Haldenwang (Landkreis Oberallgäu)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Haldenwang (Allgäu))
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Haldenwang
Haldenwang (Landkreis Oberallgäu)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Haldenwang hervorgehoben
Koordinaten: 47° 48′ N, 10° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 757 m ü. NHN
Fläche: 26,69 km2
Einwohner: 3824 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87490
Vorwahl: 08374
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 122
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Römerstr. 3
87490 Haldenwang
Webpräsenz: www.haldenwang.de
Bürgermeister: Josef Wölfle[2] (CSU und Junge Wähler/Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Haldenwang im Landkreis Oberallgäu
ÖsterreichBaden-WürttembergLandkreis Lindau (Bodensee)Kempten (Allgäu)Landkreis UnterallgäuLandkreis OstallgäuKempter Wald (gemeindefreies Gebiet)WildpoldsriedWiggensbachWertachWeitnauWaltenhofenSulzberg (Landkreis Oberallgäu)SonthofenRettenbergOfterschwangOberstdorfOberstaufenObermaiselsteinOy-MittelbergMissen-WilhamsLauben (Landkreis Oberallgäu)Immenstadt im AllgäuBad HindelangHaldenwang (Landkreis Oberallgäu)Fischen im AllgäuDurachDietmannsriedBurgberg im AllgäuBuchenbergBolsterlangBlaichachBetzigauBalderschwangAltusriedKarte
Über dieses Bild
Haldenwang von Osten

Haldenwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haldenwang liegt in der Region Allgäu am östlichen Rande des Illertales. Die Pfarrkirche liegt 752 Meter über dem Meeresspiegel. Noch 150 Höhenmeter höher erhebt sich ein Höhenzug im Osten. Die Iller und der Illergletscher haben im Laufe der Erdgeschichte die Landschaft gestaltet.

Ausdehnung des Gemeindegebietes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet besteht nur aus der Gemarkung Haldenwang.

Zu Haldenwang gehören unter anderem die Orte Börwang, Fleschützen, Hojen, Koneberg, Pfaffenhofen, Seebach und Unterwengen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name leitet sich aus den althochdeutschen Wörtern halda (Abhang) und wang (Gefilde) ab. Das Illertal war schon zur Römerzeit dicht besiedelt. Sicherlich bestanden damals schon Siedlungen am Ostrand des Tales, zudem war es zur Stadt Cambodunum nicht weit. Im frühen Mittelalter saßen auf der Burg Wagegg Lehensmänner des Klosters Ottobeuren, in späterer Zeit waren es Ministeriale des Fürststiftes Kempten. 1180 ist ein Ritter Walther von Wagegg verzeichnet, 1374 ein Ritter von Schellenberg und Wagegg und 1468 ein Ritter Caspar von Laubenberg und Wagegg. Vor 1800 war Haldenwang Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts der gleichnamigen Herrschaft und gehörte dem Freiherrn von Freyberg-Eisenberg. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Im Jahr 1818 wurde die Gemeinde gegründet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1746 Einwohner
  • 1970: 2086 Einwohner
  • 1987: 2726 Einwohner
  • 1991: 2845 Einwohner
  • 1995: 3107 Einwohner
  • 2000: 3474 Einwohner
  • 2005: 3698 Einwohner
  • 2010: 3684 Einwohner
  • 2015: 3755 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2014 Josef Wölfle (CSU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne in Schwarz eine goldene Rosette, hinten geschacht von Silber und Rot.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft neun, im produzierenden Gewerbe 666 und im Bereich Handel und Verkehr 58 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 122 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1182. Im verarbeitenden Gewerbe gab es acht, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1695 ha. Mit Abstand wichtigster Arbeitgeber im nördlichen Oberallgäu ist die Firma MAHA Maschinenbau Haldenwang, sie stellt Anlagen zur Prüf- und Sicherheitstechnik von Kraftfahrzeugen her.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 125 Kindergartenplätze mit 113 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zwölf Lehrern und 213 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Haldenwang (Oberallgäu) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.haldenwang.de/index.php?site=Gemeinderat&menue=Rathaus%20und%20B%FCrgerservice&u=Gemeinderat/Aussch%FCsse