Halsbach (Freiberg)

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Halsbach
Große Kreisstadt Freiberg
Koordinaten: 50° 55′ 20″ N, 13° 22′ 35″ O
Einwohner: 300
Eingemeindung: 1. Januar 1979
Eingemeindet nach: Freiberg
Postleitzahl: 09599
Vorwahl: 03731
Halsbach (Sachsen)
Halsbach

Lage von Halsbach in Sachsen

Halsbach ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Freiberg im Landkreis Mittelsachsen (Freistaat Sachsen). Er wurde am 1. Januar 1979 eingemeindet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Luftaufnahme von Halsbach

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halsbach ist der östlichste Ortsteil der Stadt Freiberg. Er liegt im Osterzgebirge am östlichen Ufer der Freiberger Mulde. Zu Halsbach gehören die Gemeindeteile Neuhilbersdorf in der südlichen Ortsflur und Kreuzermark in der östlichen Ortsflur.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tuttendorf Conradsdorf, Falkenberg Naundorf
Freiberg, Stadtteil Freiberg-Ost (Stadtviertel Himmelfahrter Revier) Nachbargemeinden
Freiberg, Industriegebiet Muldenhütten Hilbersdorf

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hammermühle Halsbach

Halsbach wurde im Jahr 1294 als „Habichsbach“ erwähnt. Der Ort blühte zur Zeit des Bergbaus in Freiberg auf. Halsbach ist eine Streusiedlung und seine Lage an der Freiberger Mulde begünstigten ihn später als Industriegebiet. Die Grundherrschaft über Halsbach lag bis ins 19. Jahrhundert beim Rittergut Halsbach.[1] Halsbach gehörte bis 1856 zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Freiberg.[2] 1856 wurde Halsbach dem Gerichtsamt Freiberg und 1875 der Amtshauptmannschaft Freiberg angegliedert.[3] Durch die zweite Kreisreform in der DDR kam Halsbach im Jahr 1952 zum Kreis Freiberg im Bezirk Chemnitz (1953 in Bezirk Karl-Marx-Stadt umbenannt), der ab 1990 als sächsischer Landkreis Freiberg fortgeführt wurde und 2008 im Landkreis Mittelsachsen aufging.

Am 1. Januar 1979 wurde Halsbach nach Freiberg eingemeindet. [4] Er bildet seitdem dem östlichsten Stadtteil Freibergs.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Süden von Halsbach verläuft die Bundesstraße 173. Es besteht eine Busverbindung mit dem Zentrum Freibergs.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arten der Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Halsbach angesiedelte Industrie bestand zum größten Teil aus Erzschmelzen, die das Erz, das im Freiberger Revier abgebaut wurde, weiter verarbeiteten. Weiter gab es noch Erzwäschen, die das Gestein nach dem Abbau für die Schmelzen zerkleinerten. Wichtig waren auch mehrere Flözstände, die die Hütten mit Kohle versorgten.

Hammerbrücke Halsbach

Heutige Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehem. Rittergut Halsbach Kreuzermark

Halsbach bildet heute nur noch einen, als Wohnstandort genutzten Ortsteil der Stadt Freiberg. Mit Verlust der Bedeutung des Freiberger Silbererzes wurden bis zum Ende des 18. Jahrhunderts alle Schmelzhütten und ähnliche Gebäude, die mit dem Silberbergbau in Verbindung standen, geschlossen und zum größten Teil abgerissen. In Halsbach leben mehr als 300 Einwohner, zumeist in Eigenheimen. Halsbach ist heute vorwiegend ein Wander- und Waldgebiet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halsbach. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 3. Band. Schumann, Zwickau 1816, S. 674 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Halsbach (Freiberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Halsbach im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Rittergut Halsbach auf www.sachsens-schloesser.de
  2. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 72 f.
  3. Die Amtshauptmannschaft Freiberg im Gemeindeverzeichnis 1900
  4. Halsbach auf gov.genealogy.net
  5. Die Stadtteile Freibergs auf der Webseite der Stadt Freiberg