Hakkâri

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Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt Hakkâri, für die gleichnamige Provinz siehe Hakkâri (Provinz).

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Hakkâri
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Hakkâri (Türkei)
Red pog.svg
Basisdaten
Provinz (il): Hakkâri
Koordinaten: 37° 35′ N, 43° 44′ OKoordinaten: 37° 34′ 35″ N, 43° 44′ 12″ O
Einwohner: 58.584[1] (2012)
Telefonvorwahl: (+90)
Postleitzahl: 30000
Kfz-Kennzeichen: 30
Struktur und Verwaltung (Stand: 2013)
Bürgermeister: unter Aufsicht des Türkischen Innenministeriums stehend
Webpräsenz:
Landkreis Hakkâri
Einwohner: 81.549[1] (2012)
Fläche: 2.237 km²
Bevölkerungsdichte: 36 Einwohner je km²

Hakkâri (syrisch-aramäisch ܐܰܟ݁ܳܪܳܐ Akkare, kurdisch Colemêrg) ist eine türkische Stadt im Südosten Anatoliens. Die Stadt liegt in einer gebirgigen Gegend rund 1850 Kilometer östlich von Istanbul und ist das Verwaltungszentrum der gleichnamigen Provinz. Sie hat 58.584 Einwohner, der Landkreis 81.549 Einwohner (Stand 2012). Hakkâri liegt in der Nähe des Dreiländerecks Türkei-Irak-Iran.

Die Armenier nennen die Stadt Ilmar, und die Mamluken, die auch hier herrschten, nannten sie Colamerg. Die Kurden nennen es Colemêrg und auf Türkisch hieß es ehemals Çölemerik. Der syrisch-aramäische Name für Hakkâri ist Akkare und bedeutet Landwirt.[2][3]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hakkâri (1727 m)
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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1
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2.8
 
31
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26
14
 
 
62
 
19
8
 
 
87
 
10
1
 
 
94
 
2
-5
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Daten 1926-2016
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Hakkâri (1727 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) -0,4 1,1 6,5 12,9 19,3 25,8 30,8 30,9 26,4 18,5 9,8 2,4 Ø 15,4
Min. Temperatur (°C) -8,1 -6,9 -1,9 3,9 9,1 14,0 18,2 18,1 13,9 7,8 1,0 -5,0 Ø 5,4
Temperatur (°C) -4,6 -3,2 2,1 8,2 14,3 20,3 24,9 24,8 20,2 13,0 5,3 -1,6 Ø 10,4
Niederschlag (mm) 91,4 106,5 120,2 126,1 64,7 16,1 4,1 2,8 7,1 62,1 87,2 94,4 Σ 782,7
Sonnenstunden (h/d) 4,0 5,2 5,6 6,4 9,6 11,5 12,2 11,3 10,1 7,2 5,2 3,6 Ø 7,7
Regentage (d) 11,0 10,7 12,9 13,2 11,8 4,1 1,4 1,0 1,8 8,4 8,5 9,8 Σ 94,6
T
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-0,4
-8,1
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-6,9
6,5
-1,9
12,9
3,9
19,3
9,1
25,8
14,0
30,8
18,2
30,9
18,1
26,4
13,9
18,5
7,8
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1,0
2,4
-5,0
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hakkâri war eine lange Zeit umkämpfte Grenzstadt zwischen dem Osmanischen Reich und dem Iran. Die Osmanen gewährten den lokalen kurdischen Fürsten einen gewissen Grad an Autonomie, um die Grenzen zu sichern. 1843 wurden unter dem Kurdenführer Bedirxan Beg bei Massakern mindestens 10.000 christliche Armenier und Nestorianer in Aşita (Hoşut) im Sandschak Hakkari ermordet. Frauen und Kinder wurden in die Sklaverei verkauft.[4][5]

1915/1917 wurden in der Gegend von Hakkâri etwa 20.000 Assyrer im Völkermord an den Aramäern getötet.[6]

Erden Kıral drehte 1982 den Film Eine Saison in Hakkari, der bei den Berlinale 1983 den Silbernen Bären gewann. Der Film basiert auf der Erzählung O (1977) von Ferit Edgü und stellt eine Stadt und eine Provinz dar, in der die große Mehrheit der Bewohner nur Kurdisch spricht.[7] Während der Militärherrschaft nach 1980 war dies unerwünscht und das türkische Publikum durfte den Film erst 1987 sehen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hakkari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 20. Februar 2013 auf WebCite), abgerufen 19. März 2013
  2. Lexeme )kr) - ܐܟܪܐ. auf dukhrana.com. Abgerufen am 9. Oktober 2014.
  3. http://www.premiumwanadoo.com/cuneiform.languages/syriac/dosearch.php?searchkey=396&language=id (Memento vom 3. November 2013 im Internet Archive) Link zu Premiumwanadoo.com.
  4. Ümit Kardaş: "Do We Have to Defend the Actions of CUP?", TodaysZaman, 2. Mai 2010, abgerufen am 9. Mai 2010, [1]
  5. Ümit Kardaş: "ttihatçıların eylemlerini savunmak zorunda mıyız?", Dünya Bülteni, 27. April 2010, abgerufen am 9. Mai 2010 (türkische Version, [2]
  6. Wilhelm Baum: The Christian minorities in Turkey. SEERI, Kottaya, Indien 2006, S. 98
  7. Brigitte Moser, Michael W. Weithmann: Landeskunde Türkei: Geschichte, Gesellschaft und Kultur. Buske, Hamburg 2008, ISBN 978-3875484915, S. 251