Bezirk Hamburg-Nord

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Wappen von Hamburg-Nord
Wappen von Hamburg
Hamburg-Nord
Bezirk von Hamburg
Bezirk HarburgBezirk AltonaBezirk EimsbüttelBezirk Hamburg-NordBezirk WandsbekBezirk BergedorfBezirk Hamburg-MitteNiedersachsenSchleswig-HolsteinNeuwerk (zu Bezirk Hamburg-Mitte)Lage des Bezirks in Hamburg
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Koordinaten 53° 35′ 37″ N, 10° 0′ 0″ OKoordinaten: 53° 35′ 37″ N, 10° 0′ 0″ O
Höhe 20 m ü. NHN
Fläche 57,8 km²
Einwohner 311.182 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte 5384 Einwohner/km²
Postleitzahlen 20144, 20249, 20251, 20253, 22049, 22081, 22083, 22085, 22087, 22089, 22297, 22299, 22301, 22303, 22305, 22307, 22309, 22335, 22337, 22339, 22391, 22415, 22417, 22419, 22453, 22529
Vorwahl 040
Adresse der
Verwaltung
Bezirksamt Hamburg-Nord
Kümmellstraße 7
20249 Hamburg
Website www.hamburg.de/hamburg-nord
Politik
Bezirksamtsleiter Harald Rösler (SPD)
Sitzverteilung (Bezirksversammlung)
       
Insgesamt 51 Sitze
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B5 B433
S-Bahn und U-Bahn S1Hamburg S1.svg S11Hamburg S11.svg
U1Hamburg U1.svg U3Hamburg U3.svg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein (Memento vom 31. Januar 2012 im Internet Archive)
Hoheluft-OstHohenfeldeUhlenhorstBarmbek-SüdDulsbergBarmbek-NordWinterhudeAlsterdorfEppendorfGroß BorstelFuhlsbüttelLangenhornOhlsdorfBezirk EimsbüttelHamburgBezirk Hamburg-MitteBezirk AltonaBezirk WandsbekSchleswig-HolsteinGliederung des Bezirks Hamburg-Nord
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Außenwandbeschriftung des Bezirksamtes Hamburg-Nord

Der Bezirk Hamburg-Nord (niederdeutsch Hamborg-Noord) ist einer von sieben Bezirken der Freien und Hansestadt Hamburg.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Hamburg-Nord liegt am 10. Längengrad Ost mit einer Ausdehnung von 14 km von Nord nach Süd und gut 8 km von West nach Ost. Er liegt zu beiden Seiten der Alster und umfasst den nordöstlichen Teil der Außenalster.

Im Norden grenzt der Bezirk an das Land Schleswig-Holstein, im Osten an den Hamburger Bezirk Wandsbek, im Süden an den Bezirk Hamburg-Mitte und im Westen an den Bezirk Eimsbüttel.

Weite Flächen des rund 58 km² großen Bezirks sind nicht bewohnt und dienen der Infrastruktur oder der Naherholung, darunter der Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel (ca. 5 km²), der Friedhof Ohlsdorf (ca. 4 km²), der Hamburger Stadtpark (ca. 2 km²), das Naturschutzgebiet Eppendorfer Moor, mehrere Kleingartenvereine und naturgemäß die Alster.

Verwaltungsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk ist in 13 Stadtteile gegliedert:

Die Stadtteile sind weiter in jeweils einen bis sechs, insgesamt 32 Ortsteile untergliedert.[2] Die früheren Ortsämter Barmbek-Uhlenhorst und Fuhlsbüttel wurden im Zuge der Hamburger Bezirksverwaltungsreform 2006 aufgelöst, und aus den Ortsausschüssen der Bezirksversammtlung wurden die drei oben genannten, fünfzehnköpfigen Regionalausschüsse.[3] Im Bezirksamt koordieniern drei Regionalbeauftragte die Verwaltungstätigkeit in den Regionalbereichen.

Das Bezirksamt () befindet sich in einem Verwaltungsbau von Paul Seitz im Stadtteil Eppendorf (Kümmellstraße 5). Das Gebäude wurde 1953/1959 errichtet und steht unter Denkmalschutz. Im Februar 2014 wurde das Gelände inklusive Bebauung an das Bauunternehmen Richard Ditting GmbH verkauft.[4]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen Hamburg liegt fast vollständig im Stadtteil Hamburg-Fuhlsbüttel. Die nördliche Landebahn ragt etwas darüber hinaus in das Land Schleswig-Holstein heinein.

Die S-Bahn-Linie 1 erschließt die östliche Seite des Bezirks Nord und bindet seit Ende 2008 auch den Flughafen an das S-Bahn-Netz an. Die U-Bahn-Linie 1 durchquert den Bezirk von Nord nach Süd, die südöstlichen Stadtteile des Bezirks werden von der Linie U3 erschlossen. Eine geplante Linie U5 soll unzureichend erschlossene Gebiete nordöstlich der Alster ab ca. 2030 erreichen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahlbeteiligung: 44,4 %
 %
40
30
20
10
0
33,9
23,7
21,1
9,5
4,3
3,7
3,5
0,4
0,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,6
+2,4
+4,6
+3,1
-2,1
+3,7
+0,9
-0,3
-1,4
Sitzverteilung in der
Bezirksversammlung Hamburg-Nord 2014
       
Insgesamt 51 Sitze

Für die Wahl zur Bürgerschaft und der Bezirksversammlung 2011 wurde der Bezirk Hamburg-Nord in die Wahlkreise Eppendorf-Winterhude, Barmbek-Uhlenhorst-Dulsberg und Fuhlsbüttel-Alsterdorf-Langenhorn aufgeteilt.

Bezirksamtsleiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1949–1955: August Obenhaupt (SPD)
  • 1955–1973: Kurt Braasch (DP)
  • 1973–1989: Werner Weidemann (SPD)
  • 1989–1996: Jochen von Maydell (SPD)
  • 1996–2008: Mathias Frommann (SPD)
  • 2009–2012: Wolfgang Kopitzsch (SPD)
  • 2012–2018: Harald Rösler (SPD)
  • Ab 1. Juli 2018: Ivonne Nische (SPD)[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturschutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Alt-Bundeskanzler“ Helmut Schmidt lebte in Hamburg-Nord, im Stadtteil Hamburg-Langenhorn.
  • Wolfgang Borchert, deutscher Schriftsteller, wurde 1921 in Eppendorf geboren und besuchte die später nach ihm benannte Wolfgang-Borchert-Schule (vorher Erica-Schule).
  • Ernst Thälmann, an den heute noch der Ernst-Thälmann-Platz und die DKP-nahe Ernst-Thälmann-Gedenkstätte erinnern.
  • Samy Deluxe, Rapper, besuchte die Gesamtschule Eppendorf.
  • Jan Delay (Jan Eißfeldt), Rapper der Gruppe Beginner, spricht im Track „Lang is her“ zusammen mit Samy Deluxe über seine Jugend in Hamburg-Eppendorf.
  • Fabius, Sänger, Schauspieler und Musicaldarsteller. In Eppendorf aufgewachsen, besuchte die Wolfgang-Borchert-Schule. Heute spielt er in diversen Musicalstücken und im Ohnsorg-Theater Hamburg insbesondere in der Rock-Revue „Wi rockt op Platt“.
  • Dirk Fischer, ehemaliges MdB, Politiker der CDU
  • Marcell Jansen, ehem. Fußball-Nationalspieler und Ex-HSV-Profi, lebt in Hamburg-Nord.
  • Uwe Seeler, Rekordtorschütze des Hamburger SV, ist in Eppendorf aufgewachsen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bezirk Hamburg-Nord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. §1 Bezirksverwaltungsgesetz (BezVG) vom 6. Juli 2006. HmbGVBl. Teil I 2006, Nr. 33, S. 404 (landesrecht-hamburg.de [abgerufen am 18. März 2018]).
  2. Anordnung über die Einteilung des Gebiets der Freien und Hansestadt Hamburg. 7. September 1965, HmbGVBl. Teil II 1965, Amtlicher Anzeiger Nr. 181, S. 999.
  3. Gremien. In: hamburg.de. Bezirksversammlung Hamburg-Nord, 2018, abgerufen am 18. März 2018.
  4. Dem Bezirksamt Nord droht der Abriss. In: Hamburger Morgenpost. 16. Februar 2014.
  5. Yvonne Nische wird Chefin im Bezirksamt Nord, Hamburg Journal vom 12. April 2018