Hamburg-Langenhorn

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Wappen von Langenhorn
Wappen von Hamburg
Langenhorn
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 39′ 56″ N, 10° 0′ 5″ O53.6655610.0013723Koordinaten: 53° 39′ 56″ N, 10° 0′ 5″ O
Höhe 23 m ü. NN
Fläche 13,8 km²
Einwohner 42.714 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte 3095 Einwohner/km²
Postleitzahl 22415, 22417, 22419
Vorwahl 040
Bezirk Hamburg-Nord
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B432 B433
U-Bahn U1Hamburg U1.svg
Bus M24, 192, 193, 278, 292, 606, 7550, 7551
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein[1]

Langenhorn ist ein Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord der Freien und Hansestadt Hamburg.

Geografie[Bearbeiten]

Raakmoorgraben, 2010

Geografische Lage[Bearbeiten]

Langenhorn liegt im Norden Hamburgs und wird westlich durch den Flusslauf der Tarpenbek begrenzt, einem Nebenfluss der Alster, der die Grenze zu Norderstedt in Schleswig-Holstein markiert. Im Osten bildet der Raakmoorgraben mit dem Raakmoorstausee, die Grenze zu Hummelsbüttel, die direkt am Naturschutzgebiet Raakmoor liegt. Der Raakmoorgraben bildet seit 1937 auch im Süden die Grenze zu Fuhlsbüttel. Im Nordwesten teilt sich Langenhorn das Quartier Ochsenzoll mit Norderstedt. Der 10. Längengrad (Meridian) östlicher Länge (10° Ost) durchquert Langenhorn und kreuzt von Nord nach Süd gesehen die Straßen Schmuggelstieg, Bärenhof, Essener Straße, Erich-Plate-Weg, Bergmannstraße, Käkenflur, Tarpen, Masen, Suckweg, Dankerskamp, Buurkamp, Heerwisch, Eekboomkoppel und Krohnstieg. Von da aus durchquert er das Gelände und ein Gebäude der Schule am Krohnstieg, kreuzt den Jugendparkweg direkt hinter dem Gelände und die Straßen Keustück, Middeltwiete, Holtkoppel sowie Zeppelinstraße, bis er das Flughafengelände erreicht und damit Fuhlsbüttel. Langenhorn befindet sich ca. 15 Kilometer nördlich der Hamburger Altstadt.

Der Höhenlage Langenhorns beträgt an der niedrigsten Stelle der Zeppelinstraße 11 Meter über Normalnull und an der höchsten Stelle des Jersbeker Weges 35 Meter über Normalnull.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Namensherkunft[Bearbeiten]

Der Name Langenhorn leitet sich von dem ehemaligen Landschaftsbild ab. Das Lange Horn war ein großer Laubwald auf einem langgezogenen Geestrücken im Gebiet des heutigen Langenhorn.

Ur- und Frühgeschichte[Bearbeiten]

Bereits in prähistorischer Zeit siedelten hier Menschen, wie Ausgrabungen ergaben. Die ältesten Funde in der Nähe sind die der Hamburger Kultur an der Alster bei Wellingsbüttel, die gegen Ende der Weichsel-Kaltzeit unter anderem auch dort anzutreffen war. Um diese Zeit, ca. vor 13.020 Jahren,[3] bildete sich durch schmelzende Gletscher auf dem Geestrücken auch die Tarpenbek, die in die Alster mündet. Im Norden Langnhorns und auf dem Gebiet des Raakmoores haben sich Schmelzwasserablagungen gebildet. Spätestens zum Neolithikum wurde auch auf Langenhorner Gebiet gesiedelt.[4] Auf einer Karte von Langenhorn aus dem Jahre 1750 sind Hügelgräber eingezeichnet. Auf der Karte von 1740 (rechts auf dieser Artikelseite) ist der Venusberg eingezeichnet, der ein Hügelgrab war, aber später abgetragen wurde. Auf einer Karte von 1804 ist er auch eingezeichnet. Er befand sich dort, wo heute der Neubergerweg in die Langenhorner Chaussee einmündet, auf der gegenüberliegenden Seite des Neubergerweges, etwas versetzt. Auf der Karte von 1750 liegt er aber auf der gegenüberliegenden Seite. Da die Karte von 1740 erst 1908 entstand, hatte der Kartenzeichner vielleicht auch die Karte von 1804 als Vorlage. Man muss auch bedenken, dass beim späteren Ausbau der Chaussee die Chaussee begradigt wurde und nicht unbedingt genau da liegen muss, wo sie auf der Karte von 1750 eingezeichnet ist. Auf der Karte von 1740 ist noch ein zweites Hügelgrab eingezeichnet, mit gleichem, aber kleinerem Zeichen, etwas versteckt. Es liegt in gerader Linie weiter südlich, zwischen schwarz gekennzeichnetem Saatland. Bei der damaligen Tarpenkate an der Straße Tarpen befanden sich ebenfalls Hügelgräber.[5] Auf der Fuhlsbüttler Feldmark an der Grenze zu Langenhorn waren fünf Hügelgräber aus der Bronzezeit. Alle der fünf Gräber hatten große Steinkammern, ca. 120 bis 240 Zentimeter tief, in denen sich kleinere Steinkisten befanden, die Urnen mit Knochen und Asche sowie Bronzeschwerter enthielten.[6] Ein heute noch erhaltenes Hügelgrab aus der Eisenzeit, das Taternberg genannt wird, befindet sich in Fuhlsbüttel.[7]

Altertum[Bearbeiten]

Seit dem Altertum siedelten sich im Gau Storman, zu dem Langenhorn gehörte, der nordelbische Sachsenstamm der Stormarn[8] an, so auch höchstwahrscheinlich auf Langenhorner Gebiet,[9] denn im Raakmoorgraben gab es Urnenfunde. Auch im benachbarten Fuhlsbüttel wurden Urnen gefunden. 2011 fand man dort an der Alster ein Gräberfeld mit 500 Urnen aus dem Altertum, doch auch schon 1873 gab es dort größere Urnenfunde.[10] Bei der Regulierung des Alsterlaufs in Fuhlsbüttel ab 1914 gab es ebenfalls Urnenfunde.

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Nachdem im Jahre 804 Karl der Große im Zuge der Sachsenkriege als Letztes mit Hilfe seiner Verbündeten den Abodriten Nordalbingien des Stammesherzogtums Sachsen unterwarf, überließ er zunächst den Abodriten Nordalbingien, darunter auch das Gau Stormarn. Als diese sich gegen den Dänenkönig Gudfred nicht behaupten konnten und tributpflichtig wurden, schickte Karl der Große 808 seinen Sohn Karl den Jüngeren mit einem großen Heer. Mit der Eroberung mussten die Stormarner ihre alten Götter wie Saxnot, Donar und Wodan der sogenannten Nordischen Mythologie vermutlich mit einem Taufgelöbnis abschwören und den Gott der südländischen sogenannten Christlichen Mythologie, die größtenteils mit Schwert und Blut verbreitet wurde, annehmen. Gläubige Christen glauben, dass ihre Religion kein Mythos sei, wie die Gläubigen vieler anderer Religionen das allerdings auch von ihrer jeweiligen Religion glauben. Stormarn inklusive Hammaburg gehörte ab 814 zum Bistum Verden. Die allgemeine Behauptung, dass im Jahre 831 Ludwig der Fromme das Erzbistum Hamburg, oder genauer gesagt das Erzbistum Hammaburg gründete, liegt einer Urkundenfälschung zu Grunde und wurde wissenschaftlich widerlegt.[11] Ansgar wurde in der Hammaburg noch kein Erzbischof, sondern erst nach seiner Flucht vor den Wikingern 845 nach Bremen. 848 wurde er dort Erzbischof des Erzbistums Bremen. Stormarn kann also 831 noch nicht zum Erzbistum Hamburg gehört haben.

An der Spitze des Gaus Stormarn stand der Overbode. Das Gau Stormarn war unterteilt in Gauviertel. Nach dem Aussterben der sächsischen Billunger mit Gottfried von Hamburg 1110 erhielt Graf Adolf I. von Schauenburg im Jahre 1111 von dem sächsischen Herzog Lothar III. als Lehen unter anderem die Grafschaft Stormarn. Sein Nachfolger war dessen Sohn Adolf II., und weil dieser sich noch im Kindesalter befand, regierte seine Mutter Hildewa. Nach dem Tod von Lothar III. im Jahre 1137 vergab der neue König Konrad III. das Stammesherzogtum Sachsen 1138 an den Askanier Albrecht den Bären, der Heinrich von Badewide zum Lehnsherren von Stormann machte. Nachdem König Konrad III. das Stammesherzogtum Sachsen an Heinrich den Löwen übergab, erhielt Graf Adolf II. unter anderem wieder das Lehen Stormann. Auf Adolf II. folgte Adolf III., der 1203 nach seiner Gefangennahme unter anderem auf Stormarn zugunsten des dänischen Königs Waldemar II. verzichtete. Waldemar II. setzte den Askanier Albrecht II. als Lehnsherr über Stormarn ein. Nach der Schlacht von Bornhöved 1227 fiel Stormarn an Adolfs III. Sohn Adolf IV. Durch Adolf III., Adolf IV. oder vielleicht auch Albrecht II. könnte Langenhorn Besitz des der St. Maria geweihten Klosters Reinfeld geworden sein, das einst auf Veranlassung von Adolf III. 1186 von dem Zisterzienserorden gegründet wurde.

Langenhorn wurde erstmals 1229 in den Urkunden des Hamburger Staatsarchives erwähnt. Damals kam ein Marquard de Langenhorne (Marquard aus Langenhorn) nach Hamburg, um dort Bürger zu werden.[12] 1269 wurde er wieder, diesmal als Bürger, erwähnt. 1270 wurde ein Willerus (latinisierte Form von Willer) aus Langenhorn erwähnt. Nach der alteingesessenen Langenhorner Bauernfamilie Willer wurde 1948 der Willersweg und 1955 die Willerstwiete in Langenhorn benannt.

Am 12. Mai 1283 übertrug der Abt Hermann I.[13] des Klosters Reinfeld die Rechte über das Dorf Langenhorn an den Landesherren, dem Grafen Gerhard I. von Holstein-Itzehoe, dem Sohn von Adolf IV. Langenhorn bestand zu der Zeit aus sechs Hufen. Die Grenzen waren auch damals schon im Westen die Tarpenbek, im Norden der nördliche Kantstein von der heutigen Straße Am Ochsenzoll, im Osten Hummelsbüttel und im Süden Fuhlsbüttel. Die unurbare Flur zwischen den Dörfern Fuhlsbüttel und Langenhorn wurde von beiden Dörfern gemeinsam benutzt, wie auch die Waldung Horn (auch Horne).[14] Nach dem Tod von Gerhard I. ging Langenhorn an den Grafen Adolf VI. von Holstein-Pinneberg, und von diesem, nach dessen Tode, an den Grafen Adolf VII. von Holstein-Pinneberg.

Zugehörig zu Hamburg[Bearbeiten]

Karte der Lage Langenhorns, um 1658 von Johannes Janssonius

Am 25. Januar 1332 erwarb der Hamburger Ratsherr und spätere Bürgermeister von Hamburg Nicolaus vom Berge (latinisiert auch Nicolaus de Monte) für 200 Mark Pfennig Langenhorn von dem Grafen Adolf VII. Seitdem ist Langenhorn ununterbrochen im Hamburger Besitz geblieben. Die Familie vom Berge blieb bis 1452 im Besitz des Dorfes, denn dann starb der Hamburger Bürgermeister Hinrich vom Berge (latinisiert auch Hinricus de Monte) und Langenhorn wurde erbschaftsbedingt aufgeteilt. Nach und nach wurden Teilstücke Langenhorns dem Hospital St. Georg vererbt oder verkauft.[15] 1509 besaß es ein Drittel, später die Hälfte, während der Oberalte Albert Wittekop (1602 Oberalter, 1607 Präses der Oberalten)[16] die andere Hälfte besaß. Ab dem 9. April 1615 war ganz Langenhorn im Besitz des Hospitals, denn dann erwarb es die zweite Hälfte von den Erben des vermutlich Ende[17] 1614 verstorbenen Albert Wittekop. Nach Albert Wittekop wurde 1938 der Wittekopsweg in Langenhorn benannt.[18] Nach dem Hospital St. Georg, niederdeutsch auch St. Jürgen, wurde 1932 die Straße St. Jürgens Holz und 1938 die Kirche St. Jürgen benannt. Ein ehemaliges Siegel von Langenhorn zeigt den Heiligen Georg im Kampf mit dem Drachen. Das Archivgut von 1615 über den Verkauf der Hälfte Langenhorns durch die Erben Wittekops an das Hospital verschwand 1945 und ist heute bei der Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste Lost Art gelistet.[19]

Porträt von Axel Urup, Kupferstich um 1655 von Albert Haelwegh, nach einem Gemälde von Abraham Wuchters
Langenhorn um 1740. Die Karte entstand 1908 auf der Grundlage einer Karte von 1750.

Im Zuge der Reformation wurde 1530 durch den aus Wilster vertriebenen Pastor Sina aus der römisch-katholischen St.-Johannis-Kirche in Eppendorf, die auch für Langenhorn zuständig war, eine evangelisch-lutherische Kirche. Im Zuge dessen änderten auch alle, oder die meisten Langenhorner ihre Konfession.

1586 kam es zum Streit zwischen Einwohnern von Fuhlsbüttel und Langenhorn, der durch die Festlegung geschlichtet wurde, dass beide Dörfer aus dem Ellerholz an der Tarpenbek Busch hauen dürfen und wie bisher im Moor und in der Heide zwischen den beiden Dörfern beide ihr Vieh weiden lassen dürfen.

Während des Dreißigjährigen Krieges, um den 2. August 1627 zog ein Aufgebot des dänischen Königs Christian IV. von mehreren tausend Mann durchs Herzogtum Holstein und Dithmarschen und sammelte sich mit ihm in Bramstedt, wo Christian die Truppe inspizierte. Mit dabei waren General Heinrich Matthias von Thurn sowie Lieutenant Jürgen von Ahlefeld. Von Bramstedt zogen sie Richtung Langenhorn und hielten sich bei Langenhorn acht Tage lang auf. Von da aus zogen sie weiter und hielten sich 14 Tage zwischen Hamburg und Ottensen auf. Als sie sich der Übermacht von Wallensteins, Tillys und Herzog Georg von Lüneburgs Truppen bewusst wurden, flüchteten sie.[20]

Christian IV., der Hamburgs Status als Freie Reichsstadt sowie Hamburgs Hoheitsrechte auf der Unterelbe nicht anerkannte und Hamburg weiterhin als Teil des Herzogtums Holstein ansah, versuchte immer mehr Druck auf Hamburg auszuüben. Hinzu kam noch, dass nach Erbstreitigkeiten 1641 zwei Drittel der Grafschaft Holstein-Pinneberg in Christians Hände fiel und als Herrschaft Pinneberg in dessen Herzogtum Holstein überging, darunter unter anderem die an der Elbe gelegenen Gebiete von Altona bis zur Seestermüher Marsch sowie die um Langenhorn gelegenen Gebiete von Niendorf, Harksheide, Garstedt, der Tangstedter Heide (heute Glashütte) und Hummelsbüttel. Anfang September 1641 ließ Christian IV. unter der Aufsicht seines Obersts und Reichsingenieurs für das Fortifikationswesen Axel Urup im strategisch günstig gelegenen Fuhlsbüttel ein großes befestigtes Militärlager für ca. 10.000 Mann errichten, das teilweise auch auf Klein Borsteler und Ohlsdorfer Gebiet lag. In Fuhlsbüttel und in den Dörfern um Fuhlsbüttel herum wurden dafür viele Bäume gefällt. In Fuhlsbüttel und im Wald Horn, der sonst von Fuhlsbüttlern und Langenhornern gemeinsam genutzt wurde, wurden alleine 3.000 Eichen gefällt, in Groß Borstel 1.506 und in Ohlsdorf 1.002. Dazu kamen noch einmal so viele Erlen und Buchen. Ähnlich wird es in Langenhorn gewesen sein. Auch in Klein Borstel und Wellingsbüttel wurden viele Bäume gefällt. Der Raubbau in den Wäldern führte zu einem großen Verlust für die Bauern, die ihr Vieh sonst dort weiden ließen und die eine Grundlage für die Schweinemast waren. Auch das benötigte Stroh für die Dächer und Heu wurde sich aus Langenhorn und den anderen umliegenden Dörfern besorgt. Als Lagerkommandant wurde Christian von Pentz eingesetzt, dem das Gut Wandsbek im Juni des Jahres von Christian IV. übertragen wurde. Neben den Regimentern von Christian von Pentz mit 2.500 Mann, Oberst Axel Urup mit 1.500 Mann, Generalmajor Friedrich von Bawyr mit 3.000 Mann und Oberst Heinrich von Buchwaldt mit 1.500 Mann befand sich dort auch das Regiment von Oberstleutnant Heinrich von Brockdorff mit 1.500 Mann. Am 11. November traf Christian IV. bei seinen Truppen in Fuhlsbüttel ein. 300 dänische Reiter wurden in Dörfern des Hospitals St. Georg einquartiert, zu denen unter anderen Langenhorn, Klein Borstel und Berne gehörten. Am 6. Dezember wurde Christian von Pentz mit seinen 2.500 Mann nach Blankenese geschickt zur Unterstützung Friedrich III., des Sohnes von Christian IV. Angesichts der knapper werdenden Ressourcen und der wachsenden Anzahl der Kranken, beschloss man, das Lager auf der westlichen Seite zu verkleinern. Das Material der Hütten der abgezogenen 2.500 Mann wurde zur Ausbesserung der anderen Hütten benutzt. Die Reiterkompanie wurde ins Lager verlegt und die Hälfte der anwesenden Truppen abgezogen. Am 22. Dezember verließ Christian IV. mit seinem Gefolge das Lager. Ca. 6.000 Mann blieben im Lager, davon 300 Kranke. In den beiden letzten Tagen des Jahres wurden weitere 3.000 Mann abgezogen, am 11. Februar 1642 der Rest der Truppen. 1643 waren erneut eine Zeit lang Truppen von Christian IV. im Fuhlsbüttler Lager.[21][22]

Während seiner Zeit im Fuhlsbüttler Lager ließ Christian IV. 1641 die Grenze zum dänischen Hummelsbüttel neu abstecken, dabei hielt er sich nicht unbedingt an die vorherige Grenze, sondern veränderte diese zu seinem Gunsten, trotz Protest der Langenhorner Bauern. Teilweise standen an der Hummelsbüttler Grenze die Grenzpfähle 40 Ruten zu weit auf Langenhorner Gebiet. Die Langenhorner Bauern beschwerten sich bei dem Hamburger Bürgermeister Albrecht von Eitzen deswegen, aber dieser wollte kein Einspruch beim dänischen König erheben. 1670 erinnerte der Hofmeister des Hospitals St. Georg an diese Ungerechtigkeit in seinen Aufzeichnungen. Scheinbar wurde der alte Grenzverlauf nicht wieder hergestellt. Später wurden Grenzsteine statt der Pfähle gesetzt.[23] Die noch existierenden Grenzsteine der Hummelsbüttler Grenze sind in der Liste der Grenzsteine von Hummelsbüttel aufgeführt. Weitere Grenzsteine sind in der Liste der Kulturdenkmäler in Hamburg-Langenhorn zu finden. Teilweise stimmen die Listen nicht überein, einige Steine, die bei der einen in Langenhorn stehen, stehen bei der anderen in Hummelsbüttel.

Ende September 1712 erreichte übers dänische Holstein die Pest Langenhorn,[24][25] die seit 1708 nicht nur in Europa wütete. Etwa gleichzeitig brach sie auch in Hamburg aus. 11.000 Hamburger erlagen der Seuche, die von 1712 bis 1714 dort wütete.[26] Wie viele Pesttote und tote Tiere es in Langenhorn gab, ist unklar.

1750 erstellte der Konstabler und Kartograf Georg Ferdinand Hartmann eine kolorierte Flurkarte von Langenhorn, auf der Norden rechts und Süden links ist. Im Bürgerhaus Langenhorn an der Tangstedter Landstraße 41 befindet sich die Karte oder eine Kopie der Karte.[27] 1920 wurde nach ihm die Straße Hartmannsau in Langenhorn benannt.

1798 ließ der dänische König Christian VII. aus Granitblöcken die sogenannte Dänenbrücke über die Tarpenbek bauen, damit seine Untertanen aus dem dänischen Hummelsbüttel mit Pferd und Wagen zur Kirche am Markt des dänischen Niendorf gelangen konnten. Der Weg der Kirchgänger führte von der Dorfmitte Hummelsbüttels über den Kirchenredder, den Hummelsbütteler Kirchenweg und den heutigen Schlehdornweg entlang, wo er die Alsterkrugchaussee kreuzte, dann über die heutige Preetzer Straße führte um schließlich durch Heide und Moor die Brücke zu erreichen. Die Heide und das Moor wurden damals immer noch von Fuhlsbüttlern und Langenhornern gemeinsam genutzt. Vor dem Brückenbau stand ein Holzsteg anstelle der Brücke. Die Granitblöcke für die Brücke könnten aus Grabhügeln aus der Nähe stammen.[28][29]

Karte von Langenhorn, 1811

19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Karte von Langenhorn, 1871 Hungriger Wolf war ein Gasthaus.
Das 1877 erbaute, ehemalige Gasthaus Zum Wattkorn, heute Speisewirtschaft und Hotel Wattkorn, 2011

Ab 1802 ließ der der Förster und Waldvogt Johann Ludewig Engelhard Brinckmann im Norden Langenhorns in der Nähe der Zollgrenze Ochsenzoll zum dänischen Holstein einen neuen circa 56 Hektar großen Kiefernwald anlegen, die Tannenkoppel. 1803 wurden das Moor und die Heide, die Langenhorner und Fuhlsbüttler gemeinsam nutzten, zwischen Fuhlsbüttel und Langenhorn aufgeteilt. Fuhlsbüttel bekam 40 Scheffel, während Langenhorn 30 bekam. 1803 lebten laut einer Volkszählung über 413 Menschen auf 40 bewohnten Grundstücken mit 86 Haushalten. Der Viehbestand belief sich auf 106 Pferde, 226 Kühe, 147 Schweine und 355 Schafe. 1804 fertigte der Ingenieur Jacob Kock eine Flurkarte von Langenhorn an.[30]

Franzosenzeit[Bearbeiten]

1806 ließ Napoleon Bonaparte Hamburg und seine Umgebung besetzen, so auch Langenhorn. Etliche Langenhorner Bauern brachten aus Angst ihr Hab und Gut im nahen Schattbrook und Hoheliedthsgrundmoor (auch Holitzgrundmoor) in Sicherheit oder flüchteten auf dänisches Gebiet. Der Bauernvogt und Vollhufner Hans Peter Krohn versenkte seine Gold- und Silbersachen in drei Kisten in seinen Fischteichen beim heutigen U-Bahnhof Fuhlsbüttel Nord, fand später aber nur eine Kiste wieder. Auch Mädchen und Frauen wurden in der ersten Zeit versteckt, um sie vor Nachstellungen und Vergewaltigungen zu schützen. Gegenwehr gegenüber den bewaffneten Franzosen gab es nicht. Nur einmal wurde ein bewaffneter, französischer Reiter von dem Bauer Peter Dreyer mit einem Beil erschlagen, als dieser ein unvorsichtig gewordenes, um Hilfe schreiendes Mädchen anfiel und in das Olmoor verschleppen wollte. Nach der Langenhorner Bauernfamilie Dreyer wurde 1932 der Dreyerpfad in Langenhorn benannt. Der bisherige Bauernvogt Hans Peter Krohn wurde am 19. August 1811 von den Besatzern zum Maire de Langenhorn ernannt. Sein Amtsgebiet erstreckte sich nicht nur über Langenhorn, sondern auch über Fuhlsbüttel, Alsterdorf, Ohlsdorf, Klein Borstel und Winterhude,[31] denn das Hamburger Landgebiet wurde in sechs Mairien neu gegliedert und die sechs Dörfer bildeten nun die Mairie Langenhorn. Nach der Langenhorner Bauernfamilie Krohn (16. bis 19. Jahrhundert), aus der viele Bauernvögte Langenhorns stammten, wurde 1932 der Krohnstieg benannt.

Kosakenwinter[Bearbeiten]

Am 7. Dezember 1813 endete die Langenhorner Franzosenzeit. In den frühen Morgenstunden des Tages rückte Generalmajor Woldemar Hermann von Löwenstern mit seiner Brigade[32] Kosaken von Rahlstedt über Bramfeld nach Wellingsbüttel vor und erreichte das Herrenhaus Wellingsbüttel. Dort empfing ihn der Herzog Friedrich Karl Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck und bat um Schutz für sein Eigentum. Nach dem gemeinsamen Essen im Herrenhaus erfuhr Löwenstein, dass der französische Feind in Langenhorn gesehen wurde. Er rückte von Wellingsbüttel ab und rückte nach Langenhorn vor, wo er nach einem hartnäckigen Gefecht den Feind schlug und Gefangene machte. Gleich darauf traf sein Befehlshaber Generalleutnant Fürst Michail Semjonowitsch Woronzow, der Kommandeur der russischen Streitkräfte in der Armee des Herzogs von Wellington war, mit seinem ganzen Stab bei ihm ein. Löwenstein rückte durch Langenhorn durch und postierte sich in Niendorf, wo er ein Bataillon Jäger zur Unterstützung bekam und später von General Grassowsi mit einem Jägerbataillon abgelöst wurde und weiterzog.[33] Am 13. Dezember hatte Woronzow Hamburg halb eingekreist, wie es Woronzow befohlen wurde. Auf Befehls Woronzows patrouillierte General Peter von der Pahlen mit seiner Kavalleriebrigade nach Langenhorn und bildete dort einen Vorposten. Am 25. Dezember übernahm das Lützowsches Freikorps die Bewachung des Raumes zwischen Poppenbüttel und Pinneberg, in dessen Mitte Langenhorn lag. Das Stabsquartier kam am selben Tag nach Langenhorn, wurde aber am 27. nach Garstedt verlegt.[34]

Die russischen Befreier wurden im Kosakenwinter zu einer großen Last. Alle Häuser und Katen wurden in diesem kalten Winter von ihnen auf das stärkste belegt, sodass die eigentlichen Bewohner selbst kaum Platz hatten. Es wurden auch größere Waldflächen in Langenhorn abgeholzt, zum Teil wohl auch von Langenhornern, was der Waldvogt Brinkmann nicht verhindern konnte. Einer Witwe brachen die Russen eine große Scheune ab und benutzten das Holz dazu, um ihre Wachtfeuer zu unterhalten. Was die Franzosen den Bauern an Vieh noch gelassen hatten, das requirierten die Russen. Auf einer Koppel nördlich der Süderschule, und dicht bei, an der Langenhorner Chaussee trieben sie das Vieh zusammen und schlachteten es dort.[35] Seit damals wird die Koppel Schlachterkoppel genannt.[36] Durch betrügerische russische Offiziere erlitten die Langenhorner Bauern einen zusätzlichen, finanziellen Verlust. Die Not der Langenhorner Bevölkerung war groß. Es fehlte an Geld und Lebensmitteln. Viele Leute standen unmittelbar vor dem Verhungern. 1814 zogen zum Glück der Langenhorner die Russen wieder ab, doch es dauerte lange, bis Langenhorn sich erholte. 1818 wurde eine Armenkasse eingerichtet.

Wiedereintritt der alten Ordnung[Bearbeiten]

Am 22. Oktober 1830 wurden die Beschlüsse der Hamburger Rats- und Bürgerversammlung vom 16. September desselben Jahres bekannt gegeben. Bei der Versammlung wurde unter anderem beschlossen, dass Langenhorn ab dem 30. November gleichen Jahres nicht mehr zum Hospital, sondern zur Landherrenschaft der Geestlande gehörig sei, die zu der Zeit vom Senator und späteren Bürgermeister Amandus Augustus Abendroth als ältester Landherr und Senator Schröttering als zweiter Landherr verwaltet wurde.[37] Das Hospital erhielt für Langenhorn 20.500 Mark. 1849 hatte die Gemeinde Langenhorn 770 Einwohner und stellte fünf Gemeindevertreter, drei Gemeindevorsteher und einen Deputierten zur Landschaft.[38] 1909 wurde die letzte Gemeindevertretung gewählt. Der letzte Gemeindevorsteher Langenhorns war bis zum 31. Dezember 1912 der Bauer Joachim Hinrich Timm. Nach ihm wurde 1932 der Timmweg und 1962 der Timmstieg in Langenhorn benannt.

Im Jahre 1840 war der Ausbau der Chaussee von Eppendorf bis zum Ende Langenhorns am Ochsenzoll fertiggestellt worden. Danach fehlte es dem Senat an Geld, und so wurde beschlossen, dass man ab dem 1. November 1841 für die Benutzung der Chaussee ein Chausseegeld von einem Schilling für jedes Fuhrwerk kassieren wollte. Der Betrag wurde in Eppendorf, in Langenhorn am Raakmoorgraben, an der heutigen Ecke von der Langenhorner Chaussee und der Straße Am Raakmoorgraben, und am Ochsenzoll kassiert. Am Raakmoorgraben wurde extra ein Chausseehaus mit Vorbau dafür gebaut, wo der Beamte saß. Es stand bis 1983 an der Langenhorner Chaussee 63, dann wurde es im Februar 1987 abgerissen. Am Ochsenzoll saß der Beamte mit im Zöllnerhäuschen. Ein Schlagbaum befand sich am Raakmoorgraben, der erst angehoben wurde, wenn bezahlt worden war. Am 1. Januar 1875 wurde das Kassieren eingestellt. Im selben Jahr zog der Polizeiofficiant Johann Joachim Peters, der auch für Fuhlsbüttel zuständig war, dort ein.[39] Ungefähr 1846 wurde der erste landherrschaftliche Polizeiofficiant angestellt.

1849 wurde auf dem sogenannten Wasserblöcken (später Möhlenbarg) an der Langenhorner Chaussee eine Windmühle gebaut, die ca. fünfzig Jahre in Betrieb war. Dann wurde sie zu einer Aussichtsplattform mit anschließendem Restaurant umgebaut. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie abgerissen. Sie stand schräg gegenüber der heutigen Einmündung zum Wördenmoorweg auf dem Gelände, auf dem sich heute ein McDonald’s-Restaurant und Parkplätze befinden.[40]

Deutsches Kaiserreich[Bearbeiten]

Mit der Landgemeindeordnung von 1871 wurde den Hamburger Landgemeinden eine beschränkte kommunale Selbstverwaltung verliehen, so auch Langenhorn. 1877 wurde der Langenhorner Bürgerverein gegründet und an der Tangstedter Landstraße 230 von Johann Peter Schwen das Gasthaus Zum Wattkorn erbaut. Zudem tauchte in diesem Jahr Langenhorn zum ersten Mal im Hamburger Adressbuch auf.[41] Das erste große Bauvorhaben war der Bau des späteren Krankenhauses Ochsenzoll auf dem Gelände der ab 1802 angelegten Tannenkoppel, der, von der Irren-, Heil- und Pflegeanstalt Friedrichsberg, auf Anregung von Wilhelm Reye, in Auftrag gegeben wurde. Als Landwirtschaftliche Kolonie für Geisteskranke der Friedrichsberger Anstalt wurde es 1893 eröffnet und 1897 weiter ausgebaut. 1898 wurde es selbstständig, 1899 flächlich vergrößert und 1905 in Irrenanstalt Langenhorn umbenannt. Heute ist das Krankenhaus Teil der Asklepios Klinik Nord.

Am 9. Juli 1893 wurde die evangelisch-lutherische Kirche St. Lukas in Fuhlsbüttel, unweit der damaligen Grenze zu Langenhorn eröffnet. Sie war für Fuhlsbüttel und Langenhorn zuständig. Gläubige Langenhorner und Langenhornerinnen brauchten sich nun nicht mehr auf den längeren Weg zur St.-Johannis-Kirche in Eppendorf machen, was sie vorher seit Jahrhunderten taten.

Einwohnerzahl[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl von 1803 bis 1912:

  • 1803 – 413
  • 1834 – 540
  • 1838 – 670
  • 1849 – 770
  • 1856 – 895
  • 1871 – 866
  • 1880 – 907
  • 1885 – 883
  • 1890 – 969
  • 1895 – 1305
  • 1900 – 1896
  • 1907 – 2726
  • 1908 – 2999
  • 1912 – 3894
Datenquellen: Digitalisate und eine PDF-Datei (Edmund Siemers) der unter Literatur aufgeführten Bücher.

Der Abfall der Einwohnerzahl von 1856 bis 1871 könnte eventuell mit dem Deutsch-Dänischen Krieg, dem Deutschen Krieg und dem Deutsch-Französischen Krieg zusammenhängen, bezüglich den für den Kriegsdienst einberufenen und nicht zurückgekehrten Langenhornern. Fraglich ist, was der Abfall der Einwohnerzahl von 1880 bis 1885 bedeuten könnte.

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Bahnhof Langenhorn (später Langenhorn Mitte und Langenhorn Markt) mit provisorischem Zugverkehr auf dem Gütergleis, um 1919

1900 wurde das von Fritz Höger entworfene Stadthaus an der Langenhorner Chaussee 115 gebaut, 1909 sein eigenes, von ihm entworfenes Haus an der Langenhorner Chaussee 109. Eine Pferdeomnibuslinie wurde 1902 zwischen Ochsenzoll und Eppendorf eingerichtet, die sich aber nicht rentierte, und so wurde, mit Unterstützung der Hamburger Staatskasse, 1903 die Strecke von Ochsenzoll nach Ohlsdorf, zur Straßenbahn-Endhaltestelle eröffnet. Am 24. Dezember 1912 gab der Hamburger Senat im Amtsblatt der freien und Hansestadt Hamburg bekannt, dass die Landgemeinde Langenhorn zu einem Vorort der Freien und Hansestadt Hamburg geworden sei und damit zum Hamburger Stadtgebiet gehöre. Formal begann erst am 1. Januar 1913 die Zugehörigkeit zum Stadtgebiet. 1913 wurde der Wasserturm der damaligen Irrenanstalt Langenhorn errichtet.

Von 1900 bis 1913 erwarb der Hamburger Kaufmann Edmund Siemers 6,6 Millionen Quadratmeter Land in Langenhorn. 1912 war er wesentlich an der Einrichtung des Flugplatzes in Fuhlsbüttel und an dem Bau der dortigen Zeppelinhalle beteiligt. Im selben Jahr stellte er der Langenhorner Gemeinde eine Wiese am Bornbach zwischen dem Weg 414 und dem Weg 401 (seit 1937 Foorthkamp) zur Verfügung, die dort eine Badeanstalt errichten wollte. Siemers übernahm die Planung, den Bau und die daraus entstandenen Kosten der Badeanstalt. Das leicht ovale Becken hatte die Maße 40 × 50 Meter. Von Ost nach West wurde es vom Bornbach durchströmt. In der Mitte wurde es durch eine Plankenwand geteilt, damit Frauen und Männer getrennt baden konnten. Am 18. August 1912 wurde es eröffnet. 1914 wurde mit dem Bau der nach Edmund Siemers benannten Siedlung Siemershöh zwischen den Straßen Willersweg und Moorreye begonnen und bald fertiggestellt. Edmund Siemers hat sich auch für die Jugend als Begründer des Jugendparks in Langenhorn hervorgetan, doch wurde dieser ab 2013 zweckentfremdet und teilweise mit mehreren zweistöckigen Mehrfamilienhäusern für Asylbewerber bebaut. Eine Erschließungsstraße durch den Park soll auch entstehen.[42]

Am 5. Januar 1918 wurde der provisorische Zugverkehr der Langenhorner Bahn von dem Bahnhof Ohlsdorf zum Bahnhof Ochsenzoll auf einem Gütergleis aufgenommen, mit einer Dampflok und zwei alten Personenwagen, einem Raucher- und einem Nichtraucherwagen, der auch die Post mitnahm. Kurz darauf wurde eine zweite Lok erworben und eingesetzt. Zuerst wurde nur an drei Bahnhöfen gehalten, an den Stationen Fuhlsbüttel, Langenhorn (später Langenhorn-Mitte und ab 1969 Langenhorn-Markt) und Ochsenzoll. Die Haltestellen Klein Borstel, Langenhorn-Süd (ab 1934 Flughafen, ab 1954 Flughafenstraße und ab 1984 Fuhlsbüttel-Nord) und Langenhorn-Nord waren zwar fertiggestellt, blieben jedoch geschlossen. Kurze Zeit später wurden auch sie nach und nach eröffnet. Die Langenhorner Bahn ist heute eine Teilstrecke der U-Bahnlinie U1.

Teilkarte von Langenhorn mit eingezeichneter alter Badeanstalt und eingezeichnetem, damaligem Grenzverlauf Langenhorns, 1928

Weimarer Republik[Bearbeiten]

Anfang 1919 fasste die Hamburgische Bürgerschaft den Beschluss, eine Kleinhaussiedlung mit Geschäften für Kriegsteilnehmer, Kriegsversehrte und kinderreiche Familien zu schaffen. Damit beauftragt wurde der Hamburger Baudirektor Fritz Schumacher. Im April 1920 konnte der erste Wohnblock bezogen werden. Bis 1921 wurden von den geplanten 800 Wohnungen aufgrund der Baustoffmangelsituation lediglich 660 mit jeweils einem großen Gartenanteil fertiggestellt. Im August konnte im sogenannten Schulpavillon am Heerskamp (später Timmerloh) mit dem Unterricht begonnen werden. Ab 1924 wurden noch freie Grundstücke in der Siedlung nach Vergabe in Erbpacht bebaut, unter anderem an den Straßen Wattkorn und Im Häben (ab 1952 Immenhöven). Im Dezember 1928 wurde nach den Plänen von Fritz Schumacher damit begonnen, eine neue Schule zu bauen. Im Juni 1931 wurde das Schulgebäude eingeweiht, das zu Fritz Schumachers 75. Geburtstag Anfang November 1944 den Namen Fritz-Schuhmacher-Schule erhielt.[43][44]

Von 1922 bis 1929 unterrichtete der Lyriker und Erzähler Hermann Claudius an der damigen Norderschule an der Langenhorner Chaussee 515. 1926 erschien sein Buch Vörsmack. Oles un Nies (Vorgeschmack. Altes und Neues) mit niederdeutschen Gedichten. Mindestens zwei Gedichte darin betreffen Langenhorn, To Langenhorn (Zu Langenhorn)[45] und Vun'n Ossentoll (Vom Ochsenzoll). Die beiden Gedichte tauchen auch in späteren Veröffentlichungen von ihm auf.

Ab dem 25. Mai 1925 startete der zweigleisige Betrieb der Langenhorner Bahn und das Gütergleis wurde nun nur noch für den Gütertransport benutzt.[46] Das Gütergleis wurde im Dezember 2007 und Januar 2008 abgebaut, weil es kaum noch benutzt wurde.

Am 24. August 1930 wurde die erste Kirche auf Langenhorner Gebiet eingeweiht, die Ansgarkirche an der Langenhorner Chaussee, die eine Tochterkirche der St-Lukas-Kirche in Fuhlsbüttel war. Der Senior Karl Horn hielt die Einweihungsrede. Zwei Wochen zuvor, am 10. August fand die Glockenweihe mit dem Kirchenvorsteher der Fuhlsbüttler St.-Lukas-Kirche Heinrich Reincke statt. Der Ansgarkirche sollten in Langenhorn im Laufe der Zeit weitere Kirchen folgen.

1932 und 1933 wurden in Langenhorn die Bäche reguliert, was das Aus für die Badeanstalt am Weg 401 bedeutete, da der Bornbach nun an dem Grundstück der Badeanstalt vorbeifloss.

Bei den Wahlen am 5. März 1933 erhielten in Langenhorn die SPD 42,6, die KPD 14,5 und die NSDAP 28,6 Prozent der Wählerstimmen.[47]

Deutsches Reich[Bearbeiten]

Stolperstein von Carl Suhling

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurden erst die KPD und dann die SPD verboten, auch der Langenhorner Heimatverein wurde aufgelöst. Mitglieder beider Parteien in Langenhorn bildeten Widerstandsgruppen und versuchten grundlegende Strukturen und Kontakte der Parteiorganisationen im Untergrund aufrechtzuerhalten. Bei der SPD waren Bruno Lauenroth, Paul Thormann[48] und Carl Burmester die führenden Köpfe des Widerstandes. Am 29. Januar 1935 wurde die Widerstandsgruppe, darunter der Schwiegervater Thormanns, der frühere Gewerkschaftssekretär Hermann Lohse von der Gestapo enttarnt und verhaftet. Carl Suhling, der das geheime Archiv der Hamburger KPD in seiner Wohnung in der Straße Wattkorn verwahrte, war 1933 der erste Verhaftete der KPD in Langenhorn, konnte aber durch eine rechtzeitige Warnung eines Langenhorner Polizisten, der insgeheim SPD-Mitglied war, das Archiv vorher verbrennen. Er kam ins KZ Fuhlsbüttel, wo er gefoltert und verhört wurde. Im August des Jahres wurde er wieder entlassen. Im Oktober 1934 begann eine Verhaftungswelle der Gestapo gegen Langenhorner Mitglieder der KPD, unter den Verhafteten waren Carl und dessen Frau Lucie Suhling. Insgesamt 73 Männer und Frauen kamen bei den Verhaftungswellen ins KZ Fuhlsbüttel. Dann erfolgten die Prozesse. Viele wurden zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Über 50 kommunistischen, sozialdemokratischen und jüdischen Familien wurden die Wohnungen in der Fritz-Schumacher-Siedlung, die eine Hochburg des Widerstandes war, gekündigt und durch NSDAP-Parteimitglieder ersetzt.[49] 2012 wurde ein Stolperstein für Carl Suhling vor dem Haus am Wattkorn 7 verlegt. Nach Bruno Lauenroth wurde 1982 der Bruno-Lauenroth-Weg in Langenhorn benannt und nach Lucie Suhling 1985 der Lucie-Suhling-Weg in Neuallermöhe.

Ein Haus der Schwarzwald-Siedlung, Essener Straße, 2015
Vereidigung von dänischen SS-Freiwilligen des Frikorps Danmark 1941 in der SS-Kaserne Langenhorn
Haupteingang des Heidberg-Krankenhauses (ehemalige SS-Kaserne), 2006

Vielleicht um sich und seine Partei in Langenhorn beliebter zu machen, wandte sich am 4. April 1934 diesmal der NSDAP-Ortsgruppenleiter an die Finanzverwaltung, denn bisherige Verhandlungen zwecks der Finanzierung eines neuen Freibades scheiterten vorher. Am 19. Mai erklärte sich die Finanzverwaltung mit dem Bau des Freibades einverstanden. 1934 wurde kurzzeitig der Bornbach wieder umgeleitet, damit man vorerst in der alten Badeanstalt baden konnte. Am 5. September 1934 wurde mit dem Bau auf dem Staatsgrundstück begonnen, aber es fehlte noch die Einwilligung der Edmund-Siemers-Stiftung, die 1919 von Kurt Siemers gegründet wurde und der das angrenzende Grundstück gehörte, von dem ein Teil für die Badeanstalt benötigt wurde. Im Januar 1935 stimmte die Stiftung zu und am 1. Juni des Jahres wurde das Freibad an der Straße Hohe Liedt eröffnet, wo es sich noch heute befindet.

Um 1934 wurde der Raakmoorgraben auf der Grenze zu Hummelsbüttel als eine vom Hamburger Senat initiierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch einen freiwilligen Arbeitsdienst ausgehoben. Der Raakmoorstausee wurde 1943 angelegt.

Auch in Langenhorn begannen die Nationalsozialisten mit dem systematischen Aufbau der Rüstungsindustrie. Da zu der Zeit noch die Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages galten, die strenge Auflagen für die deutsche Rüstungsindustrie verlangten und diese überwacht wurde, wurde dabei mach dem Montan-Schema verschleiert vorgegangen. Verantwortlich für die Organisation der Rüstungsindustrie war die Verwertungsgesellschaft für Montanindustrie. Im Frühjahr 1935 begann man mit dem Bau der Hanseatischen Kettenwerke (HAK) am Weg 4, auch Karree Weg, der heutigen Essener Straße. Die Muttergesellschaft der Hanseatischen Kettenwerke war die Firma Pötz & Sand in Monheim am Rhein, die seit 1934 schon Granathülsen produzierte. Der zweite Rüstungsbetrieb, der am Weg 4 angesiedelt wurde, hieß Deutsche Messapparate GmbH (MESSAP) und war ein Tochterunternehmen der Schwarzwälder Uhrenfabrik Junghans aus Schramberg. Während die Hanseatischen Kettenwerke Geschosshülsen herstellte, stellte die Deutsche Messapparate GmbH Zündmechanismen her. Zusammengebaut wurden die Hülsen und die Zünder in Krümmel im Werk der Dynamit Nobel AG. Für den Aufbau der MESSAP wurde Fachpersonal aus dem Stammwerk nach Langenhorn geholt. Um es das Einleben in der Fremde zu erleichtern und ihnen ein Heimatgefühl zu vermitteln entstand am Weg 4 eine Werksiedlung im Schwarzwaldstil. Der Architekt war Paul Richter, die Planung jedoch betrieb das Schwarzwälder Uhrenwerk. Das Aussehen der Siedlung deutet auf keine Werkssiedlung hin, wie auch die für verdiente Mitarbeiter 1936 erstellte sechs Häuser an der Langenhorner Chaussee, gegenüber der Anstalt Ochsenzoll und die mit Reetdächern versehen wurden, um eine bäuerliche Siedlung vorzutäuschen. Die Schwarzwald-Siedlung und fünf der sechs Häuser sind noch erhalten, zwei davon haben noch ein Reetdach. Im Verlauf des Kriegs hatten die steigende Nachfrage nach den Munition und die steigenden Einberufungen deutscher Facharbeiter zur Folge, dass zur Zwangsarbeit Verschleppte aus den eroberten Gebieten, aber auch Strafgefangene aus dem Konzentrationslager Fuhlsbüttel an der Essener Straße Geschosshülsen und Zünder fertigen mussten. Ab 1942 befand sich das Ostarbeiterlager Tannenkoppel auf dem Areal und ab September 1944 zusätzlich ein Frauenlager, das KZ-Außenlager Hamburg-Langenhorn, ein Außenlager des KZ Neuengamme.[50] Am 3. oder 4. April 1945 wurde das Außenlager aufgelöst und die meisten weiblichen Häftlinge in das KZ Bergen-Belsen und einige in das KZ-Außenlager Hamburg-Sasel deportiert. Am 20. April 1945 trafen noch völlig geschwächte, weibliche Häftlinge aus dem KZ-Außenlager Helmstedt-Beendorf in das geräumte Langenhorner Außenlager ein, die eine Odyssee hinter sich hatten. Neun Frauen verstarben davon in Langenhorn. Am 3. Mai wurden die Frauen in das KZ-Außenlager Hamburg-Eidelstedt überstellt, wo die Überlebenden kurz darauf von britischen Soldaten befreit wurden.[51] Die Säuglinge von Ostarbeiterinnen des Ostarbeiterlagers Tannenkoppel galten als überflüssige und störende Anhängsel. Ihnen wurde bis zur Befreiung oder Auflösung des Lagers weder ausreichend Nahrung noch medizinische Hilfe zugestanden.[52] Die meisten der verstorbenen 44 Säuglinge wurden nur wenige Monate alt, sie verstarben unter den menschenunwürdigen Bedingungen im Lager oder im Krankenhaus Ochsenzoll.[53] Anfang September übernahmen britische Streitkräfte die Kettenwerke und die MESSAP und nutzten das Gelände für die Wartung und Instandhaltung ihres Fahrzeugparks. Später zogen die britischen Streitkräfte ab. Die Werksanlagen der MESSAP wurden dann einige Jahre von der Royal Air Force und später von dem Philips-Tochterunternehmen Valvo genutzt.

1937 wurde im Rahmen des Groß-Hamburg-Gesetzes die südliche Grenze zu Fuhlsbüttel, die sich etwa an den Straßen Kurveneck und Erdkampsweg befand, weiter nach Norden, zum Raakmoorgraben, der parallel zur Flughafenstraße verläuft, verlegt, sodass das Flughafengelände, das teilweise auf Langenhorner Gebiet nun nur noch zu Fuhlsbüttel gehörte. Langenhorn wurde dadurch ein Stück kleiner. Der ehemalige Langenhorner U-Bahnhof Langenhorn-Süd, der 1934 in Flughafen umbenannt wurde, gehörte ab nun zu Fuhlsbüttel und heißt, nachdem er 1954 in Flughafenstraße umbenannt wurde, seit 1984 Fuhlsbüttel-Nord. Der Eingang des Bahnhofs befindet sich noch in Langenhorn, denn der Raakmoorgraben verläuft direkt hinter dem Eingang unter der Bahnhofshalle.

1937 und 1938 wurde nördlich der Fritz-Schumacher-Siedlung an der Tangstedter Landstraße eine Waffen-SS-Kaserne gebaut. Stationiert wurde dort der Regimentsstab und das 1. Bataillon der SS-Standarte 2 Germania, das an den deutschen Einmärschen in Österreich und der Tschechoslowakei 1938 und 1939 teilnahm. Am 19. Juli 1941 reisten die ersten 800 dänischen Freiwilligen von Kopenhagen nach Hamburg. In der SS-Kaserne Hamburg-Langenhorn wurde das Freikorps, das Frikorps Danmark formiert, vereidigt und ausgebildet. Der Kommandeur des Frikorps Danmark in Langenhorn war Christian Peter Kryssing. Nach und nach stießen neue dänische Freiwillige hinzu, so zum Beispiel 300 Mann am 10. August, was die einheitliche Ausbildung erschwerte. Im September 1941 wurde die SS-Brigade Danmark in die Kaserne Treskau (Owińska) nördlich von Posen verlegt, wo die Übungsbedingungen besser waren. Auch stationiert waren in der Langenhorner Kaserne das SS-Panzer-Grenadier-Ausbildungs-Bataillon 18, Teile des SS-Wehrgeologenbataillons[54] und die Stammkompanie zur besonderen Verwendung, die eine Versehrtenkompanie war.[55] Zudem wurde in der Fritz-Schumacher-Schule eine Zeit lang ein estnisches und lettisches SS-Ersatzbataillon einquartiert.[56] Nach dem Krieg wurde 1945 der Reichsadler mit dem Hakenkreuz über der Toreinfahrt größtenteils entfernt, auch der Fahnenmast auf dem Dach, über dem Tor, verschwand. Im Spätsommer 1945 zog ein Trupp von Langenhorner Bürgern und Bürgerinnen, mit dem Gesundheitssenator Friedrich Dettmann, des von den britischen Besatzern eingesetzten Senats, sowie dessen späteren Nachfolger Walter Schmedemann an der Spitze, die Tangstedter Landstraße hoch zur Kaserne. Mit Reinigungsgeräten und Reinigungsutensilien bewaffnet nahmen sie die Kaserne in Besitz und funktionierten sie zu einem Krankenhaus um. Mit bei den Umbauarbeiten dabei war der erste Ärztlicher Direktor des Heidberg-Krankenhauses Prof. Dr. Franz Beckermann. Das damalige Allgemeine Krankenhaus Heidberg ist heute Teil der Asklepios Klinik Nord. Nach Walter Schmedemann wurde 1980 die Walter-Schmedemann-Straße und nach Franz Beckermann 1981 der Beckermannweg in Langenhorn benannt.

Ab 1940 wurden von der Anstalt Ochsenzoll, die in der Zeit unter anderem als Sammelstelle diente, 4097 zwangsterilisierte Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen im Rahmen des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms in Tötungs- und Verwahranstalten deportiert. 3755 von ihnen, darunter viele jüdische Frauen und Männer, fanden dabei den Tod. Bei medizinischen Versuchen im Rahmen der Kinder-Euthanasie in der Kinderfachabteilung der Anstalt unter Friedrich Knigge wurden zwölf Kinder getötet,[57] vielleicht aber auch 22.[58]

Häuser der Wulffschen Siedlung, 2008

1942 wurde östlich der Langenhorner Chaussee und südlich des Foorthkamps die Wulffsche Siedlung im Kern erbaut. Sie war eines der wenigen Wohnungsbauvorhaben, die während des Zweiten Weltkriegs realisiert worden sind. 1952 entstand der Rest der Siedlung, die nach der Langenhorner Bauernfamilie Wulff benannt wurde.[59]

Ungefähr 1943 wurde auf Anordnung des Reichsstatthalters Karl Kaufmann die Gemeindeverwaltung dezentralisiert und Langenhorn wurde ab nun vom Bezirk Fuhlsbüttel mit verwaltet.

Trotz der SS-Kaserne, der Rüstungsbetriebe am Weg 4 und der Nähe zum Flughafen blieb Langenhorn im Krieg fast unbeschadet. Anfang Januar 1942 sprengten zwei, wahrscheinlich dem Güterbahnhof Ochsenzoll zugedachten Sprengbomben ein Haus am heutigen Stockflethweg und rissen einem weiteren eine Giebelwand weg. Im selben Jahr erwischte es eine Scheune des Langenhorner Fuhrunternehmers Gustav Lorentzen gegenüber der Ansgarkirche. In der Nacht zum 31. Juli 1943, im Rahmen der Operation Gomorrha, fegte die Druckwelle einer Bombenexplosion im Bereich des heutigen Oehleckerrings das Dach von einem gegenüberliegenden Haus an der Ecke Langenhorner Chaussee und Suckweg weg. Der weitaus größte Schaden entstand in der Fritz-Schumacher-Siedlung 1944. Vor dem Haus Tangstedter Landstraße 191 detonierte eine Luftmine.[60] Ein Feuer brach aus in einem Teil des teilweise zerstörten Blocks. Die Bewohner der umliegenden Häuser kamen aus ihren Kellern, um zu helfen. Wo sich heute die Sandkiste auf dem Spielplatz Immenhöven befindet, befand sich ein Löschwasserbecken. Schnell bildete sich eine Eimerkette. Einige Leute wurden aus den Kellerfenstern der betroffenen Häuser gezogen und gerettet. Die Luftmine hatte auch in den Gärten Obstbäume aus der Erde gerissen, ein großer Apfelbaum war in die Luft geschleudert worden und mit der Krone nach unten gelandet, sodass die Wurzeln in die Luft ragten. Zerstört wurden insgesamt dreizehn Wohnungen in der Tangstedter Landstraße 183 bis 199.[61][62] Niemand kam dabei ums Leben. Die Häuser wurden später im Originalstil wieder aufgebaut.

Britische Besatzungszeit[Bearbeiten]

In den Jahren 1947 und 1948 wurden die beiden Start- und Landebahnen des Flughafens gebaut. Das Flughafengelände rechts und links der Landebahn II (heute 15/33) lag teilweise auf Niendorfer und teilweise auf Langenhorner Gebiet. Der Grenzbach, die Tarpenbek wurde auf einer Länge von zwei Kilometern 500 Meter nach Westen verlegt, die Dänenbrücke lag nun trocken auf Flughafengelände. Das Gebiet gehörte nun aus Verwaltungsgründen zu Fuhlsbüttel. Langenhorn war dadurch wieder kleiner geworden und war nun bis auf ein kleines Stück von Niendorf getrennt. Dafür bekam es immer mehr Fluglärm durch beide Start- und Landebahnen, denn die Einflugschneise der Landebahn I (heute 05/23) befindet sich über Langenhorn.

Bundesrepublik Deutschland[Bearbeiten]

Im Jahre 1951 wurde nördlich des Heidberg-Krankenhauses eine neue Wohnsiedlung errichtet. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurden im Stadtteil über zwölftausend Wohnungen fertiggestellt. Am 13. November 1952 wurde der Langenhorner Heimatverein e.V. gegründet, dessen Namen im Januar 1976 in Langenhorner Bürger- und Heimatverein e.V. umgeändert wurde.

Von 1953 bis 1967 gab es am U-Bahnhof Ochsenzoll die Umsteigemöglichkeit in die Alsternordbahn, deren südliche Teiltrasse in die nördliche Teiltrasse der U-Bahn von 1969 bis 1996 in mehreren Bauabschnitten nach und durch Norderstedt umgewandelt wurde. 1959 wurde zwischen den Haltestellen Ochsenzoll und Langenhorn-Nord mit dem Bau des U-Bahnhofes Kiwittsmoor begonnen, der 1960 eröffnet wurde.

Am 25. August 1959 beschloss der Senat mit Zustimmung von Schleswig-Holstein, die Landebahn II bis über die Landesgrenze hinaus zu verlängern. Die Tarpenbek wurde unter der Landebahn verrohrt. 1964 waren die beschlossenen Arbeiten beendet, und Langenhorn, das nochmals kleiner geworden war, war nun gänzlich von Niendorf getrennt. Der neu gebaute Krohnstiegtunnel unter der Landebahn verband nun beide Stadtteile, liegt aber auf Fuhlsbütteler Gebiet.[63][64]

1961 wurde der Krohnstieg ausgebaut mit einem Fußgängertunnel darunter, am U-Bahnhof Langenhorn-Mitte (heute Langenhorn Markt). Ein Bauernhof, der Jonas-Hof wurde deswegen abgerissen. Am 26. November 1964 erfolgte die Grundsteinlegung der Siedlung Siebeneichen durch den Generalkonsul Großbritanniens in Hamburg Sir John Dunlop, dem späteren Bürgermeister der Stadt Sevenoaks (Siebeneichen). Sevenoaks übnernahm die Patenschaft der Siedlung und schenkte der Siedlung 1968 sieben Eichen. Ehrengäste bei den Pflanzungen waren die Schwester Miss J. Dunlop und die Stadträtin von Sevenoaks Miss G. E. Parrot.[65][66] Die Häuser der Siedlung befinden sich an den Straßen Krohnstieg, Wrangelkoppel, Siebeneichen und Schierenkamp.

Am 13. April 1965 wurde das Einkaufszentrum Langenhorner Markt, im selben Jahr auch der dortige Wochenmarkt eröffnet. Neun Jahre später, im Oktober 1974 wurde das neugebaute Karstadt-Warenhaus eröffnet, an der Stelle, wo einst der Jonas-Hof stand. Bis 2005 hielt sich Karstadt an dem Standort und wurde dann mit 72 weiteren Karstadt-Filialen an Dawnay Day verkauft, die mit der Filiale dann Filialen der neugegründeten Hertie GmbH wurden, aber noch bis zum 1. März 2007 den Namen Karstadt trugen. Am 1. Mai wurde dann das Langenhorner Karstadt namentlich zu Hertie, doch auch die Hertie GmbH ging pleite und das Gebäude wurde am 3. April 2009 an Kaufland verkauft. Kaufland investierte einen mehrstelligen Millionenbetrag für bauliche Umänderungen und eröffnete die Filiale am 24. Februar 2011.[67]

Am 31. Juli 1970 gegen 23 Uhr verließ die Langenhornerin Angela B. den U-Bahnhof Langenhorn-Markt und ging den parallel zu den Gleisen verlaufenden Weg entlang Richtung Höpen, wo der Serienmörder Hans-Jürgen Schröder ihr im Park auflauerte. Nachdem er sie erwürgte, verging er sich an ihrer Leiche. Erst am 4. September 1970 entdeckte man die skelettierte Leiche im Gehölz. Der Mord und vier weitere Morde wurden erst 2011 aufgeklärt, als man durch DNA-Tests auf den Täter stieß.[68][69]

1972 wurden für die Folge Nachtfrost der Fernsehreihe Tatort Szenen im und vor dem Heidberg Krankenhaus gedreht, das aber in der Folge ein Krankenhaus in Kiel darstellte.[70]

Am 14. Juni 1980 erfolgte die Grundsteinlegung an der Dortmunder Straße für die Siedlung Essener Straße durch Hans Apel.

Anfang der 1980er Jahre war Langenhorn eine der Hochburgen der Hamburger Punkszene. Mit Slime und Razzia stammten zwei der bekanntesten deutschen Punkbands von dort. Etwas weniger bekannt war die Band SS Ultrabrutal, die 1981 gegründet wurde und auch von dort war.[71] In den 1990ern ließ die Langenhorner Band AAK von sich hören.[72]

Seit 1985 traf sich die Freitagsgesellschaft während der Wintersemester jeden zweiten Freitag im Monat zu einem Vortragsabend bei Helmut Schmidt im Neuberger Weg 80–82. Ende des Wintersemesters 2014/2015 wurde die Freitagsgesellschaft aufgelöst.

Seit 1988 unterstützen die vier Langenhorner evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden durch ihren Einsatz und Spenden Menschen, die in dem ländlichen Gebiet des Ulanga-Kilombero-Gebietes der Region Morogoro in Tansania leben. Die Kirchengemeinden, die seitdem mit der Ulanga–Kilombero-Diözese eine Partnerschaft bilden, haben dafür den Tansania-Arbeitskreis (TAK) gegründet. 2002 wurde dort der erste Vorschulkindergarten eingeweiht und 2015 der inzwischen fünfte. Ungefähr 650 Kinder in der Region erhalten dadurch Frühförderung in Form der Montessoripädagogik. Es werden auch Erzieher und Erzieherinnen ausgebildet und für die Ärmsten das Schulgeld gezahlt. 2012 erhielt der Tansania-Arbeitskreis dafür den Ehrenpreis des Eine-Welt-Preises der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland.[73][74][75]

Im November 1989 wurde der Winkelmann’sche Hof an der Tangstedter Landstraße 509 symbolisch besetzt und dann saniert. Heute ist dient er einem Wohnprojekt.

Teil des Einkaufszentrums Langenhorner Markt mit der neuen Ladenzeile auf der linken Seite und dem neuen Glasdach, 2009

Am 28. Mai 1992 brach in Langenhorn am Himmelsfahrtag gegen 18 Uhr ein Schwelbrand in einem Sanitätshaus aus und vernichtete die ganze 80 mal zehn Meter große, eingeschossige, am Krohnstieg liegende südliche Ladenzeile des Einkaufszentrums Langenhorner Markt, sie brannte vollständig ab.[76] Der Schwelbrand wurde durch einen heruntergefallenen Halogenstrahler ausgelöst. Am 2. Dezember 1994 wurde erst einmal eine eingeschossige Ladengalerie mit fünf Läden am Marktplatz eröffnet, die von dem damaligen Besitzer des Einkaufszentrums Langenhorner Markt, der Robert Vogel GmbH & Co KG neu gebaut wurde.[77] Nach dreijähriger Uneinigkeit zwischen dem Bauamt und der Robert Vogel GmbH & Co KG konnte 1995 endlich mit dem Bau der neuen südlichen Ladenzeile begonnen werden. Es entstand eine zweistöckige Ladenzeile mit zwei fünfstöckigen Zwillingstürmen und einer Tiefgarage. Die 120 Meter lange Fläche zwischen der alten Ladenzeile und der neuen erhielt ein Glasdach. 1996 wurde das Projekt, das rund 30 Millionen Deutsche Mark kostete, fertiggestellt, eröffnet und mit dem BDA-Preis Hamburg 1996, 2. Rang, belohnt.[78][79] Nach der Robert Vogel GmbH & Co KG war der Eigentümer des Einkaufszentrums die SEB Immobilien-Investment GmbH und seit Frühjahr 2014 ist es die Matrix Immobilien GmbH.

21. Jahrhundert[Bearbeiten]

Relief des Eberhofes von W. Rodewoldt auf dem Langenhorner Markt, 2015
Schautafel links neben dem Relief auf dem Langenhorner Markt, 2015

Im März 2004 wurde am Krohnstieg, gegenüber des Einkaufszentrums Langenhorner Markt, das Krohnstig Center eröffnet und erweiterte das Angebot in Langenhorn Mitte. 2011 wurde es für drei Millionen Euro umgebaut und im November 2011 wieder eröffnet.

Ein beliebter Drehort ist das Krankenhaus Ochsenzoll, das von 1998 bis 2006 Teil des Klinikums Nord war und seit 2006 ein Teil der Asklepios Klinik Nord ist. 2003 wurde das Musikvideo für das Lied Kein zurück des Hamburger Duos Wolfsheim in der Wäscherei des Krankenhauses gedreht. Einzelne Aufnahmen entstanden auch außerhalb der Wäscherei im Krankenhaus.[80] Die Krankenhausszenen für den Film Gegen die Wand von Fatih Akin wurden ebenfalls 2003 dort gedreht. 2010 wurden zudem dort Szenen für den Kurzfilm König von Hakan Andreas Soyka gedreht, der vor der Produktion des Films ein dreimonatiges Praktikum in einer Geschlossenen Abteilung der Psychiatrie des Krankenhauses absolvierte und dabei Studien zu dem Film betrieb. Seit 2006 wurden die Innenaufnahmen der Staffeln der seit 2007 ausgestrahlten Fernsehserie Notruf Hafenkante bisher in dem Krankenhaus gedreht, einzelnde Innenszenen zudem in einer umgebauten Lagerhalle an der Grenze zu Langenhorn im Gewerbegebiet Lademannbogen, im benachbartem Hummelsbüttel.[81]

2010 wurde ein Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt, das einen schrittweisen Abriss der Wulffschen Siedlung und eine Neubebauung des Gebietes ermöglichen soll. Zur Begründung wurde unter anderem darauf verwiesen, dass die Gebäude nicht den heutigen Ansprüchen an den Wohnkomfort und die energetische Ausstattung entsprechen. Durch eine höhere und dichtere Bebauung sollte außerdem zusätzlicher Wohnraum entstehen. Kritiker des Vorhabens bemängeln unter anderem den angeblich geplanten Wegfall der Mietergärten und einen damit verbundene Verlust des Gartenstadtcharakters der Siedlung. In einem von Gegnern des Umbaus initiierten Bürgerentscheid sprach sich im Oktober 2011 eine Mehrheit gegen das Vorhaben aus. 14,37 Prozent der Stimmberechtigten[82] beteiligten sich am Bürgerentscheid. Am 1. März 2012 zog der Senat das Bebauungsplanverfahren an sich und hob damit die Wirksamkeit des Bürgerentscheides auf.[83]

Im April 2010 wurde der von dem Makler Emil Römling um 1890 im Stil der Neoromantik erbaute Bärenhof abgerissen. Die Bürgerinitiative Rettet den Bärenhof kämpfte seit 2002 vergeblich um den Erhalt des, an ein kleines Schloss erinnernden, geschichtsträchtigen Gebäudeensembles an der Langenhorner Chaussee, Ecke Stockflethweg. Ein Stück Langenhorner Geschichte verschwand für ein Autohaus, das dort seit 2014 steht. Nach dem Bärenhof wurde 2006 die Straße Bärenhof gleich in der Nähe benannt.

Nach 99 Jahren wechselvoller Geschichte wurde 2013 am Jugendparkweg im Jugendpark die Jugendherberge Jugendpark Langenhorn e.V. in Langenhorn für ein Asylberwerberheim geschlossen, was das Aus der kostengünstigen Unterkünfte für junge Menschen, Jugendgruppen, Sportmannschaften und Schulklassen in Langenhorn bedeutete. Hier nächtigten unter anderen auch die Wiener Sängerknaben und die Regensburger Domspatzen.[84][85] Touristen bleiben nur noch die viel teureren Sterne-Hotels in Langenhorn oder die Pensionen.

Im Oktober 2015 wurde ein von Metall umfasstes historisches Relief auf dem Langenhorner Markt neben dem Kaufland-Gebäude mit einer dazugehörigen Schautafel aufgestellt, ohne Schutz vor Witterungseinflüssen, Graffiti und Vandalismus. Das Relief aus Sandstein wurde von dem Eimsbüttler Bildhauer W. Rodewoldt geschaffen. Die Eigentümerin Anke Rathig stellte es Langenhorn zur Verfügung, bemängelte aber die eher unbedachte Behandlung und Aufstellung des Reliefs. Ihr Name oder der Name ihres Vaters wird auf der Schautafel nicht erwähnt, dafür aber Erwin Möller, der in der Beschreibung nur als Langenhorn Archiv auftaucht und der einige Informationen und Bildkopien für die Schautafel beitrug und bei der Aufstellung dabei war. Ihr Vater rettete den Eberstein 1954 aus dem Schutt des abgerissenen Eberhofes. Der Eberhof wurde 1799 erbaut und gehörte der Langenhorner Bauernfamilie Cordes, nach der 1932 der Cordesweg in Langenhorn benannt wurde. Um 1880 kaufte der Makler Emil Römling das Haus und versah es mit einem Türmchen und einer Glocke und schmückte die Stirnseite des Hauses mit der Darstellung zweier Eber und einem Spruch. 1903 wurde der Eberhofweg, an dem der Hof stand, und 1932 der Eberhofstieg in Langenhorn nach dem Hof benannt.[86]

Im November 2015 wurde ein weiteres geschichtsträchtiges Gebäude abgerissen, das schon in einer Anekdote von 1846 als Dat Eckschapp auftauchte und von alten Langenhornern so genannt wurde. Es war demnach vorher entstanden. Es befand sich gegenüber des Dorfteiches, an der Langenhorner Chaussee 166, Ecke Tangstedter Landstraße. Viele Jahrzehnte lang war es als die Gastwirtschaft Zur Harmonie ein bekanntes Ausflugs- und Tanzlokal gewesen. Später hieß die Gaststätte jahrzehntelang Spinnrad und von Herbst 2013 bis 2014 Rocky Rollmops. 1921 wurde der Tanzsaal an der Tangstedter Landstraße vom Haupthaus abgetrennt und zu einem Kino mit knapp 100 Plätzen umgebaut. Es war das erste reguläre Kino im Norden Hamburgs. 1951 wurde das Kino auf 205 Plätze erweitert. Die Architektur aus Tunnelgewölbe auf Gusssäulen mit Kapitellen und Basen hob das Kino von anderen ab und war einzigartig in Langenhorn.[87] Die Namen des Kinos wechselten im Laufe der Zeit und waren Astoria, Apollo, Smoky und Airport-Kino. Im August 1985 war die letzte Vorstellung, dann wurde das Kino zu einem Kampfsportstudio umgebaut. Auf dem Gelände des abgerissenen Gebäudes soll ein Wohnhaus mit 20 Wohnungen entstehen.

Bis zum 31. Dezember 2015 existierte noch das Hotel Tomfort, bald wird es abgerissen und eine Aldi-Nord-Filiale dort hingebaut. Um 1859 war es eine Pferdefuhrwerksstation von Gustav Tomfort, die Ross und Kutscher versorgten. Seit damals gehört das Gebäude derselben Familie. 1958 wurde der Pferdeumspann an dem Gebäude abgerissen und ein größeres Gebäude als Anbau hinzugefügt, das seit dem als Hotel diente.[88] Zu den Gästen des Hauses gehörten unter anderem Jacques Chirac, Loki und Helmut Schmidt, der seinen Geburtstag dort regelmäßig feierte, sowie die Boxer Max Schmeling, Bubi Scholz, Hein ten Hoff, Willi Hoepner, Norbert Grupe, Gerhard Hecht und Albert Westphal, wie auch die Fußballballer Günter Netzer, Uwe Seeler, Kevin Keegan, Uli Stein und Franz Beckenbauer.[89][90]

Auch dem alten Posthaus, ein Fachwerkhaus an der Langenhorner Chaussee 213, das der Familie des Heimatforschers und Rektors der Süderschule Karl August Schlüter gehörte und 1890 erbaut wurde, droht der Abriss. Die SAGA GWG plant auf dem mehr als 600 Quadratmeter großen Gelände Wohnungen zu errichten.[91]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Am 31. Dezember 2015 hatte Langenhorn laut Auszählungen aus dem Melderegister durch das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein 44.795 Einwohner und Einwohnerinnen, 22.575 weibliche und 22.220 männliche. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 2.081 mehr Einwohner. 14,6 % der Einwohner waren Ausländer und Ausländerinnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 3,2 %. Inklusive der genannten Ausländerinnen und Ausländer waren 26,4 % mit Migrationshintergrund (Schätzung für den 31. Dezember 2014 mit MigraPro). Von den bis 18-Jährigen waren 40,5 % mit Migrationshintergrund (Schätzung für den 31. Dezember 2014 mit MigraPro). Es gab 22.148 Haushalte, von denen 10.700 Einpersonenhaushalte waren und 4.403 Haushalte mit Kindern. In den 4.403 Haushalten mit Kindern waren 1.226 Alleinerziehende. Bezüglich der Haushalte (Zahlen für den 31. Dezember 2014) handelte es sich bei den Ergebnissen um Auszählungen aus dem Melderegister, die durch Schätzungen mit HHGen ergänzt wurden. Die Bevölkerungsdichte (Zahl für den 31. Dezember 2014) betrug 3.106 Einwohner pro km².[92] Das weicht von der rechts oben im Kästchen angegebenen Zahl (3.095) der Bevölkerungsdichte ab, die nicht einfach umgeändert werden kann.

Politik[Bearbeiten]

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Langenhorn zum Wahlkreis Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Langenhorn.

Wahlergebnisse[Bearbeiten]

Bürgerschaftswahl SPD CDU Grüne1) AfD Linke2) FDP Übrige
2015 55,0 % 12,4 % 09,2 % 07,2 % 06,5 % 05,4 % 04,3 %
2011 56,7 % 17,9 % 08,5 % 06,4 % 04,9 % 05,6 %
2008 39,7 % 39,4 % 07,5 % 06,4 % 04,0 % 03,0 %
2004 36,3 % 44,5 % 09,0 % 02,8 % 07,4 %
2001 42,1 % 24,1 % 06,2 % 00,4 % 04,2 % 23,0 %3)
1997 41,0 % 28,0 % 11,6 % 00,5 % 02,8 % 16,1 %
1993 46,0 % 23,0 % 11,2 % 03,5 % 16,3 %4)
1991 53,5 % 32,8 % 05,2 % 00,3 % 04,8 % 03,4 %
1987 48,9 % 38,5 % 05,4 % 06,3 % 00,9 %
1986 45,9 % 39,9 % 08,7 % 04,6 % 00,9 %
Dez. 1982 54,6 % 36,5 % 06,1 % 02,2 % 00,6 %
Juni 1982 46,4 % 39,8 % 07,3 % 05,1 % 01,4 %
1978 52,8 % 36,2 % 03,2 % 05,0 % 02,8 %
1974 45,1 % 40,0 % 11,4 % 03,5 %
1970 55,2 % 32,6 % 07,6 % 04,6 %
1966 59,7 % 29,5 % 06,8 % 04,0 %

1) 1978 als Bunte Liste – Wehrt euch, 1982 bis 2011 als Grüne/GAL.
2) 1991 und 1997 als PDS/Linke Liste, 2001 als PDS.
3) Darunter 20,0 % für die Schill-Partei.
4) Darunter 5,6 % für die Statt Partei.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen von Hamburg-Langenhorn

Das Wappen des Stadtteils stellt ein rotes Wappenschild dar, auf dessen linken Seite das silberfarbene Nesselblatt der Grafen von Schauenburg und Holstein abgebildet ist. In dem Nesselblatt befindet sich wiederum ein kleines rot-silberfarbenes Schild, das ursprünglich sich auch im Wappen der Grafen von Schauenburg befand. Auf der rechten Seite des großen Schildes ist die silberfarbene Burg des Hamburger Wappens abgebildet. Eine Eiche in der Mitte des großen Schildes symbolisiert den Wald, der in Langenhorn einst war. Die Idee eines Langenhorner Wappens stammte von dem Langenhorn-Archivar Erwin Möller, der den Grafiker und Heraldikkenner Günter Brede für die Idee gewinnen konnte. Das von diesem entworfene Wappen wurde von der Hamburger Senatskanzlei am 7. Februar 2002 und von dem Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein am 11. Februar 2002 genehmigt. Die Idee des Motives mit der Eiche und den beiden Wappen war nicht neu und wurde bereits 1932 in anderer Form auf der Titelseite des Buches Aus Langenhorns Vergangenheit von Karl August Schlüter verwendet. Im Jahre 2000 veröffentlichte Erwin Möller ein Nachdruck des Buches mit dem gleichen Motiv von 1932 auf der Titelseite. Günter Brede, dessen Vater bis 1928 Schäfer mit 500 Schafen auf dem Flughafengelände war,[93] schuf 2010 in Zusammenarbeit mit dem Schnelsen Archiv und der Interessensgemeinschaft Herz von Schnelsen e.V. auch das Wappen für Schnelsen.[94]

Wappenstein[Bearbeiten]

Am 9. August 2013 wurde anlässlich der Jubiläumsfeier, zur einhundertjährigen Zugehörigkeit zu Hamburg als Stadtteil, bei der Friedenseiche an der Langenhorner Chaussee 155, gegenüber der Einmündung zur Tangstedter Landstraße, der Langenhorner Wappenstein enthüllt. Der Wappenstein ist ein Findling, in dem ein Steinmetz das Langenhorner Wappen hereinarbeitete. Unter dem Wappen wurde bogenförmig der Schriftzug „seit 1332 zu Hamburg“ hinzugefügt. Anschließend bekam das Wappen seine Farben und der Schriftzug die Farbe Schwarz.[95]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Natur[Bearbeiten]

Rothsteinsmoor, 2009

Südlich des Krohnstiegs und östlich der Umgehung Fuhlsbüttel liegt das neun Hektar große Naturschutzgebiet Rothsteinsmoor. Es ist der verbliebene Teil einer früher deutlich größeren Hochmoorlandschaft. Mit dem Gagelstrauch ist eine stark bedrohte Pflanzenart häufig im Rothsteinsmoor zu finden. Neben anderen bedrohten Pflanzenarten sind auch circa 20 Libellenarten im Moor vorhanden. Ein Teil des Raakmoores liegt im Osten Langenhorns. Der Raakmoorgraben und der Raakmoorstausee bilden die Grenze zu dem Teil, der zu Hummelsbüttel gehört und ein Naturschutzgebiet ist.

Sport[Bearbeiten]

Der größte Sportverein in Langenhorn ist der SC Alstertal-Langenhorn, der unter anderem die größte Fußballsektion mit weit über 50 Mannschaften in ganz Hamburg besitzt. Die Sporthalle der ehemaligen Süderschule an der Langenhorner Chaussee 142 wird von dem Hamburger Rugby Club als Boulehalle genutzt.[96] Der Harvestehuder Tennis und Hockey-Club betreibt ein Anlage in Langenhorn, auch die Hamburger Bogenschützen Gilde von 1930 e.V. An der Straße Hohe Liedt, im Norden Langenhorns betreibt der Hamburger Turnerbund von 1862 das Naturbad Kiwittsmoor, das mit unbeheiztem, natürlichem Wasser aus einem eigenen Brunnen gespeist wird. Der TC Langenhorn e.V. betreibt ebenfalls eine Tennisanlage, an der Straße Beim Schäferhof.

Kunst[Bearbeiten]

1925 wurde von dem Volksschullehrer der Fritz-Schumacher-Schule Johannes Böse, der vorher schon Ausstellungen in Langenhorn organisierte[97] sowie die Arbeitsgruppe Übungen in Bildbetrachtung zuvor leitete und nach dem 1959 der Johannes-Böse-Weg in Langenhorn benannt wurde, die Griffelkunst-Vereinigung Langenhorn gegründet. Einer der bekannten Künstler der Griffelkunst-Vereinigung in Langenhorn war Horst Janssen. Einige seiner Grafiken trugen Langenhorn im Titel, so wie Langenhorner Obristen von 1964, eriku Langenhorn von 1982, Langenhorn – Oldenburg; Langenhorn – Freundschaft von 1982, Zu Langenhorn – Lever dot as Sklav von 1983 und die Serie Langenhorner Jubilate von 1988, um nur einige zu nennen. Andere Künstler, die verpflichtet wurden, waren unter vielen anderen Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Max Pechstein, A. Paul Weber, Frans Masereel, Eduard Bargheer, Ivo Hauptmann, Alfred Kubin und Hanno Edelmann. Zwei weitere Künstler, von denen Grafiken bei der Griffelkunst-Vereinigung veröffentlicht wurden, waren Friedrich Schaper, der 1945 in Öl den Dorfteich in Langenhorn, an der Ecke Langenhorner Chaussee und Tangstedter Landstraße malte[98][99] und Ernst Eitner, der eine Waldlandschaft mit Teich bei Langenhorn in Öl und Tempera malte.[100] Im Jahre 2002 zog die Griffelkunst-Vereinigung aus der Fritz-Schumachert-Schule aus, zog nach St. Pauli und änderte ihren Namen in Griffelkunst-Vereinigung Hamburg um. Arthur Illies, dessen Grafiken ebenfalls bei der Griffelkunst-Vereinigung veröffentlicht wurden, schrieb im Mai 1940:[101]

„Ostern 1892 stand ich während eines Aufenthaltes in Hamburg vor einem niedersächsischen Bauernhof in Langenhorn, und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich hier etwas sah, das mir innerlich näher stand als alles, was die Akademie und München mir allenfalls geben konnten.“

Warum Arthur Illies Langenhorn zu Niedersachsen zählte ist unverständlich, verständlich dagegen ist, dass er nach seinem Erlebnis in Langenhorn sein Studium in München abbrach. Der Heimatmaler und Grafiker Alex Kloth wohnte seit 1945 in Langenhorn. 1987 erschien von ihm das Buch Langenhorn seit 655 Jahren ein Teil Hamburgs. Bilder des Heimat-Malers und Grafikers Alex Kloth. 1993 erschien ein Nachdruck. Ein weiterer Langenhorner Maler war Wilhelm Hansen. Er studierte um 1963 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und malte hauptsächlich Aquarelle. Auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofes Ohlsdorf hatte er jahrelang ein Schaukasten gemietet, wo er Bilder präsentierte. Mit zunehmenden Alter wurden seine Augen immer schlechter, so dass er in den letzten Jahren seines Lebens nicht mehr malte. Er wohnte gegenüber des Heidberg-Krankenhauses in der Tangstedter Landstraße 473. Er verstarb um das Jahr 2000 herum.[102][103] Der Marinemaler und Illustrator Fritz W. Schulz wohnte und arbeitete ab 1955 bis zu seinem Tode 1962 ebenfalls in Langenhorn, im Reekamp 45.

Schwarz-weiße Reproduktion des Teils Verhaftung in Gethsemane mit dem Judaskuss des von Anita Rée gemalten Triptychons von 1931

In der im Heimatschutzstil errichteten Fritz-Schumachert-Schule befinden sich zwei Wandbilder, von Otto Thämer Der Pferdeführer[104] und von Eduard Bargheer Landgewinnung von 1936, das das von den Nationalsozialisten abgekratze Bild Verfassungsfeier von Walther J. Schneider ersetzte. Auf Druck der Nationalsozialisten musste Bargheer einige Korrekturen vornehmen, da es sich bei der ursprünglichen Fassung nach deren Ansicht nicht um das Abbild einer deutschen Landschaft mit fröhlichen deutschen Arbeitern handle. Ebenfalls dort ist von Jan Laß das Kachelbild Balkenträger (Bauarbeiter). Die Keramikbrunnen, die an mehreren Stellen im Schulgebäude zu finden sind, wurden von Richard Kuöhl geschaffen. Von Friedrich Ahlers-Hestermann hängt ein Ölporträt von 1944 in der Schule, das Fritz Schumacher zeigt.[105]

Im Jahre 1931 bekam Anita Rée, nachdem sie zweimal Entwürfe ablieferte, den Auftrag zur Erstellung eines Triptychons für den Altar der neuen, im Stil des Neuen Bauens errichteten Ansgarkirche. Thema war die Passion Christi, bestehend aus dem Einzug in Jerusalem, Abendmahl, der Verhaftung in Gethsemane sowie dem Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen. 1932 schrieb die nationalsozialistische Zeitung Hansische Warte „Als Nationalsozialisten können wir nicht verstehen, wie die Ausschmückung dieser evangelischen Kirche an eine Jüdin vergeben werden kann.“ Der Kirchenvorstand der St.-Lukas-Kirchengemeinde, zu der die Ansgarkirche bis 1935 gehörte, lehnte die fertigen Bilder ab, die ein Geschenk des Kirchenrates der Hamburgischen Landeskirche waren. Die Kirchengemeinde bekam die Bilder nicht zu sehen. Die evangelisch getaufte Anita Rée, die 1933 Selbstmord beging, war tief gekränkt.[106] Die Bilder wurden in die Hauptkirche St. Nikolai gebracht und vermutlich eingelagert. Dort sind bei der Zerstörung der Kirche in den Bombennächten 1943 vermutlich mit verbrannt. Schwarz-Weiß-Reproduktionen in Originalgröße hängen seit ca. dem Jahr 2000 an der Orgelempore der Ansgarkirche.[107]

Aus dem Jahre 1930 stammt das ehemalige Kriegerdenkmal, das anfangs wohl nur an Langenhorner Gefallene des Ersten Weltkrieges erinnern sollte und auf einem hellen Podest auf der Treppe links vor der Ansgarkirche stand. Es wurde von Richard Kuöhl geschaffen, der auch die Keramikbrunnen in der Fritz-Schumacher-Schule schuf. Die Inschrift des Podestes lautete „Ich hatt' einen Kameraden“ und war ein Zitat der ersten Strophe des Gedichts Der gute Kamerad von Ludwig Uhland. Heute ist die Bronzeskulptur mit dem knienden Soldaten, die nun auf einem Klinkerpodest steht, auf dem mit einer Hecke umgebenen Hain links neben der Kirche, ein Mahnmal. Auf dem Podest ist seit 1971 auf einem angebrachten Schild zu lesen „Vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Die Toten zweier Weltkriege mahnen: Wehret neuem Blutvergiessen.“ Der erste Satz der Inschrift ist ein Zitat aus dem christlichen Gebet mit dem Namen Vaterunser.[108]

Das Börner Kulturhau LaLi, Tangstedter Landstraße 182a, 2015

Eine weitere Skulptur von einem bekannten Künstler ist der Der große Schreitende von 1958 von Fritz Fleer an der Tangstedter Landstraße am Eingang zum Kiwittsmoorpark. Die meisten Skulpturen Langenhorns hat Doris Waschk-Balz 1985 kreiert. Sie konzipierte das umfangreiche Projekt der künstlerischen Gestaltung der Wohnsiedlung Essener Straße mit 12 Einzelskulpturen und einer Skulpturengruppe von 12 Skulpturen auf dem Marktplatz am Käkenflur, die die Einzelskulpturen widerspiegeln. Drei Skulpturen wurden gestohlen, die Einzelskulpturen Schnecke und Birne sowie die Ackerwinde von der Skulpturengruppe, sodass es insgesamt nur noch 21 Skulpturen sind. Die Bildhauerin Anne Ochmann schuf bis 2014 in Zusammenarbeit mit Kindern der Siedlung Essener Straße zehn Skulpturen und zwei Skulpturengruppen von jeweils zwei Skulpturen in der Siedlung Essener Straße.[109][110] Zu sehen sind Thronhaus, Posthornschnecke – Langhornschnecke, Spitzhornschnecke und Posthornschnecke, Wassertürme und Plattfisch sowie sieben Wächtertürme.[111]

Von den ehemals zwölf Skulpturen, die auf dem Gelände des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses Ochsenzoll standen, existieren nur noch sechs, und zwar von Gustav Seitz die Stehende Eva von 1959, von Thomas Darboven die Rinderherde aus Granit von 1979, von Klaus Kütemeier die Schildkröte von 1975 sowie von Anne-Marie Vogler Schäfer und Schaf, Eulen und Hilfe. Die Bronzeskulpturen Tänzerin von Karl August Ohrt, von 1961, und Sitzender Panther von Hans Martin Ruwoldt, von 1961, wurden gestohlen. Entfernt wurden Bemaltes Objekt von Otto Mindhoff, von 1982, sowie die zwei Reliefstelen von 1982, die Siegfried Neuenhausen zusammen mit Art brut-Künstlern des Krankenhauses schuf.[112][113] Bei dem Abriss zweier Gebäude verschwanden ein Relief vor dem Eingang des Schwesternhochhauses Haus 137 und eine Stele im Zentrum des Hauses 77 aus dem Jahre 1977.

Am Ochsenzoll, südlich der Straße Bärenhof, sind zwei mit aus Beton gegossenen Armen umarmte Bäume auszumachen. Dies ist eine Kunstaktion des Künstlers Lukas Engelhardt gegen geplante Abholzungen in dem Gebiet. Nizar Müller von der CDU-Langenhorn konnte den Künstler, der sonst nur in seinem Stadtteil agierte, für das Langenhorner Projekt begeistern und gewinnen.[114]

Im Rahmen des Kunstprojektes Stolpersteine wurden bisher zehn Stolpersteine in Langenhorn von dem Künstler Gunter Demnig gesetzt. Die verlegten Stolpersteine, die an Langenhorner Opfer des Nationalsozialismus erinnern, sind in der Liste der Stolpersteine in Hamburg-Langenhorn aufgeführt.

Lilli Palmer bei einem Interview mit Helmut Schmidt 1982

Regelmäßige Kunstausstellungen finden in der Galerie des Courtyard im Courtyard Hamburg Airport Hotel an der Flughafenstraße 47 statt[115] und im KULT Café Hamburg am Holitzberg 145a.[116] Einmal jährlich finden dagegen zwei Ausstellungen statt, die Ausstellung Kunst im Kettenwerk des Kunstverein Kettenwerk e.V., von Künstlern des Vereins, in der Essener Straße 2–4 im Haus 7b,[117] und die Ausstellung Börner Künstlertreff im Börner Kulturhaus LaLi in der Tangstedter Landstraße 182a, die von der Gemeinschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung Langenhorn e.V. organisiert wird.[118] Art brut entdeckt man, wenn man die ständige Ausstellung der Künstlergruppe KIK, Kunst in der Klinik, im Südflur des 2. Stocks im Haus 2 der Asklepios Klinik Nord am Ochsenzoll an der Langenhorner Chaussee 560 besucht.[119]

Zur künstlerischen Frühförderung von Kindern organisiert seit Jahren die Lichtwarkschule in Langenhorn Bildungsangebote.[120]

Der wohl bekannteste Kunstsammler in Langenhorn war der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, der auch selbst malte. Mit seiner Frau Loki Schmidt wohnte er im Neubergerweg 80–82. Grafiken und Gemälde von bekannten und weniger bekannten Künstlern füllen die Wände, dicht an dicht bis hoch zur holzvertäfelten Decke, darunter die deutschen Expressionisten Emil Nolde, Erich Heckel, Hugo Schmidt, Olga Bontjes van Beek, Bernhard Heisig, den Symbolisten Alfred Kubin, ein Porträt seines Großvaters, gemalt von Lilli Palmer, ein Bild mit Sommerblumen, gemalt von seiner Frau Loki Schmidt, ein Bild von Oskar Kokoschka, das er von der Gräfin Marion Dönhoff erbte, Aquarelle von Christian Modersohn, ein Bild von dem weniger bekannten Bernhard Heyde, dem Mann von Ida Ehre, Grafiken von Salvador Dalí, Joan Miró, Pablo Picasso und Marc Chagall. Auch die Bronzeplastik von Ernst Barlach Der singende Mann kann man dort sehen.[121] Das Haus und die Bilder gehören der 1992 von Helmut und Loki Schmidt gegründeten Helmut und Loki Schmidt Stiftung, die das Haus in ein Museum umwandeln wird, das dann öffentlich zugänglich ist.[122]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

U-Bahn-Station Langenhorn-Nord, 2006

Verkehr[Bearbeiten]

Die Ein- und Ausfallstraße Langenhorner Chaussee durchquert Langenhorn von Norden nach Süden (oder umgekehrt) und war bis Mitte 2000 Teil der Bundesstraße 433. Dann aber wurde die Umgehung Fuhlsbüttel fertiggestellt,[123] die nun ein Teil der Bundesstraße 433 ist und vom Flughafen kommend, im Zuge der Zeppelinstraße und Krohnsteig bis zum Krohnstiegtunnel über Langenhorner Gebiet verläuft. Der Ring 3, der Hamburg umläuft, durchquert Langenhorn von Osten nach Westen (oder umgekehrt). Von Osten aus gesehen, wird er, nachdem er Hummelsbüttel durchquerte, in Langenhorn vom Gehlengraben und Krohnstieg gebildet und führt durch den Krohnstiegtunnel weiter nach Niendorf und unter anderem zu der Anschlussstelle zur Bundesautobahn 7. Die Langenhorner Chaussee und die Tangstedter Landstraße münden im Norden, schon auf Norderstedter Gebiet, in die Bundesstraße 432.

Die U-Bahnlinie U1 führt durch Langenhorn, mit den dortigen Haltestellen Fuhlsbüttel-Nord (der Eingang befindet sich in Langenhorn), Langenhorn-Markt, Langenhorn-Nord, Kiwittsmoor und Ochsenzoll. Zudem führen mehrere Buslinien des Hamburger Verkehrsverbunds durch Langenhorn mit zahlreichen Haltestellen. An den U-Bahnhöfen Langenhorn-Markt und Ochsenzoll befinden sich Taxenstände mit grünen Rufsäulen. Neben dem U-Bahnhof Langenhorn-Nord, am Foorthkamp befindet sich ebenfalls eine Taxirufsäule. Seit Herbst 2015 befindet sich in Langenhorn Mitte vor dem Edeka-Markt an der Tangstedter Landstraße am Bahnhofsvorplatz des U-Bahnhofs Langenhorn-Markt eine StadtRAD-Station mit 15 Abstellsäulen und dazugehörigen Fahrrädern.[124]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Der Langenhorner Markt 2015 mit der Kaufland-Filiale, im Hindergrund ein Teil des Einkaufszentrums Langenhorner Markt und links am Bildrand das Gebäude des Krohnstiegcenters

Das größte Geschäftszentrum Langenhorns ist das Nahversorgungszentrum Langenhorn Mitte. Es erstreckt sich über die Bereiche Einkaufszentrum Langenhorner Markt, die von 2013 bis 2014 modernisierte Marktfläche Langenhorner Markt mit dem Komplex um Kaufland, das Krohnstiegcenter sowie die bis Sommer 2015 modernisierte, südliche Tangstedter Landstraße. In dem Zentrum befinden sich rund 115 Gewerbebetriebe aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie.[125] Dicht daran liegen die Geschäfte am Anfang der Straße Gehlengraben, darunter das Musikhaus Trekel. Ein weiteres größeres Geschäftszentrum befindet sich am Ochsenzoll.

Ortsansässige Hotels sind das Courtyard Hamburg Airport Hotel (4 Sterne) an der Flughafenstraße 47, Kocks Hotel (3 Sterne) an der Langenhorner Chaussee 79, meinHotel (2 Sterne) an der Langenhorner Chaussee 99, das Hotel Cockpit (3 Sterne) an der Langenhorner Chaussee 157, das Leonardo Hotel Hamburg Airport (4 Sterne) an der Langenhorner Chaussee 183 sowie Hotel und Speisewirtschaft Wattkorn des Sternekochs Michael Wollenberg an der Tangstedter Landstraße 230. Pensionen gibt es mindestens drei, und zwar die Pension am Flughafen in der Straße Sanfoort 112, die Pension Langenhorn im Oehleckerring 6 und die Flughafenpension Hamburg im Harnacksweg 57.

In Langenhorn sind darüber hinaus ansässig:

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Westlicher Eingang der Asklepios-Klinik Ochsenzoll an der Langenhorner Chaussee, 2008

Eine bekannte Einrichtung in Langenhorn ist die Asklepios Klinik Nord (zwischen 1998 und 2006 auch Klinikum Nord), welche aus den Betriebsteilen Krankenhaus Ochsenzoll und Krankenhaus Heidberg besteht. Das Krankenhaus Ochsenzoll, das ja ursprünglich eine Irrenanstalt war, besitzt auch heute noch eine bekannte Psychiatrie mit offenen und Geschlossenen Abteilungen, wie zum Beispiel im Haus 14 und Haus 18, ein Hochsicherheitstrakt in dem auch einige bekannte Serienmörder, wie Fritz Honka und der Heidemörder Thomas Holst, der 1995 schon einmal flüchten konnte, untergebracht wurden oder sind, aber auch der pädophile Gewaltverbrecher und Vergewaltiger Dirk A., der 2005 den Mord an dem Mädchen Hilal Ercan gestand, aber das Geständnis kurz darauf widerrief. Von 1984 bis 1989 geriet das Allgemeine Krankenhaus Ochsenzoll in die Schlagzeilen, weil der damals in Haus 18 eingesessene psychisch kranke Sexualstraftäter Reinhard Hecker bei Freigängen, bei denen er unerlaubt das Krankenhausgelände verließ, zwei Langenhornerinnen vergewaltigte und ermordete. Am 29. Februar 1984 wurde im Kiwittsmoorpark die 16 Jahre alte Maja Kellner vergewaltigt und ermordet und am 12. Juli 1984 die 21 Jahre alte Silke Westphalen im Raakmoor. Nach mehreren Verhandlungen zwischen 1984 und 1989 wurde der Schuldspruch von 1988 für beide Morde im Februar 1989 für rechtskräftig erklärt.[126]

Seit der Schließung der Öffentlichen Bücherhalle am Holitzberg befindet sich dort die Elternschule Langenhorn. Wenige Minuten entfernt ist das Stadtteilhaus am Bornbachstieg. Hier gibt es unterschiedliche Gruppen, wie beispielsweise Mutter-Kind-Gruppen, die Hausaufgabenhilfe, die Mädchengruppe oder gar die Trommelgruppe, auch ein Café.

Die Öffentliche Bücherhalle Langenhorn befindet sich seit 1997 am Langenhorner Markt. Diese Bücherhalle ist ein Zusammenschluss der ehemaligen Bücherhalle am Holitzberg und der ehemaligen Bücherhalle in der Tangstedter Landstraße am U-Bahnhof Langenhorn Markt. Die Bücherhalle hat ca. 90.000 Besucher im Jahr und ist ein wichtiger kultureller Bestandteil für Langenhorn.

Das Bürgerhaus Langenhorn an der Tangstedter Landstraße 41 bietet eine Vielzahl verschiedener Veranstaltungen unterschiedlichster Träger, unter anderem von dem Nabu, der VHS, den Guttemplern, der DKP und der AWO mit einem Seniorentreff. Es gibt dort eine Frauenselbsthilfegruppe, die Kaffeetafel des Bürger- und Heimatvereins, einen Schachklub sowie Deutschkurse. Weitere Angebote sind unter anderem Englisch für Senioren, Klöppeln, Skat, Chinaschach und Seniorentanz.

Zwei Stadtteilkulturhäuser befinden sich in Langenhorn mit einem kulturellen und zwischenmenschlichen Angebot, das Börner Kulturhaus LaLi an der Tangstedter Landstraße 182a mit Veranstaltungen des Kulturmix, der Börner Speeldeel und der Gemeinschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung e.V. sowie das ella Kulturhaus Langenhorn im Käkenflur 30 mit einem sehr facettenreichen, breiten Angebot. Der DRK-Kreisverband Nord mit seinem Gemeinschaftszentrum am Wördenmoorweg 2 bietet ebenfalls einiges an.

Neben dem Haus der Jugend Eberhofstieg und dem Haus der Jugend Tweltenbek gibt es für die Jugend den Jugendclub Essener Straße, Jugendclub Suckweg und den Jugendkeller der Initiative Spielplätze und Freizeit Langenhorn Heidberg e.V., kurz ISUF.

Die Sütterlinstube im Altenzentrum Ansgar am Reekamp 49–51 existiert seit 1996 und wurde 2009 zum Verein. Mitglieder der Sütterlinstube Hamburg e.V. übertragen in ehrenamtlicher Tätigkeit Schriftstücke, die einst in der Sütterlinschrift geschrieben wurden, oder in anderen alten deutschen Handschriften, und die für viele nicht mehr lesbar sind. Das größte Projekt der Sütterlinstube bisher war die Übertragung der über 1.000 Briefe aus der Familie des Altonaer Landschaftsmalers Louis Gurlitt.[127][128]

Im Gemeindesaal der Ansgarkirche am Wördenmoorweg 22 betreibt die Norderstedter Tafel e.V. ihre Zweigstelle Lebensmittelausgabe Hamburg-Langenhorn, die mittwochs ab 15 Uhr für bedürftige Menschen geöffnet ist.

Für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Stadtteil Langenhorn sind neben der Berufsfeuerwehr auch zwei Freiwillige Feuerwehren zuständig. Am Wördenmoorweg 78 hat das Polizeikommissariat 34 (ehemals Polizeirevierwache 48) der Polizei Hamburg seinen Sitz.

Bildung[Bearbeiten]

In Langenhorn gibt es zurzeit neun staatlich anerkannte Schulen:

Fritz-Schumacher-Schule, 2011
  • Grundschule Am Heidberg, Tangstedter Landstraße 300
  • Stadtteilschule Am Heidberg, Tangstedter Landstraße 300, Gymnasiale Oberstufe: Foorthkamp 36
  • Gymnasium Heidberg, Fritz-Schumacher-Allee 200
  • Fritz-Schumacher-Schule (Stadtteilschule), Timmerloh 27–29, Gymnasiale Oberstufe: Foorthkamp 36
  • Katharina-von-Siena-Schule (katholische Grundschule), Eberhofweg 75
  • Schule Eberhofweg (Grundschule), Eberhofweg 63
  • Schule Krohnstieg (Grundschule), Krohnstieg 107
  • Schule Neubergerweg (Grundschule), Neubergerweg 2
  • Schule Stockflethweg (Grundschule), Stockflethweg 160
Die 1954 erbaute Broder-Hinrick-Kirche, 2011 (Broder Hinrick: niederdeutsch für Bruder Heinrich)

Das ehemalige Gymnasium am Foorthkamp wird seit 2008 gemeinsam von der Stadtteilschule Am Heidberg und der Fritz-Schumacher-Schule als zusätzlicher Standort genutzt. Die ehemalige Förderschule neben dem Gymnasium am Foorthkamp wurde 2007 geschlossen und wird jetzt vom Kinderhaus Zweistein als Standort genutzt.[129] Der zweite Standort befindet sich auf dem Gelände der Grundschule Stockflethweg. Die Stadtteilschule Langenhorn am Grellkamp wurde zum Schuljahresende Juli 2015 geschlossen und dient jetzt als Asylbewerberwohnheim. Die ehemalige Süderschule an der Langenhorner Chaussee wird umgebaut und dient nach Februar 2016 zum zweiten Mal als Asylbewerberwohnheim, diesmal für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge.

Kirchen und Kapellen[Bearbeiten]

  • Ansgarkirche, evangelisch-lutherische Kirche, Langenhorner Chaussee 276
  • Broder-Hinrick-Kirche, evangelisch-lutherische Kirche, Tangstedter Landstraße 220
  • Eirene-Kirche, evangelisch-lutherische Kirche, Willersweg 31d
  • Heilige-Familie-Kirche (Pfarrei St. Katharina von Siena), römisch-katholische Kirche, Tannenweg 24a
  • Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage, mormonische Kirche, Eberhofweg 90
  • Neuapostolische Kirche, neuapostolische Kirche, Wördenmoorweg 76
  • Schröderstift-Kapelle (Kirchengemeinde St. Jürgen-Zachäus), evangelisch-lutherische Kapelle, Schröderstift, Kiwittsmoor 26
  • St. Annen Kirche (Pfarrei St. Katharina von Siena), römisch-katholische Kirche, Schmuggelstieg 22
  • St. Jürgen-Kirche (Kirchengemeinde St. Jürgen-Zachäus), evangelisch-lutherische Kirche, Eichenkamp 10
  • Zachäus-Kirche (Kirchengemeinde St. Jürgen-Zachäus), evangelisch-lutherische Kirche, Käkenflur 22a

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Langenhorn geboren[Bearbeiten]

Mit Langenhorn verbunden[Bearbeiten]

  • Ferdinand Bertram (1894–1960), deutscher Mediziner, Krankenhausarzt und Privatdozent, war Chefarzt im Allgemeinen Krankenhaus Heidberg.
  • Wolf Biermann (* 1936), deutscher Liedermacher und Lyriker, wohnte, nach der Ausbombung 1943 in Hammerbrook, mit seiner Mutter im Laukamp in Langenhorn.
  • Johann Ludewig Engelhard Brinckmann (1753 oder 1754–1822), deutscher Förster und Waldvogt, legte in Langenhorn die Tannenkoppel an.
  • Natascha A. Brunswick (1909–2003), deutsch-amerikanische Mathematikerin und Fotografin, wohnte in Langenhorn.
  • Hans Büssow (1903–1974), deutscher Psychiater, war Ärztlicher Direktor des Allgemeinen Krankenhauses Ochsenzoll.
  • Carl Burmester (1905–?), war Bezirksführer der SPD im Distrikt Langenhorn und Widerstandskämpfer.
  • Hermann Claudius (1878–1980), deutscher Lyriker und Erzähler, unterrichtete zwischen 1922 und 1929 in der ehemaligen Norderschule an der Langenhorner Chaussee 515. Das Gedicht To Langenhorn widmete er Langenhorn.
  • Olli Dittrich (* 1956), deutscher Schauspieler, Musiker, Komponist und Komiker, ist in Langenhorn aufgewachsen.
  • Herbert Drews (1907–1949), deutscher Motorradrennfahrer, verunglückte auf der Dirt-Track-Bahn in Hamburg-Langenhorn.
  • Birger Dulz (* 1959), deutscher Psychiater und Psychotherapeut, ist Chefarzt der Asklepios Klinik Nord, Ochsenzoll.
  • Gunnar Eisold (* 1965), deutscher Politiker (SPD), war Mitglied der Bezirksversammlung Hamburg-Nord, der Fluglärmschutzkommission und im Ortsausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn.
  • Hugo Gill (1897–1972), deutscher Politiker (KPD und nach deren Verbot DKP), wohnte in Langenhorn.
  • Rodrigo González (* 1968), Bassist der Punkband Die Ärzte, vorher u. a. bei den Rainbirds und den Goldenen Zitronen aktiv.
  • Thomas von Heesen (* 1961), deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler, absolvierte sein Abitur am Gymnasium Heidberg.
  • Fritz Höger (1877–1949), Baumeister und Architekt, wohnte in Langenhorn, in seinem von ihm entworfenen Haus an der Langenhorner Chaussee 109.
  • Thomas Holst (* 1967), deutscher Serienmörder, befindet sich in einer Geschlossenen Abteilung der Psychiatrie der Asklepios Klinik Nord, Ochsenzoll.
  • Fritz Honka (1935–1998), deutscher Serienmörder und Nachtwächter, starb in der Psychiatrie des Krankenhauses Ochsenzoll.
  • Gustav Hopf (1900–1977), deutscher Dermatologe und Ärztefunktionär, war Chefarzt am Krankenhaus Heidberg.
  • Juvel (* 1982), deutscher Rapper, lebte eine Zeit lang in einem Asylbewerberheim in Langenhorn.
  • Susianna Kentikian (* 1987), Doppelweltmeisterin im Boxen, hat als Flüchtling in der ehemaligen Schule (Süderschule) an der Langenhorner Chaussee 140 gewohnt.
  • Annie Kienast (1897–1984), deutsche Politikerin (SPD), war Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und wohnte am Diekmoorweg 7 in Langenhorn, ihre Schwester Elisabeth am Diekmoorweg 8. Nach ihr wird die Annie-Kienast-Straße in Langenhorn benannt.
  • Friedrich Knigge (1900–1947), deutscher Psychiater, leitete die sogenannte Kinderfachabteilung in der Anstalt Ochsenzoll und war später ihr Ärztlicher Direktor.
  • Gudrun Kockmann-Schadendorf (1952–2001), deutsche Politikerin (SPD), war Mitglied im Ortsverein Hamburg-Langenhorn-Süd.
  • Wolfgang Kopitzsch (* 1949), deutscher Politiker (SPD), Historiker und ehemaliger Polizeipräsident in Hamburg, war von 2009 bis 2012 Bezirksamtsleiter des Bezirksamtes Hamburg-Nord, das auch für Langenhorn zuständig ist.
  • Christian Peter Kryssing (1891–1976) war 1941 dänischer Kommandeur des Frikorps Danmark in der SS-Kaserne Langenhorn.
  • Alexander Laas (* 1984), Unternehmer und ehemaliger deutscher Fußballspieler, absolvierte sein Abitur am Gymnasium Heidberg.
  • James Last (1929–2015), Musiker, Sänger und Dirigent, wohnte erst in der Straße Holitzberg 71 und dann Holitzberg 61 in Langenhorn.
  • Bruno Lauenroth (1906–1971) war sozialdemokratischer Widerstandskämpfer in Langenhorn. Nach ihm wurde 1982 der Bruno-Lauenroth-Weg in Langenhorn benannt.
  • Gulfam Malik (* 1957), deutscher Politiker (SPD) und Kaufmann im Blumenhandel, ist Vorsitzender des SPD-Distrikts Langenhorn-Süd und Abgeordneter in der Hamburgischen Bürgerschaft.
  • Dorothee Martin (* 1978), deutsche Politikerin (SPD), war Mitglied im Ortsausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn, Bezirksabgeordnete im Bezirk Hamburg-Nord und ist Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft.
  • Friedrich Mauz (1900–1979), deutscher Psychiater und Neurologe, war Direktor des Krankenhauses Ochsenzoll.
  • Michael Mayer, Musiker und Sänger in verschiedenen Bands, wie zum Beispiel Abwärts und Die Mimmi’s, Gründungsmitglied von Slime, ging in Langenhorn zu Schule.
  • Michael Mücke (* 1953), deutscher Volleyball-Trainer, trainierte unter anderem den Damen-Zweitligisten SC Langenhorn.
  • Theodor Neuberger (1856–1938), ehemaliger Direktor der Irrenanstalt Langenhorn. Nach ihm wurde 1932 der Neubergerweg in Langenhorn benannt.
  • Human Nikmaslak (* 1974), Welt- und Europameister im Kickboxen, wohnt in Langenhorn.
  • Wolfgang Pages (* 1945), deutscher Politiker (SPD), war Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und unter anderem Vorsitzer des SPD-Ortsvereins Langenhorn-Nord.
  • Harry Piel (1892–1963), deutscher Regisseur und Schauspieler, wohnte eine Zeit lang nach seiner Flucht 1945 nach Hamburg in Langenhorn, in der Tangstedter Landstraße 20.[130][131]
  • Eduard Pulvermann (1882–1944), deutscher Kaufmann und Springreiter, starb in Langenhorn.
  • Philipp Rösler (* 1973), deutscher Politiker (FDP), Bundeswirtschaftsminister, ist in Langenhorn aufgewachsen und besuchte die katholische Grundschule Eberhofweg.
  • Andrea Rugbarth (* 1973), deutsche Politikerin (SPD) und ehemaliges Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, ist Vorstandsmitglied des SPD-Distrikts Langenhorn-Süd und lebt in Langenhorn.
  • Hans Saalfeld (* 1928), deutscher Politiker (SPD), Gewerkschafter und ehemaliger Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft, lebt in Langenhorn.
  • Werner Scheid (1909−1987), deutscher Neurologe und Psychiater, war Chefarzt der Neurologischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Heidberg.
  • Gerhard Schiedlausky (1909−1987), war ein deutscher Arzt und zuletzt Hauptsturmführer der SS, erhielt in Langenhorn seine militärische Ausbildung.
  • Walter Schmedemann (1901−1976), deutscher Politiker (SPD), Hamburger Gesundheitssenator, wohnte in Langenhorn, am Borner Stieg 28. Nach ihm wurde 1980 die Walter-Schmedemann-Straße in Langenhorn benannt.
  • Helmut Schmidt (1918−2015), deutscher Politiker (SPD), Innensenator von Hamburg, Bundesverteidigungsminister, Bundesfinanzminister und Bundeskanzler, wohnte in Langenhorn im Neubergerweg 80–82.
  • Loki Schmidt (1919–2010), Pädagogin, Botanikerin, Natur- und Pflanzenschützerin und Ehefrau von Helmut Schmidt, wohnte in Langenhorn im Neubergerweg 80–82.
  • Markus Schreiber (* 1960), deutscher Politiker (SPD) und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, absolvierte sein Abitur am Gymnasium Heidberg.
  • Gustav Schröder (1885–1959), Kapitän und Bundesverdienstkreuzträger, wohnte in Langenhorn in der Willerstwiete 1. Nach ihm wurde 1990 der Kapitän-Schröder-Weg in Langenhorn benannt.
  • Fritz W. Schulz (1884–1962), deutscher Marinemaler und Illustrator, wohnte ab 1955 mit seiner Frau im Reekamp 45 in Langenhorn.
  • Peter Schulz (1930–2013), deutscher Politiker (SPD), Erster Bürgermeister Hamburgs von 1971 bis 1974, wohnte in Langenhorn.
  • Richard Seelmaecker (* 1973), deutscher Politiker (CDU), war er Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und im Ortsausschuss Fuhlsbüttel-Langenhorn.
  • Daniel Stamm (* 1976), deutscher Filmregisseur und Drehbuchautor, wuchs in Langenhorn auf.
  • Albrecht Stammler (1918–2009), deutscher Neurologe und Psychiater, erhielt seine Ausbildung zum Nervenarzt im Krankenhaus Heidberg.
  • Jonathan Tah (* 1996), deutscher Fußballspieler ivorischer Abstammung, absolvierte sein Fachabitur am Gymnasium Heidberg.
  • Willi Tessmann (1908–1948), deutscher Polizist und Kommandant des Polizeigefängnisses Hamburg-Fuhlsbüttel, wohnte bis zu seiner Verhaftung in Langenhorn.
  • Heike Weber (* 1976), deutsche Volleyball- und Beachvolleyballspielerin, spielte unter anderem beim SC Langenhorn.
  • Peter Weniger (* 1964), Jazz-Saxofonist, Professor an der Universität der Künste Berlin, Jazz-Institut Berlin, ist in Langenhorn aufgewachsen.
  • Gunda Werner (1951–2000), Aktivistin der Zweiten Frauenbewegung mit dem Schwerpunkt Frauenbildung, wuchs in Langenhorn auf.
  • Jens Westphalen (* 1964), deutscher Biologe, Tierfilmer, Kameramann, Regisseur und Filmproduzent, absolvierte sein Abitur am Gymnasium Heidberg.
  • Jochen Wiegandt (* 1947), deutscher Volkssänger, Liedermacher und Unterhaltungskünstler, Gründungsmitglied von Liederjan, wohnt in Langenhorn.
  • Hildegard Wohlgemuth (1933–2003), deutsche Malerin der Art brut, verbrachte 17 Jahre in der Psychiatrie des Krankenhauses Ochsenzoll bevor sie das Malen anfing.

Literatur[Bearbeiten]

  • Cornelius Poppe, Conrad Widow: Mandat, daß die Unterthanen und Eingesessenen im Langenhorn den dortigen Waldungen keinen Schaden zufügen sollen. vom 31. Oktober 1741 in Sammlung der hamburgischen Gesetze und Verfassungen..., 1767, Seite 73–74 (Digitalisat)
  • Jonas Ludwig von Heß: Hamburg topographisch, politisch und historisch beschrieben, Band 3, 1811, Seite 70–72 (Digitalisat)
  • James Edward Marston: Der Holsteinische Tourist oder Wegweiser für Fußreisende in der Umgegend von Hamburg, Perthes & Besser, 1833, Seite 220–221 (Digitalisat)
  • Johannes von Schröder, Hermann Biernatzki: Topographie des Herzogthums Holstein, des Fürstenthums Lübeck und der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck, Band 2, Fränkel, 1841, Seite 68 (Digitalisat)
  • Johann Friedrich Kratzsch: Neuestes und gründlichstes alphabetisches Lexicon der sämmtlichen Ortschaften der deutschen Bundesstaaten, Band 1, Verlag von Eduard Zimmermann, Naumburg 1843, Seite 398–399 (Digitalisat)
  • Franz Heinrich Neddermeyer: Zur Statistik und Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg und deren Gebietes, Hoffmann und Campe, Hamburg 1847, Seite 119–120 (Digitalisat)
  • Johannes von Schröder, Hermann Biernatzki: Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg, des Fürstenthums Lübeck und des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck., Band 2, Fränkel, 1856, Seite 71 (Digitalisat)
  • Heinrich Stück: Verzeichniss von Höhenpunkten in Hamburg und Umgebung, Richter, Hamburg 1879, Seite 18–19 (Digitalisat)
  • Ernst Heinrich Wichmann: Hamburgische Geschichte in Darstellungen aus alter und neuer Zeit, Otto Meissner, 1889, Seite 166, Mitte (Digitalisat)
  • Wilhelm Melhop: Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880 bis 1895, W. Mauke Söhne, 1895, Seite 486–487 (Digitalisat)
  • Verzeichnis der Landgemeinden und Ortschaften der Landherrenschaften der Geestlande, der Marschlande, Bergedorf und Ritzebüttel, Johann Hinrich Meyer, Hamburg 1900, Seite 9–11 (Digitalisat)
  • Johann Friedrich Voigt: Geschichtliche Mitteilungen über die Hamburgische Landgemeinde Langenhorn, Griese, Hamburg 1909 (Digitalisat)
  • Theodor Neuberger: Die Irrenanstalt Langenhorn-Hamburg in Deutsche Heil- und Pflegeanstalten für Psychischkranke in Wort und Bild, 1910, Seite 127–140 (Digitalisat)
  • Wilhelm Tolzien: Die Ansgarkirche in Langenhorn im Hamburger Kirchenkalender, 1931, Seite 92 (Digitalisat)
  • Karl August Schlüter: Aus Langenhorns Vergangenheit, Langenhorner Bürgerverein von 1877 (Herausgeber), P. Brückmann, Hamburg 1932
  • Georg Clasen: Die Hamburger Staatssiedlung Langenhorn und ihre Schule. Die Geschichte einer Siedlung zwischen den Kriegen, Gesellschaft der Freunde des Väterländischen Schul- und Erziehungswesens, Hamburg 1947
  • Wilhelm Drobek: Die Wasserversorgung in Langenhorn im Jahrbuch des Alstervereins e.V., Band 31, 1952, Seite 35–40 (Digitalisat)
  • E. P. Lüders: Wattkorn in Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter, 1955, Seite 306 (Digitalisat)
  • Armin Clasen: Wattkorn in Mitteilungen des Winterhuder Bürgervereins, 1956, Seite 60–61 (Digitalisat)
  • Karl August Schlüter: Ut Old-Langenhorn. Allerhand Klöhnsnack ut de Spinnstuv und Vun’n Ossentoll (niederdeutsch) im Jahrbuch des Alstervereins e.V., Band 39, 1960, Seite 62–64 (Digitalisat)
  • Armin Clasen: Hummelsbüttels Grenzen gegen Fuhlsbüttel und Langenhorn aus der Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte Band 52, 1966, Seite 55–74 (Digitalisat)
  • Lucie Stape: Wilhelm Schwen, dem bekannten Storchenvater aus Langenhorn zum Gedächtnis in Der Winterhuder Bürger, 1973, Seite 88–90 (Digitalisat)
  • Armin Clasen: Wilhelm Schwen in Der Eppendorfer, 1973, Seite 7–8 (Digitalisat)
  • Lieselotte Kruglewsky-Anders: 50 Jahre Griffelkunst-Vereinigung, Kunstpädagogik im Geiste Lichtwarks, Edition Griffelkunst, Hamburg 1977
  • Wilhelm Schade: Langenhorn, Vergangenheit und Gegenwart, M + K Hansa Verlag, Hamburg 1979, ISBN 978-3-920610-28-3
  • Helmuth Warnke: Der verratene Traum: Langenhorn. Das kurze Leben einer Hamburger Arbeitersiedlung, VSA-Verlag, Hamburg 1983, ISBN 3-87975-239-7
  • Helmuth Warnke: Das kostbarste Gut. AK Heidberg – Abenteuerliche Geschichten eines Krankenhauses, VSA-Verlag, Hamburg 1985, ISBN 3-87975-330-X
  • Gerd Meincke: Erste Alt-Langenhorner Bildermappe, Verlagshaus Meincke, Norderstedt 1985 (Neuauflage 1991)
  • Günther Wulff: Das Werden der Fritz-Schumacher-Siedlung 1919–1921. Erster staatlicher Wohnungsbau in Hamburg, Hamburg 1986
  • Gisela Schulze: Langenhorn und seine Schulen. Bilderbogen der Vergangenheit und Gegenwart; 1886; 1986; 100 Jahre Schule; 85 Jahre Süderschule – 15 Jahre Schule Flughafenstraße, J.V.A. Fuhlsbüttel, 1986
  • Klaus Bocklitz: Das Sommerbad Langenhorn, Heft 10, Dezember 1982 in Hamburgische Geschichts- und Heimatblätter Band 11, Vorstand des Vereins für Hamburgische Geschichte (Herausgeber), Hamburg 1987, Seite 233–253 (Digitalisat)
  • Alex Kloth: Langenhorn seit 655 Jahren ein Teil Hamburgs. Bilder des Heimat-Malers und Grafikers Alex Kloth, Erwin Möller (Herausgeber), Verlagshaus Meinecke, Norderstedt 1987 (Nachdruck 1993)
  • Axel Svensson: Langenhorn – güstern un hüüt, Düt un dat ut de Muuskist (niederdeutsch), Verlagshaus Meincke, Norderstedt 1991
  • Lutz Achilles, Erwin Möller: 75 Jahre Langenhorner Bahn, Geschichte einer Lebensader, Hamburg 1993
  • Klaus Böhme: 100 Jahre Allgemeines Krankenhaus Ochsenzoll, Freundeskreis Ochsenzoll, Hamburg 1993
  • Michael Ebert, Thomas Glatzer: Langenhorn im Wandel in alten und neuen Bildern, Medien Verlag Schubert, 1993, ISBN 978-3-929229-17-2
  • Mathias Hattendorff: Der König zieht ins Feld: Christian IV. von Dänemark und das Lager in Fuhlsbüttel, Teil 1 im Jahrbuch des Alstervereins e.V., 1994, Seite 39–80 (Digitalisat)
  • Mathias Hattendorff: Der König zieht ins Feld: Christian IV. von Dänemark und das Lager in Fuhlsbüttel, Teil 2 im Jahrbuch des Alstervereins e.V., 1995, Seite 50–86 (Digitalisat)
  • Karl-Heinz Zietlow: Unrecht nicht vergessen 1933–1945, Zwangsarbeit = KZ-Häftlinge in Hamburg-Langenhorn, Hamburg 1995 (zu beziehen über die Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.)
  • Ute Grezuweit: Die Tarpenbek, ein Fließgewässer in Hamburg, FÖJ-Bericht, Hamburg 1997 (PDF-Datei)
  • Karl August Schlüter: Aus Langenhorns Vergangenheit, Neuauflage von Erwin Möller, Michael Weidmann Verlag, 2000, ISBN 978-3-935100-11-3
  • Karl Heinrich Biehl: Hak – Hanseatisches Kettenwerk 1935–1945, Books on Demand, 2003, ISBN 978-3-8334-0097-1
  • Karl Heinrich Biehl: Zwangsarbeit im Hanseatischen Kettenwerk (Hak) in Langenhorn, Hamburg 2005 (zu beziehen über die Willi-Bredel-Gesellschaft Geschichtswerkstatt e.V.)
  • Erwin Möller: Zeitsprünge Hamburg-Langenhorn, Sutton Verlag GmbH, 2009, ISBN 978-3-86680-512-5
  • Volker Reißmann: Ga-Li-, Har-Li, La-Li, Re-Li, Parkhof und Smoky – Kinos in Langenhorn und Norderstedt im Hamburger Flimmern (Zeitschrift des Film- und Fernsehmuseums Hamburg e.V.), November 2010, Seite 4–13 (PDF-Datei)
  • Erwin Möller, Bernado Peters-Velasquez: Langenhorner Geschichte(n), Books on Demand, 2013, ISBN 978-3-7322-5352-4
  • Henning Glindemann, Erwin Möller: 100 Jahre Stadtteil Langenhorn, Langenhorner Rundschau, Verlag SyncroHost, August 2013, Seite 4–13 (PDF-Datei)
  • Johannes Gerhardt: Edmund Siemers – Unternehmer und Stifter, Hamburg University Press, 2014, Seite 78–85, 179–182, ISBN 978-3-943423-16-7 (als PDF-Datei, ePUP und MOBI hier)
  • Franz-Josef Krause: Ein Stück vom Eber-Hof, Hamburger Wochenblatt vom 14. Oktober 2015, Seite 1 und 5 (PDF-Datei)
  • Jobst C. Knigge: 100 Jahre Fritz-Schumacher-Siedlung in Hamburg, Humboldt Universität Berlin, 2016 (PDF-Datei)
  • Richard Ebert: Die Tomfort Saga, Langenhorner Rundschau, Verlag SyncroHost, Februar 2016, Seite 4–7 (PDF-Datei)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Langenhorn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein
  2. Höhen in Langenhorn
  3. PDF-Datei Ute Grezuweit: Die Tarpenbek, ein Fließgewässer in Hamburg, Hamburg 1997 (PDF-Datei) (Die Alterseinschätzung ist ca. 20 Jahre alt, deswegen 13.020 Jahre)
  4. Abbildung 27 auf archaelogie-stade.de (Durchs Anklicken wird die Abbildung größer)
  5. Siehe Traumbuche auf dem Venusberg und Die Tapenkate
  6. Siehe Ausvorgeschichtlicher Zeit
  7. Nachweis Taternberg
  8. Storman im Mittelalter-Wiki
  9. Seite 5, Johann Friedrich Voigt: Geschichtliche Mitteilungen über die hamburgische Landgemeinde Langenhorn (Digitalisat)
  10. Artikel Vor 2000 Jahren: Die Germanen von Fuhlsbüttel, Hamburger Abendblatt vom 21. Dezember 2011
  11. Artikel Fälschung brachte Bremen und Hamburg zusammen in Die Welt vom 5. Oktober 2014
  12. Marquard de Langenhorne in Langenhorner Geschichte(n) von Bernardo Peters-Velasquez und Erwin Möller
  13. Äbte von Reinfeld
  14. Benutzrecht des Waldes Horne unter Fuhlsbüttel in Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg, des Fürstenthums Lübeck und des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck, Band 1
  15. Urkunden des St. Georg Hospitals im Staatsarchiv Hamburg, einige davon betreffen Langenhorn in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  16. Albert Wittekop in Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien (Digitalisat)
  17. 1615 wurde Wilhelm von Düten Oberalter an seiner Stelle
  18. Johann Wiitekop kann nicht der Namensgeber der Straße Wiitekopsweg sein, wie es auf der Webseite des Langenhorner Archives von Erwin Möller steht. Johann war der Bruder von Albert. Er war kein Oberalter und lebte in Magdeburg.
  19. Archivgut über den Verkauf der Hälfte Langenhorns bei Lost Art
  20. Seite 475 in der Chronik des Landes Dithmarschen, Band 2 von Johann Adolfi Neocorus und Friedrich Christoph Dahlmann
  21. Mathias Hattendorff: Der König zieht ins Feld: Christian IV. von Dänemark und das Lager in Fuhlsbüttel, Teil 1 im Jahrbuch des Alstervereins e.V., 1994, Seite 39–80
  22. Mathias Hattendorff: Der König zieht ins Feld: Christian IV. von Dänemark und das Lager in Fuhlsbüttel, Teil 2 im Jahrbuch des Alstervereins e.V., 1995, Seite 50–86
  23. Seite 58 in Hummelsbüttels Grenzen gegen Fuhlsbüttel und Langenhorn von Armin Clasen, 1966
  24. Langenhorn in Hamburg während der Pestjahre 1712–1714 von Adolf Wohlwill, Seite 50 unten (und Fußnote 1)
  25. Verlauf der Pest von Holstein nach Langenhorn
  26. Hamburger Pesttote in Als die Pest den Tod nach Hamburg brachte von Oliver Diedrich auf ndr.de, Seite 2, unten
  27. Foto der Karte von 1750
  28. Artikel Comeback für alte Brücke Hamburger Wochenblatt
  29. Die Dänebrücke auf hamburg-airport.de
  30. Flurkarte von 1804
  31. Quelle 1 Webseite CDU Ortsverband Langenhorn. Quelle 2 Langenhorner Archiv (siehe Weblinks)
  32. Truppenstärke von Löwensteins Kosaken
  33. Befreiung Langenhorns in Denkwürdigkeiten eines Livländers, 1790–1815, Band 2, von Woldemar Hermann von Löwenstern, Seite 141 bis 144 (Digitalisat)
  34. Geschichte des Lützowschen Freikorps: ein Beitrag zur Kriegsgeschichte der Jahre 1813 und 1814, Seite 155 bis 159 (Digitalisat)
  35. Langenhorner Russenzeit, Langenhorner Archiv
  36. Nachweis Schlachterkoppel
  37. Langenhorn Zugehörigkeit zur Landherrenschaft der Geestlande in Sammlung der Verordnungen der freyen Hanse-Stadt Hamburg, Band 11, Seite 240 bis 246 (Digitalisat)
  38. Seite 279, Die Verfassung des Freistaates Hamburg nebst den dazu gehörenden organischen Gesetzen, 1849
  39. Polizist J. J. Peters, Hamburger Wochenblatt
  40. Windmühle, Langenhorn
  41. Erster Eintrag Langenhorns im Hamburger Adressbuch
  42. Artikel mit Fotos, Hamburger Wochenblatt (Die zweite Überschrift täuscht etwas, die 350 sind auf den Jugendparkweg 60 bezogen und nicht auf ganz Langenhorn, auch wurden die in der Anzahl auf inzwischen 50 aufgestockten unbegleiteten jugendlichen Flüchtlinge nicht erwähnt auf dem Nachbargrundstück Jugendparkweg 58)
  43. Quelle 1 Fritz Schumacher Siedlung
  44. Quelle 2 Fritz Schumacher Siedlung
  45. To Langenhorn von Hermann Claudius in der Langenhorner Rundschau, Dezember 2015, Seite 12 (PDF-Datei)
  46. Die Langenhorner Bahn auf der Webseite hochbahnbuch.de
  47. Wahlergebnisse 1933
  48. Paul Thormann, Leben und Werk
  49. Infarchiv Norderstedt Ein Stolperstein für Carl Suhling
  50. Kettenwerk, Willi-Bredel-Gesellschaft
  51. Außenlager Hamburg-Langenhorn auf der Webseite der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.
  52. Artikel Damit wir nicht vergessen, Hamburger Wochenblatt, 2. Oktober 2013
  53. Spendenaufruf für 44 Stolpersteine für die 44 Säuglinge auf Stolpersteine-hamburg.de
  54. Informationen zum SS-Wehrgeologenbataillon, forum-der-wehrmacht.de
  55. Informationen und Fotos zur Waffen-SS-Kaserne Hamburg-Langenhorn, forum-der-wehrmacht.de
  56. SS-Ersatz-Bataillon in der Fritz-Schumacher-Schule
  57. Artikel Gedenkfeier für deportierte Patienten der NS-Zeit – Mahnmal in der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll enthüllt von 2009
  58. PDF-Datei „Euthanasie“. Die Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus von Herbert Dierks, Seite 26, Die „Kinderfachabteilung“ in der Heil- und Pflegeanstalt Langenhorn
  59. Entstehungsdatum der Wulffsche Siedlung
  60. Langenhorns Gomorrha Hamburger Wochenblatt
  61. Siedlungsgeschichte, Gemeinschaft der Fritz-Schumacher-Siedlung
  62. De Börner, April 2010 (PDF-Datei), Seite 3 und 4
  63. PDF-Datei Die Tarpenbek, ein Fließgewässer in Hamburg von Ute Grezuweit
  64. Unsere Historie auf hamburg-airport.de
  65. Siebeneichen im Langenhorner Archiv
  66. Artikel Sieben Eichen für Siebeneichen, Hamburger Abendblatt vom 12. April 1968
  67. Kaufland, Langenhorn
  68. Artikel Der Serienmörder von nebenan in Die Welt vom 18. Juni 2011
  69. Foto von Angela B. (Datum stimmt nicht)
  70. Informationen zur Folge Nachtfrost. Dort wird aber beim dickgeschriebenen Edit das Heidberg Krankenhaus mit dem Krankenhaus Ochsenzoll verwechselt.
  71. SS Ultrabrutal bei discogs
  72. AAK bei discogs
  73. Nachweis de fünften Vorschulkindergartens
  74. Informationen zum Tansania-Arbeitskreis
  75. Preisträger des Eine-Welt-Preises
  76. Brand vom 28. Mai 1992
  77. Eröffnung der fünf Läden, Hamburger Abendblatt
  78. BDA-Preis, Langenhorner Markt
  79. Kosten des Baus
  80. Interview mit Peter Heppner von Wolfsheim
  81. Innenszenen, Notruf Hafenkante, Lademannbogen
  82. Hamburger Abendblatt vom 10. November 2011
  83. Hamburger Abendblatt vom 2. März 2012
  84. Vidio auf youtube, ein Interview mit der ehemaligen Herbergsleiterin
  85. Artikel zur Herbergsschließung, Hamburger Wochenblatt
  86. Artikel Ein Stück vom Eber-Hof vom Hamburger Wochenblatt
  87. Informationen zur Architektur des Kinos (PDF-Datei)
  88. Artikel vom Hamburger Wochenblatt über den Abriss von Hotel Tomfort
  89. Hamburger Abendblatt vom 13. Januar 2016
  90. Ende Legende: Tschüs, Tomfort. In: Hamburger Wochenblatt.
  91. Artikel Altes Posthaus vor dem Abriss vom Hamburger Wochenblatt
  92. Regionaldaten für Langenhorn
  93. Erwähnung des Vaters Bredes in Die Welt vom 21. November 2002
  94. Wappen von Schnelsen im Schnelsen Archiv
  95. Langenhorner Rundschau, Oktober 2013, Seite 11 (PDF-Datei)
  96. Boulehalle, Hamburger Rugby Club
  97. Johannes Boese auf fof-ohlsdorf.de
  98. Abbildung des Gemäldes Dorfteich in Langenhorn
  99. Daten zu dem Gemälde
  100. Ernst Eitner Waldlandschaft mit Teich bei Langenhorn
  101. Biografie von Arthur Illies auf illies-stiftung.de
  102. 3 Aquarelle von Wilhelm Hansen
  103. Ein Aquarell von Wilhelm Hansen (unten auf der Webseite)
  104. Schwarz-Weiß-Abbildung des Gemäldes von Otto Thämer unter Ausstattung des Schulgebäudes (Durchs Anklicken wird das Bild größer)
  105. Abbildung des Porträts Schumachers (PDF-Datei)
  106. Artikel Eine unzeitgemäße Frau der Zeitung Die Welt vom 12. August 2014
  107. Anita Rée auf der Webseite der Ansgarkirche
  108. Mahnmal vor der Ansgarkirche (auf der Seite auf Langenhorn klicken)
  109. Vita von Anne Ochmann
  110. Skulpturen von Anne Ochmann
  111. Wächtertürme von Anne Ochmann
  112. Kunst im Stadtteil (Fehler bei den Namen der Künstler)
  113. PDF-Datei Schandtat, Abriß von Skulpturen in Hamburg Ochsenzoll (Skulpturen von Neuenhausen)
  114. Kunst gegen Bäumefällen, Hamburger Wochenblatt
  115. Galerie im Courtyard
  116. Webseite vom KULT Café Hamburg
  117. Kunstverein Kettenwerk
  118. Webseite des Künstlertreffs
  119. KIK, Kunst in der Klinik
  120. Lichtwarkschule, Frühförderung von Kindern
  121. Artikel Kunstsammler Helmut Schmidt, Die Zeit Nr. 20, 2013
  122. Artikel Helmut Schmidts Haus soll ein Museum werden, Die Welt vom 12. November 2015
  123. Fertigstellung der Umgehung Fuhlsbüttel, Hamburger Morgenpost vom 17. Juni 2000
  124. Information über die Stadträder
  125. Lokales Gewerbe Langenhorn Mitte
  126. Artikel im Hamburger Abendblatt
  127. Louis Gurlitt auf sütterlinstube-hamburg.de
  128. Informationen zum Projekt der Übertragung der Briefe
  129. Kinderhaus Zweistein, ein Bericht auf soal.de
  130. Harry Piels Adresse in Langenhorn
  131. Harry Piel in Lebemänner: Fünf Portraits in wechselnder Manier von Gregor Eisenhauer, 2013