Hamburger Camerata

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Die Hamburger Camerata ist ein Kammerorchester mit Sitz in Hamburg.

Geschichte und Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamburger Camerata wurde 1986 gegründet. Sie ging aus dem 1980 durch KMD Ekkehart Richter gegründeten Kirchenmusikorchester der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern hervor.[1] Künstlerischer Leiter war von 2001 bis 2011 Max Pommer.[2] Mit der seit 1990 bestehenden Konzertreihe (jährlich sechs Konzerte) in der Laeiszhalle Hamburg schuf sich das Orchester unter der Leitung von Max Pommer, Claus Bantzer und Ralf Gothóni seinen Platz in der Hamburger Musiklandschaft. Ein Programmangebot von kammermusikalischer Sinfonik und sinfonischer Kammermusik sowie das Engagement für moderne Musik sind charakteristisch für diese Konzerte.

Seit der Saison 2012/13 ist Simon Gaudenz Chefdirigent der Hamburger Camerata.[3] 2009 gewann er mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten in Europa. Die Hamburger Camerata nahm an zahlreichen Musikfestivals teil, so am Schleswig-Holstein Musik Festival, an den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, am MDR Musiksommer, am Festival Weimarer Klassik und am Usedomer Musikfestival. Zudem gastierte das Orchester auf Konzertreisen u. a. in der Schweiz, in Spanien, Frankreich, Polen und Finnland. Neben der Konzertreihe in der Laeiszhalle Hamburg bestreitet das Orchester jährlich ca. 50 weitere Konzerte in Deutschland. Zu diesen gehört auch seit 2005 das Japanisch-Deutsche Freundschaftskonzert »East Meets West« auf Gut Haseldorf.

Bildungsangebot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamburger Camerata ermöglicht jungen Hörern mit unterschiedlichen Projekten den Zugang zur klassischen Musik: Neben den Familienkonzerten in der Laeiszhalle bietet das Kammerorchester seit 2009 die »Elbwichtel-Konzerte« für drei- bis sechsjährige Kinder im New Living Home Hamburg-Lokstedt mit zwölf Konzerten pro Saison an.[4][5] Zum Bildungsprogramm des Orchesters gehören zudem Konzerte für und Besuche in Kitas und Schulen, Patenschaften für Kitas und Grundschulen, Orchestererlebnisproben, Workshops für Erzieher an Kitas und Grundschulen und Konzepte wie z. B. Jedem Kind ein Instrument für sozial benachteiligte Kinder.[6]

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamburger Camerata finanziert sich fast ausschließlich aus Eintrittsgeldern, Spenden und Sponsorengeldern. Seit 2013 wird sie aus der Kultur- und Tourismustaxe der Hansestadt unterstützt. Die Hamburger Camerata hat die Rechtsform einer GmbH. Hauptgesellschafter ist der Hamburger Camerata Kammerorchester e.V., dessen Mitglieder die Kerngruppe des Orchesters unter Führung des Konzertmeisters Gustav Frielinghaus bilden. Geschäftsführer der Hamburger Camerata sind Meike Thiessen und Gustav Frielinghaus. Der Förderverein Hamburger Camerata e.V. und das Kuratorium unter dem Vorsitz von Rolf Seelmann-Eggebert unterstützen die künstlerische Arbeit des Kammerorchesters.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitungsausschnittsammlung: Hamburger Camerata (Kammerorchester, gegr. 1980 durch Ekkehard Richter) in der Deutschen Digitalen Bibliothek
  2. Hamburger Camerata: Max Pommer, 2014 (Memento vom 14. März 2014 im Internet Archive)
  3. Hamburger Abendblatt vom 21. September 2012: Gaudenz verbringt Wunder am Dirigentenpult (Memento vom 16. April 2013 im Internet Archive)
  4. Wieland Aschinger: Hamburger Camerata eröffnet neue Saison mit Kinderkonzert: In: Musik Heute vom 31. August 2011.
  5. Elbwichtel-Konzerte (Memento des Originals vom 13. März 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hamburgercamerata.com
  6. bildungsserver.hamburg.de/jeki/