Haiyti

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Haiyti bei Rock im Park 2017
Haiyti bei Rock im Park 2017
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Montenegro Zero
  DE 25 19.01.2018 (1 Wo.)

Haiyti (bürgerlicher Name: Ronja Zschoche[2]) ist eine deutsche Rapperin aus Hamburg. Vorher trat sie unter den wechselnden Pseudonymen Miami, Robbery und Ovadoze auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ronja Zschoche wuchs in prekären Verhältnissen in den Hamburger Stadtteilen Langenhorn und St. Pauli auf. Ihre Mutter war alleinerziehend und arbeitete zunächst als Taxifahrerin, später als Lehrerin an einer Musikschule. Ihr Vater stammte aus Kroatien. Als Jugendliche kam sie mit der Hip-Hop-Szene in Berührung und machte erste Versuche als Rapperin. Zu ihren ersten Einflüssen zählten die Underground-Rapper GPC, 4.9.0 Friedhof Chiller sowie One Take One Hit. Dazu kommen Einflüsse aus dem Southern Rap wie Three 6 Mafia und Gucci Mane. Zunächst war sie unter dem Namen Miami aktiv, wechselte in kurzer Folge zu unter anderem Rendezvous, Ovadoze und Robbery und nannte sich dann Haiyti. 2015 erschien ihr erstes Album Havarie im Eigenvertrieb, das jedoch floppte. Mit dem YouTube-Video Szeneviertel gelang ihr ein Achtungserfolg.[3][4]

Anfang 2016 erschien das kostenlose Mixtape City Tarif. Es folgten Features auf den Alben und Mixtapes von YSL Know Plug, The Coup (Xatar und Haftbefehl), LGoony, Juicy Gay sowie Frauenarzt. Es folgte die EP Toxic zusammen mit dem Kollektiv KitschKrieg. Ende 2016 erschien das Mixtape Nightliner, das sie schnell auch in Mainstream-Medien bekannt machte.[3][2][5]

Die Hip-Hop-Zeitschrift Juice wählte die Single Ein Messer auf Platz 5 und das Mixtape City Tarif auf Platz 4 ihrer Jahrescharts 2016.[6]

Im Oktober 2017 unterzeichneten Haiyti und die Universal Music Group einen Vertrag.[7] Ihr Album Montenegro Zero erschien am 12. Januar 2018 und erreichte Platz 25 der deutschen Charts, was Haiytis erste Chartplatzierung darstellt.[8]

Musikstil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haiyti bei Rock im Park 2017 in Nürnberg

Haiyti verbindet die häufig von AsadJohn und Lex Lugner produzierten Beats mit an Gangsta Rap erinnernden Texten. Dabei hat sie jedoch wenig Berührungsängste mit anderen Genres. So veröffentlichte sie mit Kitschkrieg zusammen eine EP, die nach Eigenaussage an „Emo Rap“ erinnert. Ihre Musik macht sie unter anderem über Social-Media-Kanäle wie YouTube, Twitter, Facebook und Snapchat populär.[3][4] Dabei arbeitet sie oft sehr schnell und legt wenig Wert auf Feinheiten. So veröffentlicht sie verwackelte Smartphone-Videos und Audioschnipsel und schreibt ihre Lieder teils innerhalb weniger Minuten. Als kennzeichnendes Adlib verwendet sie mit „Uaargh!“ häufig eine Art Würgegeräusch.

Daniel Haas (Zeit online) verglich ihren Rapstil und ihre Stimme mit einer Mischung aus Nina Hagen, Falco und Haftbefehl, ihr Auftreten mit einem Mix aus einem französischen Filmstar aus den 1970ern und einem Luden vom Kiez.[2] Johann Voigt schrieb über "die derzeit produktivste und beste deutsche Rapperin" im Magazin jetzt: "Haiyti singt, krächzt, schreit und erreicht mit ihrer von Effekten manipulierten Stimme Frequenzbereiche, die es in Songs so bisher selten gab. Ihre Songs zeichnen Bilder der Gosse, von ranzigen Kneipen, weißen Pulverbergen, auf die Brust tätowierten Messern. Aber sie erzählt in ihren Liedern auch von Glamour, Strand und artsy Partys. Sie beschreibt damit die Leben, Ängste und Utopien junger Menschen aus sehr unterschiedlichen Milieus."[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben

Singles

  • 2017: 100.000 Fans (Universal Music Group)
  • 2017: Sunny Driveby (Universal Music Group)
  • 2017: Mafioso (Universal Music Group)
  • 2017: Gold (Universal Music Group)

Mixtapes

EPs

  • 2017: Jango EP (mit Die Achse)
  • 2017: White Girl mit Luger

Kollaboalben

  • 2015: Drop in Musik (Downloadalbum mit 2Malle, Knochengang)
  • 2016: Toxic (10’’/MC, mit Kitsch-Krieg, HHV.DE/SoulForce)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haiyti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: DeutschlandÖsterreichSchweiz
  2. a b c Daniel Haas: Haiyti: Die Dezibelle. Zeit online, 24. September 2016, abgerufen am 25. Dezember 2016.
  3. a b c Wenzel Burmeier: Haiyti. In: Juice. 178 (Januar/Februar 2017), S. 37 f.
  4. a b Haiyti bei laut.de
  5. Malcolm Ohanwe: Ende der Männerdomäne: Diese 5 Deutsch-Rapperinnen solltet ihr kennen. In: PULS. Bayerischer Rundfunk, 26. Juli 2016, abgerufen am 3. Dezember 2016.
  6. Jahrescharts 2016. In: Juice. 178 (Januar/Februar 2017), S. 48.
  7. Neuzugang bei Universal: Haiyti veröffentlicht ihre Single “100.000 Fans” samt Musikvideo. 16. Oktober 2017, abgerufen am 20. Oktober 2017.
  8. Chartverfolgung Montenegro Zero auf offiziellecharts.de
  9. Das ist... Haiyti, die derzeit produktivste und beste deutsche Rapperin. 8. Dezember 2017, abgerufen am 10. Dezember 2018.