Halsbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Halsbach
Halsbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Halsbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 7′ N, 12° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Altötting
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchweidach
Höhe: 474 m ü. NHN
Fläche: 22,08 km2
Einwohner: 1046 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 47 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84553
Vorwahl: 08623
Kfz-Kennzeichen: AÖ, LF
Gemeindeschlüssel: 09 1 71 119
Gemeindegliederung: 67 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Burgkirchner Str.
84553 Halsbach
Website: www.halsbach.de
Erster Bürgermeister: Martin Poschner (CSU)
Lage der Gemeinde Halsbach im Landkreis Altötting
BurghausenEmmertingBurgkirchen an der AlzKastl (Landkreis Altötting)Haiming (Oberbayern)Mehring (Oberbayern)MarktlNeuöttingAltöttingFeichten an der AlzWinhöringTüßlingTöging am InnTeisingPleiskirchenGarching an der AlzUnterneukirchenTyrlachingStammham (am Inn)ReischachPerachKirchweidachHalsbachErlbach (Oberbayern)Landkreis Rottal-InnLandkreis Mühldorf am InnLandkreis TraunsteinÖsterreichKarte
Über dieses Bild

Halsbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Altötting.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halsbach liegt in der Region Südostoberbayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 67 Gemeindeteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Halsbach und Oberzeitlarn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfarrkirche St. Martin

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hadovesbach wurde im Salzburger Urkundenbuch 788 erstmals erwähnt. Bischof Arn von Salzburg gründete hier um 800 eine Pfarrei.[3] In den Traditionsbüchern von Kloster Mondsee aus dem 8. Jh. wird Hadoluespah genannt. Es liegt der althochdeutsche Personenname Hadolf zugrunde, der hier Besitzungen hatte.[4] 1160 wird ein Pfarrer von Scufingen (Schupfing) erwähnt.[3]

Halsbach gehörte den Grafen von Preysing, war jedoch Teil des Kurfürstentums Bayern. Halsbach war Bestandteil der Preysingschen Herrschaft Wald. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Halsbach.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde entstand am 1. Januar 1964 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Halsbach und Oberzeitlarn.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 855 auf 961 um 106 Einwohner bzw. um 12,4 %.

  • 1970: 838 Einwohner
  • 1987: 866 Einwohner
  • 1991: 848 Einwohner
  • 1995: 843 Einwohner
  • 2002: 871 Einwohner
  • 2010: 948 Einwohner
  • 2015: 948 Einwohner

Öffentliche Verwaltung und Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchweidach.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2014 Martin Poschner (parteilos); bei der Wiederwahl am 15. März 2020 erzielte er 83,47 % der Stimmen.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der letzten Kommunalwahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat acht Mitglieder, die alle zur Liste Einigkeit gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 %.[6] Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Halsbach
Blasonierung: „Unter von Rot und Silber in zwei Reihen geschachtem Schildhaupt gespalten von Silber und Blau; über einem gesenkten Wellenbalken in verwechselten Farben vorne eine blaue heraldische Lilie, hinten ein nach links gewandter silberner Pferdekopf.“[7]

Dieses Wappen wird seit 1982 geführt.

Wappenbegründung: Der rot-weiß geschachte Balken im Schildhaupt, der Zisterzienserbalken, stammt aus dem Wappen der Zisterzienserabtei Raitenhaslach und unterstreicht die engen Beziehungen zum Kloster. Die heraldische Lilie im vorderen Feld verweist als Mariensymbol auf das Patrozinium der Klosterkirche Raitenhaslach, der Pferdekopf im hinteren Feld auf das Martinspatrozinium der Pfarrkirche Halsbach. Die Feldfarben Silber und Blau entsprechen den bayerischen Landesfarben und sollen hier die Zugehörigkeit zum Gebiet der Herrschaft Wald verdeutlichen, die sich von Anfang des 17. bis ins 18. Jahrhundert im Besitz der Grafen von Wartenberg, einer Nebenlinie der Wittelsbacher, befand und nach deren Aussterben (1736) als landesherrliche Kabinettsherrschaft weitergeführt wurde. Der Wellenbalken im Schildfuß symbolisiert den Halsbach, der der Gemeinde den Namen gab und ist zugleich ein für den Namen redendes Bild.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Waldbühne Halsbach
  • Pfarrkirche St. Martin
  • Waldbühne Halsbach
  • Gasthaus und Sportheim Mitterwirt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sieben, im produzierenden Gewerbe 31 und im Bereich Handel und Verkehr neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort acht Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 277. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei Betriebe, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 57 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1008 ha, davon waren 1147 ha Ackerfläche.

Aktuell gibt es nach Branchen:

  • sieben Gaststätten/Übernachtungsbetriebe
  • sechs landwirtschaftliche Direktvermarkter
  • 13 Handwerks-/Gewerbebetriebe
  • drei Kunsthandwerkbetriebe
  • sieben Handelsunternehmen
  • fünf landwirtschaftliche Dienstleistungsbetriebe
  • vier Banken/Versicherung
  • sechs IT/Internet/Medien
  • sieben sonstige Dienstleistungsbetriebe
  • ein Theater
  • drei sonstiges

Gastronomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halsbach hat eine relativ hohe Kneipendichte, und zwar 142 Einwohner/Wirtshaus.

  • Grabenwirt
  • Gasthaus Hermannbräu
  • Gasthaus Racherting
  • Gasthaus Mitterwirt

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 25 Kindern
  • Schule: Grundschule mit vier Klassen und Turnhalle

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab Bestrebungen seitens der NPD bzw. des Münchner Extremisten Norman Bordin, das Gasthaus Gruber zu kaufen oder zu pachten, um daraus ein Schulungszentrum mit Zimmern und Übernachtungsmöglichkeiten einzurichten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Halsbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Halsbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. Dezember 2017.
  3. a b Neue Presse Verlags GmbH Passau in Zusammenarbeit mit dem Kreistag des Landkreises Altötting (Hrsg.): Der Landkreis Altötting – Das Öttinger und Burghauser Land. Neue Presse Verlags-GmbH Passau, 1978, S. 112.
  4. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon bayerischer Ortsnamen: Herkunft und Bedeutung; Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz. C.H.Beck, München 2006, ISBN 3-406-55206-4, S. 109.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 417.
  6. PNP-Wahlportal. Passauer Neue Presse, abgerufen am 30. Mai 2020.
  7. Eintrag zum Wappen von Halsbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 31. August 2020.
  8. Passauer Neue Presse Halsbach vom 29. Juni 2014: Altbürgermeister Georg Pfaffinger gestorben − ecs, abgerufen am 20. März 2017