Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut

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Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) wurde 2005 gegründet, um Teile der Forschungsarbeit des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) weiterzuführen, das Ende 2006 aufgrund der Empfehlung des Leibniz-Instituts wegen schlechter Evaluationsergebnisse von der öffentlichen Förderung ausgeschlossen wurde.[1] Bis Ende 2006 ist das HWWI/HWWA auch eines der fünf beratenden Wirtschaftsinstitute der Bundesregierung gewesen und aus dem gleichen Grund ausgeschieden. Direktor war damals Thomas Straubhaar, der zuvor das HWWA geleitet hatte. Straubhaar kündigte 2013 an, diese Position im September 2014 niederzulegen.[2] Ende August 2014 übergab er sein Amt an Christian Growitsch, der das HWWI bis Ende Juli 2015 mit Co-Geschäftsführer Henning Vöpel leitete. Am 29. Juli 2015 gab das HWWI bekannt, dass Growitsch wegen unterschiedlicher strategischer Auffassungen mit den Gesellschaftern im gegenseitigen Einvernehmen das HWWI verlässt. Seitdem leitet Vöpel das Institut als alleiniger Geschäftsführer.[3][4]

Das HWWI ist heute ein ausschließlich privates Institut und versteht sich als privater Think Tank.[5] Es wird von der Handelskammer Hamburg und der Universität Hamburg als Gesellschafter getragen. Die Finanzierung des HWWI erfolgt durch eine langfristige Partnerschaft mit der Berenberg Bank, der Bucerius Law School Hamburg, der Hamburger Sparkasse, der Handelskammer Hamburg, der Hamburg School of Business Administration und der HSH Nordbank.

Das Institut ist liberal ausgerichtet und hat die Arbeitsschwerpunkte:

  • Konjunktur und globale Märkte
  • Umwelt und Klima
  • Energie und Rohstoffmärkte
  • Erwerbstätigkeit und Familie
  • Gesundheits- und Sportökonomik
  • Family owned Business
  • Immobilien- und Vermögensmärkte
  • Demografie, Migration und Integration
  • Regionalökonomie und Stadtentwicklung
  • Ordnungsökonomik und institutioneller Wandel
  • Sektoraler Wandel: Maritime Wirtschaft und Luftfahrt

Das Institut beteiligt sich ferner an zivilgesellschaftlichen Initiativen, wie dem Ostseenetzwerk.[6]

Das HWWI erhebt und veröffentlicht den HWWI-Rohstoffpreisindex.

Zweigniederlassung Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Februar 2007 eröffnete das HWWI in Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen, eine Zweigniederlassung.[7] Die Zweigstelle ist folgenden Schwerpunkten verschrieben:

  • Grundfragen der Ordnungstheorie und -politik,
  • Transformations- und Reformprozesse in den jungen Bundesländern sowie in Ostmittel- und Osteuropa und
  • Konjunkturelle und regionalökonomische Entwicklung des Freistaates Thüringen.

Die Arbeit in diesen Schwerpunkten soll dem Vermächtnis des Ökonomen Wilhelm Röpke verschrieben sein. Deshalb gehörte das HWWI 2007 zu den Mitgründern des Wilhelm-Röpke-Instituts in Erfurt. Zusammen mit diesem Institut veranstaltet das HWWI jährlich zum Todestag Röpkes die Wilhelm-Röpke-Vorlesung, außerdem bilden diese gemeinsam den Aktionspunkt Thüringen der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evaluationsbericht des Leibniz-Instituts (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB), Zugriff am 18. April 2007;
  2. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. August 2013.
  3. Personelle Veränderungen an der Spitze des HWWI. Pressemitteilung zum Ausscheiden von Growitsch, 29. Juli 2015.
  4. WeltWirtschaftsInstitut hat nur noch einen Chef. In: Hamburger Abendblatt. 30. Juli 2015. (zum Ausscheiden Growitschs)
  5. hwwi.org (PDF; 164 kB) Siehe am Ende der Pressemitteilung.
  6. Europäische Kommission stellt Arbeitsprogramm 2011 in EU-Briefing vor (Memento vom 30. Juli 2012 im Webarchiv archive.is) von Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland und des Auswärtigen Amts
  7. Beate Kranz: HWWI eröffnet Zweigstelle in Erfurt auf abendblatt.de (abgerufen am 3. September 2017)
  8. Ordnungspolitik neu denken Zweigniederlassung Thüringen des HWWI in Erfurt auf hwwi.org (Abgerufen am 3. September 2017)