Hamburg-Köln-Express

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Hamburg-Köln-Express GmbH
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Basisinformationen
Unternehmenssitz Köln, Deutschland
Webpräsenz www.hkx.de
Bezugsjahr 2013
Rechtsform GmbH
Gründungsjahr 5. Oktober 2009
Vorstand Carsten Carstensen[1]
Mitarbeiter 42[2]
Linien
Eisenbahn 1
Statistik
Fahrgäste ca. 350.000 im Jahr
Fahrleistung ca. 0,93 Mio Zugkm pro Jahr

Die Hamburg-Köln-Express GmbH ist ein privates Eisenbahnverkehrsunternehmen, deren Züge seit Juli 2012 in Konkurrenz zur Deutschen Bahn AG verkehren. Die Abkürzung HKX bezeichnet gleichzeitig die Zuggattung. Die Züge verkehren zwischen Hamburg und Köln, teilweise wurde ihr Lauf seit Dezember 2015 bis Frankfurt (Main) verlängert. Beim HKX handelte es sich bis zum 31. Januar 2014 um Schienenpersonenfernverkehr, seit der damaligen Tarifänderung sind die Züge Teil des Schienenpersonennahverkehrs.

Während HKX das Servicepersonal der Züge stellt, erfolgte die Durchführung des Betriebs bis Dezember 2015 durch Transdev.[3] Mit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 übernahm BahnTouristikExpress diese Aufgabe.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Unternehmen entstand im Oktober 2009 als Joint Venture zwischen der RDC Deutschland (Anteil 75 Prozent), Locomore rail GmbH & Co. KG (17,5 Prozent) und dem britisch-kanadischen Eisenbahninvestor Michael Schabas (7,5 Prozent).[5][6]

Die Achse Hamburg–Köln sei nach Unternehmensangaben aus intensiven Marktanalysen hervorgegangen. Dafür hätten das wirtschaftliche und touristische Potential der beiden Regionen gesprochen. Gegen Regionen wie das Rhein-Main-Gebiet oder Berlin hätten dagegen deren Anbindung durch Hochgeschwindigkeitsstrecken gestanden, auf denen die Deutsche Bahn schneller unterwegs sei.[7] Das Unternehmen plante ursprünglich, ab August 2010 Fernverkehrszüge zwischen Köln und Hamburg anzubieten. Im April 2010 kündigte das Unternehmen an, die Strecke erst ab April 2011 mit drei täglichen Zugpaaren zu bedienen. Als Grund für die Verzögerungen gab das Unternehmen die Unsicherheit, ob die bestellten Trassen zugeteilt würden, an. Darüber hinaus sei es bei vier der sechs bestellten Trassen zu Trassenkonflikten mit der ebenfalls auf dieser Relation antretenden SNCF-Tochter Keolis gekommen. Nachdem Keolis im April 2010 ihre Rahmenvertragsanmeldungen zurückgezogen hat, konnte im Juni 2010 ein Rahmenvertrag mit der DB Netz abgeschlossen werden. Er hat eine Laufzeit bis Dezember 2015.[8]

Im März 2011 gab HKX bekannt, eine Beschwerde gegen das neue Stationspreissystem bei der Bundesnetzagentur eingelegt zu haben, da sich hierbei eine Kostensteigerung für HKX von 135 Prozent beziehungsweise 500.000 Euro jährlich ergeben würde.[9] Ende Mai 2011 hat die Bundesnetzagentur die DB-Tochter Station&Service angewiesen, die Stationspreis-Erhöhung von 135 Prozent zurückzunehmen. Die Stationspreise dürfen, ebenso wie für die Deutsche Bahn, nur um 18 Prozent steigen.[10]

Mitte 2011 war die Betriebsaufnahme noch für den 1. September 2011 geplant.[11] Aufgrund von Verzögerungen bei der Aufarbeitung der Wagen und der Zulassung durch das Eisenbahn-Bundesamt kam es zur Verschiebung des Starttermins.[12] Der erste HKX-Zug startete schließlich am Montag, den 23. Juli 2012 um 6:35 Uhr im Bahnhof Hamburg-Altona Richtung Köln Hbf.

Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben bis Mitte 2012 rund 16 Millionen Euro investiert.[13] 2012 sollten zwei bis drei Millionen Euro Umsatz erzielt werden.[14] Nach Unternehmensangaben sei zunächst mit dem Dreifachen geplant worden, da jedoch die zu Grunde gelegten Fahrzeuge fehlten, würde das Unternehmen zunächst Verluste schreiben.[15] Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter.[7]

Nach Unternehmensangaben werden 30 bis 40 Prozent der Erlöse zur Deckung der Infrastrukturgebühren (ohne Traktionsenergie) verwendet.[14] Dazu zählen insbesondere Trassen- und Stationsgebühren.

Im ersten Monat seien nach Unternehmensangaben rund 25.000 Personen befördert worden. Vor allem seien Menschen angesprochen worden, die bislang nicht Bahn gefahren seien.[16]

Das Unternehmen beabsichtigte noch Mitte 2013, im gleichen Jahr profitabel zu werden.[17] Um wirtschaftlich arbeiten zu können, benötige das Unternehmen nach eigenen Angaben eine Auslastung von 70 Prozent.[18] Dies gelang jedoch nicht, da die Bilanz 2013 einen Jahresfehlbetrag von 11,6 Millionen Euro auswies.[2]

Im ersten halben Betriebsjahr 2013 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 150.000 Personen in 700 Zügen befördert und damit Erlöse von mehr als drei Millionen Euro erzielt. 80 bis 90 Prozent der Züge hätten ihr Ziel pünktlich erreicht.[19]

Im Juni 2014 verließ die Geschäftsführerin Eva Kreienkamp das Unternehmen. Als alleiniger Geschäftsführer verblieb damit Carsten Carstensen.[1]

Für das Fahrplanjahr 2016 meldete HKX zusätzlich zu den bestehenden Verkehren Trassen auf der linken Rheinstrecke südlich von Köln bis hin nach Frankfurt (Main) an. Aufgrund von Überholungen und der hohen Auslastung der Strecke müssen täglich sechs Züge (drei je Fahrtrichtung) der trans regio-Linie MRB 26 mehrere Stationen ohne Halt durchfahren.[20]

Angebot[Bearbeiten]

Route des Hamburg-Köln-Express ab 13. Dezember 2015

Der HKX hält zwischen Hamburg-Altona und Köln Hauptbahnhof nur in Hamburg Hauptbahnhof, Hamburg-Harburg, Osnabrück Hauptbahnhof, Münster (Westfalen) Hauptbahnhof, Gelsenkirchen Hauptbahnhof, Essen Hauptbahnhof, Duisburg Hauptbahnhof und Düsseldorf Hauptbahnhof. Ein ursprünglich geplanter Halt in Sagehorn nahe Bremen wurde nicht realisiert.[21]

Ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2015 verkehrt der HKX teilweise über Köln hinaus: Nach Halten in Bonn Hauptbahnhof, Koblenz Hauptbahnhof und Bingen (Rhein) Hauptbahnhof wird Frankfurt (Main) Hauptbahnhof erreicht.

Bis zum 15. März 2016 wird das Angebot jedoch nochmals ausgedünnt: Nachdem HKX zu Beginn bis zu drei Zugpaare pro Tag zwischen Hamburg und Köln anbot (im Sommer 2015 sind es hier noch bis zu zwei Verbindungen je Tag und Richtung[22]), gibt es dann nur von Donnerstag bis Sonntag Verbindungen, es wird somit allein ein Zug pro Tag und Richtung unterwegs sein: Lediglich am Donnerstag und Samstag von Frankfurt; in Gegenrichtung ist nur am Freitag und am Sonntag jeweils ein Zug entlang des Rheins auf der Schiene.[23] Zwischen Hamburg und Köln verkehrt von Donnerstag bis Sonntag nur ein Zug je Tag und Richtung.

Die Reisezeit beträgt von Hamburg Hauptbahnhof nach Köln Hauptbahnhof knapp über vier Stunden und von Köln nach Frankfurt Hauptbahnhof etwa zwei Stunden 30 Minuten. Die Gesamtreisezeit zwischen Hamburg-Altona und Frankfurt Hauptbahnhof beträgt rund sieben Stunden. Der Fahrplan des HKX ist für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h[7] ausgelegt. Da auf Umwege via Bremen oder Dortmund verzichtet wird und der Zug nur an ausgewählten Stationen hält, ergibt sich zwischen Hamburg und Köln bisweilen ein Zeitgewinn gegenüber den Fernzügen der Deutschen Bahn. Zwischen Köln und Frankfurt ist der HKX hingegen deutlich langsamer als ein ICE, welcher über die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main lediglich knapp über eine Stunde benötigt. Der Name der Verbindung und das Logo soll mit Einführung der Verlängerung nach Hessen überarbeitet werden.

Während des Sommerfahrplans 2014 gab es auch durchgehende Züge von Westerland auf Sylt. Der HKX fuhr dabei bis Hamburg-Altona als Regionalexpress der Nord-Ostsee-Bahn, deren Wagenmaterial damals ohnehin für viele HKX-Fahrten genutzt wurde.

Tarif[Bearbeiten]

Fahrkarten nach HKX-Tarif[Bearbeiten]

Bei Buchung einer HKX-Fahrkarte wird nur eine Wagenklasse angeboten ("Basic"), diese kann an Bord des Zuges in ein erste Klasse-Ticket ("HKX+ Ticket") hochgestuft werden.[24][25]

Die HKX-Fahrkarten sind an den gebuchten Zug gebunden und enthalten eine Sitzplatzreservierung. Mehrere Wagen der Zugverbünde sind Fahrgästen mit Reservierung vorbehalten. Snacks und Getränke können bei einem Catering-Abteil im Zug erworben werden. Die Fahrradmitnahme ist bei Vorausbuchung gegen Aufpreis möglich, soweit die Platzverhältnisse dies zulassen.[26][27]

HKX-Fahrkarten können über Fahrkartenverkaufsstellen sowie Fahrkartenautomaten vieler Verkehrsunternehmen, in ausgewählten Reisebüros, online über die HKX-Website sowie im Zug erworben werden. [15]

Das Unternehmen kündigte bei Betriebsbeginn an, in den ersten Betriebswochen Kampfpreise von 20, 40 oder 60 Euro auf der Relation Hamburg–Köln anzubieten. Anschließend solle es eine variable, nachfrageorientierte Preisgestaltung geben.[18] Eine HKX-Einzelfahrkarte für die Relation Köln–Hamburg oder umgekehrt kostete bis 30. September 2012 zwischen 20 und 60 Euro.[28] Zum 1. Oktober 2012 wurde der Höchstpreis auf 68 Euro erhöht.[29] Der Normalpreis der Deutschen Bahn beträgt hingegen ohne BahnCard-Ermäßigung im Intercity 83 und im Intercity-Express 92 Euro.[28]

Gültigkeit von Fahrkarten der Deutschen Bahn[Bearbeiten]

Zum 1. Februar 2015 änderte HKX sein Tarifkonzept. Seither zählt die Verbindung nicht mehr als Fernverkehr, sondern als eigenwirtschaftlicher Zug des Nahverkehrs. Hierfür wurde zuvor ein Antrag beim Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland gestellt. Dadurch sind die Züge auch mit allen Fahrkarten der Deutschen Bahn benutzbar. Im Gegenzug sind Verbundfahrkarten und solche nach dem Niedersachsentarif sowie dem NRW-Tarif, darunter auch die beiden Ländertickets NRW-Ticket und Niedersachsen-Ticket, nicht gültig.[30]

Sitzplatzreservierungen sind bei Benutzung von Fahrkarten der Deutschen Bahn nicht möglich, allerdings stehen in jedem Zug mehrere Wagen für Fahrgäste ohne Reservierung zur Verfügung.[27] Hierbei wird – anders als beim HKX-Haustarif – zwischen Erster und Zweiter Klasse unterschieden.[26] Die Erste Klasse ist unter der Bezeichnung HKX+ gegen einen entfernungsabhängigen Aufpreis in Höhe von 10, 20 oder 30 € auch im Zug erhältlich, ein "Upgrade" ist jedoch auch hier nicht in Verbindung mit DB-Fahrausweisen (der 2. Klasse) zulässig.

Mit der Anerkennung von DB-Fahrkarten soll insbesondere auch Reisenden mit Zielen abseits der HKX-Strecke die Nutzung des Hamburg-Köln-Expresses ermöglicht werden. Als Vorbild für dieses Tarifkonzept gelten eigenwirtschaftlich betriebene Interregio-Express-Züge der Deutschen Bahn. Als Begründung gilt auch die starke Konkurrenz durch die Fernlinienbusse, deren Netz seit Anfang 2013 stark gewachsen ist.[31]

Beförderung von Schwerbehinderten[Bearbeiten]

Die unentgeltliche Beförderung von Schwerbehinderten in den Zügen des HKX erfolgt gemäß den Regelungen der § 145 ff. des Neunten Buches Sozialgesetzbuch (SGB Ⅸ).[26]

Fahrzeuge[Bearbeiten]

Aktuell[Bearbeiten]

HKX 1802, gebildet aus Married-Pair-Wagen, im Duisburger Hauptbahnhof (September 2014)

Die Züge des HKX wurden bis zum Dezember 2015 weitgehend aus sogenannten Married-Pair-Wagen gebildet. Die Wagen stammten von der Transdev-Tochter Nord-Ostsee-Bahn. Diese Großraumwagen, darunter ein Steuerwagen, gehören dort überwiegend der zweiten Wagenklasse an. Sie können auch Rollstühle und Fahrräder befördern.

Als Verstärkerwagen kamen angemietete Abteilwagen der Gattungen Am zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um Wagen, die für die britischen und amerikanischen Truppen gebaut wurden. Die Wagen haben jeweils elf Abteile mit 66 Sitzplätzen.

Wagen von BahnTouristikExpress, wie sie ab Dezember 2015 beim HKX zum Einsatz kommen

Mit dem Fahrplanjahr 2016 stehen die Married-Pair-Wagen dem HKX nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen kommen Wagen des neuen Partners BahnTouristikExpress zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um bis zu 160 km/h schnelle UIC-Z-Abteilwagen, die in den 1980er Jahren für die Deutsche Reichsbahn gebaut wurden. Im Winterfahrplan 2015/2016 soll ein aus zehn Wagen bestehender Zug, gebildet aus 2. Klasse-Abteilwagen sowie einem Halbgepäckwagen mit 1.-Klasse-Abteilen, verkehren. Der Halbgepäckwagen ermöglicht die Beförderung von Rollstühlen und Fahrrädern, für beide ist jedoch eine vorherige Anmeldung erforderlich.[23][4]

Bespannt wurden die HKX-Garnituren bislang mit Lokomotiven des Typs Siemens ES64U2. Teilweise verkehrte der Zug dabei mit zwei Lokomotiven in Sandwichbespannung. Beim Einsatz eines Steuerwagens ist nur eine Lokomotive pro Zug vonnöten.

HKX-eigene Züge[Bearbeiten]

Neben den angemieteten Wagen verfügt der HKX beziehungsweise RDC Deutschland über eigene Zuggarnituren, die jedoch noch nie als HKX im Einsatz waren. Es handelt sich hierbei um Steuerwagen und Mittelwagen der Baureihe 4010 aus den 1960er Jahren, sie wurden 2009 von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) angekauft. Zuletzt Ende 2014 war verkündet worden, dass der Einsatz von zwei Garnituren zu je drei Wagen beim HKX geplant sei. Sie sollten geräumiger als vergleichbare Wagen der Deutschen Bahn sein und kostenlosen Internetzugang bieten.[32]

Der Einsatz dieses Rollmaterials war ab Betriebsbeginn geplant: Drei HKX-Zuggarnituren, davon zwei für den planmäßigen Verkehr und eine als Reserve, sollten ursprünglich aus je einer Elektrolokomotive, vier Mittelwagen und zwei Endwagen (ehemalige Steuerwagen) gebildet werden. Diese 18 Wagen wären bis Betriebsstart im Schienenfahrzeugwerk H. Cegielski im polnischen Posen modernisiert worden.[33] Aufgrund von Problemen wurde die Zusammenarbeit jedoch beendet.[15] Im März 2013 wurde ein Vertrag für die Modernisierung von zunächst einer Sechs-Wagen-Garnitur mit der EuroMaint Rail Deutschland GmbH abgeschlossen.[34] Diese erhielt im Spätsommer 2014 eine Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts.[35]

Frühere Wageneinsätze[Bearbeiten]

Doppelstockwagen und zwei Avmz111 im HKX im Februar 2013
Avmz111 mit HKX-Werburg (Juli 2013)

In den ersten Jahren kam beim HKX eine bunte Mischung angemieteter Wagen verschiedener Unternehmen zum Einsatz; der Reisekomfort unterlag daher gewissen Schwankungen. Die Wagen waren unterschiedlich lackiert, viele trugen jedoch HKX-Werbung. Bei den Wagen handelte es sich lange Zeit fast ausschließlich um Seitengang-Abteilwagen. Es wurden unter anderem folgende Wagengattungen eingesetzt:

B (I6): Im November 2013 wurden vom HKX Eurofima-Wagen der SNCB angemietet. Hierbei handelt es sich um 2. Klasse-Abteilwagen mit 66 Sitzplätzen. Der Einsatz endete im Dezember 2014.[36]

Am und ABm: Eingesetzt wurden Abteilwagen der Gattungen Am und ABm. Dabei handelte es sich um 1. Klasse- bzw. gemischtklassige Wagen, die für die Deutsche Bundesbahn gebaut wurden.

Avmz: Bei der Gattung Avmz handelt es sich um in den 1960er Jahren von der Deutschen Bundesbahn für den Rheingold beziehungsweise den Rheinpfeil beschaffte Wagen, die ursprünglich der ersten Wagenklasse angehörten. Die Wagen umfassen je nach Ausstattung jeweils 50 oder 54 Sitzplätze, verteilt auf neun Sechser- bzw. Vierer-Abteile.[37] Unter anderem verkehrte der erste überhaupt gebaute Wagen der Bauart Avmz111 beim HKX, bis zum Sommer 2013 erfolgte dessen Wiederaufarbeitung. Die Avmz-Wagen waren anfangs prägend für die Züge des HKX, wurden jedoch im Frühjahr 2014 an die Vermieter zurückgegeben.

Abteilwagen der NOB: Es wurden zudem Abteilwagen mit zehn Abteilen, die in den 1980er Jahren für die Deutsche Reichsbahn gebaut wurden und Großraum-Steuerwagen eingesetzt. Diese waren von der Nord-Ostsee-Bahn angemietet und sind im Gegensatz zu den übrigen Wagen nur für 140 km/h zugelassen.

Wegen Fahrzeugmangels kam es in der Anfangszeit auch zu kurzfristig disponierten Einsätzen anderer Fahrzeuge, so im November und Dezember 2012 von Triebzügen der Baureihe 460 von trans regio.[38] Zudem wurde zeitweise ein klimatisierter Doppelstockwagen eingesetzt.

Eigentümer[Bearbeiten]

Eigentümer der Hamburg-Köln-Express GmbH sind die Railroad Development Company Deutschland GmbH, die HKX Beteiligungs GmbH & Co KG und Michael Schabas.[39]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Rüdiger Block: HKX. Neuer Wettbewerber im Fernverkehr. In: eisenbahn magazin. Nr. 9, Alba Publikation, Düsseldorf September 2012, ISSN 0342-1902, S. 24–27.
  • Hans Leister (RDC/HKX): Wie behaupten sich neue SPNV-Unternehmen im Fernverkehrsmarkt? 4. November 2015, abgerufen am 29. November 2015 (PDF, Präsentation bei den 9. Westfälischen Nahverkehrstagen mit Darstellung des Geschäftsmodells von HKX).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Köln-Express – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Veränderung in der Geschäftsführung des Hamburg-Köln-Express. Presseinformation vom 19. Juni 2014.
  2. a b Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013. Bundesanzeiger, 13. März 2015, abgerufen am 22. August 2015.
  3. Vertrag unterzeichnet: Veolia Verkehr wird Carrier für den Hamburg-Köln-Express, werkstattatlas.info.
  4. a b BTE BahnTouristikExpress fährt für HKX, Eisenbahnkurier, 16. November 2015
  5. Strecke Hamburg-Köln Deutsche Bahn muss moderne Konkurrenz fürchten. In: Der Spiegel (zitiert als Quelle Westfalen-Blatt, Bielefeld). 9. Januar 2011, abgerufen am 23. Juli 2012.
  6. Ryanair auf Schienen. In: WirtschaftsWoche. Nr. 46, 9. November 2009.
  7. a b c Peter Berger: Ein Billigflieger auf Schienen. In: Kölner Stadtanzeiger, 21. Juli 2012 (online).
  8. Konkurrenten der Bahn geben auf. In: Süddeutsche Zeitung. München, Nr. 82, 10./11. April 2010.
  9. Fernzugbetreiber wirft Bahn Schikane vor (Memento vom 1. April 2011 im Internet Archive) In: Financial Times Deutschland, 31. März 2011.
  10. Regulierer hilft Bahn-Rivalen. In: Financial Times Deutschland, 24. Mai 2011.
  11. Privatanbieter attackiert Bahn mit Billig-Angeboten in Welt Online vom 12. August 2011.
  12. Stefan Bergmann: Start des Hamburg-Köln-Expresses verschiebt sich erneut. Ruhrnachrichten.de, 6. Januar 2012.
  13. Dieter Fockenbrock: Der Hamburg-Köln-Express startet. In: Handelsblatt, Nr. 125, 2. Juli 2012, S. 22 (Kurzfassung online).
  14. a b Diana Fröhlich: Die Herausforderer. In: Handelsblatt. Nr. 141, 24. Juli 2012, ISSN 0017-7296, S. 44.
  15. a b c Christian Schlesiger: „Beim Aufbau einer Privatbahn läuft eben nicht alles nach Plan“. Wirtschaftswoche (Onlineausgabe), 14. Juli 2012.
  16. Bahn-Konkurrent lockt Schienen-Neulinge. In: Handelsblatt online, 28. August 2012.
  17.  Olaf Preuß: Bahn-Konkurrent HKX peilt Gewinn an. In: Die Welt. Nr. 166, 19. Juli 2013, ISSN 0173-8437, S. 19 (ähnliche Version online).
  18. a b Mit Siebzigerjahre-Flair in die Zukunft. Handelsblatt online, 23. Juli 2012.
  19.  Diana Fröhlich: Zug zum Zug zum Ziel. In: Handelsblatt. Nr. 15, 22. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 47.
  20. Zweckverband Nahverkehr Rheinland: Bahn hält seltener in Roisdorf, General-Anzeiger (Bonn), 29. August 2015
  21. Hamburg-Köln-Express hält erst ab Dezember 2012 in Bremen (Memento vom 13. Oktober 2012 im Internet Archive)
  22. Fahrplan Gültig ab 14. Dezember 2014, abgerufen am 3. Februar 2015.
  23. a b Neuigkeiten 2016: HKX erweitert seinen Fahrplan und fährt ab Fahrplanwechsel im Dezember (13.12.2015) auch nach Frankfurt am Main, abgerufen am 24. Oktober 2015
  24. HKX: Verkauf hat begonnen
  25. Häufige Fragen auf der Internetseite des HKX
  26. a b c Allgemeine Beförderungsbedingungen der Hamburg-Köln-Express GmbH
  27. a b Informationen zur Sitzplatzreservierung in HKX-Zügen, eingebunden in einen Forenbeitrag auf drehscheibe-online.de
  28. a b M. Fasse, D. Fröhlich, C. Schlautmann: Low-Cost-Attacke gegen Bahn. In: Handelsblatt. Nr. 141, 24. Juli 2012, ISSN 0017-7296, S. 18 f.
  29. Ohne Quelle
  30. DB-Ticket im HKX: Mit dem DB-Ticket HKX fahren? Das geht jetzt!, hkx.de, abgerufen am 3. Februar 2015
  31. Hamburg-Köln-Express: Ein Bahn-Konkurrent knickt ein, Kerstin Schwenn für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juni 2014
  32.  Christian Schlesinger: Cola und Schoko statt Gurkensticks. In: Wirtschaftswoche. Nr. 41, 6. Oktober 2014, ISSN 0042-8582, S. 60 ff. (unter anderem Titel online).
  33. FPS zmodernizuje 18 niemieckich wagonów. (Link nicht mehr verfügbar)
  34. Vertrag zur Modernisierung unterzeichnet: HKX-Wagen werden von Euromaint Rail Deutschland modernisiert, HKX-Pressemitteilung
  35. Bahnbetreiber HKX erhält Zulassung für Züge, Christian Schlesiger in der Wirtschaftswoche, 20. September 2014
  36. Adieu, belgische Wagen!, HKX auf facebook.com, 14. Dezember 2014
  37. Wagenbestand des alex (PDF; 104 kB)
  38. HKX weitet Angebot aus, Pressemitteilung, 25. April 2013.
  39. http://www.hkx.de/index.php/unternehmen/wir-ueber-uns