Hainsfarth

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hainsfarth
Hainsfarth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hainsfarth hervorgehoben

Koordinaten: 48° 58′ N, 10° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Verwaltungs­gemeinschaft: Oettingen in Bayern
Höhe: 445 m ü. NHN
Fläche: 17,54 km2
Einwohner: 1423 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86744
Vorwahl: 09082
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 154
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßstr. 36
86732 Oettingen i.Bay.
Website: www.hainsfarth.de
Bürgermeister: Klaus Engelhardt
Lage der Gemeinde Hainsfarth im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-LinkersbaindtDornstadt-LinkersbaindtEsterholz (gemeindefreies Gebiet)Rain (Lech)Münster (Lech)Holzheim (Landkreis Donau-Ries)Oberndorf am LechMertingenDonauwörthAsbach-BäumenheimGenderkingenNiederschönenfeldMarxheimTagmersheimRöglingMonheim (Schwaben)KaisheimBuchdorfDaitingFremdingenAuhausenOettingen in BayernHainsfarthEhingen am RiesTapfheimMarktoffingenMaihingenMegesheimMunningenWolferstadtWallersteinNördlingenReimlingenEderheimForheimAmerdingenWemdingWechingenHarburg (Schwaben)HohenaltheimDeiningenAlerheimOttingFünfstettenHuisheimMönchsdeggingenMöttingenBaden-WürttembergLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis EichstättLandkreis Neuburg-SchrobenhausenLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Hainsfarth von Süden

Hainsfarth ist eine Gemeinde im bayerisch-schwäbischen Landkreis Donau-Ries und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen in Bayern.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am nördlichen Rand des Nördlinger Rieses und in der Planungsregion Augsburg, der Ort Hainsfarth befindet sich etwa 1,5 km nordöstlich der Stadt Oettingen. Zwischen den beiden Orten fließt die Wörnitz. Die Staatsstraße St 2216 durchquert das Gemeindegebiet und den Hauptort in West-Ost-Richtung und verbindet ihn mit der Bundesstraße 466. Weiter südlich verläuft die St 2214 von Oettingen nach Megesheim.[2]

Gemarkungen und Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus zwei Gemarkungen, die den ehemaligen Gemeinden entsprechen, und hat sieben amtliche Gemeindeteile:[3] (Einwohnerzahlen, Stand 30. Juni 2016[4])

Bahnposten (2 E.), Hefehof (3 E.) und Kreuzhof (1967 erbauter Aussiedlerhof, 8 E.) gehören zum Ort Hainsfarth und sind keine offiziellen Ortsteile. Auch das direkt am Rand von Oettingen stehende Leprosenhaus (Kapelle St. Anna) ist kein Ortsteil.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Synagoge

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hainsfarth wird in den Schenkungsverzeichnissen des Klosters Fulda genannt. Diese beziehen sich auf die Zeit um das Jahr 800. Zur Zeit des Alten Reiches war das Dorf zwischen folgenden Landesherrschaften aufgeteilt: Domkapitel Eichstätt, Deutscher Orden, Markgrafschaft Brandenburg, Fürstentum Oettingen-Oettingen und Oettingen-Spielberg. Während der Oettinger Teil im Schwäbischen Reichskreis lag, gehörten die anderen Institutionen zum Fränkischen Reichskreis. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Hainsfarth lag im sogenannten Sicherungsdistrikt zwischen Oettingen und dem preußischen Fürstentum Ansbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die politische Gemeinde.

Jüdische Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hainsfarth beherbergte im 19. Jahrhundert die größte jüdische Gemeinde in Schwaben. 1942, während des Holocaust, wurden die letzten jüdischen Einwohner von Hainsfarth deportiert und ermordet. Die restaurierte Synagoge und der jüdische Friedhof sind bis heute erhalten.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde die Gemeinde Steinhart mit ihren Gemeindeteilen Hasenmühle und Ziegelhütte eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1.414 auf 1.417 Einwohner bzw. um 0,2 %.

  • 1961: 1318 Einwohner[5]
  • 1970: 1466 Einwohner[5]
  • 1987: 1443 Einwohner
  • 1991: 1468 Einwohner
  • 1995: 1524 Einwohner
  • 2000: 1517 Einwohner
  • 2005: 1485 Einwohner
  • 2010: 1441 Einwohner
  • 2015: 1419 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Klaus Engelhardt;[6] er wurde am 10. März 2019 als einziger Kandidat mit 93,4 % gewählt. Die Amtszeit läuft bis 30. April 2026. Sein Vorgänger seit Mai 2008 war Franz Bodenmüller, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat gehören neben dem Ersten Bürgermeister zwölf Mitglieder an; in der Legislaturperiode 2020–2026 sind das:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Hainsfarth
Blasonierung: „In Blau ein goldenes Segelboot mit silbernem Segel, darauf ein durchgehendes schwarzes Tatzenkreuz“[7]

Gemeindefahne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vorherige Gemeindefahne und das Gemeindewappen mussten durch eine neue Fahne und Wappen mit anderer Farbgebung ersetzt werden. Während der Vorbereitungen zur 1200-Jahr-Feier im Jahr 2005 wurde festgestellt, dass der ehemalige Bürgermeister, der 1993 die Fahnen erwarb, versäumt hatte, das Wappen und die Fahne genehmigen zu lassen. Weiß-Blau ist als Fahne in Bayern dem Freistaat vorbehalten, das Wappen verletzt die heraldischen Farbregeln. 2011 wurde entschieden, dass die neue Flagge drei Streifen (Blau-Weiß-Blau) haben soll, belegt mit dem neuen Wappen (in Weiß-Schwarz-Gelb).[8]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aumühle

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Hainsfarth befindet sich der Steinbruch Aumühle. Der als Geotop ausgewiesene Steinbruch gehört zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.085.000 T€, davon waren 217.000 € (netto) Gewerbesteuereinnahmen und 670.000 € Anteil an der Einkommensteuer.

2017 gab es in der Gemeinde 133 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 621 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 488 Personen größer als die der Einpendler. Elf Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es 32 landwirtschaftliche Betriebe, die eine Fläche von 1087 ha bewirtschafteten.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde gibt es folgende Einrichtungen:

  • Kindertagesstätte mit 75 Plätzen und 61 Kindern, davon 13 unter drei Jahren (Stand 1. März 2018)
  • Grundschule Hainsfarth mit zwei Lehrkräften und 46 Schülern (Schuljahr 2019/2020)[9]

Söhne / Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hainsfarth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Hainsfarth im BayernAtlas
  3. Gemeinde Hainsfarth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. September 2019.
  4. Gemeinde-Website: Infos und Zahlen
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 793.
  6. Willkommen. Gemeinde Hainsfarth, abgerufen am 12. August 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Hainsfarth in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  8. www.augsburger-allgemeine.de: Dorfseele kocht: Hainsfarth muss seine Gemeindefahne austauschen. 18. Juli 2011, abgerufen am 18. Juli 2011.
  9. Grundschule Hainsfarth in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 30. Oktober 2020.
  10. Literaturseite auf der Gemeinde-Homepage