Hamburg-Reitbrook

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Wappen von Hamburg
Reitbrook
Stadtteil von Hamburg
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Über dieses Bild
Koordinaten 53° 28′ 0″ N, 10° 9′ 0″ OKoordinaten: 53° 28′ 0″ N, 10° 9′ 0″ O
Fläche 6,9 km²
Einwohner 502 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte 73 Einwohner/km²
Postleitzahl 2....
Vorwahl 040
Bezirk Bergedorf
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Reitbrook ist ein in den Marschlanden gelegener Hamburger Stadtteil im Bezirk Bergedorf.

In Reitbrook bestimmen Milchhöfe und Getreideanbau das Bild. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden der Vier- und Marschlande eignet sich der hiesige sandige Boden nicht zum Anbau von Gemüse.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Reitbrooks geht auf das Jahr 1162 zurück, der Name bezeichnet ein Feuchtgebiet mit Bruchwald (Brook), das mit Reet (Reit) bewachsen war.[2] Zwischen 1202 und 1227 gehörte Reitbrook zu Dänemark und fiel danach mit den Marschlanden an Holstein. In der Mitte des 14. Jahrhunderts ging Reitbrook teilweise in den Besitz des Klosters Reinbek über. 1724 verpfändete Herzog Karl Friedrich Reitbrook für zwanzig Jahre an Hamburg. Sein Sohn Karl Peter Ulrich löste das Gebiet jedoch rechtzeitig wieder aus. Im Rahmen des Gottorper Vertrags ging Reitbrook 1768 in Hamburger Eigentum über.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft gehört Reitbrook zum Wahlkreis Bergedorf. Die Bürgerschaftswahl 2015 brachte folgendes Ergebnis:[3]

  • SPD 43,8 % (+2,3)
  • CDU 31,3 % (–5,7)
  • AfD 7,5 % (+7,5)
  • Grüne 6,2 % (–1,9)
  • FDP 5,6 % (–0,1)
  • Linke 4,1 % (+1,0)
  • Übrige 1,5 % (–3,1)

Bei der Bürgerschaftswahl 2015 war Reitbrook der einzige Stadtteil, in dem die CDU ein Ergebnis von über 30 % der Stimmen erreichen konnte.

Die Mühle heute

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reitbrooker Mühle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das wichtigste historische Bauwerk im Ort ist die Reitbrooker Mühle nahe der Dove Elbe. Sie beherbergt heute einen Getreide- und Futtermittelhandel.

Fährstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 1840 verschollen und im Jahre 1891 auf dem Brückendamm wieder aufgestellt.[4]

Naturdenkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Reitbrook liegt das etwa 48 Hektar große Naturschutzgebiet Die Reit zwischen dem Zusammenfluss der Dove Elbe und Gose Elbe.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haus von Alfred Lichtwarks Eltern
  • Alfred Lichtwark (* 14. November 1852; † 13. Januar 1914 in Hamburg) ist hier geboren und aufgewachsen. Sein Elternhaus steht links neben der Reitbrooker Mühle. Diese Windmühle am Vorderdeich 11 gehörte seinem Vater.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Harald Richert: Alfred Lichtwark: Blumenliebe und Gartenkunst. In: Lichtwark-Heft Nr. 69. Verlag HB-Werbung, Hamburg-Bergedorf, 2004. ISSN 1862-3549.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Reitbrook – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hamburg.de: Leben in Reitbrook
  2. Horst Beckershaus: Die Namen der Hamburger Stadtteile. Woher sie kommen und was sie bedeuten, Hamburg 2002, ISBN 3-434-52545-9, S. 103
  3. http://www.wahlen-hamburg.de/wahlen.php?site=left/gebiete&wahltyp=3#index.php?site=right/ergebnis&wahl=973&gebiet=76&typ=4&stimme=1&gID=2&gTyp=2
  4. L. Uphoff: Der Reitbrooker Fährstein erzählt. In: Lichtwark Nr. 10 (1. Jahrgang). Hrsg. Lichtwark-Ausschuß Bergedorf, Bergedorf 1949. Siehe jetzt Verlag HB-Werbung, Hamburg-Bergedorf. ISSN 1862-3549.