Hamas-Charta

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Die Hamas-Charta ist die Gründungsurkunde der Palästinenser-Organisation Hamas. Sie wurde am 18. August 1988 veröffentlicht und enthält die Ideologie dieser Organisation, wie sie von ihren Gründern, hauptsächlich von Ahmad Yasin, formuliert wurde. Mit zahlreichen Zitaten aus grundlegenden islamischen Quellen (Koran und Hadithe) soll das Dokument islamrechtlich verankert werden.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Charta umfasst 36 Artikel.

In Artikel 3 werden die Mitglieder der Hamas als solche beschrieben, die „Allah fürchten und die Flagge des Dschihad gegen die Tyrannen erheben“. Artikel 8 enthält de Losung der Hamas: „Allah ist ihr Ziel, der Prophet ihr Vorbild, der Koran ihre Verfassung, der Dschihad ihr Weg und der Tod für Gott ihr hehrster Wunsch.“

Die Haltung gegenüber dem Staat Israel ist kompromisslos und auf alle Zeiten festgelegt. Palästina wird als Teil des Dār al-Islām beschrieben, seit der Eroberung durch den Kalifen Omar ibn al-Chattab im 7. Jahrhundert. „Palästina ist den Generationen der Muslime bis zum Tag des Jüngsten Gerichts gegeben.“ (Artikel 11) In Artikel 13 stellt sich die Hamas gegen friedliche Lösungen und internationale Konferenzen zur Lösung der Palästina-Frage.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Historiker und Terrorismusexperte Walter Laqueur bezeichnet die Hamas im Unterschied zur PLO als „tiefreligiös“. Ihre Charta trage zudem endzeitliche Züge.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Endzeitvisionen als Quelle islamistischer Gewalt? Reinhard Möller, in: Bundeszentrale für politische Bildung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]