Hamburger Ebb’ und Fluth

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Die Wassermusik TWV 55:C3 von Georg Philipp Telemann – auch mit dem Beinamen Hamburger Ebb’ und Fluth nach der gleichnamigen Gigue versehen – ist eine Ouvertüresuite in C-Dur. Sie wurde im Jahr 1723 aus Anlass der Feierlichkeiten zum hundertjährigen Bestehen der Hamburgischen Admiralität aufgeführt. Zur gleichen Gelegenheit schrieb Telemann die Hamburger Admiralitätsmusik. Telemann war 1721 nach Hamburg gegangen, um dort die Stelle des Kantors am Johanneum anzutreten. Dazu gehörten neben der Aufgabe des Lehrens auch Kompositionstätigkeiten für die vier Hauptkirchen sowie für die Feste der Offiziere und Kapitäne.[1]

Auffallend am Werk ist die Tonmalerei in der Einleitung der Ouvertüre, die durch lang liegende Töne der Oberstimme die ruhige See nachbildet.

Von 1992 bis 1995 diente ein Ausschnitt aus der Gigue als Erkennungsmelodie des Fernsehsenders Arte.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2 Oboen (2 Blockflöten, 2 Traversflöten)
  • Fagott
  • 2 Violinen
  • Viola
  • Basso Continuo

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sätze, die – bis auf die Harlequinade und Der stürmende Äolus – für Suiten übliche Tänze sind, haben zudem folgende programmatische Titel:

Die Aufführungsdauer beträgt ca. 20 Minuten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karl Grebe: Georg Philipp Telemann. Rowohlt, Reinbek 1970, ISBN 3-499-50170-8, S. 54.