Hamburg Leuchtfeuer

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Hamburg Leuchtfeuer wurde 1994 als gemeinnützige Gesellschaft gegründet. Ursprünglich aus dem Aidshilfe-Kontext entstanden, ist Hamburg Leuchtfeuer heute eine gemeinnützige Organisation für alle Menschen, unabhängig vom Krankheitsbild. Neben Aufwind, der psychosozialen Begleitung für Menschen mit HIV oder weiteren chronischen Erkrankungen, und dem Hospiz für schwerkranke und sterbende Menschen, umfasst das Netzwerk von Hamburg Leuchtfeuer seit 2007 auch das Lotsenhaus in Hamburg-Altona – ein Haus für Bestattung, Bildung und Trauerbegleitung. Im Dezember 2020 eröffnete zudem das barrierefreie Wohnprojekt Festland für junge Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dieses liegt im Quartier Baakenhafen der HafenCity Hamburg.

Aufbau und Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hamburg Leuchtfeuer ist eine gemeinnützige GmbH, deren Gesellschafter seit 2004 die ebenfalls gemeinnützige, 2004 von Frank Otto gegründete Leuchtfeuer Stiftung ist.[1] 1995 gründete Hamburg Leuchtfeuer Aufwind für Menschen mit HIV und Aids und welches darüber hinaus Betroffene bei der Wohnungssuche unterstützt. 1998 eröffnete Hamburg Leuchtfeuer in Hamburg-St. Pauli ein stationäres Hospiz in einem Nebengebäude des ehemaligen Israelitischen Krankenhauses, zunächst nur für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke.[2] Mittlerweile nimmt das im heutigen Betty-Heine-Stieg gelegene Hospiz auch Menschen mit anderen unheilbaren, in absehbarer Zeit zum Tode führenden Krankheiten auf und bietet den Schwerkranken und Sterbenden einen geschützten Ort mit individueller Pflege und persönlicher Betreuung. 2007 wurde das Lotsenhaus von Hamburg Leuchtfeuer eröffnet; ein Haus für Bestattung, Bildung und Trauerbegleitung. Das Wohnprojekt Festland wurde am 1. Dezember 2020 im Quartier Baakenhafen der HafenCity Hamburg eröffnet und bietet jungen Menschen mit chronischen Erkrankungen ein barrierefreies und bedarfsgerechtes Zuhause. Dort können die Bewohner selbstbestimmt und in Gemeinschaft leben.

Hamburg Leuchtfeuer beschäftigt aktuell 62 hauptamtliche und 90 ehrenamtliche Mitarbeiter. Das Kuratorium von Hamburg Leuchtfeuer hat die Aufgabe, die Anliegen der gemeinnützigen Organisation in der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Dazu zählen unter anderem Jan Foertsch, Christian Hinzpeter, Maria Jepsen, Wolfgang Joop, John Neumeier, Corny Littmann, Olaf Scholz, Frank Otto, Nane Mundt und Andrea Schaeffer.

Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die gemeinnützigen Bereiche der psychosozialen und Alltagsbegleitung, der Betreuung im Hospiz sowie der Bildung und Trauerbegleitung im Lotsenhaus von Hamburg Leuchtfeuer finanzieren sich aus Spenden und Förderungen. 720.000 Euro Spenden waren im Jahr 2020 notwendig, um die Angebote bei Aufwind, im Hospiz, im Lotsenhaus und bei Festland aufrechterhalten zu können. In erster Linie kommen die Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Darüber hinaus engagieren sich viele Menschen im Rahmen unterschiedlicher Benefiz-Aktivitäten. Zu den bekanntesten Benefiz-Aktionen zählt der alljährliche Verkauf des Leuchtfeuer-Teddys in der Wandelhalle des Hamburger Hauptbahnhofs. Rund 21.000 Benefiz-Teddys wurden 2020 verkauft, seit 1995 wurden über 500.000 Teddys verkauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stiftungsbroschüre Hamburg Leuchtfeuer (Memento des Originals vom 18. März 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburg-leuchtfeuer.de (PDF; 620 kB), abgerufen am 3. September 2011
  2. www.stattbau-hamburg.de, abgerufen am 3. September 2011