Hamburger Pokal

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ODDSET-Pokal
Verband HFV
Gründung 1951
Erstaustragung 1951/52
Mannschaften unterschiedlich
Spielmodus K.-o.-System
Titelträger Eintracht Norderstedt (3. Titel)
Rekordsieger SC Victoria Hamburg
Website fussballhamburg.deVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für DFB-Pokal

Der Hamburger Pokal wird seit 1951/52 vom Hamburger Fußball-Verband ausgetragen. Der offizielle Name lautet heute Oddset-Pokal, früher lautete der Name Toto-Pokal; geläufig sind jedoch auch heute noch die Namen HFV-Pokal oder schlicht Pokal. Der Sieger des Oddset-Pokals qualifiziert sich seit 1974 automatisch für den DFB-Pokal. Aktueller Titelträger ist der FC Eintracht Norderstedt, der sich am 25. Mai 2017 im Finale gegen SV Halstenbek-Rellingen durchsetzen konnte.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Modus des Wettbewerbs wechselte stetig. In den ersten Jahren wurde der Pokal ohne Endspiel durchgeführt, da mehrere Vereine den Norddeutschen Pokal (welcher als „Vorrunde“ zum DFB-Pokal fungierte) erreichen konnten und damit ein Finale nicht notwendig war, um diese Vereine zu ermitteln – aus diesem Grund gibt es auch zu vielen Spielzeiten keinen offiziellen Sieger des Wettbewerbs. Ausnahmen von dieser Regel waren die Saisons 1954/55, in welcher der ASV Bergedorf 85 den Pokal gewann, und 1955/56, als Borussia Harburg vor 600 Zuschauern das Finale für sich entscheiden konnte. In den darauffolgenden Jahren sah die Ausführung des Turniers wieder kein Endspiel vor. Erst fast 20 Jahre später wurde 1973 wieder ein Finale ausgetragen, das der SC Poppenbüttel gewann.

Seit 1974 qualifizieren sich die Gewinner der jeweiligen Austragungen des HFV-Pokals nicht mehr für die 1. Runde des Norddeutschen Pokals, sondern direkt für den DFB-Pokal. Seit 1981/82 wird jede Pokalsaison mit einem Endspiel ausgetragen, da die Anzahl der Teilnehmer am DFB-Pokal stark verringert wurde und somit nur noch ein Hamburger Verein für den DFB-Pokal zugelassen wurde. An diesem Modus hat sich bis heute nichts verändert.

Modus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heute besteht der HFV-Pokal aus acht Runden (inklusive Finale), wobei es in den ersten Runden vereinzelt Freilose gibt, um spätestens ab dem Achtelfinale eine gerade Anzahl von Vereinen im Wettbewerb zu haben. Von Runde 1 bis 3 ist der Pokalwettbewerb in vier Gruppen (Süd/Ost, Bergedorf/Ost, Nord/Mitte und West/Pinneberg/Uetersen) aufgeteilt, um den Vereinen hohe Anfahrtskosten zu ersparen, wobei dies gleichzeitig auch bedeutet, dass bestimmte Vereine in den ersten Runden aufgrund der schwachen Gegner in ihrer Gruppe kaum gefordert werden, während in anderen Gruppen schon früh höherklassige Mannschaften ausscheiden können.

Der unterklassige Verein hat im Pokalwettbewerb immer Heimrecht. Eine Ausnahme stellt hierbei das Finale dar, das in der Regel auf neutralem Boden gespielt wird.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Startberechtigt am Hamburger Pokal sind alle Vereine, die im Hamburger Fußballverband Mitglied sind. Dafür ist keine Mindestliga notwendig (es dürfen also auch Klubs aus der untersten Liga für den Oddset-Pokal melden) und der Verein muss nicht mal aktiv im Ligabetrieb spielen (so nahm in den 1970er und 1980er Jahren regelmäßig der VfL Fosite aus Helgoland, welcher Mitglied im HFV ist, am Wettbewerb teil, obwohl Fosite nie im Ligabetrieb spielte). Allerdings ist kein Hamburger Verein für die Teilnahme am Wettbewerb verpflichtet, so dass manchmal auch Vereine nicht am Pokal teilnehmen, obwohl sie im Ligasystem aktiv sind.

Seit der Saison 2008/09 sind Zweitmannschaften für den Oddset-Pokal nicht mehr startberechtigt, da diese sich nicht mehr für den DFB-Pokal qualifizieren können.

Bisherige Sieger und Endspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Sieger Gegner Ergebnis
1954/55 Bergedorf 85 SC Sperber Hamburg 2:1 n.V.
1955/56 Borussia Harburg SuS Bergedorf 3:1
1972/73 SC Poppenbüttel Germania Schnelsen 2:1
1981/82 Bergedorf 85 FC St. Pauli 1:0
1982/83 Hummelsbütteler SV HEBC 6:5 n.E.
1983/84 FC Altona 93 FC St. Pauli 3:0
1984/85 Altona 93 SV Lurup 2:0
1985/86 FC St. Pauli Holsatia Elmshorn 5:0
1986/87 SC Concordia Altona 93 4:1
1987/88 Meiendorfer SV SC Concordia 1:0
1988/89 Altona 93 SC Concordia 3:1 n.V.
1989/90 SC Victoria Hamburg VfL 93 2:1 n.V.
1990/91 Hamburger SV Amateure Altona 93 1:0
1991/92 Bergedorf 85 FC St. Pauli Amateure 3:2
1992/93 Raspo Elmshorn KS Polonia 3:1
1993/94 Altona 93 VfL 93 4:3 n.V.
1994/95 1. SC Norderstedt FC St. Pauli Amateure 5:4 n.E.
1995/96 Hamburger SV Amateure SC Concordia 3:1 n.V.
1996/97 Hamburger SV Amateure VfL 93 4:2 n.E.
1997/98 FC St. Pauli Amateure SC Vorwärts-Wacker 04 4:0
1998/99 1. SC Norderstedt Hamburger SV Amateure 2:1 n.V.
1999/2000 TuS Dassendorf SV Börnsen 5:1
2000/01 FC St. Pauli Amateure VfL Pinneberg 3:1
2001/02 USC Paloma SC Victoria Hamburg 4:3 n.E.
2002/03 Bergedorf 85 FC St. Pauli Amateure 2:1
2003/04 FC St. Pauli Bergedorf 85 2:0
2004/05 FC St. Pauli SV Halstenbek-Rellingen 2:1
2005/06 FC St. Pauli Meiendorfer SV 7:0
2006/07 SC Victoria Hamburg VfL 93 1:0
2007/08 FC St. Pauli II[1] Bergedorf 85 1:0
2008/09 SC Concordia Altona 93 2:1
2009/10 SC Victoria Hamburg SV Halstenbek-Rellingen 1:0
2010/11 Eimsbütteler TV SC Vorwärts-Wacker 04 1:0
2011/12 SC Victoria Hamburg Germania Schnelsen 2:1
2012/13 SC Victoria Hamburg FC Elmshorn 2:1 n.V.
2013/14 USC Paloma SC Condor 3:2 n.E.
2014/15 HSV Barmbek-Uhlenhorst SC Condor 2:0
2015/16 Eintracht Norderstedt Altona 93 4:1 n.V.
2016/17 Eintracht Norderstedt SV Halstenbek-Rellingen 2:1 n.V.

[2]

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Da ab der Saison 2008/09 Zweitvertretungen von Profimannschaften im DFB-Pokal nicht mehr startberechtigt sind, ist der Finalgegner Bergedorf 85 hierfür qualifiziert.
  2. Liste der Endspiele von Anfang an (mit Spielorten, Torschützen und Zuschauerzahlen) [1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]