Halil Altındere

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Halil Altındere (* 1971 in Mardin, Türkei; lebt in Istanbul) ist ein türkischer Multimedia- und Aktionskünstler kurdischer Abstammung. Er arbeitet mit Videos und verschiedenen Multimedia-Techniken, als Objektkünstler und Fotograf. Halil Altındere ist ebenfalls Herausgeber und Chefredakteur des art-ist Contemporary Art Magazine in Istanbul.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halil Altınderes Kunst ist von politischen Inhalten geprägt. Bereits in seinem Frühwerk setzt sich Altındere mit dem repressiven türkischen Regime auseinander. Altındere verwendet in seinen Installationen häufig die Insignien und Symbole staatlicher Macht und Präsenz, wie Briefmarken, Flaggen, Banknoten, oder Personalausweise, die er manipuliert und – teilweise auch humoristisch – verfremdet. Seine Werke haben das Ziel, die Systeme staatlicher Repräsentation und die Identifikation mit dem System zu stören. In seinen Videos und Installationen setzt er sich mit dem Leben und der Sprache der Subkulturen und der Heterogenität der Großstädte in der Türkei auseinander.

Im Jahr 2007 war Altındere mit der Videoarbeit Dengbejs Teilnehmer der documenta 12 in Kassel. Das Wort Dengbejs bedeutet auf Kurdisch Geschichtenerzähler. Altındere stellt in dem Video Dengbejs vor, die in einem mit mesopotamischen Teppichen ausgelegten Raum sitzen und singend Geschichten vortragen, die zur mündlich überlieferten kurdischen Kulturgeschichte gehören. Wenn die Geschichtenerzähler den Ort verlassen, erscheinen verschachtelte Holzhäusern, die über den Dächern einer türkischen Stadt stehen. Mit dem Film deutet Altındere an, dass Moderne und Tradition sowohl neben- als auch über- (und unter-) einander existieren. Der Widerspruch der Architekturen steht als Sinnbild für den Antimodernismus der Dengbejs.

Wichtige Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]