Halloween-Katastrophe in Seoul 2022

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Die Halloween-Katastrophe in Seoul ereignete sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Oktober 2022 bei Feierlichkeiten zu Halloween im Ausgehviertel Itaewon der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Mindestens 158 Menschen starben und weitere 196 wurden verletzt.

Es handelt sich bei dem Unglück um das Massengedränge mit den meisten Todesopfern in der Geschichte Südkoreas[1] und um eine der größten Katastrophen des Landes nach dem Untergang des Fährschiffs Sewol 2014, bei dem 304 Menschen ums Leben gekommen sind.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorgeschichte des Stadtteils[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jüngste Geschichte des zum Seouler Bezirk Yongsan gehörenden Stadtteils Itaewons ist eng mit der 1945 gegründeten US-Militärbasis Yongsan-Garnison verbunden,[2] deren Angehörige den Stadtteil in seiner heute bekannten Form laut dem Seoul Museum of History maßgeblich geschaffen und geprägt haben.[3] Seit US-Soldaten ab 1957 Vergnügungsurlaub erhielten, entstanden in Itaewon Bordelle. Minderjährige und Frauen wurden bis weit in die 1980er Jahre entführt und in die Prostitution gezwungen, die südkoreanische Regierung wies einige Orte als offizielle „Komforteinrichtungen“ für US-Soldaten aus[4] und blieb bei Menschenhandel und Vergewaltigungen nachsichtig.[3] Wenn Frauen sich den regelmäßigen, obligatorischen behördlichen Hygieneuntersuchungen zur Überprüfung auf sexuell übertragbare Krankheiten entzogen oder solche Geschlechtskrankeiten bei ihnen festgestellt wurden, erfolgte ihre Zwangseinweisung in „Konzentrationslager“.[3][5] Die Beteiligung der südkoreanischen Regierung an solchen Verbrechen durch Rechtfertigung und Förderung illegaler Prostitution der „Trostfrauen“ in US-Militärbasen stellte der Oberste Gerichtshof erstmals im September 2022 fest[6] und sprach den überlebenden Opfern eine Entschädigung zu.[7] Durch Sonderregelungen genossen US-Soldaten in dem Stadtteil zudem seit Jahrzehnten das als „Itaewon-Freiheit“ in Kritik stehende Privileg, selbst bei Ermordung oder Vergwaltigung koreanischer Bürger nicht der koreanischen Gerichtsbarkeit zu unterliegen.[8] Itaewon mit seiner großen Anzahl von Bars und Bordellen galt somit schon seit langem als Vergnügungsviertel für ausländische, insbesondere US-amerikanische Militärangehörige und Expatriate und wurde daher ursprünglich von vielen Koreanern als für sie gefährlicher Ort eingestuft.[2]

Das Stadtviertel etablierte sich jedoch dann in dem der Halloweenkatastrophe von 2022 vorangegangenen Jahrzehnt mit seinen Bars und Nachtclubs als eines der beliebtesten Ausgehviertel in Seoul.[2][9][10] Es setzte eine Gentrifizierung ein und das US-Militär begann 2013 mit der Verlegung seines Stützpunktes mit 17.000 Soldaten in den Süden Seouls.[2] Im Jahr 2017 waren über 90 Prozent an Personal und Material aus der Yongsan-Garnison in den US-Militärstützpunkt Camp Humphreys abgezogen worden.[11] Im Mai 2022 verlegte der südkoreanische Staatspräsident, Yoon Suk-yeol, nach seiner Amtseinführung das Präsidialamt aus dem Blauen Haus in das Gebäude des Verteidigungsministeriums in Yongsan.[12][2] Waren ehemals über zwei Drittel der gastronomischen Kunden in Itaewon US-Amerikaner, so zieht der Stadtteil heute vornehmlich Koreaner und internationalen Tourismus an und wandelte sich von einem „Klein-Amerika“ zu einem Ort multikulturellen Konsums für Koreaner. Die veränderte Kundendemografie förderte die Etablierung von Restaurants, die soziale Medien nutzen und bei der jungen Bevölkerung angesagt sind.[3] Während es in Itaewon zur Errichtung repräsentativer Geschäftsgebäude gekommen war, war jedoch das Merkmal der engen Gassen des Stadtteils erhalten geblieben.[2]

Vorgeschichte des Halloweenfests in Südkorea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halloweenfeier in der „World Food Street“ am 31. Oktober 2015
Halloween festival in Itaewon.jpg
Halloween festival.jpg


Links: mit Blick nach Westen, wenige Meter vor Einmündung der Seitengasse, die am 29. Oktober 2022 zum Hauptschauplatz des Unglücks wurde
Rechts: einige Meter westlich der Einmündung der Seitengasse des Unglücks vom 29. Oktober 2022

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich das jährliche Halloweenfest, das in Südkorea erst seit den 2000er Jahren bekannt wurde[13] und in Itaewon seit weniger als einem Jahrzehnt vor dem Unglück von 2022 ohne formelle Organisation oder Koordinierungsstelle gefeiert wurde, zum größten Südkoreas und trug zum Image von Itaewon als Bühne der gesellschaftlichen Präsentation in Südkorea bei.[2] Berichten zufolge sollen im Jahr 2017 etwa 200.000 Menschen zum Halloweenfest nach Itaewon gekommen sein.[2]

Der Hauptteil der Halloween-Feierlichkeiten in Itaewon findet entlang der „World Food Street“ und in den Seitengassen statt, die sie mit einer der Hauptverkehrsstraßen von Itaewon – der „Itaewonstraße“ – verbinden.[14] Aufgrund der wachsenden Popularität der Halloweenfeiern und der Möglichkeit von daraus resultierenden Unfällen waren die Behörden bereits Jahre vor der Katastrophe beunruhigt. In einem internen Dokument aus dem Jahr 2020, das über oppositionelle Abgeordnete bekannt wurde, warnte die Polizei vor möglichen Todesfällen durch drohende Gedrängesituationen.[15]

Ausgangssituation 2022[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem die Feierlichkeiten durch die COVID-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 nicht stattgefunden hatten, versammelten sich 2022 etwa 100.000 Menschen in den Straßen und Clubs.[9][10] Es handelte sich um eine der größten inoffiziellen öffentlichen Veranstaltungen in Seoul.[9] Einige Medien berichteten, Berichten zufolge sei der Besucherandrang unerwartet hoch ausgefallen.[16] Anderen Angaben zufolge hatte es Vorhersagen für bis zu 130.000 Besucher im Itaewon-Viertel gegeben, die aber offensichtlich von den Behörden ignoriert worden seien.[17][2] Die Polizei räumte ein, dass sie mit einem großen Besucherandrang gerechnet hatte und die Menge nicht viel größer gewesen war als in den vorangegangenen Jahren.[18] Auch die örtliche Geschäftswelt hatte aufgrund der gelockerten COVID-10-Beschränkungen für 2022 mit einer größeren Menge feiernder Menschen gerechnet.[14]

Noch während die Untersuchungen zu dem Unglück liefen, gestand die Polizei ein, dass ihre Maßnahmen vor dem Massengedränge unzureichend waren.[14] Laut Polizeiangaben wurden für die Halloween feiernde Menschenmenge 58 uniformierte Polizisten eingesetzt. Insgesamt 6000 Polizisten wurden am selben Tag zu einer regierungskritischen Protestveranstaltung in Seouls Innenstadt und zum Schutz des Staatspräsidenten zum unweit Itaewons gelegenen Präsidialamt entsendet.[2]

Ort und Hergang des Unglücks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptschauplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte des Areals[19]
Im Süden: „Itaewonstraße“ (Itaewon-ro 이태원로) mit U-Bahnstation Itaewon (Itaewon-yeog 이태원역)
Von dort zweigt nach Süden die „Bogwangstraße“ (Bogwang-ro 보광로) ab

Im Norden: „World Food Street“ (Itaewon-ro 27-ga-gil 이태원로27가길)
Dazwischen: Seitengasse mit dem Hauptschauplatz (rot) des Unglücks am Hamilton-Hotel

Die als „World Food Street“ bekannte, nördlich des Hamilton-Hotels gelegene schmale Straße, die selbst an gewöhnlichen Samstagen stark frequentiert wird, wurde mit ihren Restaurants und Bars auch am Halloweenabend von einem großen Besucherstrom angesteuert.[20]

Einer der kürzesten Verbindungswege, um vom zubringenden U-Bahnhof Itaewon zur „World Food Street“ zu gelangen, ist eine noch engere Seitengasse,[20] die im Osten an der hohen westlichen Außenwand des Hamilton-Hotels entlangführt[20][21] und an deren Westseite sich Hip-Hop-Bars befinden.[21] In dieser Seitengasse kam es am Abend der Halloweenfeier zu den meisten Opfern.[20] Sie hat eine Länge von etwa 45 bis 50 Metern bei einer offiziellen Breite von 4 Metern.[22][23][24][25][26] Die Seitengasse verläuft zudem mit einem angegebenen Gefälle von 10 Prozent abschüssig.[27] Im oberen (nördlichen, in die etwa 6 Meter breite „Itaewonstraße“ einmündenden) Teil ist die Seitengasse 5 Meter breit.[26] Die aus Gründen der Fußgängersicherheit in Südkorea vorgeschriebene Mindeststraßenbreite von vier Metern wurde Medienangaben zufolge im unteren Bereich der Seitengasse unterschritten, nachdem das Hamilton-Hotel bauliche Erweiterungen (eine provisorische Metallwand, eine Terrasse, eine Kabine) vorgenommen hat, die die Straßenbreite dort auf lediglich 3,2 Meter verengten,[20][27][2][26][21] woraus Experten zufolge eine Art „Flaschenhals“-Effekt resultieren kann.[26][21] Auch einige andere Geschäfte auf der anderen Seite der Seitengasse hatten in den Verkehrsweg hineinragende Terrassen errichtet, die zur Unterschreitung der vorgeschriebene Breite beitrugen.[2][26]

Hergang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Notiz: Die genaue Chronologie ist nicht bekannt.

Frühe lokale Berichte gaben an, dass Feuerwehr und Polizei erst ab etwa 22.15 Uhr Ortszeit Berichte über das Unglück erhalten hätten.[28] Späteren Angaben zufolge hatte bereits um 20:09 Uhr Ortszeit ein Anrufer der Polizei den genauen Ort des etwa zwei Stunden später eskalierenden Unglücks mitgeteilt und dabei darauf hingewiesen, dass es bereits Verletzte gebe.[29][20] Insgesamt wurden vor dem tödlichen Gedränge elf solcher Anrufe getätigt. Die Polizei gab später an, sie habe lediglich auf vier der Anrufe hin Polizisten entsandt und in der Stunde vor dem Gedränge niemanden mehr geschickt.[20]

Eine von der Washington Post erstellte Untersuchung auf Basis von Notrufprotokollen und Zeugenbefragungen kam zu dem Ergebnis, dass die Gasse bereits um 18:28 Uhr gefährlich überfüllt gewesen sei. Wenige Minuten später ging der erste von mindestens 13 Notrufen ein, um vor einem eskalierenden Chaos zu warnen, da Menschen so fest eingeklemmt seien, dass es bereits zu Verletzungen gekommen sei.[14] Einer von der New York Times durchgeführten Analyse zufolge soll der erste Notruf bei der 112-Hotline um 18:34 Uhr eingegangen sein und bereits beschrieben haben, dass Menschenmengen von beiden Enden in die Gasse drängten und es den Anschein erwecke, „als würden Menschen zu Tode gedrückt werden“. Von 18:34 Uhr bis 22:11 Uhr gingen laut der Analyse über 10 Notrufe ein, die auf eine crowd surge hingedeutet hätten.[15]

Entstehung und Eskalation des Massenunglücks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ort des Unglücks während und nach der Halloween-Feier
Itaewon (이태원) 2022 Halloween.jpg
Nacht zum 30. Oktober 2022
20221031 itw ear 01.jpg
31. Oktober 2022
Itaewon Crowd Crush Alleyway 2 November 2022.jpg
2. November 2022


Die Fotos zeigen im Vordergrund die „Itaewonstraße“ und die von dort abzweigende Seitengasse, die im Hintergrund in die höhergelegene „World Food Street“ mündet.
Provisorische Absperrung und niedergelegte Blumen am Eingang in die Seitengasse von der „World Food Street“ aus (Foto: 31. Oktober 2022)

Die genauen Umstände zum Zeitpunkt des mit Todesfolge verlaufenden Massengedränges sind bisher ungeklärt.[20] Als bekannt gilt, dass dieses tödlich verlaufende Gedränge gegen 22:15 Uhr Ortszeit mit einem sogenannten crowd collapse auf halber Höhe der Gasse begann, nachdem vermutlich einige Menschen gestürzt waren.[20][30] Um 22:08 Uhr begannen Menschen in der Menge zu schreien. Experten zufolge sind durch Videoanalysen zwischen 22:08 Uhr und 22:18 bereits frühe Anzeichen oder Belege von crowd crush festzustellen. Um 22:17 Uhr hatte sich der crowd crush Experten zufolge bereits ausgeweitet und die Lage wurde durch zusätzlichen Druck aus Richtung beider Gassenenden noch verschärft.[14]

Medienangaben zufolge bewirkte die Dichte der Menschenmenge offenbar, dass andere Menschen wie in einer Wellenbewegung über die Gestürzten zu Fall kamen,[20] in einem an den Dominoeffekt erinnernden Phänomen, das von Experten als crowd collapse bezeichnet wird.[14] Die Menschen in der Menge schrien um Hilfe und konnten sich nicht aus der Situation befreien.[20] Bereits um 22.22 Uhr türmten sich die Menschen an einer besonders verstopften Stelle der Gasse übereinander. Die fünf vor Ort befindlichen Polizisten hatten jedoch aufgrund des auf den Menschen lastenden Gewichts der Menschenmenge Schwierigkeiten, die hilflosen Menschen zu erreichen und herauszuziehen.[14] Schließlich bildeten in diesem verengten Teil der Gasse mindestens 50 Menschen eine Art menschlichen „Haufen“.[20] Von der „World Food Street“ am nördlichen Ende der Gasse bogen Leute, die der Enge dort entkommen wollten, abwärts in die abschüssige Seitengasse, teilweise ohne sich der Katastrophe in der Gasse bewusst zu sein und selbst auf der Flucht vor einer drohenden Notlage.[20][14] Zusätzlich bogen auch vom südlichen Ende der Gasse her Feiernde aus der Hauptverkehrsstraße („Itaewonstraße“) zusammen mit gerade über die U-Bahnstation Itaewon angekommenen Menschen in die Gasse ein.[14]

Während die am Boden des menschlichen „Haufens“ Liegenden begannen das Bewusstsein zu verlieren, konnten trotz der Bemühungen durch Retter, die sie an ihren Gliedmaßen herauszuzerren versuchten, insgesamt nur wenige Menschen aus dem Haufen befreit werden.[20]

Entlastungs- und Rettungsmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polizei und 119-Einsatzkräfte (Feuerwehr und Ambulanz) an der Kreuzung „Itaewonstraße“, Ecke „Bogwangstraße“, am 29. Oktober 2022 nach Beginn der Katastrophe

Die Führung der südkoreanischen Polizei gestand im Nachhinein ein, dass sie weder vor dem Massengedränge noch während dessen Entfaltung angemessene Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung ergriffen[14] und in der Nacht des Unglücks keine adäquate Crowd control stattgefunden habe.[20] Für den 29. Oktober 2022 hatten die Strafverfolgungsbehörden 137 uniformierte und zivil gekleidete Mitarbeiter zur Kriminalprävention (zur Begegnung von Drogenkonsum, sexueller Gewalt und Kleinkriminalität) abgestellt. Lediglich 32 Polizisten waren laut Nationaler Polizeibehörde für den Einsatz bei Notfällen vor Ort beordert.[14]

Laut einer Analyse der Washington Post kam es bei den Rettungsmaßnahmen zu Verzögerungen mit katastrophalen Folgen für die Opfer.[14] Vom Beginn des tödlichen Massengedränges (22:08 Uhr) bis zum Beginn der effektiven Evakuierung durch die Rettungskräfte verstrichen demnach mindestens 26 Minuten.[14] Nach Aussage von Kim Baek-gyeom, einem Polizisten vom Polizeirevier Itaewon, wurden er und zwei seiner Kollegen etwa um 22 Uhr zur Überprüfung eines möglichen Straßenkampfes in die Nähe der Gasse entsendet, wo sie dann das Massengedränge gesehen hätten, von dem sie jedoch nicht unterrichtet gewesen seien. Kim zufolge sah er dort Menschen unter einer „Welle menschlicher Körper“ gedrückt ihre Hände herausstreckend um Hilfe bitten. Durch einen Notruf bei der Hotline 119 um 22:15 Uhr wurden die Behörden erstmals auf die Situation aufmerksam.[15] Frühestens um 22:39 Uhr sperrten Rettungskräfte die beiden Enden der Gasse ab. Daher hatten Fußgänger noch eine halbe Stunde nach Beginn der Katastrophe in die Gasse einströmen können, was nach Ansicht von Experten die Bemühungen der Rettungskräfte erschwerte und die Anzahl der Todesopfer erhöhte.[14] Um 22:42 Uhr meldeten Feuerwehrleute ihren ersten offiziellen Kontakt mit Opfern und baten dringend um Unterstützung.[15] Breiter angelegte polizeiliche Maßnahmen erfolgten ab 22:50 Uhr.[14] Um 22:48 Uhr wurden laut Polizei die Drogenfahnder, die in der Nacht Drogenkonsumenten nachgehen sollten, für Rettungsmaßnahmen abgestellt.[15] Um 23:22 Uhr war es den Rettern gelungen, alle Verletzten und Bewusstlosen aus der Gasse zu ziehen und auf der „Itaewonstraße“ und in ihrer Umgebung mit dem triagieren für die Herz-Lungen-Wiederbelebung zu beginnen. Somit waren einige Opfer über eine Stunde lang nach dem Beginn des tödlichen Massengedränges unbefreit geblieben, bevor die Retter zu ihnen vorgedrungen waren.[14] Um 23:40 Uhr wurde schließlich auch Bereitschaftspolizei, die für die drei Stunden zuvor zu Ende gegangenen politischen Kundgebungen in Seoul eingesetzt worden war, nach Itaewon abkommandiert.[15]

Die Feuerwehr berichtete, dass bei dutzenden Menschen, die im Gedränge einen Herzstillstand erlitten hatten, Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden mussten.[31][32] Ein Raum wurde eingerichtet, um verletzte Personen zu versorgen, Dutzende von Bewusstlosen wurden gefunden. Sanitäter, die Polizei, Zuschauer und Überlebende führten eine Herz-Lungen-Wiederbelebung bei den Verunglückten durch, und schützten sie mit Decken und Kleidung.[33][34] Nach Aussagen der Nationalen Feuerwehr und des Innenministeriums waren 142 Rettungsfahrzeuge im Einsatz, um Verletzte in umliegende Krankenhäuser zu bringen, insbesondere in das Soonchunhyang-Universitätsklinikum.[9][35] Insgesamt waren 848 Rettungssanitäter und Feuerwehrleute vor Ort.[36] Zusätzliche 83 Krankenwagen erreichten den Unglücksort nach 23:45 Uhr. Die Mobilfunk- und Internetnetze waren aufgrund des Unglücks zwischenzeitlich überlastet.[37]

Auch nachdem das Areal der Katastrophe von der Polizei abgeriegelt wurde, gingen einige Bars in der Nähe weiter in Betrieb. Viele Menschen waren sich der anhaltenden Krise nicht bewusst.[38]

Am 9. November 2022 wurde ein „One-Stop“-Unterstützungszentrum für vom Vorfall Betroffene eröffnet.[39]

Tote und Verletzte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Untergang des Fährschiffs Sewol im Jahr 2014 mit 304 Toten hat keine Katastrophe in Südkorea so viele Todesopfer gefordert wie die Halloweenkatastrophe in Itaewon.[40][24] In Seoul selbst hatte es seit dem Einsturz des Sampoong-Gebäudes im Jahr 1995, bei dem 502 Menschen getötet und 937 verletzt wurden, kein einzelnes Ereignis mit höherer Opferzahl mehr gegeben.[41]

Nach offiziellen südkoreanischen Angaben starben 158 Menschen bei dem Unglück.[42][43][44][45][46][47] Unter den Todesopfern befanden sich neben 132 Koreanern laut Innenministerium auch mindestens 26 Ausländer.[43][42][48] Diese stammten aus dem Iran (5), Russland (4)[49], China (4), Japan (2)[50], den Vereinigten Staaten (2)[51], Norwegen, Österreich, Kasachstan, Sri Lanka, Australien (2)[52][53], Malaysia, Usbekistan, Frankreich, Thailand und Vietnam.

Von den zu einem früheren Stand noch 156 Todesopfern war eine deutliche Mehrheit (101) weiblich.[54][24] Park Jae-Sung, Professor für Katastrophenschutz an der Universität Soongsil, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weibliche Körper weniger resistent gegenüber Druck seien als männliche, sodass deren Überlebenschancen tendenziell geringer seien.[55] G. Keith Still, Professor für Crowd Science an der Universität von Suffolk sagte, dass es keine schlüssigen Beweise dafür gäbe, dass Frauen anfälliger für eine Kompressionsasphyxie sind. Er bemerkte, dass Frauen generell einen kleineren Körperbau als Männer haben, mit mehr Körpermasse in ihrer oberen Brust (was bedeutet, dass weniger Platz zum Atmen ist, wenn die Brust nach innen gedrückt wird), während Männer mehr Kraft im Oberkörper haben.[56]

Über 100 der 158 Todesopfer waren nach Angaben des südkoreanischen Innenministeriums zwischen 20 und 29 Jahr alt.[13] Die zu Tode Verunglückten waren damit überwiegend weiblich und jung.[57]

196 Menschen wurden verletzt, 10 davon wurden auch rund zwei Wochen nach dem Unglück noch im Krankenhaus behandelt.[42][58]

Viele der weiblichen Verunglückten trugen keine Schuhe. Experten zufolge könnte dies auf die starken Kräfte in der Menschenmenge zurückzuführen gewesen sein, durch die ihnen in dem Gedränge die Schuhe von den Füßen gezogen wurden.[59]

Identifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Morgenstunden wurden die Leichname in eine Sporthalle transportiert, um Identifizierungen durch Angehörige zu ermöglichen. Die Koreanischen Behörden sagten, es sei anfänglich schwierig gewesen die Verstorbenen aufgrund ihrer Halloween-Kostüme, oder weil sie keinen Ausweis bei sich trugen zu Identifizieren. Das Hannam-dong Gemeindedienstzentrum schuf ein temporäres Vermisstenzentrum.[60][61] Beamte, die normalerweise Geburtsurkunden oder Hausregistrierungen bearbeiten, halfen bei der Identifizierung von Verunglückten.[62] Das Wonhyoro-Sportzentrum, eines der provisorischen Leichenhäuser, wurde in ein Fundbüro für die Identifizierung von Kleidung und anderen Gegenständen der Opfer umgewandelt. Es wurden über 800 Gegenstände geborgen. Mobiltelefone und Personalausweise wurden bei einer örtlichen Polizeistation aufbewahrt.[63]

Namentliche Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde keine offizielle Liste der Verstorbenen veröffentlicht.[64] Am 14. November 2022 veröffentlichten Medien eine Liste mit den Namen von 155 Todesopfern.[43][65] Zwar war die Identität einiger Opfer durch in- und ausländische Medienberichte schon zuvor bekanntgemacht worden, doch handelte es sich bei den Veröffentlichungen vom 14. November erstmals um eine zu diesem Zeitpunkt vollständige Aufführung der Namen der Todesopfer.[65] Die schloss auch 23 ausländische Opfer ein[65] und enthielt lediglich noch nicht die zuletzt im Krankenhaus verstorbenen Opfer.[43]

Die südkoreanische Website, die die 155 Namen gesammelt und veröffentlicht hatte, wurde dafür rasch verurteilt.[64] Die nach südkoreanischem Recht gesetzeswidrige Veröffentlichung der Namen ohne vorherige Zustimmung der Angehörigen der Opfer führte laut dem südkoreanischen Außenministerium zu einer Beschwerde durch eine ausländische Botschaft in Seoul am 15. November.[43][65] und löste Medienberichten zufolge eine Kontroverse aus.[65][66] Der russische Botschafter in Südkorea, Andrey Kulik, äußerte Kritik über die Offenlegung der Namen der Opfer. Ein Beamter der russischen Botschaft in Seoul sagte der Korea Times, Kulik habe gesagt, „dass es unangemessen sei, die Namen der Opfer der Itaewon-Tragödie ohne die Zustimmung ihrer Familienangehörigen preiszugeben“.[67] Das südkoreanische Außenministerium teilte mit, dass von den mindestens 26 ausländischen Todesopfern, die sich unter den zu diesem Zeitpunkt insgesamt 158 Todesopfern befanden, die Familien von 25 Opfern keine Bekanntgabe derer Namen und die Familien von acht der ausländischen Todesopfer auch keiner Bekanntgabe derer Nationalitäten zugestimmt hatten.[43]

Citizen Press Dandelion als eines der politisch linksgerichteten Online-Medien, die die Liste veröffentlicht hatten, rechtfertigte die namentliche Veröffentlichung der Opferliste damit, dass Politiker und konservative Medien nach Meinung des Onlinemediums versuchten, die Identität der Opfer anonym zu halten, so dass die Anonymität der Opfer die Politisierung und politische Manipulation der Tragödie ermögliche.[43] Das Medium Mindel, das die Liste veröffentlicht hatte, argumentierte, dass ausländische Medien wie The New York Times und The Washington Post bereits über viele Opfern mit deren Realnamen berichtet hatten.[65] Katholische Priester der Catholic Priests' Association for Justice (CPAJ) schlossen sich der politischen Kampagne der beiden Onlinemedien an und verlasen bei einer Gedenkfeier am 14. November 2022 in der Seouler Innenstadt die Namen sämtlicher 158 Todesopfer in alphabetischer Reihenfolge.[43][66]

Gegen die Veröffentlichung wurde argumentiert, dass eine solche plötzliche Offenlegung den Hinterbliebenen, die bereits mit der Trauer nach dem Verlust zu kämpfen haben, weiteren Schaden zufügen könnte.[66] Chung Jin-suk, Vorsitzender der südkoreanischen Regierungspartei, kritisierte den Internetdienst Mindeulle für die Veröffentlichung einer Namensliste von 155 der Verunglückten.[68]

Die Polizei begann am 16. November 2022 mit Ermittlungen gegen die beiden Online-Medien Citizen Press Dandelion und Citizen Press The Investigation. Lee Hae-sik von der Demokratischen Partei Koreas sagte, „Um sie angemessen zu gedenken, ist es richtig, (die Namen) offenzulegen. Wir sollten die Familien davon überzeugen, sie offenzulegen, einen Gedenkort zu schaffen und die Menschen wissen zu lassen, wie sie gelebt und gestorben sind“. Die DPK sagte, „Der von der Regierung geführte Trauerprozess ist eine Beleidigung für die Verstorbenen, die richtige Trauer beginnt, wenn man die Namen der Verlorenen nennen kann.“[67]

Reaktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südkoreas Staatspräsident

Der Präsident Südkoreas, Yoon Suk-yeol, leitete in der Nacht zum 30. Oktober 2022 eine Notfallsitzung. Zuvor ordnete er an, weiteres Notfallpersonal in das Areal zu entsenden und Krankenhausbetten vorzubereiten.[31] Am Morgen des 30. Oktober besuchte Yoon die Unglücksstelle in Itaewon.[69] In einer Fernsehansprache an die Nation sprach Yoon von einer „Tragödie und Katastrophe“, die „nicht hätte passieren dürfen“.[70][69] Wörtlich kondolierte Yoon: „Ich spreche den Opfern des Unglücks mein Beileid aus und hoffe, dass die Verletzten bald wieder gesund werden. Mein Mitgefühl gilt den Familienangehörigen der Opfer, die unter dem Verlust eines geliebten Menschen zu leiden haben“.[69] Yoon kündigte bereits kurz nach der Katastrophe an, den Vorfall gründlich untersuchen zu lassen[71][70] und Sorge dafür zu tragen, dass ein solches Unglück nie wieder geschehen werde.[70] Yoon ordnete eine einwöchige Staatstrauer an.[31][69] Am 31. Oktober 2022 besuchte Yoon einen Gedenkaltar für die Verunglückten in der Innenstadt von Seoul.[71]

Seouls Bürgermeister

Der Bürgermeister von Seoul, Oh Se-hoon, der zum Zeitpunkt des Unglücks auf Besuch in Europa war, kündigte seine sofortige Rückkehr an.[72]

Staatstrauer

Bis zum Ende der vom Staatspräsidenten verhängten[31][69] Staatstrauer am 5. November 2022 sollten Flaggen auf Halbmast gesetzt werden und Angestellte im öffentlichen Dienst sowie Beamte Trauerflor tragen.[69] Während einige das schwarze Band, das auch bei anderen Anlässen verwendet wird, mit der Aufschrift „謹弔(Geunjo)“ offen zeigten, trugen andere es mit der Rückseite nach oben gewendet und damit ohne lesbare Aufschrift.[73]

Trauer- und Gedenkstätten
Offizielle Traueraltäre in Seoul
Itaewon memorial 2.jpg
Gedenkaltar für die „Unfall“opfer (‘이태원 사고 사망자 합동 분향소’) auf der Seoul Plaza vor der Stadthalle (31. Oktober 2022)[74]
Seoul Halloween crowd crush group memorial altar at Noksapyeong.jpg
In der Nähe der U-Bahnstation Noksapyeong, eingerichtet vom Bezirk Yongsan-gu (1. November 2022)
Jongno-gu memorial for Seoul Halloween crowd crush victims.jpg
Insadong, eingerichtet vom Bezirk Jongno-gu, mit Gaben der Bürgermeister von Seoul (Oh Se-hoon) und Jongno (Jeong Mun-won) und des Sicherheitsbeirats des Polizeireviers Jongno (5. November 2022)


Die offiziell errichteten Traueraltäre wurden nach Ende der bis zum 5. November 2022 verhängten Staatstrauer geschlossen.[75]
Inoffizielle Gedenkstätte am Exit 1 der U-Bahnstation Itaewon
Seoul Halloween crowd crush memorial at Itaewon Station Exit 1.jpg
1. November 2022
Germany President Itaewon Station 04.jpg
4. November 2022


Die von Bürgern improvisierte Trauerstätte wurde auch von religiösen (links: buddhistische Priester) oder politischen (rechts: deutscher Staatspräsident) Vertretern besucht

Bürger, darunter auch Staatspräsident Yoon,[71] besuchten am 31. Oktober über den ganzen Tag hinweg Gedenkstätten in ganz Seoul.[76]

Das Bezirksamt von Yongsan-gu errichtete am 31. Oktober einen Gedenkaltar in der Nähe der U-Bahnstation Noksapyeong[76][75] für die Nutzung in der Zeit vom 31. Oktober bis zum 5. November 2022.[77] Die Aufzeichnungen dieses Gedenkaltars sollen an das städtische Archiv (Seoul Metropolitan Archives) übergeben werden.[75] Traueraltäre wurden bis zum 31. Oktober auch in 17 weiteren südkoreanischen Städten errichtet, inklusive Busan, Daegu und Incheon. Das südkoreanische Gesundheitsministerium bot an verschiedenen Traueraltären und in einer mobilen Einrichtung psychologische Unterstützung an.[78]

Vor dem direkt zur Seitengasse des Massenunglücks führenden Ausgang 1 (Exit 1) der U-Bahnstation Itaewon wurde von Bürgern eine provisorische Gedenkstätte errichtet.[76] Medienangaben zufolge hatte zunächst eine Person einen Strauß weißer Chrysanthemen neben dem Ausgang zurückgelassen, worauf die Anzahl der dort abgelegten Blumensträuße zunächst auf vier (um 15 Uhr am 30. Oktober) und dann innerhalb von fünf weiteren Stunden auf Hunderte angestiegen war, so dass die Blumen bereits eine Seite eines Geländers am Exit 1 ausfüllten.[75] Insbesondere dieser Ausgang wurde in der Folge ausgewählt, um dort durch Hinterlassen von weißen Blumen, handgeschriebenen Haftnotizen oder alkoholgefüllten Tassen der Opfer zu gedenken.[76][79] An den Wänden der Treppen in der U-Bahnstation wurden von Trauernden hinterlassene Briefe befestigt.[75] Nach koreanischem Bestattungsbrauch wurden mit der Zeit auch viele verschiedene andere Lebensmittel als Opfergaben hinterlassen.[79] Während die von der Zentralregierung oder von lokalen Regierungsstellen für die Itaewon-Katastrophe errichteten Traueraltäre mit Beendigung der Staatstrauer wieder geschlossen worden waren, nahm die provisorische Gedenkstätte am Exit 1 der U-Bahnstation Itaewon weiterhin an Umfang zu.[75] Freiwillige kümmerten sich – teils in organisierten Gruppen – um die Pflege und Instandhaltung des improvisierten Gedenkaltars.[79][75] Die von den Bürgern am Exit 1 der U-Bahnstation Itaewon hinterlassenen, handbeschriebenen Gedenknotizen wurden von einem Team der Zeitung Hankyoreh zwischen dem 30. Oktober und 7. November 2022 fotografisch dokumentiert und über 3500 dieser Gedenknotizen für Auswertungen transkribiert.[80]

Buddhistische Orden

Am 1. November 2022 versammelten sich Buddhistische Mönche und Sangha-Mitglieder im Zentrum von Seoul unter Vertretern der sieben großen religiösen Orden Südkoreas, um der Menschen zu gedenken. Der Präsident Südkoreas größtem buddhistischen Orden, dem Jogye-Orden, Ven. Jinwoo sagte, „Eine solche Katastrophe sollte nie wieder passieren, und wir beten für die Wiedergeburt der Opfer im Paradies“. Die Delegierten kamen von der Korean Conference of Religions for Peace, einem beratenden Gremium, das die wichtigsten Religionsgemeinschaften in Südkorea vertritt.[81]

Nach Ende der Staatstrauer und Schließung der offiziellen Traueraltäre führte ein Ausschuss des Jogye-Ordens vom 9. bis 11. November 2022 buddhistische Riten an der von Bürgern improvisierten Gedenkstätte an Exit 1 der U-Bahnstation Itaewon durch und forderte neben einer zügigen Untersuchung der Itaewon-Katastrophe auch die Einrichtung einer Gedenkstätte als Raum für hinterbliebene Familien, um sich gegenseitig zu trösten und zu unterstützen.[75]

Oppositionelle Gruppen
Staatstrauer und oppositionelle Mahnwache
Simple black ribbon.svg
Candlelight Action vigil-protest for Itaewon disaster, Nov 5, 2022 - 7.jpg
Candlelight Action vigil-protest for Itaewon disaster, Nov 5, 2022 - 5.jpg


Links: Trauerflor, wie er während der Staatstrauer auch vom südkoreanischen Premierminister, Han Duck-soo, oder – mit der Aufschrift 謹弔 – vom Bürgermeister von Seoul, Oh Se-hoon, an der Kleidung getragen wurde[73]
Mitte und rechts: Mahnwache der progressiven Gruppe Candlelight Action, die zuvor regelmäßig Proteste gegen die Regierung von Präsident Yoon Suk-yeol abgehalten hatte, am Ende der Trauerzeit am 5. November 2022 in der Nähe des Rathauses von Seoul. Eines der gezeigten und vom Veranstalter verteilten Schilder fordert an Yoon gerichtet den Rücktritt als Kondolenzausdruck.

Am 5. November 2022 fand in Seoul eine Mahnwache für die Verunglückten in Seoul statt. Die Mahnwache wurde von einer Bürger-Organisation organisiert, die der größten Oppositionspartei in Südkorea nahesteht. Viele der Teilnehmenden riefen die Regierung von Präsident Yoon Suk-yeol dazu auf, die Verantwortung für die Katastrophe zu übernehmen. In der Nähe wurde von progressiven Jugendgruppen eine eigene Kerzenlicht-Mahnwache organisiert.[82][83]

Hinterbliebene der Opfer

Am 22. November 2022 hielten Hinterbliebene von einigen Opfern der Katastrophe eine Pressekonferenz ab. In einem Sechs-Punkte-Vorschlag wurde unter anderem eine gründliche Untersuchung der Verantwortlichen und die Vermeidung von Folgeschäden gefordert.[84] Die Pressekonferenz wurde von der gemeinnützigen Interessenvertretung Lawyers for a Democratic Society oder „Minbyun“ organisiert.[85]

Kommerziell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südkoreas Unterhaltungsbereich zog alle Halloween-Produkte aus den Verkaufsregalen zurück und sagte alle Veranstaltungen ab. Es wurden alle Freizeitparks geschlossen, inklusive Everland in Yongin und Lotte World in Jamsil-dong. Starbucks Verkaufsstellen beendeten Halloween Werbeaktionen, und stoppten den Verkauf von Halloween Themen Getränken.[86][87] In der Musikindustrie wurden Konzerte abgesagt, und Albumveröffentlichungspläne einiger Künstler vorübergehend verschoben.[88]

Lee Eun Hee, Professor für Verbraucherstudien an der Inha University, sagte, „Wenn ein Geschäftsviertel aus irgendeinem Grund zu sterben beginnt, bricht es ohne Unterbrechung zusammen. Erst wenn die Trauer über die Tragödie nachlässt und die Menschen erkennen, dass Itaewon als Ganzes sicher ist, kann das Gewerbegebiet wiederbelebt werden.“[89]

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene Staats- und Regierungschefs kondolierten innerhalb des ersten Tages nach der Katastrophe den Angehörigen der Opfer und erklärten der südkoreanischen Bevölkerung ihr Mitgefühl.[70]

Kondolenz des deutschen Bundespräsidenten
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Frank-Walter Steinmeier legt in Begleitung seiner Ehefrau Blumen vor einem Ausgang (Exit 1) der U-Bahnstation Itaewon nieder (4. November 2022)
  • China Volksrepublik Volksrepublik China – Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping sandte eine Botschaft an Präsident Yoon Suk Yeol, um den Familien der Todesopfer und den Verletzten sein aufrichtiges Mitgefühl auszusprechen.[90]
  • Deutschland Deutschland – Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz drückte sein Beileid aus, die Ereignisse seien erschütternd und Deutschland stehe an der Seite Südkoreas.[91] Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier legte zum Auftakt eines Korea-Besuches in Begleitung seiner Ehefrau am Gedenkort am Rathaus von Seoul zum Gedenken an die Opfer der Halloween-Katastrophe Blumen nieder und sagte: „Wir trauern mit dem koreanischen Volk“.[92]
  • Japan Japan – Japans Ministerpräsident Fumio Kishida kondolierte im Namen des japanischen Volkes. Er sei tief traurig und bete für die schnelle Erholung der Verletzten.[93]
  • Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten - US-Präsident Joe Biden sagte, er und seine Frau Jill trauerten mit den Menschen in Südkorea. „Die Allianz zwischen unseren Ländern war niemals pulsierender und lebendiger – und die Beziehungen zwischen unseren Bürgern so stark wie nie“.[94]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik an der Behandlung der Notrufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschließende Untersuchungen ergaben, dass es bereits Stunden vor dem Unglück mehrere Telefonanrufe bei der Polizei gegeben hatte, in denen besorgte Personen auf die Menschenmassen, die immer weiter zunahmen und in die engen Gassen strömten, hinwiesen. Anwohner der Gegend berichteten, dass die Straßen so dicht mit Menschen gefüllt waren, dass man kaum das Haus verlassen konnte. Die Polizei hatte zuerst erklärt, dass der erste Notruf am Samstag um 22.15 Uhr Ortszeit bei der Feuerwehr eingegangen sei. Transkripte von Notrufen belegen aber, dass bereits um 18.34 Uhr ein Anrufer um Hilfe bat. Bei einem Notruf um 20.09 Uhr hieß es, „Hier sind zu viele Menschen, sie werden geschoben, niedergetrampelt, verletzt. Es ist chaotisch. Sie müssen das unter Kontrolle bringen.“ Ministerpräsident Han Duck-soo sagte, die Anrufer hätten „furchtbar dringend Hilfe oder ein Einschreiten der Polizei gebraucht“. Das südkoreanische Innenministerium kündigte daraufhin eine Reform der Notrufzentralen an.[95][96]

Kritik an Prävention und Reaktion des Bevölkerungsschutzes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab Kritik, die Behörden hätten die Menschenmassen nicht kontrolliert, was der südkoreanische Innenminister Lee Sang min jedoch zurückwies. Da die Halloween-Party keine angemeldete Veranstaltung gewesen war, hätten die Massen auch nicht durch mehr Polizei verhindert werden können.[97] Die Polizei erklärte, dass 137 Beamte in Itaewon im Einsatz waren, wobei es deutlich mehr gewesen seien als bei den Halloween-Feiern in den Jahren zuvor. Die meisten Polizisten fokussierten sich örtlichen Medien zufolge allerdings darauf, den Drogenkonsum und Sexualdelikte der Feiernden zu unterbinden, und nicht um die Menschenmasse unter Kontrolle zu halten.[98][99]

Direkt nach dem Unglück äußerten Augenzeugen die Ansicht, dass die Maßnahmen und das Verhalten der Polizei inadäquat gewesen seien. Dies wurde in einer Pressekonferenz am 1. November 2022 vom Leiter der südkoreanischen Polizei offiziell eingeräumt. In Vorbereitung auf die Halloween-Feiern hatte es mehrere Treffen zwischen Vertretern des Stadtbezirks, der örtlichen Polizei, örtlichen Geschäftsleuten und dem Aufseher der örtlichen U-Bahnstation gegeben, in denen verschiedene Problemfelder besprochen worden waren, so z. B. Minimierung des COVID-19-Infektionsrisikos, Vorgehen gegen Drogenhandel etc. Die Möglichkeit einer Überfüllung durch zu viele Besucher war dabei offenkundig nicht thematisiert worden. Ein Grund für den Massenandrang war die Nähe der U-Bahnstation Itaewon. Polizeivertreter warfen der U-Bahn-Direktion vor, nicht einem Polizeivorschlag gefolgt zu sein, den Ausstieg an der Station Itaewon zu unterbinden. Vertreter der U-Bahn Seoul widersprachen dem und erklärten, dass ein entsprechendes offizielles Ersuchen der Polizei erst eine Stunde nach dem Unglück eingegangen sei. Polizeivertreter äußerten auch, dass sie von Geschäftsleuten gebeten worden seien, die Polizeipräsenz zu reduzieren, da sich diese negativ auf die Geschäftserwartungen auswirke. Dies wurde von der örtlichen Vereinigung der Geschäftsleute dementiert.[100] Der Generalkommissar der Koreanischen Nationalen Polizeibehörde Yoon Hee-keun, der sich am Tag des Unglücks nicht im Dienst befand,[101] wusste nichts über die Situation in Itaewon, bis er schlafen ging.[102] Yoon Hee-keun räumte eine „schwere Verantwortung“ ein. Er sagte, Beamte hätten am Samstag früh eingehende Notrufe über das sich anbahnende Desaster nicht effektiv behandelt. Die Polizei habe bereits vor dem Unglück von einer „großen Menschenmenge“ erfahren, was ein „dringender Hinweis auf Gefahr“ gewesen sei. Präsident Yoon Suk Yeol sagte, dass es in Südkorea an Forschung zu Massenkontrolle ein Defizit gebe. Unbemannte Luftfahrzeuge und andere High-Tech-Ressourcen müssten dafür entwickelt werden. „Die Sicherheit der Menschen ist wichtig, unabhängig davon, ob es einen Veranstalter gibt oder nicht“. Ein Echtzeit-Überwachungssystem für Menschenansammlungen auf Basis von Handydaten war laut Medienberichten am Unglückstag inaktiv.[103]

Young-ook Kim, Experte für Massenbewegungen und räumliche Anordnung und Verhalten an der Sejong-Universität in Seoul sagte in der Washington Post, „Wenn man nur den Ort begutachtet und mögliche Gegenmaßnahmen besprochen hätte, hätte jeder, der über Instinkt und Erfahrung verfügt, die Situation vorhersehen können.“[14][104]

Kritik am Sprachgebrauch zum Unglück[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik an der Bezeichnung „Unfall“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der südkoreanische Staat kündigte an, für das Ereignis statt der Bezeichnung „Katastrophe“ die Form „Unfall“ zu verwenden, um Schaden am Ruf Itaewons als beliebtes Touristenziel zu vermeiden.[105] Die Entscheidung rief zunehmende Empörung in der Öffentlichkeit hervor. Es wurde eingewendet, dass die Bezeichnung „Unfall“ suggeriere, dass das Massenunglück in Itaewon zufällig geschehen sei, obwohl der zu diesem Zeitpunkt noch nicht durch Untersuchungen überprüfte Verdacht bestand, dass das Massenunglück vielmehr in Zusammenhang mit unzureichenden Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes zu sehen sein könnte.[13]

Kritik an Bezeichnungen wie „Massenpanik“ oder „Stampede“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Collective crowd patterns Bottleneck experiment Participants passing through a bottleneck during a simple evacuation situation Moussaïd & al. 2016 Figure1.jpg

„Flaschenhals“-Experiment in einer softwaregestützten Evakuierungs-Situation, bei der sich der virtuelle Fluchtweg einer Menschenmenge (von 36 Probanden) verengt[106]
Schematische Darstellung des Dominoeffekts

Experten wie beispielsweise Milad Haghani (School of Civil and Environmental Engineering an der University of New South Wales), Edwin Galea (University of Greenwich) oder John Drury (University of Sussex) vertraten bereits wenige Tage nach dem Unglück die Ansicht, dass die in den Medien vorherrschenden Bezeichnungen wie „Massenpanik“ (im Englischen: „stampede“ oder „crowd surge“) inkorrekt seien,[107][108] da sie voraussetzen würden, dass den Menschen in der Menge Platz zur Bewegung zur Verfügung gestanden hätte.[107] Der Experte G. Keith Still (University of Suffolk) lehnte mit dem gleichen Argument den Begriff stampede als inkorrekt ab, hielt aber crowd crush oder crowd surge für geeignete Bezeichnungen.[109][110] Auch bei der deutschen Bezeichnung „Massenpanik“ für eine zunehmend gefährliche Ansammlung von Menschen handelt es sich nach Ansicht von Forschern um eine Fehlbezeichnung.[111] Laut Experten wie Haghani hatte die Seitengasse, in der sich das Massenunglück in Itaewon ereignet hatte, durch eine Verengung am Hamilton-Hotel auf lediglich 3,2 Meter die Charakteristik eines „Flaschenhalses“ erhalten.[26][21] Bei dem Phänomen, das sich auch auf der Halloween-Katastrophe in Seoul zugetragen hat, können die Menschen in der Menge nach Ansicht von Experten wie Still, begünstigt von der Geometrie des Schauplatzes des Unglücks, wie in einem „Dominoeffekt“ umfallen und dann nicht mehr aufstehen.[109][110][112]

Experten wie Haghani, Galea, Drury oder Still hoben zudem hervor, dass ein solch inkorrekter Sprachgebrauch rechtliche Konsequenzen implementierte, irreführend sei und die Schuld an dem Unglück von den Organisatoren und Behörden auf die betroffenen Opfer in der Menschenmenge verschiebe.[107][108] Haghani zufolge suggerierte der inkorrekte Sprachgebrauch fälschlicherweise, dass die in das Ereignis involvierten Menschen eine Art Fehl- oder regelwidriges Verhalten gezeigt hätten.[107] Der Experte Armin Seyfried (Forschungszentrum Jülich) stellt die Bezeichnung „Massenpanik“ infrage, weil dieser impliziere, dass Menschen in solchen Situationen irrational handeln und eine Mitschuld tragen.[113] Experten wie Still hoben hervor, der in den Medien verwendete Sprachgebrauch verkehre die Kausalität, da die Menschen bei solchen Ereignissen nicht sterben würden, weil sie in Panik geraten, sondern sie würden in Panik geraten, weil sie zu sterben beginnen.[108][107][109][112]

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24. Juli 2010 (15:30 Uhr)
LP2010-Treppe.JPG
29. Juli 2010


Unglücksort an der Hauptrampe zum Veranstaltungsort in Duisburg anderthalb Stunden vor (links) und einige Tage nach (rechts) dem Unglück

Nach Ansicht Haghanis war eine solch inkorrekte Bezeichnung entsprechender Ereignisse in der Vergangenheit eine der Ursachen dafür, dass aus vergleichbaren Ereignissen nicht die richtigen Lehren gezogen und bei der Organisation von Veranstaltungen keine ausreichenden Anstrengungen unternommen wurden, um die bestehenden Risiken zu minimieren. Der Vorfall in Itaewon hätte nach Ansicht Haghanis aufgrund dessen, dass vergleichbare Ereignisse der Vergangenheit bereits wissenschaftlich untersucht worden waren und man daraus hätte lernen müssen, verhindert werden sollen. So weise laut Haghani etwa das Unglück bei der Loveparade 2010 die gleiche Charakteristik auf wie das Ereignis in Itaewon 2022, indem unter anderem bei beiden Ereignissen Zustrom und Dichte der betroffenen Menschenmenge nicht gesteuert und beobachtet worden seien.[107] Die Experten Anna Sieben (Universität St. Gallen) und Dirk Helbing (ETH Zürich) vertraten die Ansicht, bei dem Unglück auf der Loveparade 2010 und wahrscheinlich auch bei jenem in Itaewon 2022 habe es sich wahrscheinlich nicht um das Ergebnis einer „Massenpanik“ gehandelt, auch wenn man dies angesichts der Berichterstattung über die Situation vielleicht vermuten könnte.[114] Da Panik oder Hysterie oft nicht der Auslöser für Massenunglücke in einer beengenden Menschenmasse sind, halten Forscher wie Helbing den Begriff „Massenpanik“ für missverständlich.[115] Helbing wies darauf hin, dass die meisten Katastrophen in Menschenmengen mit Todesfolge nicht durch einen psychologischen Effekt verursacht werden, der auf einem Zustand psychologischer „Panik“ beruhen würde, sondern durch einen physikalischen Effekt, bei dem physikalische Kräfte wirken, die als „Massenturbulenz“ oder „Massenturbulenzen“ (englisch: crowd turbulences) bezeichnet werden.[114][115][116]

Dieses Phänomen der „Massenturbulenzen“ war laut Helbing, der die Katastrophe auf der Loveparade 2010 in Duisburg eingehend untersucht hatte, „auch eindeutig die Ursache für das Unglück in Duisburg“.[116][57] Um den Panikbegriff nicht zu überdehnen, verwenden Panikforscher deshalb bevorzugt die Bezeichnung „Massenunglück“ (englisch: crowd disaster).[115][116] Helbing zufolge wies das Unglück in Itaewon 2022 „auffällige Ähnlichkeiten“ zu jenem auf der Loveparade 2010 in Duisburg auf, bei der Menschen aus einer „Massenturbulenz“-Situation heraus gestorben waren.[57] Helbing war durch qualitative Analyse bereits im Fall des Unglücks auf der Loveparade 2010 zu dem Ergebnis gekommen, dass die in den Medien verbreiteten Mutmaßungen, dass entweder eine durch Alkohol oder Drogen begünstigten Massenpanik oder Stampede oder aber von einer Treppe auf die Menge herabstürzende Menschen die Katastrophe verursacht hätten, widerlegt und stattdessen das Unglück dadurch verursacht worden sei, dass die Menschenmenge in einem bestimmten Bereich eine kritische Dichte überschritten habe.[117] Bei einer Dichte, die so groß ist, dass es zu unbeabsichtigten Körperkontakten kommt, werden laut Helbing Kräfte übertragen, die sich aufsummieren können.[112] Laut Helbing kann es zu einer „Massenturbulenz“ (englisch: crowd turbulence) oder „Massenbeben“ (englisch: crowd quake) genannten, natürlichen Bewegung der Menschenmasse kommen, da die Menschen so eng aneinandergedrückt stehen, dass sie keine Kontrolle mehr über ihre Bewegungen haben und bei der der Sturz einer Person einen „Dominoeffekt“ auslösen kann, durch den Menschen sich übereinander aufhäufen können.[112][118] Diese „Massenbeben“ sind nach Helbing und Mukerji (2012) eine typische Ursache für Massenunglücke (englisch: crowd disasters), die von solchen Massenunglücken zu unterscheiden sind, die aus mass panic oder crowd crushes resultieren.[118]

Laut Helbing besteht in einer Menschenansammlung ab einer Dichte von etwa fünf Personen pro Quadratmeter erhebliche Gefahr. Videoanalysen zufolge soll die Menschenmenge bei der Halloweenfeier in Itaewon im Jahr 2022 im Epizentrum eine Dichte von rund zehn Personen pro Quadratmeter gehabt haben.[112] Der Experte Mehdi Moussaïd (Max-Planck-Institut für Bildungsforschung), der bereits zuvor das menschliche Fluchtverhalten am Computer mithilfe virtueller Räume studiert hat,[119][120] schätzte die Dichte der Menschenmenge bei dem Unglück in Itaewon anhand von öffentlich verfügbaren Videoaufnahmen auf acht bis zehn Menschen pro Quadratmeter und hob als Unterschied des Massengedränges in Itaewon zu Massengedrängen bei Musikfestivals oder religiösen Pilgerfahrten hervor, dass die Menschen „in einer Stadt sind und es sich nicht um eine geplante Veranstaltung mit Eintrittskarten handelt, die es ermöglichen, die Menge zu leiten und zu wissen, wie viele Menschen ankommen werden usw.“ Es sei daher in Itaewon nicht bekannt gewesen, auf welche Straße und in welche Richtung die Menschen gehen würden.[109]

JR West Asagiri Station Bridge.JPG
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Fußgängerbrücke in Akashi (links), wo es bei einem Feuerwerksfest am 21. Juli 2001 zu einer crowd avalanche gekommen war,[121] und an der Unfallstelle errichtetes Kenotaph (rechts) zum Gedenken an die Opfer des Unglücks

Der Experte Toshihiro Kawaguchi (Kansai-Universität) beschrieb das Ereignis in Itaewon 2022 mit dem Begriff „crowd avalanche“ (deutsch etwa: „Menschenmassenlawine“) und verglich eine sechs Meter breite Fußgängerbrücke in Akashi in der japanischen Präfektur Hyōgo, auf der sich ein Massenunglück bei einem Feuerwerksfest im Jahr 2001 mit 11 Toten ereignet hatte, mit der schmalen und abschüssigen Gasse in Itaewon, in der es am 29. Oktober 2022 zur Katastrophe gekommen war. Laut Kawaguchi tritt eine crowd avalanche typischerweise nach Erreichen einer Dichte von 10 oder mehr Menschen pro Quadratmeter auf, da umfallende Menschen bei diesem Schwellenwert keine Möglichkeit mehr haben, den Körpern anderer Menschen auszuweichen, die sich auf ihnen stapeln, so dass die unten liegenden unter dem großen Druck sterben können.[121]

Bethnal Green Underground Station - geograph.org.uk - 1296116.jpg
Old memorial plaque to the Bethnal Green Tube Disaster.jpg


Unglücksort der Treppe zur Londoner U-Bahnstation Bethnal Green (links) und dort angebrachte Gedenkplakette (links und rechts) für die Opfer Jahrzehnte nach dem Unglück vom 3. März 1943
Hillsborough Taylor Interim Report Cm765 - Appendix 5 The west terraces at 2.59 p.m.png
15. April 1989 (14:59 Uhr)
The Sun Liverpool.jpg
14. Mai 2009


Unglücksort auf den Westterrassen des Hillsborough Stadium in Sheffield einige Minuten vor (links) und Boykott-Plakat in Liverpool gegen die Zeitung The Sun 20 Jahre nach dem Unglück

Nach Ansicht von Juliette Kayyem, Expertin für Katastrophenschutz und Dozentin für internationale Sicherheit an der John F. Kennedy School of Government (Harvard University), muss kein bestimmtes auslösendes Ereignis geschehen sein, um das Unglück bei der Halloweenfeier in Itaewon zu erklären. Ihrer Einschätzung nach reichten die ihrer Meinung nach gegebenen Faktoren wie die große Menschenmenge, die engen Gassen und der Mangel an öffentlicher Sicherheit und Einsatzkräften zur Lenkung des Besucherstroms zur Erklärung des Massengedränges in Itaewon aus. Kayyem zog Parallelen zwischen der Halloweenkatastrophe in Itaewon und der Katastrophe von Bethnal Green im Jahr 1943, bei der während eines Luftangriffs in London 174 Menschen auf den Stufen zum Eingang der U-Bahn-Station Bethnal Green ums Leben gekommen waren. Ein Katastrophenuntersuchungsbericht hatte die genaueren Umstände behandelt, doch waren die für die Aufsicht im unterirdischen Bunker zuständigen Behörden nie bestraft worden, sondern es war stattdessen den Opfern die Schuld für den „Verlust der Selbstbeherrschung“ gegeben worden, der nach dieser Sichtweise zu einer Stampede geführt habe.[122] In ähnlicher Weise bezeichnete Toby Butler, der für den Heritage Lottery Fund (HLF) am Bethnal Green Disaster Memorial Project und für den Economic and Social Research Council (ESRC) als Berater für das „Stampedes“-Project der University of Sussex gearbeitet hatte, die Katastrophe von Bethnal Green als einen Präzedenzfall für die Halloweenkatastrophe in Itaewon 2022. Bei der Katastrophe von Bethnal Green, bei der Menschen ineinander gefallen waren und nicht mehr aufstehen konnten, habe es wie bei der Halloweenkatastrophe in Itaewon über eine Stunde gedauert, bis Opfer und Überlebende aus der ineinander liegenden Menge gezogen werden konnten. Butler warnte, dass die Geschichte von Massenunglücken wie im Fall der Katastrophe von Bethnal Greender darauf hindeute, dass die Behörden auch im Fall der Halloweenkatastrophe in Itaewon versuchen könnten, den Opfern die Schuld an der Katastrophe zu geben, statt die mangelnde Kontrolle der Menschenmenge durch die zuständigen Behörden als verantwortlich anzuerkennen. Butler wies darauf hin, dass einige Presseberichte im Fall der Halloweenkatastrophe von Itaewon die Verantwortung in Richtung der Opfer gelenkt hatten, indem sie spekulierten, dass das Massengedränge möglicherweise durch eine Stampede verursacht worden sei, als die Menschen einen Prominenten hätten sehen wollen. Butler erinnerte daran, dass auch im Fall der Hillsborough-Katastrophe, bei der in Sheffield 96 Menschen auf überfüllten Fußballtribünen zu Tode gedrückt worden waren, sowohl die Zeitung The Sun, als auch hochrangige Polizeivertreter behauptet hatten, betrunkene Fußballfans seien durch widerspenstiges Verhalten für das Gedränge verantwortlich, während eine Untersuchung ergeben hatte, dass hauptsächlich die mangelnde Lenkung der Menge durch die Polizei und die unzureichende Beschaffenheit der Barrieren vor Ort verantwortlich für die Todesfälle gewesen waren. Butler appellierte an Reporter und Verantwortliche, auch in ihrem Sprachgebrauch zur Katastrophe präzise zu sein und Mutmassungen über das Verhalten der Menge zu vermeiden.[123]

Martyn Amos, Professor für Computer- und Informationswissenschaften an der Northumbria University, sagte, dass „Stampede“ ein äußerst problematischer Begriff sei, weil er ungenau ist und eine Schuld der Opfer impliziert. Laut Amos ist aufgrund des zunehmend urbanisierten Charakters der Gesellschaft ein besseres Verständnis von Menschenmengen notwendig. Amos forderte weiter, man müsse Menschengruppen als komplexe, dynamische Systeme aus menschlichen „Teilen“ begreifen, die miteinander und mit ihrer Umwelt interagieren und über die „unglücklicherweise“ immer noch dominierenden „müden“ Narrative von „Mob“, „Stampede“ und „Panik“ hinausgehen. Dazu sei eine weitere Förderung für einen interdisziplinären Ansatz notwendig, der sich auf Physik, Informatik, Sozialpsychologie, Soziologie, Kriminologie, Polizei und Politik stütze.[124]

Darstellung in den Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziale Medien und Onlineseiten in Südkorea appellierten an Benutzer, keine Videos der Katastrophe zu verbreiten. Die in Südkorea weit verbreitete Messenger-App KakaoTalk rief ihre Benutzer über eine Mitteilung dazu auf, verantwortungsvoll mit Informationen der Katastrophe umzugehen und keine Falschinformationen zu verbreiten.[125] Ministerpräsident Han Duck-soo sagte, dass keine Diffamierungen und Falschinformationen verbreitet werden sollen, „Im Internet und in den sozialen Medien posten einige Nutzer Hasskommentare über die Opfer oder verbreiten Bildmaterial und nicht bestätigte Informationen zu dem plötzlichen Massenandrang.“[126]

Verbreitete Gerüchte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lokale Medien spekulierten darüber, dass kursierende Gerüchte, nach denen sich ein prominenter YouTuber sich zur Halloweenfeier nach Itaewon begeben wolle oder begeben habe, weitere Menschen in das Viertel angezogen haben könnten.[28][30][127] Ein weiteres Grücht zu einem möglichen Auslöser des Unglücks besagte, dass mit Drogen versetzte Süßigkeiten in Clubs verteilt worden seien.[127]

Katastrophenbezogene Ethikrichtlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die südkoreanische Neuropsychiatrische Vereinigung erklärte, belastende Videos und Bilder der Katastrophe sollten nicht ungefiltert gezeigt werden, da dies zu Traumata führen kann. Es wurde empfohlen, „ähnliche Videos oder Nachrichtenberichte sollten nicht übermäßig und wiederholt angesehen werden.“[125][128]

Chae Jeong-ho, Professor für Psychiatrie am College of Medicine der Katholischen Universität von Korea und Präsident der Koreanischen Gesellschaft für Studien zu traumatischem Stress sagte, „Man musste nicht dort sein, um ein Trauma zu erleben“. Laut der Zeitschrift Frontiers wird „Massentrauma oder kollektives Trauma als die psychologische Reaktion einer ganzen Gruppe auf ein traumatisches Ereignis definiert, das die Gesellschaft als Ganzes betrifft“. Am 2. November 2022 gab es auf Google Korea eine Verzehnfachung der Suchanfragen nach Trauma und Zentrum für Katastrophenmanagement im Vergleich zur Vorwoche. Außerdem hatten sich die Suchanfragen im Zusammenhang mit Traumazentren versechsfacht und traumatischen Symptomen vervierfacht.[129]

Am 7. November erklärte die Südkoreanische Kommission für Kommunikationsstandards, dass viele Videos der Katastrophe aus ethischen Gründen gelöscht werden mussten. Koo Jeong-woo, Professor für Soziologie an der Sungkyunkwan-Universität in Seoul sagte, „Zur Zeit gibt es fast keine Richtlinien zum Posten und Teilen für Filmaufnahmen von Katastrophen bei Onlineplattformen. In Anbetracht der weitreichenden Energie und Beeinflussungen, die diese Plattformen in ihrer Verantwortung tragen, müssen diese in ihrem Handbuch definiert werden.“ Des Weiteren sagte er, „Diejenigen, die solche Inhalte hochladen, sowie diejenigen, die sie konsumieren, sollten sich auch bemühen, einen Sinn für Ethik zu bewahren und digitale Inhalte verantwortungsbewusst zu konsumieren.“[130]

Nach der Kritik wurden von Online-Plattformen Gegenmaßnahmen ergriffen, um die Verbreitung unangemessenen Filmmaterials zu kontrollieren. YouTube priorisierte zuverlässige Nachrichtenkanäle in verwandten Suchergebnissen und Videoempfehlungen. YouTube gab an, dass einige Videos entfernt wurden und eine erhöhte Altersgrenze veranlasst wurde. Twitter forderte seine Nutzer auf, keine Beiträge zu posten oder zu teilen und sensible Inhalte im Zusammenhang mit der Katastrophe von Itaewon zu melden.[131]

Aufarbeitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Untersuchungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Yoon Suk-yeol (Foto: Vereidigung als Staatspräsident Südkoreas, 10. Mai 2022)
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Han Duck-soo, Ministerpräsident Südkoreas (Foto: September 2022)


Südkoreas Ministerpräsident Han Duck-soo kündigte bei einer Krisensitzung in Seoul eine eingehende Untersuchung der Vorgänge an.[132][133] Südkoreas Staatspräsident Yoon Suk-yeol versprach am 7. November 2022, dass diejenigen, die als verantwortlich ermittelt werden, zur Rechenschaft gezogen werden.[134] Neben Yoon versicherten auch Lee Sang-min als Innenminister sowie Yoon Hee-keun als Generalkommissar der Koreanischen Nationalen Polizeibehörde, eine transparente Untersuchung durchzuführen und nach deren Abschluss das Notwendige zu unternehmen.[135] Die Regierung unter Yoon geriet jedoch bald in Kritik, da niemand die Verantwortung für die Katastrophe übernahm, die als das Ergebnis von Verfehlungen angesehen wurde.[136]

Die Opposition argumentierte, die Polizei könne keine faire und objektive Untersuchung durchführen, da diese selbst beschuldigt wurde, trotz zahlreicher Notrufe die öffentliche Sicherheit nicht gewährleistet und nicht angemessen auf die Katastrophe reagiert zu haben. Daher forderte die DPK eine parlamentarische Untersuchung, die schließlich von der regierenden PPP akzeptiert wurde und Hoffnung auf ein überparteiliches Untersuchungsgremium weckte.[136] Die wichtigste Oppositionspartei DPK, die über die Hälfte der Abgeordneten im Parlament stellte,[136] argumentierte daraufhin, eine ordnungsgemäße Untersuchung der Polizei und anderer Spitzenbeamter in Hinblick auf die Halloweenkatastrophe sei nicht durchführbar, solange Innen- und Sicherheitsminister Lee Sang-min, der die Polizei beaufsichtigt, im Amt bleibt.[137] Der Fraktionsvorsitzende der DPK, Park Hong-keun, forderte dementsprechend am 25. November 2022 Präsident Yoon auf, den Innenminister zu entlassen und ihn für die Halloweenkatastrophe zur Rechenschaft zu ziehen.[137] Die DPK stellte am 30. November 2022 einen parlamentarischen Antrag, mit dem Staatspräsident Yoon aufgefordert wurde, Lee aufgrund der Halloweenkatastrophe aus seiner Position als Innen- und Sicherheitsminister zu entlassen[136][138][139] und ihn dafür zur Verwantwortung zu ziehen, dass er keine Vorkehrungen gegen das Massengedränge getroffen hatte.[136][138] Für den Fall, dass Staatspräsident Yoon von seinem Veto-Recht Gebrauch machen würde, hatte die DPK gedroht, auf einen Misstrauensantrag gegen Lee oder auf seine Amtsenthebung hinzuwirken.[137][136] Der Fraktionsvorsitzende der regierenden PPP, Joo Ho-young, verurteilte ein entsprechend von der DPK gestelltes Ultimatum und argumentierte dagegen, die Absetzung Lees würde die parteiübergreifende parlamentarische Untersuchung untergraben, mit deren Hilfe die für die Katastrophe Verantwortlichen herausgefunden werden sollten.[140] Die rivalisierenden Parteien wurden wegen „Politisierung“ der Katastrophe kritisiert. Die Zeitung The Korea Times urteilte in einem Kommentarbeitrag, die Fact-finding-Mission der parlamentarischen Untersuchung drohe wegen des sich abzeichnenden Streits um die Forderung der DPK nach Absetzung Lees zu scheitern.[136]

Erste Untersuchungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 2022 untersuchten forensische Spezialisten und polizeiliche Ermittler den Ort des Unglücks.[141] Am gleichen Tag wurden Aufnahmen von über 50 Überwachungskameras aus staatlichem und privaten Besitz sowie aus sozialen Medien überprüft.[133]

Der leitende Ermittler der nationalen Polizeibehörde, Nam Gu Jun, gab bekannt, es sei ein Sonderteam aus 475 Personen für die Untersuchungen gebildet worden um unter anderem zu untersuchen wie es zu dem „plötzlichen Andrang in der Gasse“ (dpa) kam und aus welchen Gründen die Menschen der Situation nicht entfliehen konnten.[141]

Die Behörden gaben an, sich auf die Rekonstruktion der Vorgeschichte des Massengedränges zu konzentrieren und zu prüfen, ob eine bestimmte Person für das Auslösen des Gedränges verantwortlich gemacht werden könne. In diesem Zusammenhang sagte Nam als Chefermittler der Polizei gegenüber Journalisten: „Wir analysieren die Videoüberwachung, um die genaue Ursache des Unfalls herauszufinden“. Er kündigte an, die Ermittler der Polizei würden weitere Zeugen befragen, auch von Angestellten naheliegender Geschäfte.[133]

Untersuchung eines polizeilichen Sonderermittlungsteams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. November 2022 wurde ein Sonderermittlungsteam der nationalen Polizeibehörde KNPA für eine Untersuchung aufgestellt, um zu überprüfen, ob die Behörden vor und während des Massengedränges adäquate Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung durchgeführt haben.[142]

Blick zum Hamilton-Hotel von der „Bogwangstraße“ aus (Foto: 2013)

Am 9. November 2022 durchsuchte das Sonderermittlungsteam mit 14 Ermittlern das dem Ort des Massenunglücks angrenzende Hamilton-Hotel, das Haus des Hotelchefs sowie einen weiteren Standort wegen des Verdachts, dass illegal bauliche Erweiterungen durchgeführt wurden, die die enge Seitengasse des Massenunglücks noch weiter eingeengt hatten. Medienangaben zufolge hatte das Bezirksamt Yongsan um das Jahr 2014 das Hamilton-Hotel aufgefordert, diese baulichen Erweiterungen wieder abzureißen, doch sei das Hotel dem nicht nachgekommen, sondern habe stattdessen eine Geldstrafe gezahlt.[143]

Nach Angaben von The Korea Times und The Korea Herald, beging ein ranghoher südkoreanischer Polizist der Yongsan-gu Polizeistation, mit dem Nachnamen Jeong, und Teil des Geheimdienstteams, gegen den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Halloween-Katastrophe liefen, am 11. November Suizid. Er soll in einer mutmaßlichen Vertuschung dafür gesorgt haben, dass ein interner Bericht gelöscht wurde, in dem aus Sorge vor einem möglichen Sicherheitsunfall in Itaewon, zu mehr Unterstützung für das Menschenmassenmanagement aufgerufen wurde. Der Bericht wurde am 26. Oktober von einem Geheimdienstmitarbeiter der Yongsan-gu Polizeiwache geschrieben. Jeong soll einen Beamten dazu überredet haben, den Bericht auf Anweisung des Leiters des Geheimdienstteams zu löschen.[144][145] Ein Beamter der Abteilung für Sicherheitsunterstützung der Stadtregierung von Seoul, beging am selben Tag Suizid. Seine Hauptaufgabe war die Verwaltung von Sicherheitsmaßnahmen für lokale Festivals. Psychischer Stress, aufgrund der Katastrophe wurde als Todesgrund angegeben. Er steht nicht im Fokus der Ermittlungen.[146]

Nachdem das Untersuchungsteam Dutzende Einrichtungen und Büros durchsucht hatte, darunter Polizeistationen, eine Feuerwehr, das Bezirksamt und die Zentrale der U-Bahn von Seoul, während im Innenministerium und in der Stadtregierung von Seoul keine derartige Durchsuchung durchgeführt wurde, geriet die polizeiliche Untersuchung bereits in den ersten Wochen zunehmend in Kritik. Dem Ermittlungsteam wurden „selektive“ Ermittlungen vorgeworfen, da diese vorrangig auf niederrangige Organisationen und vor Ort eingesetzte Beamte abzielen würden und nicht auf hochrangige Entscheidungsträger wie Polizeichefs oder den Innenminister.[142]

Eine Gewerkschaft von Feuerwehrangestellten, erstatte eine Anzeige gegen Innenminister Lee Sang-min, wegen des Verdachts auf Pflichtverletzung, bezüglich der Katastrophe. Kim Dong-wook, Sprecherin des Ermittlungsteams sagte am 15. November, „Wenn eine Beschwerde eingereicht wird, wird die Person zu einem Verdächtigen“. Lee hatte gesagt, dass er nicht das Recht hat, die Polizei zu befehlen oder zu überwachen.[147]

Am 17. November 2022 durchsuchte das Sonderermittlungsteam mit 65 Personen 22 Standorte, darunter das Innenministerium und die Regierung der Metropolregion Seoul, um entsprechende Beweismittel sicherzustellen.[148]

  • Die Leiterin des dem Stadtteil Itaewon übergeordneten Bezirksamts Yongsan, Park Hee-young, wurde der Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten verdächtigt und am 18. und am 28. November 2022 zu Befragungen durch das polizeiliche Sonderermittlungsteams vorgeladen[149][150] um zu prüfen, ob sie im Vorfeld für eine ausreichende Katastrophenvorsorge für die Besuchermenge der Halloween-Feierlichkeiten gesorgt hatte und ob sie ihrer Verpflichtung zu einer unverzüglichen Reaktion auf den Massen-„Unfall“ nachgekommen war.[149]
  • Die hochrangige Beamtin für Notfallüberwachung bei der Seoul Metropolitan Police Agency (SMPA), Superintendent Ryu Mi-jin, war zum Zeitpunkt des Unglücks für die Polizei in Seoul und für den Lageraum und Notrufüberwachung der SMPA verantwortlich[149][101][150] und war nach der Katastrophe vorübergehend von ihrem Posten entfernt worden.[149] Ryu wurde beschuldigt, sich in der Nacht der Katastrophe nicht an ihrem Platz im Situationsüberwachungsraum befunden zu haben.[151] Laut Protokoll hätte sie am 29. Oktober von 18.00 Uhr bis um 1.00 Uhr am nächsten Morgen im Lageraum des Hauptsitzes der SMPA gewesen müssen, doch hatte eine erste Untersuchung ergeben, dass Ryu sich stattdessen in ihrem eigenen Büro in einem anderen Stockwerk des Gebäudes aufgehalten hatte.[101] Ryu wurde der Pflichtverletzung beschuldigt und am 18. November 2022[149] sowie erneut am 25.[152] und am 28. November 2022 als Verdächtigte zur Befragung vorgeladen.[150]
  • Der ehemalige Leiter des auch für den Stadtteil Itaewon zuständigen Polizeireviers Yongsan, Lee Im-jae,[153] war am 2. November 2022 aufgrund seiner verspäteten Reaktion vorübergehend seines Postens enthoben worden.[101][134] Lee wurde der Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten und der fahrlässigen Tötung verdächtigt und am 21. November 2022 zu einer Befragung des Sonderermittlungsteams vorgeladen um zu ermitteln, warum er zu spät, etwa 50 Minuten nach Ausbruch des Katastrophe, am Ort des Massengedränges erschienen war, während er einem früheren Lagebericht zufolge direkt nach dem Vorfall dort angekommen war.[153] Lee wird beschuldigt, falsche Angaben zu seinem Aufenthaltsort gemacht zu haben. Der Zeitung Hankook Ilbo zufolge hatte ein schriftlicher Bericht, der von der Polizeistation Yongsan an den Gungminui-him-Abgeordneten Kwon Eun-hee übermittelt wurde, angegeben, Lee sei bereits um 22:20 Uhr in Itaewon eingetroffen und habe schnell Maßnahmen zur Entschärfung der Lage ergriffen.[134] Lee, der zuvor eine um 20:30 Uhr beendete Kundgebung in der Nähe des Präsidialamtes beaufsichtigt hatte,[134] war laut Polizei um 21:30 Uhr über die gefährlich dichten Menschenmengen in Itaewon in Kenntnis gesetzt worden und hatte sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Polizeistation beim Abendessen befunden, war dann aber erst gegen 23:05 Uhr am Unglücksort eingetroffen.[101][134] Eine interne Polizeiprüfung war zum Schluss gekommen, dass Lee trotz des starken, seine Ankunft erheblich verzögernden Verkehrsaufkommens darauf bestanden hatte, mit dem Auto zum Unglücksort zu fahren.[101][134] Nachdem Lee gegen 22 Uhr an dem lediglich 10 Minuten Fußweg von der Seitengasse des Ungflücks entfernten Bahnhof Noksapeyeong angekommen war, war Lee mit dem Auto der Untersuchung zufolge über einen von der U-Bahnstation wegführenden Umweg in die Nähe des Unglücksortes gefahren.[101] Zudem sollte untersucht werden, ob Lee nach vorheriger Warnung vor einem möglichen Massen-„Unfall“ während der Halloween-Zeit ausreichende Maßnahmen zur crowd control ergriffen hat.[153] Lee wird vorgeworfen, zu spät – erstmals durch Anruf beim SMPA-Chef Kim Kwang-ho um 23:36 Uhr – einen Lagebericht an die übergeordneten Strafverfolgungsbehörden gemeldet zu haben.[134]
  • Der Chef der Feuerwache Yongsan, Choi Seong-beom, wurde ebenfalls wegen mutmaßlich lascher Notfallmaßnahmen der Verletzung beruflicher Sorgfaltspflichten mit Todesfolge verdächtigt und am 21. November 2022 zur Befragung vom Sonderermittlungsteam vorgeladen.[153][154] Choi wurde angesichts polizeilicher Anfragen nach einen gemeinsamen Vorgehen in Reaktion auf das Unglück der Untätigkeit beschuldigt. Am 21. November wurde er 13 Stunden lang befragt und erneut für den 26. November vorgeladen[155] und ein zweites Mal vom polizeilichen Sonderermittlungsteam befragt.[154] Dieser zweiten Befragung war am 25. November 2022 eine polizeilichen Durchsuchung der National Fire Agency (NFA) wegen des Verdachts vorangegangen, dass diese Dokumente im Zusammenhang mit den Notfallrettungsmaßnahmen gefälscht hatte.[154]

Bis zum 23. November 2022 stieg die Gesamtzahl der Verdächtigen, die im Zusammenhang mit der Halloweenkastrophe Vergehen beschuldigt wurden, nach Angabe des Innenministers Lee Sang-min auf 17.[156] Insgesamt neun Polizisten und Regierungsbeamte wurden am 23. November für eine Befragung bezüglich der mangelhaften Reaktion auf das Massengedränge vor das Sonderermittlungsteam geladen.[157] Darunter befanden sich Park Sung-min und Song Byung-joo sowie vier weitere Nachrichtendienstbeamte.[157]

  • Park Sung-min war mit seinem Rang als Superintendent General[157] der höchstrangige Polizist von den zu diesem Zeitpunkt insgesamt 17 Polizisten und Regierungsbeamten, die für die polizeiliche Untersuchung der Halloweenkatastrophe vorgeladen wurden.[158] Eine zweite Befragung erfolgte am 28. November 2022.[150] Park wurde verdächtigt, zur mutmaßlichen Vertuschung von behördlicher Tatenlosigkeit[158] die Löschung eines vor den Halloweenfeierlichkeiten intern erstellten Berichts zur Sicherheitsrisikoanalyse angeordnet zu haben,[150][157][158] in dem vor einem möglichen Sicherheitsunfall während der Halloween-Zeit gewarnt wurde.[157][158]
  • Song Byung-joo, ein ehemaliger Notfallüberwachungsbeamter[157] im Rang eines Superintendent, der in der Nacht des Massenunglücks für die Notrufnummer 112 im Gebiet Itaewon verantwortlich war, wurde beschuldigt, die eingegangenen Notrufe nicht unverzüglich dem damaligen Polizeichef von Yongsan, Lee Im-jae, gemeldet zu haben.[150] Song wurde bis zum 28. November dreimal zur Befragung durch das polizeiliche Ermittlungsteam vorgeladen.[150]

Parlamentarische Untersuchung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 9. November 2022 reichten die oppositionelle Demokratische Partei Koreas (DPK), die Gerechtigkeitspartei und die Grundeinkommenspartei förmliche Anträge auf eine Untersuchung ein.[142] Diese drei Parteien reichten einige Tage später einen Entwurf für eine parlamentarische Untersuchung des Massengedränges in Itaewon vom 29. Oktober ein, um gegen den heftigen Widerstand der regierenden Partei Gungminui-him (PPP) die 60-tägige Untersuchung einzuleiten, durch die dem Entwurf zufolge die Ursache des Vorfalls ermittelt und festgestellt werden soll, ob die zuständigen Regierungsinstitutionen wie das Präsidialamt, das Büro des Premierministers, das Innen- und Sicherheitsministerium und die nationale Polizeibehörde die notwendige Maßnahmen ergriffen haben. Mit der Untersuchung sollte vom 24. November 2022 bis zum 22. Januar 2023 ein 18-köpfiger Sonderausschuss betraut werden, der sich aus neun Abgeordneten der DKP, sieben Abgeordneten der Gungminui-him und jeweils einem Abngeordneten der Gerechtigkeits- und der Grundeinkommenspartei zusammengesetzt und vom DPK-Abgeordnete Woo Sang-ho geleitet wird.[159]

Am 23. November 2022 gab die regierende Partei PPP ihren vorherigen Widerstand gegen eine parlamentarische Untersuchung auf[160] einigten sich die Regierungs- und Oppositionsparteien darauf, eine parlamentarische Untersuchung der Halloweenkatastrophe in Itaewon einzuleiten und verkündeten den Beginn einer 45-tägigen Untersuchung für den 24. November 2022.[156] Die Vereinbarungen bestätigten die Bildung des 18-köpfigen Untersuchungsausschusses aus neun DKP- und sieben PPP-Abgeordneten sowie zwei weiteren Mandatsträger.[160] Nach dieser Einigung der Parteien gab die Nationalversammlung Südkoreas am 24. November 2022 ihre Zustimmung für den Plan zur parlamentarischen Untersuchung der Halloweenkatastrophe, womit die Untersuchung, deren Abschluss für den 7. Januar 2023 erwartet wurde, an diesem Tag begann.[161]

Die Abgeordneten sollen im Rahmen der Untersuchung eine Reihe von Regierungsbehörden[162] wie den Lagebesprechungsraum im Präsidialamt, das National Center for Crisis Management des National Security Office, das Büro des Premierministers, das Innen- (대한민국 행정안전부) und das Gesundheitsministerium (대한민국 보건복지부).[156][162] Dass auch der Lagebesprechungsraum im Präsidialamt zu den Zielen der Untersuchungen gehören sollte, war Medienangaben zufolge nach der Einigung der Parteien zunächst noch strittig gewesen.[160]

Die Untersuchungen sollen auch die Oberste Staatsanwaltschaft (대한민국 검찰청) Südkoreas umfassen, nachdem sich die regierende Partei Gungminui-him, die zunächst gefordert hatte die Oberste Staatsanwaltschaft von der Untersuchung auszuschließen, abrupt aus der Plenarsitzung der Nationalversammlung zurückgezogen hatte.[163] Die Nationalversammlung hatte daraufhin für den Plan gestimmt, die Abteilungen für Drogenkriminalität der Obersten Staatsanwaltschaft zu untersuchen.[164] Hintergrund ist der von der regierenden Partei abgelehnte Vorwurf der DPK, der Fokus der Staatsanwaltschaft auf den kurz zuvor von Südkorea erklärten „Krieg gegen Drogen“ könnte die Polizei davon abgehalten haben, sich auf die öffentliche Sicherheit zu konzentrieren.[164][162]

Zu den zu untersuchenden Objekten zählen zudem die National Police Agency (대한민국 경찰청), die Stadtregierung von Seoul (서울특별시청) und dem Bezirksamt Yongsan.[156]

Mögliche Entschädigungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Familien der Opfer gibt es in Südkorea gesetzlich die Möglichkeit auf Entschädigung durch die Regierung für den Fall, dass den Behörden Fahrlässigkeit bei der Reaktion auf die Katastrophe nachgewiesen wird, oder wenn festgestellt wird, dass sie nicht das Nötige zu ihrer Verhinderung unternommen haben. Medienangaben zufolge gab das Präsidialamt am 15. November 2022 an, dass es die rechtlichen Rahmenbedingungen für mögliche Entschädigungen noch prüfe und sie erst nach Abschluss der offiziellen Untersuchung des Itaewon-„Unfalls“ treffen werde.[165] Lokalen Medien zufolge bereiten die Familien einiger Opfer Sammelklagen gegen die Regierung vor.[166]

Am 31. Oktober 2022 hatte die südkoreanische Regierung zudem angekündigt, dass die Familien der Opfer unabhängig von einer möglichen Entschädigung 20 Millionen KRW als „Trostgeld“ erhalten können sowie zusätzlich bis zu 15 Millionen KRW zur Deckung von Bestattungsgebühren und anderen Nebenkosten.[165]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Journalistische Investigativberichte mit Analysen von Videomaterial und Zeugenaussagen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Seoul Halloween crowd crush – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1], abgerufen am 28. November 2022.
  2. a b c d e f g h i j k l Se-Woong Koo: Disaster management: Seoul’s Itaewon Nightlife District Was Built for Tragedy. In: curbed.com. 4. November 2022, abgerufen am 14. November 2022.
  3. a b c d Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022.
  4. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: Leitartikel der Redaktion (사설): ‘미군 기지촌 성매매’ 배상 확정, 국가 차원 사과 따라야. In: hani.co.kr. 30. September 2022, abgerufen am 27. November 2022.
  5. Leitartikel der Redaktion (사설): ‘미군 기지촌 성매매’ 배상 확정, 국가 차원 사과 따라야. In: hani.co.kr. 30. September 2022, abgerufen am 27. November 2022: „성병 검사를 강제하고, 이를 기피하거나 양성 판정이 나온 여성들은 강제로 수용소에 가뒀다.“
  6. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: 이나영: 미군 기지촌 '위안부' 소송과 판결의 의미. [광장에 나온 판결] 미군 기지촌 '위안부' 여성들의 국가 대상 손해배상 청구소송. In: ohmynews.com. 22. Oktober 2022, abgerufen am 27. November 2022 (Update vom 24. Oktober 2022).
  7. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: 문재연: '기지촌 미군 위안부' 국가폭력 70년 만에 인정. In: hankookilbo.com. 29. September 2022, abgerufen am 27. November 2022.
  8. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: 진양현: 도 넘은 ‘이태원 프리덤’. 통금해제 이후 주한미군범죄 15% 증가 소파협정 개정·철저한 정신교육 ‘목청’. In: kgnews.co.kr. 17. Juli 2011, abgerufen am 27. November 2022.
  9. a b c d Tödliches Gedränge bei Halloween-Feier in Seoul. In: Deutsche Welle. 30. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  10. a b Südkorea: Mindestens 149 Tote bei Halloweenfeierlichkeiten in Südkorea. In: Spiegel Online. 29. Oktober 2022, abgerufen am 29. Oktober 2022.
  11. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: 김지은 길윤형: 30년 끈 용산기지 반환 ‘막바지 단계’ “연합사 이전하는 내년 상반기 목표”. 4분의 1반환…나머지는 언제 돌아올까. In: hani.co.kr. 29. Juli 2021, abgerufen am 27. November 2022 (Update vom 30. Juli 2021).
  12. Eunwoo Lee: Understanding Itaewon, the Site of Seoul’s Recent Catastrophe. The city's multicultural history illuminates South Korea’s agony, modernity, and future. In: inkstickmedia.com. 8. November 2022, abgerufen am 27. November 2022. Dort mit Verweis auf: 이정은: 대통령실 "집무실 이전 추가비용은 이전에 따른 부대비용". In: imnews.imbc.com. 1. September 2022, abgerufen am 27. November 2022.
  13. a b c Aram Hur: Argument: Young South Koreans Don’t Trust a State That Betrays Them. The Itaewon crowd crush confirmed a growing distrust of national stories. In: foreignpolicy.com. 17. November 2022, abgerufen am 18. November 2022.
  14. a b c d e f g h i j k l m n o p q Michelle Ye Hee Lee, Meg Kelly Atthar Mirza, Grace Moon, Min Joo Kim, Stefanie Le: Crucial missteps led to tragically delayed rescue in a Seoul alley. In: The Washington Post. 16. November 2022, abgerufen am 17. November 2022.
  15. a b c d e f Choe Sang-Hun: Police Expected the Halloween Crowd. Why Couldn’t They Stop the Disaster? An analysis, based on official documents and parliamentary testimony, reveals that authorities in South Korea missed crucial chances to prevent a crowd crush that would kill 158 people. In: The New York Times. 17. November 2022, abgerufen am 18. November 2022 (englisch).
  16. „Massenpanik in Seoul: Zahl der Toten steigt auf 151“. In: tagesschau.de. 30. Oktober 2022, abgerufen am 31. Oktober 2022.
  17. John Burton: Opinion: An avoidable tragedy. In: koreatimes.co.kr. 14. November 2022, abgerufen am 14. November 2022.
  18. Patrick Welter: „Halloween-Massenpanik in Seoul: Südkorea diskutiert über Versagen der Behörden“. In: faz.net. 31. Oktober 2022, abgerufen am 31. Oktober 2022.
  19. South Korea mourns, wants answers after Halloween crush kills 153 people. Dozens of people were also injured during the stampede in the Itaewon district of Seoul. In: channelnewsasia.com. 30. Oktober 2022, abgerufen am 20. November 2022 (englisch, Update vom 2. November 2022).
  20. a b c d e f g h i j k l m n o Junhyup Kwon, Hanako Montgomery, Rachel Cheung, Alan Wong: ‘They Completely Failed’: The Fatal Mistakes That Led to South Korea’s Halloween Tragedy. Interviews with survivors, witnesses, and a police insider reveal a troubling series of missteps in crowd control—and inaction—that led to the disaster. In: vice.com. 4. November 2022, abgerufen am 12. November 2022.
  21. a b c d e Eryk Bagshaw, Sean Na: ‘Absolutely avoidable’: How the Seoul crowd crush unfolded. In: smh.com.au. 3. November 2022, abgerufen am 20. November 2022.
  22. Halloween-Party: Mindestens 151 Tote bei Massenpanik in Seoul. In: MDR aktuell. Mitteldeutscher Rundfunk, 30. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  23. Elia Del Favero: „Seoul: Mindestens 146 Tote wegen Massenpanik bei Halloween-Feier“. In: Nau.ch. Nau media, 30. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  24. a b c Katharina Graça Peters: Massengedränge in Südkorea – Die Tragödie von Seoul. In: Der Spiegel. 29. Oktober 2022, abgerufen am 29. Oktober 2022.
  25. Survivor’s injuries in Seoul show how crowd crushes can kill. In: Washington Post. ISSN 0190-8286 (englisch, washingtonpost.com [abgerufen am 1. November 2022]).
  26. a b c d e f 김원, 함종선: 이태원 압사참사: [단독] 해밀톤호텔 불법 건축이 '3.2m 병목' 만들었다. In: joongang.co.kr. 1. November 2022, abgerufen am 18. November 2022.
  27. a b Lee Hyo-jin: What went wrong in Itaewon on Halloween weekend? Experts point to absence of crowd management plans as major reason for deadly incident. In: koreatimes.co.kr. 1. November 2022, abgerufen am 12. November 2022 (Update vom 3. November 2022).
  28. a b Update: Regierung kündigt Untersuchung an: Mehr als 150 Tote bei Halloween-Feiern in Seoul. In einer engen Gasse in einem Partyviertel der südkoreanischen Hauptstadt kommt es bei einer Halloween-Party zu einem Massengedränge. Unter den Toten sind auch Ausländer. Das Unglück soll nun untersucht werden. In: tagesspiegel.de. 29. Oktober 2022, abgerufen am 15. November 2022 (Update vom 31. Oktober 2022).
  29. Jeong Jin-ho: Give us a reason to trust in the police. In: Korea JoongAng Daily. 15. November 2022, abgerufen am 15. November 2022.
  30. a b "Menschen haben sich gestapelt": Zwei Drittel der Todesopfer in Seoul sind Frauen. In: n-tv.de. 30. Oktober 2022, abgerufen am 1. November 2022.
  31. a b c d Patrick Welter: Mehr als 150 Tote in Seoul: „Sie fielen um wie Dominosteine“. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 30. Oktober 2022, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Oktober 2022]).
  32. Halloween in Südkorea: Mindestens 146 Personen sterben bei Massenpanik in Seoul. In: Stuttgarter Nachrichten. 29. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  33. „South Korea Halloween crush kills 120, injures 100 – officials“. In: bbc.com. 31. Oktober 2022, abgerufen am 12. November 2022 (englisch).
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  40. Choe Sang-Hun: At Least 151 Killed as Halloween Crowd Surge Turns Deadly in South Korea. Dozens more were reported injured when they were crushed during a Halloween celebration in Seoul on Saturday night. In: nytimes.com. 29. Oktober 2022, abgerufen am 22. November 2022 (englisch, Update vom 1. November 2022).
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  42. a b c Death toll from Itaewon’s Halloween crowd crush rises to 158. In: thesundaily.my. 14. November 2022, abgerufen am 14. November 2022 (englisch, Quelle: Bernama).
  43. a b c d e f g h Kang Hyun-kyung: Internet media outlets face backlash after disclosing names of Itaewon tragedy victims. Unidentified embassy in Seoul protests media over disclosure of victims' names. In: koreatimes.co.kr. 15. November 2022, abgerufen am 15. November 2022 (englisch).
  44. Toll rises to 156 as Seoul stampede survivors recall ‘slow, agonising crush’ - latest. 1. November 2022, abgerufen am 1. November 2022 (englisch).
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  47. [속보] 오전 9시30분 이태원 참사 사망 151명, 부상 82명으로 늘어 : 사회일반 : 사회 : 뉴스 : 한겨레모바일. In: Hankyoreh. 30. Oktober 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022 (koreanisch).
  48. Seoul und das tödliche Massengedränge: »Nicht schubsen! Die Leute sind gefallen!« In: Der Spiegel. 30. Oktober 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2022]).
  49. „Die Leichen der Russinnen, die bei der Massenpanik in Seoul getötet wurden, werden mit der Fähre nach Primorje gebracht (Fotos)“. In: topnews.ru. 31. Oktober 2022, abgerufen am 31. Oktober 2022 (russisch).
  50. Soja Kim: „Die Tochter, die sagte: „Ich möchte lange in Korea leben“... Einreise der Eltern japanischer Opfer“. In: hani.co.kr. 31. Oktober 2022, abgerufen am 1. November 2022 (koreanisch).
  51. Haris Alic, Caroline McKee, Chad Pergram: „Ohio congressman's niece killed during South Korea Halloween stampede“. In: foxnews.com. 31. Oktober 2022, abgerufen am 1. November 2022 (englisch).
  52. Second Australian dead after Seoul Halloween crowd surge. In: thenewdaily.com.au. 15. November 2022, abgerufen am 15. November 2022 (englisch).
  53. Heath Parkes-Hupton: Second Australian victim of Seoul Halloween crush Justina Cho remembered as a 'free-spirited soul'. In: abc.net.au. 15. November 2022, abgerufen am 15. November 2022 (englisch).
  54. "[종합] 이태원 참사, 156명 사망 · 151명 부상 - 시사IN". In: Sisain Korea. 31. Oktober 2022, abgerufen am 1. November 2022 (koreanisch).
  55. „Why Itaewon disaster was more fatal for women than men“. In: Koreaherald. 31. Oktober 2022, abgerufen am 10. November 2022 (koreanisch).
  56. Jin Yu Young: Why did so many more women than men die in the Itaewon Halloween disaster? Evidence that women may face greater risks in crowd crushes is inconclusive, an expert said. In: The New York Times. 30. Oktober 2022, abgerufen am 24. November 2022 (englisch).
  57. a b c Juwon Park, David Rising: Seoul’s Halloween victims primarily women, young people. In: apnews.com. 1. November 2022, abgerufen am 4. November 2022.
  58. Jack Kim: South Korea PM urges police to explain response to Halloween crush emergency calls. In: reuters.com. 2. November 2022, abgerufen am 3. November 2022 (englisch).
  59. „Seoul nach dem Massengedränge: Angehörige können Sachen von Opfern abholen“. In: Der Spiegel. 2. November 2022, abgerufen am 3. November 2022.
  60. „151 Dead in Halloween Stampede in Seoul’s Itaewon Neighborhood“. In: voanews.com. 29. Oktober 2022, abgerufen am 13. November 2022 (englisch).
  61. „After South Korean Halloween crush, families seek missing, plan funerals“. In: reuters.com. 31. Oktober 2022, abgerufen am 13. November 2022 (englisch).
  62. Ju-min Park, Heekyong Yang: After South Korean Halloween crush, families seek missing, plan funerals. In: reuters.com. 31. Oktober 2022, abgerufen am 24. November 2022 (englisch).
  63. Hongji Kim, Ju-min Park: „South Korea Halloween crush victims belongings fill quiet lost-and-found centre“. In: reuters.com. 1. November 2022, abgerufen am 16. November 2022.
  64. a b Kelly Kasulis Cho: Perspective: Reporter still haunted by Itaewon crowd crush, a tragedy close to home. In: washingtonpost.com. 29. November 2022, abgerufen am 29. November 2022 (englisch).
  65. a b c d e f Seo Ji-Eun: Naming Itaewon victims without families' consent stirs controversy. In: koreajoongangdaily.joins.com. 15. November 2022, abgerufen am 20. November 2022 (englisch).
  66. a b c Controversy over disclosing the list of Itaewon victims: Korea Herald. In: thestar.com. 17. November 2022, abgerufen am 17. November 2022 (englisch).
  67. a b Lee Yeon-woo: Disclosure of Itaewon tragedy victims' names emerges as touchy diplomatic issue. Police investigate 2 internet media outlets for alleged violation of Personal Information Protection Act. In: koreatimes.co.kr. 17. November 2022, abgerufen am 20. November 2022 (englisch, Update vom 18. November 2022).
  68. „Massenpanik in Seoul: Regierungspartei kritisiert Veröffentlichung von Opfernamen“. In: world.kbs.co.kr. 15. November 2022, abgerufen am 15. November 2022.
  69. a b c d e f Kathrin Erdmann: Massenpanik in Seoul: Vier Meter breite Gasse wurde zur Todesfalle. In: tagesschau.de. 30. Oktober 2022, abgerufen am 23. November 2022.
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  112. a b c d e Corina Gall: Hillsborough, Loveparade, die Halloween-Party in Seoul: Wenn Panik ausbricht, ist das Gedränge bereits tödlich. In einem Menschengedränge wirken ab einer gewissen Dichte Kräfte, gegen die Individuen kaum mehr ankämpfen können. Die richtigen Massnahmen können Leben retten. In: nzz.ch. 4. November 2022, abgerufen am 5. November 2022.
  113. Fanny Jiménez: Wissenschaft: Psychologie: Forscher wollen Massenpanik bald voraussagen. In: welt.de. 2. November 2022, abgerufen am 6. November 2022.
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  115. a b c Rune Weichert: Unglück in Südkorea: Wie eine Massenpanik entsteht – und warum der Begriff missverständlich ist. Mehr als 150 hauptsächlich junge Menschen sterben bei einem Massenunglück in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Wie kommt es zu solchen Katastrophen? Und warum der Begriff „Massenpanik“ missverständlich ist. In: stern.de. 30. Oktober 2022, abgerufen am 6. November 2022.
  116. a b c Gianna-Carina Grün: Was sind crowd dynamics? Vor einem Jahr starben bei der Love Parade 21 Menschen in einer Massenpanik. Widerspricht das nicht der Theorie der Schwarmintelligenz? In: jetzt.de. 22. Juli 2011, abgerufen am 6. November 2022.
  117. Christian Speicher: Eine Massenturbulenz mit tödlichen Folgen. Vor zwei Jahren starben an der Love Parade in Duisburg 21 Menschen im dichten Gedränge. Anhand von Videoaufzeichnungen haben zwei Forscher der ETH Zürich jetzt rekonstruiert, wie es zu der Massentragödie kommen konnte. In: nzz.ch. 25. Juni 2012, abgerufen am 4. November 2022.
  118. a b Dirk Helbing, Pratik Mukerji: Crowd disasters as systemic failures: analysis of the Love Parade disaster. In: EPJ Data Science. Band 1, 2012, 7, doi:10.1140/epjds7. Online veröffentlicht am 25. Juni 2012.
  119. Rune Weichert: Unglück in Südkorea: Wie eine Massenpanik entsteht – und warum der Begriff missverständlich ist. Mehr als 150 hauptsächlich junge Menschen sterben bei einem Massenunglück in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Wie kommt es zu solchen Katastrophen? Und warum der Begriff „Massenpanik“ missverständlich ist. In: stern.de. 30. Oktober 2022, abgerufen am 6. November 2022. Dort mit Verweis auf: Mehdi Moussaïd, Mubbasir Kapadia, Tyler Thrash, Robert W. Sumner, Markus Gross, Dirk Helbing, Christoph Hölscher: Crowd behaviour during high-stress evacuations in an immersive virtual environment. In: Interface. Band 13, Nr. 122, September 2016, ISSN 1742-5662, doi:10.1098/rsif.2016.0414, PMID 27605166 (Online veröffentlicht am 1. September 2016, Printveröffentlichung am 30. September 2022. Lizenz: Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)).
  120. Holger Dambeck: Massenpaniken: „Bleiben Sie möglichst in der Mitte“. Egoisten werden noch rücksichtsloser, selbstlose Menschen opfern sich: Bei Massenpaniken verstärken sich menschliche Eigenschaften. Wie man sich am besten verhält, erklärt der Max-Planck-Forscher Mehdi Moussaid. In: spiegel.de. 14. September 2016, abgerufen am 6. November 2022. Dort mit Verweis auf: Mehdi Moussaïd, Mubbasir Kapadia, Tyler Thrash, Robert W. Sumner, Markus Gross, Dirk Helbing, Christoph Hölscher: Crowd behaviour during high-stress evacuations in an immersive virtual environment. In: Interface. Band 13, Nr. 122, September 2016, ISSN 1742-5662, doi:10.1098/rsif.2016.0414, PMID 27605166 (Online veröffentlicht am 1. September 2016, Printveröffentlichung am 30. September 2022. Lizenz: Attribution 4.0 International (CC BY 4.0)).
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Koordinaten: 37° 32′ N, 127° 0′ O