Hamburg-Sinstorf

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Wappen von Hamburg
Sinstorf
Stadtteil von Hamburg
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Koordinaten 53° 25′ 26″ N, 9° 58′ 50″ OKoordinaten: 53° 25′ 26″ N, 9° 58′ 50″ O
Fläche 2,6 km²
Einwohner 3636 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte 1398 Einwohner/km²
Postleitzahl 2....
Vorwahl 040
Bezirk Harburg
Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Sinstorf (niederdeutsch: Sinsdörp) ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Harburg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinstorf liegt an einer der südlichsten Ecken von Hamburg. Es grenzt im Norden an die Stadtteile Marmstorf, Langenbek und Rönneburg, im Osten und im Süden an den Landkreis Harburg in Niedersachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfssicht

Das Dorf Sinstorf ist einer der ältesten Kirchenorte Harburgs. Archäologische Untersuchungen datieren die Gründung des Ortes auf das 9. Jahrhundert. Der Name, vormals auch Synstorpe oder Sydestorpe, leitet sich von dem sächsischen Wort sine (=immer während/dauernd/alt) ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sinstorf 1181 im Zusammenhang mit dem Edelherren Ludwig von Sinstorf, dessen Hof wahrscheinlich an der Stelle des heutigen Pastorats lag. Zum Sinstorfer Kirchspiel gehörten bereits im Mittelalter 14 umliegende Dörfer.

Verwaltungsmäßig gehörte Sinstorf zur etwa 1645 gegründeten Vogtei Höpen, die wiederum dem Amt Harburg unterstand. Ebenso wie die Stadt Harburg gehörte Sinstorf zum Fürstentum Lüneburg bzw. Braunschweig-Lüneburg und dem späteren Königreich Hannover, das 1866 zur preußischen Provinz Hannover wird. 1937 wurde das preußische Sinstorf ebenso wie die Stadt Harburg-Wilhelmsburg und einige andere Orte des Landkreises durch das Groß-Hamburg-Gesetz Teil Hamburgs.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1667 waren in Sinstorf sechs Hufner, fünf Kätner und ein Brinksitzer verzeichnet. 1900 gab es 202 Einwohner.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bürgerschaftswahl 2015 für die Wahl zur Hamburgischen Bürgerschaft, bei der Sinstorf zum Wahlkreis Harburg gehört, brachte im Stadtteil folgendes Ergebnis[1]:

  1. SPD 49,3 % (–3,7)
  2. CDU 17,6 % (–7,7)
  3. Grüne 8,9 % (+2,9)
  4. AfD 7,7 % (+7,7)
  5. FDP 7,4 % (+2,2)
  6. Linke 5,7 % (+0,5)
  7. Übrige 3,4 % (–1,9)


Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südöstlich wird der Stadtteil von der Autobahn A7 begrenzt. Im Süden gibt es eine Auffahrt, von der die den Ort durchquerende Bundesstraße 4 abzweigt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Sinstorfer Kirche stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist die älteste Kirche in Hamburg. In ihr steht ein Altar von 1619 sowie ein Relief an der Rückwand des Altarraums, das "Ohnmacht Mariae" (1470/1480 von Cord Snitker).
  • Einige Gebäude am Sinstorfer Kirchweg und der Winsener Straße (das älteste aus 1831) stehen unter Denkmalschutz.[2]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Endgültiges Ergebnis der Bürgerschaftswahl 2015.
  2. Siehe Liste der Kulturdenkmäler im Hamburger Bezirk Harburg

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1150 Jahre Kirche zu Sinstorf. - kleine Broschüre in der 2. Auflage von 1998, herausgegeben von der evangelischen Kirchengemeinde Sinstorf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hamburg-Sinstorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien