Halil Altıntop

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Halil Altıntop
Halil Altıntop.jpg
Aufnahme aus dem Jahr 2011
Personalia
Geburtstag 8. Dezember 1982
Geburtsort GelsenkirchenDeutschland
Größe 186 cm
Position Offensives Mittelfeld / Sturm
Junioren
Jahre Station
1992–1993 Schwarz-Weiß Gelsenkirchen
1993–1997 TuS Rotthausen
1997–2000 SG Wattenscheid 09
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2000–2003 SG Wattenscheid 09 81 (35)
2003–2004 1. FC Kaiserslautern Am. 3 0(4)
2003–2006 1. FC Kaiserslautern 96 (29)
2006–2010 FC Schalke 04 96 (16)
2010–2011 Eintracht Frankfurt 49 0(3)
2011–2013 Trabzonspor 61 (13)
2013–2017 FC Augsburg 115 (20)
2017–2018 Slavia Prag 8 0(1)
2018 1. FC Kaiserslautern 14 0(1)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2000 Türkei U-18 2 0(0)
2001 Türkei U-20 1 0(0)
2003 Türkei U-21 9 0(1)
2004 Türkei A2 1 0(0)
2005–2011 Türkei 38 0(8)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2018– VfB Stuttgart (Co-Trainer)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Karriereende

Halil Altıntop [haˈlil altɯntɔp] (* 8. Dezember 1982 in Gelsenkirchen) ist ein ehemaliger türkisch-deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer. Sein Zwillingsbruder Hamit war ebenfalls Profi-Fußballer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stürmer begann seine Karriere gemeinsam mit seinem Bruder Hamit bei Schwarz-Weiß Gelsenkirchen-Süd. Über den TuS Rotthausen und die SG Wattenscheid 09 wechselte er 2003 zum 1. FC Kaiserslautern, bei dem ihm in der Spielzeit 2005/06 der Durchbruch gelang. In der Torschützenliste belegte er den dritten Platz und erzielte in der Bundesliga 20 Tore, ein Tor im DFB-Pokal und ein Tor für die türkische A-Nationalmannschaft.

2006 wechselte er zum FC Schalke 04, bei dem auch sein Bruder Hamit unter Vertrag stand. Im ersten Punktspiel für seinen neuen Arbeitgeber gegen Eintracht Frankfurt erzielte er einen Treffer, beim Sieg gegen den 1. FSV Mainz 05 gelang ihm ein Doppelpack. In den ersten 18 Spielen der Saison stand Altıntop in der Startelf des FC Schalke 04, begünstigt durch Verletzungen seiner Konkurrenten Gerald Asamoah und Søren Larsen. Altıntop galt als besonders geeignet für das 4-3-3-System, das Trainer Mirko Slomka in jener Saison spielen ließ. Am 19. Spieltag wurde Altıntop von Gustavo Varela verdrängt, der sich am 21. Spieltag erneut verletzte und somit Altıntop ab dem 22. Spieltag wieder in die Startelf verhalf. Nach dem 26. Spieltag sagte Altıntop seine Teilnahme an einem Spiel der türkischen Nationalmannschaft ab, für Schalke stand er dagegen bei jedem Pflichtspiel im Kader. Nach dem letzten Spieltag unterzog er sich einer Leistenoperation. Er hatte den Eingriff wegen der vielen nicht einsatzfähigen Spieler im Schalker Kader hinausgezögert, obwohl ihn die Verletzung behinderte. Im Laufe der Saison erzielte er sechs Tore für Schalke. Altıntop zählte zwischen 2006 und 2009 zur Stammelf der Schalker. Unter Felix Magath, der im Sommer 2009 Trainer in Gelsenkirchen wurde, kam er hingegen in der Vorrunde 2009/10 nur noch sporadisch zum Einsatz.

Am 28. Januar 2010 wechselte Altıntop zum Ligakonkurrenten Eintracht Frankfurt. Seinen dort zunächst nur bis zum Saisonende befristeten Vertrag verlängerte er im Juni 2010 um zwei Jahre bis zum 30. Juni 2012. Mit der Eintracht stieg er 2011 in die 2. Bundesliga ab. Zur Saison 2011/12 wechselte er zum Erstligisten Trabzonspor in die Türkei.[1] In zwei Spielzeiten für Trabzonspor bestritt er 61 Ligaspiele, in denen er 13 Tore erzielte. Am 28. Juni 2013 löste er seinen Vertrag auf.[2]

Altıntop wechselte im Juli 2013 zum FC Augsburg.[3] Am 17. September 2015 erzielte er das erste Tor für den FC Augsburg in einem Europapokalwettbewerb.[4] Sein Vertrag lief am 30. Juni 2017 aus.[5]

Zur Saison 2017/18 wechselte Altıntop ablösefrei nach Tschechien zu Slavia Prag.[6][7] Im Januar 2018 kehrte Altintop zum 1. FC Kaiserslautern zurück[8] und unterschrieb einen bis 2019 laufenden Vertrag.[9] In der Sommerpause 2018 beendete er seine Karriere; der Vertrag wurde aufgelöst.[10]

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 6. November 2018 wurde bekannt, dass Altıntop bis Ende des Jahres den Trainerstab von Markus Weinzierl beim VfB Stuttgart unterstützt. Dort ist er für „individuelle Maßnahmen“ verantwortlich.[11]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie sein Bruder spielte er in der türkischen U-21-Nationalmannschaft und schaffte 2005 den Sprung in die A-Nationalelf. Die Teilnahme an einem großen Turnier blieb ihm aber verwehrt. Er wurde zwar in den erweiterten Kader für die Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz nominiert, fand jedoch unter Nationaltrainer Fatih Terim keine Berücksichtigung fürs endgültige Aufgebot. Seit November 2011 wurde er nicht mehr zu Spielen der Nationalmannschaft berufen.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Bundesligaeinsatz vom 14. Spieltag der Saison 2013/14 absolvierte Altıntop seine 250. Bundesligapartie und löste damit Yıldıray Baştürk als den türkischen Fußballspieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen ab.[12] Zudem hat er unter allen türkischen Spielern, die bisher in der Bundesliga aktiv waren oder noch sind, die meisten Bundesligatore erzielt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halil Altıntop ist sowohl türkischer als auch deutscher Staatsbürger.[13]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Halil Altıntop – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Halil Altintop wechselt zu Trabzonspor. In: Zeit Online. 23. Juni 2011, abgerufen am 14. Juli 2014.
  2. trabzonspor.org.tr: Halil Altıntop'un sözleşmesi feshedildi. In: Trabzonspor. Juni 2013, archiviert vom Original am 1. Juli 2013; abgerufen am 14. Juli 2014.
  3. FC Augsburg verpflichtet Halili Altintop. In: Homepage des FC Augsburg. 1. Juli 2013, abgerufen am 14. Juli 2014.
  4. Spielbericht auf der Website des FC Augsburg, abgerufen am 18. August 2016
  5. FC Augsburg 1907 GmbH & Co. KGaA (Hrsg.): HALIL ALTINTOP VERLÄSST DEN FC AUGSBURG. In: FC Augsburg. 26. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017.
  6. Dnes: SLAVII POSÍLIL HALIL ALTINTOP. In: Slavia Prag. SK Slavia Prag, 27. Juni 2017, abgerufen am 27. Juni 2017 (tschechisch).
  7. SK Slavia Prag (Hrsg.): HALIL ALTINTOP BECAME THE SEWN-ONE. In: Slavia Prag. 28. Juni 2017, abgerufen am 5. Juli 2017 (englisch).
  8. SK Slavia Praha (Hrsg.): Halil Altintop odchází do Německa. In: Slavia Prag. 31. Januar 2018, abgerufen am 7. Mai 2018 (cz).
  9. kicker online, Nürnberg, Germany: Coup perfekt! Altintop zurück beim 1. FC Kaiserslautern. In: kicker online. (kicker.de [abgerufen am 31. Januar 2018]).
  10. https://fck.de/de/vertrag-aufgeloest-halil-altintop-beendet-aktive-karriere/
  11. SWR.de: Halil Altintop ergänzt VfB-Trainerstab, abgerufen am 7. November 2018
  12. bundesliga.de: Standing Ovations für Rekordler Altintop (abgerufen am 14. Juli 2014)
  13. „Rückkehr der Verkannten“ in der Printausgabe Der Spiegel von 11. August 2003