Göttingen.

Am 27. August 1626 wurde zwischen Hahausen und Lutter die Schlacht bei Lutter am Barenberge zwischen dem Heer der Katholischen Liga unter Tilly und dem Heer des Niedersächsischen Kreises unter dem dänischen König Christian geschlagen. Die Truppen Tillys hatten dabei ihre Stellungen in Hahausen, welches einen Tag vorher von den Truppen Christians weitgehend zerstört wurde. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die damalige Kirche beschädigt, später repariert und 1794 abgerissen und durch eine neue ersetzt.

evangelische St.-Romanus-Kirche

Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Bezeichnungen des Ortes sind um 1021 Hahusen, 1131 Hagehusen, 1154 Hagehusen, 1154 Hagehusen und um 1157 Hagehusen.

Der Name ist zusammengesetzt aus „Hag(en)“, gehört zu „hagan, hagen“, eine Weiterbildung zu „-hag, -hac, hag“ („Umzäunung, umzäuntes Grundstück, Weideplatz, Hecke“) und „-hūsen“ („bei den Häusern, Siedlung, Dorf“).[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner
1821 425
1848 639
1871 784
1885 890
1905 869
1925 852
Jahr Einwohner
1933 849
1939 821
1946 1545
1950 1584
1956 1265
1961 1102
Jahr Einwohner
1968 1066
1970 1050
1975 957
1980 950
1985 982
1990 928
Jahr Einwohner
1995 983
2000 973
2005 930
2010 862
2014 789

(ab 1968 Stand jeweils zum 31. Dezember)[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat setzt sich seit der Kommunalwahl am 11. September 2011 folgendermaßen zusammen:

  • SPD: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft Hahausen (WGH): 3 Sitze
  • CDU: 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Henri Hoffmeister (SPD).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen ist viergeteilt. Die nichtheraldisch linke obere Ecke zeigt ein goldenes sechsspeichiges Rad auf blauem Grund, darunter ein blaues Eichenblatt, in der nichtheraldisch rechten oberen Ecke findet sich eine blaue Gerstenähre auf goldenem Grund. Darunter ein goldener Bierkrug auf blauem Grund.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hahausen liegt an den Bundesstraßen 82 und 248. Westlich verläuft in etwa fünf Kilometer Entfernung die A 7 (Anschlussstelle Rhüden, Nr. 66).

In Hahausen zweigt die Bahnstrecke Neuekrug-Hahausen–Goslar von der Bahnstrecke Braunschweig–Kreiensen ab; der Bahnhof wird aber derzeit nicht bedient.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Früher gab es in Hahausen eine Schule, welche nun als Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird. Die Grundschüler gehen heutzutage größtenteils in die Kurt-Klay-Grundschule nach Lutter und die höheren Jahrgange (Hauptschule, Realschule und Gymnasium) besuchen das Schulzentrum in Seesen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hahausen ist ein durch landwirtschaftliche Höfe geprägtes Dorf und verfügt über ein reges Vereinsleben. Das Dorf hat mit dem Harz, der vor der Tür liegt, ein umfangreiches Wander- und Naherholungsgebiet.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hahausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Ortsnamenforscher auf NDR 1 Niedersachsen, Recherche Jürgen Udolph
  3. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen. Abgerufen am 19. Mai 2013.