Hamburger Fußball-Verband

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Hamburger Fußball-Verband
Hamburger Fußball Verband Logo.svg
Gegründet 1. Februar 1947
Präsident Dirk Fischer
Adresse Jenfelder Allee 70 a–c
22043 Hamburg
Meister Herren TuS Dassendorf
Pokalsieger Herren HSV Barmbek-Uhlenhorst
Meister Frauen Bramfelder SV
Pokalsieger Frauen Hamburger SV
Übergeordneter Verband Norddeutscher Fußballverband
Region Karte-DFB-Regionalverbände-HH.png
Vereine (ca.) 459 lt. DFB*
Mitglieder (ca.) 186.106*
Mannschaften (ca.) 3.518*
*Stand: 2015[1]
Homepage www.hfv.de

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) wurde am 1. Februar 1947 gegründet und ist die Dachorganisation von offiziell 459 Fußballvereinen in Hamburg und Umgebung mit 186.106 Mitgliedern und 3.518 Mannschaften[1]. Damit ist der HFV einer der kleinsten der 21 Landesverbände des DFB, obwohl sein Gebiet über die hamburgischen Stadtgrenzen hinaus auch den kompletten Kreis Pinneberg umfasst. Außerdem sind etliche Vereine der südlichen Teile von Stormarn und Lauenburg sowie einige aus dem Kreis Segeberg Mitglieder im Verband.[2] Bis vor einigen Jahrzehnten gehörten noch zahlreiche Vereine aus Niedersachsen dem HFV an, die meisten Klubs aber wechselten nach und nach in den Niedersächsischen Fußballverband[3], womit nur noch der Buxtehuder SV und Buchholz 08 als niedersächsische Mitgliedsvereine im HFV übrig geblieben sind.

Sitz des HFV ist Hamburg. An der Spitze des Verbandes steht seit November 2007 Dirk Fischer als Präsident. Sein Vorgänger Friedel Gütt wurde Ehrenpräsident. Die weiteren stimmberechtigten Präsidiumsmitglieder und ihre Aufgabenbereiche sind Carl-Edgar Jarchow (Vizepräsident), Volker Okun (Schatzmeister), Joachim Dipner (Spielausschuss), Hannelore Ratzeburg (Ausschuss für Frauen und Mädchen), Christian Pothe (Jugendausschuss), Frank Richter (Lehrausschuss), Volker Sontag (Freizeit- und Breitensport), Wilfried Diekert (Schiedsrichterausschuss), Uwe Herzberg (Sportanlagen) sowie Claudia Wagner-Nieberding (Beisitzerin).

Hannelore Ratzeburg ist seit 2007 zugleich Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball im Deutschen Fußball-Bund (DFB). Geschäftsführer ist Karsten Marschner.

Das Verbandsgebiet ist – anders als in den benachbarten Landesverbänden SHFV und NFV – nicht in Bezirks- und/oder Kreisverbände untergliedert. Es gibt jedoch die Bezirks-Schiedsrichterausschüsse (Alster, Bergedorf, Harburg, Nord, Ost, Pinneberg, Unterelbe und Walddörfer).

Finanzierung[Bearbeiten]

Der HFV bekam 1948 mit dem Hamburger Sportbund die Konzession für den Fußball-Toto. Die staatlichen Wettspiele sind seither – neben den Beiträgen der Mitgliedsvereine – eine der Hauptfinanzierungsquellen des Fußballverbandes. Seit 1984 erhalten HSB und HFV gemeinsam 15 Prozent aller Einnahmen der staatlichen Wetten in Hamburg.

Einrichtungen[Bearbeiten]

Von 1957 bis 2001 betrieb der HFV gemeinsam mit dem Hamburger SV die Paul-Hauenschild Sportanlage in Ochsenzoll in Norderstedt. Hauenschild, ein früherer Vorsitzender des HSV (Oktober 1927 – April 1928 und April 1949 – Januar 1950), bestimmte in seinem Testament, dass die Erträge aus seinem Nachlass zweckgebunden für Ochsenzoll zu verwenden seien. Seit 2001 verfügt der HFV auf einem ehemaligen Kasernengelände in Hamburg-Jenfeld über eine eigene Sportschule. Gleichzeitig verlegte er auch seine Geschäftsstelle aus dem HSB-Gebäude Haus des Sports nach Jenfeld.

Ligasystem[Bearbeiten]

Oberste Liga im HFV ist die Oberliga Hamburg (ehemals Verbandsliga Hamburg), die gesamtdeutsch die 5. Spielklasse bildet. Unterhalb der Oberliga gibt es zwei Landesligen (Hammonia- und Hansa-Staffel). Die 7. Liga ist die vierstafflige Bezirksliga (Nord, Ost, Süd, West). Ferner gibt es eine achtstafflige Kreisliga und eine elfstafflige Kreisklasse, die die untersten Ligen in Hamburg repräsentieren.

Höherklassige Vereine[Bearbeiten]

In höheren als in den verbandseigenen Ligen spielen in der Saison 2014/15 der Hamburger SV (Bundesliga) und der FC St. Pauli (2. Bundesliga), dazu die zweiten Mannschaften dieser beiden Vereine sowie die oben genannte Eintracht Norderstedt in der Fußball-Regionalliga Nord. 2015/16 ändert sich daran bei den Männern nichts.

Ehrenamt[Bearbeiten]

Der HFV legt als Mitglied der "Aktion Ehrenamt" vom DFB viel Wert auf die ehrenamtliche Mitarbeit. Wichtig ist Ihm die Stärkung der Vereinsbasis, die Gewinnung ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter/-innen, die Würdigung ehrenamtlicher Tätigkeit, Qualifizierungsangebote und Verbesserung der Rahmenbedingungen für ehrenamtliche Arbeit sowie das menschliche Miteinander. Ohne die ehrenamtlichen Schiedsrichter, Zeugwarte, Platzwarte, Trainer und Helfer gäbe es keinen Hamburger Amateurfussball.

Der Verband hebt das Ehrenamt hervor durch die Vergabe des Preises "Ehrenamtler des Monats" und mit der von Medien-Studenten erstellten Kampagne "#ohnegehtsnicht". Die Aktion #ohnegehtsnicht wirbt viral in den sozialen Medien für Ehrenämter in den Fussball-Vereinen. Erstellt wurde sie gemeinsam mit der medienakademie in Hamburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b DFB-Mitgliederstatistik 2015, siehe [1], aufgerufen am 22. Juni 2015 (neun Vereine weniger als 2014). Der Verband selbst listet auf seiner Website nur 268 Vereine auf, vgl. Vereinsanschriften, aufgerufen am 22. August 2014, was auch der Blick auf die aktuellen Tabellenstände bis hinunter zur Kreisklasse (unterste Liga) als plausibel bestätigt. Die bisherige Zahl 468 war laut Auskunft des HFV vom 1. September 2014 dadurch zustande gekommen, dass die Vereine des Betriebssports und der Hamburger Freizeit-Fußball-Gemeinschaft mitgezählt sind. Die Betriebssport-Vereinigung Hamburg bot 2012 Fußball in 166 Vereinen mit 193 Mannschaften für 6.361 Mitglieder an, vgl. Webseite der BSV, aufgerufen am 1. September 2014
  2. Aktuelle Beispiele 2014/15 aus höheren Ligen: Barsbütteler SV (Stormarn), TuS Dassendorf (Lauenburg), Eintracht Norderstedt (Segeberg)
  3. zum Beispiel Güldenstern Stade und Lüneburger SK

Weblinks[Bearbeiten]