Hal Motor Car Company

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H. A. Lozier Company
Hal Motor Car Company
Rechtsform Company
Gründung 1915
Auflösung 1918
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Cleveland, Ohio, USA
Branche Automobile

Hal von 1915
Hal von 1916
Hal von 1917

Hal Motor Car Company, vorher H. A. Lozier Company, war ein US-amerikanischer Hersteller von Automobilen.[1][2]

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harry A. Lozier hatte die Lozier Motor Company verlassen. Er gründete 1915 die H. A. Lozier Company. Im Januar 1916 präsentierte er einen Prototyp auf der New York Automobile Show. Die Serienproduktion begann im Sommer 1916 in Cleveland in Ohio im ehemaligen Werk von Royal Tourist. Der Markenname lautete Hal,[2] auch HAL und H. A. L. geschrieben.

Bereits im September 1916 verließ Lozier das Unternehmen aus gesundheitlichen Gründen. A. Ward Foote von der Foote-Burt Machine Company aus der gleichen Stadt wurde neuer Präsident. Er führte die Umbenennung in Hal Motor Car Company durch. Bis Oktober 1916 waren bereits 200 Fahrzeuge entstanden. Zu dem Zeitpunkt waren es zehn Fahrzeuge pro Tag. Materialknappheit aufgrund des Ersten Weltkriegs führte zu Problemen. Im Oktober 1917 gab es Gerüchte eines Zusammenschlusses mit der Abbott Corporation, aus denen nichts wurde.

Ende 1917 wurde Frank B. Willis neuer Präsident. Er präsentierte im Januar 1918 auf der Chicago Automobile Show erneut Fahrzeuge. Wenig später trat Willis zurück.

Im Februar 1918 begann die Insolvenz. Die Vermögenswerte inklusive zehn unverkaufter Fahrzeuge wurden im April 1918 versteigert. Stearns erwarb die Fabrik.

Der spätere US-Präsident Warren G. Harding war einer der Käufer eines Hal.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fahrzeuge wurden Twelve genannt. Sie hatten einen V12-Motor von der Weidely Motors Company. Er war offiziell mit 40 PS eingestuft, leistete nach Unternehmensangaben aber bis zu 100 PS. Das Fahrgestell hatte 343 cm Radstand.

1916 gab es das Model 12. Es war als Tourenwagen mit sieben Sitzen und als Roadster mit zwei Sitzen erhältlich.

1917 folgte das Model 21. Ein Brougham, eine siebensitzige Limousine und ein viersitziger Cloverleaf-Roadster ergänzten die zur Verfügung stehenden Aufbauten.

1918 hatten die Kunden die Wahl zwischen Limousine, Town Car und Tourenwagen, jeweils mit sieben Sitzen, einem zweisitzigen Roadster und einem viersitzigen Shamrock Roadster.

Modellübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Modell Ausführung Zylinder Leistung (PS) Radstand (cm) Aufbau
1916 Twelve Model 12 12 40 343 Tourenwagen 7-sitzig, Roadster 2-sitzig
1917 Twelve Model 21 12 40 343 Roadster 2-sitzig, Limousine 7-sitzig, Brougham, Cloverleaf Roadster 4-sitzig, Tourenwagen 7-sitzig
1918 Twelve Model 25 12 40 343 Limousine 7-sitzig, Town Car 7-sitzig, Tourenwagen 7-sitzig, Roadster 2-sitzig, Shamrock Roadster 4-sitzig

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 667–668 (englisch).
  • George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 662 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hal Motor Car Company – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Beverly Rae Kimes, Henry Austin Clark Jr.: Standard catalog of American Cars. 1805–1942. Digital Edition. 3. Auflage. Krause Publications, Iola 2013, ISBN 978-1-4402-3778-2, S. 667–668 (englisch).
  2. a b George Nicholas Georgano (Hrsg.): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 2: G–O. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1, S. 662 (englisch).