Haironville

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Haironville
Wappen von Haironville
Haironville (Frankreich)
Haironville
Region Grand Est
Département Meuse
Arrondissement Bar-le-Duc
Kanton Ancerville
Gemeindeverband Portes de Meuse
Koordinaten 48° 41′ N, 5° 5′ OKoordinaten: 48° 41′ N, 5° 5′ O
Höhe 179–251 m
Fläche 9,79 km2
Einwohner 595 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 61 Einw./km2
Postleitzahl 55000
INSEE-Code

Mairie Haironville

Haironville ist eine französische Gemeinde mit 595 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Bar-le-Duc und zum 2016 gegründeten Gemeindeverband Portes de Meuse. Die Bewohner nennen sich Haironvillois(es).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Haironville liegt in der Landschaft Barrois am Fluss Saulx, etwa 13 Kilometer südwestlich von Bar-le-Duc und 13 Kilometer nordöstlich von Saint-Dizier. Das 9,79 Quadratkilometer umfassende Gemeindegebiet wird geprägt vom schmalen Saulxtal und den sich nördlich und südlich des Tales erhebenden teilweise bewaldeten Hochplateaus, die das Flusstal um 50 Höhenmeter überragen. Im Waldgebiet Bois de Foyéim Nordosten der Gemeinde wird mit 251 m über dem Meer der höchste Punkt erreicht. Umgeben wird Haironville von den Nachbargemeinden Brillon-en-Barrois im Norden, Bazincourt-sur-Saulx im Nordosten, Rupt-aux-Nonains im Süden, Sommelonne im Südwesten sowie Saudrupt im Nordwesten.

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Toponym Haironville stammt wohl vom deutschen Personennamen Hagero ab. Die Möglichkeit der Herkunft vom französischen héron (=Reiher) besteht ebenfalls. Erstmals erwähnt wird das Dorf 1141 unter den Namen Namen Hairunvilla und Hairunville. Über Hautonvilla (1180), Haronvilla (1402); Heronville (1700) änderte sich die Schreibweise weiter zu Hayronis-Villa und Heronis-Villa (1736) zu Haironis-Villa (1749), ehe 1793 mit Haironville der bis heute gültige Ortsname festgelegt wurde.[1][2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Unter silbernem Schildhapt mit zwei roten Ambossen in Blau ein silberner Reiher mit goldenem Schnabel und goldenen Stelzen, beseitet von zwei goldenen Segeln.“ Der Reiher (französisch: héron) steht für die mögliche Ortsnamensherkunft, die Ambosse symbolisieren die lange Tradition der Metallverarbeitung im Ort. Das Wappen wurde vom Heraldiker R. A. Louis entworfen und ist seit 2012 das offizielle Gemeindewappen.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 571 597 587 580 605 571 579 595
Quelle: Cassini[3] und INSEE[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Château de la Forge, Schloss aus der Mitte des 16. Jahrhunderts mit mehreren Besitzerwechseln; nach dem Verfall der Gebäude seit 2015 im Besitz der Familie Frydlender, die seither behutsam restaurieren, Monument historique[5]
  • Château de la Varenne, 1506 erbautes Schloss, heute in privatem Besitz
  • Château de la Tour, Schlossturm aus dem Jahr 1596
  • Schlosspark mit der Auszeichnung Jardin remarquable
  • Église Saint-Remi (St.-Remigius-Kirche), nach drohendem Verfall 1833 rekonstruiert, 1835 bis 1871 mit drei Glocken ausgestattet
  • Brücke über die Saulx aus dem 17. Jahrhundert, Monument historique[6]
  • Lavoir
  • mehrere Brunnen
  • Wasserturm
  • Gefallenen-Denkmal
  • Wegkreuz

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschule

Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist ein traditionsreicher Metallbetrieb, der heute zum Konzern Arcelor Mittal gehört. 1723 wurde der Betrieb als Schmiede gegründet (Forges d'Haironville). Hier wurden anfangs Moniereisen hergestellt. Heute produziert der Betrieb hauptsächlich Stahlprofile aller Art. In der Gemeinde gibt es eine Grundschule, eine Poststelle und einige kleine Geschäfte einschließlich Bäckerei und Metzgerei. In Haironville sind darüber hinaus noch vier Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Anbau von Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten).[7]

Durch Haironville führt die dem Saulxtal folgende Fernstraße D 997 von Contrisson nach Stainville und die Fernstraße D 4 von Brillon-en-Barrois nach Cousances-les-Forges. Fünf Kilometer südlich von Haironville verläuft die autobahnartig ausgebaute Route nationale 4 von Saint-Dizier nach Toul mit einer Anschlussstelle. Der nächste Bahnhof befindet sich in der 13 Kilometer entfernten Stadt Saint-Dizier an der Bahnstrecke Blesme-Haussignémont–Chaumont.

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortsnamen auf haironville.net
  2. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  3. Haironville auf cassini.ehess.fr (französisch)
  4. Haironville auf INSEE
  5. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 3. Juni 2019 (französisch).
  6. Eintrag in der Base Mérimée des Kulturministeriums. Abgerufen am 3. Juni 2019 (französisch).
  7. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haironville – Sammlung von Bildern