Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut

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Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) ist ein unabhängiges, privatwirtschaftlich finanziertes wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut. Das HWWI wurde 2005 gegründet, um Teile der Forschungsarbeit des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) weiterzuführen.[1] Wissenschaftlicher Direktor des HWWI ist seit März 2022 Michael Berlemann. Seit Mai 2021 ist Dirck Süß Geschäftsführer des HWWI. Bis 2014 war Thomas Straubhaar, bis Oktober 2021 Henning Vöpel Direktor des Instituts.

In der eigenen Forschungsarbeit widmet sich das HWWI vorrangig weltwirtschaftlichen Fragestellungen, wie zum Beispiel der Erforschung der Konsequenzen von Umweltverschmutzung und Klimawandel, der Ergründung der Ursachen und Folgen von internationalen Migrationsströmen oder den Bestimmungsgründen des weltwirtschaftlichen Wachstums.

Das HWWI ist Gewinner des von FocusEconomics verliehenen Preises FocusEconomics Analyst Forecast Award 2020 für Deutschland.[2]

Das HWWI ist Gewinner des „Consensus Economics 2018 Forecast Accuracy Award for Germany“, eines internationalen Preises der britischen Organisation Consensus Economics. Gemessen unter über 30 deutschen und internationalen Konjunkturprognostikern wurde das HWWI für seine genaueste Prognose des realen Bruttoinlandsprodukts und der Verbraucherpreise in Deutschland für das Kalenderjahr 2018 ausgezeichnet.[3]

Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das HWWI ist seit 2005 eine unabhängige Forschungseinrichtung. Das HWWI wird getragen von der Handelskammer Hamburg. Wissenschaftlicher Partner ist die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg. Bis 2016 war zudem die Universität Hamburg Gesellschafter des HWWI.[4]

Die Forschungsbereiche des HWWI sind derzeit:

  • Konjunktur und Wachstum
  • Umwelt und Klima
  • Migration und Integration
  • Räumliche Ökonomik.

HWWI-Rohstoffpreisindex. Das HWWI stellt mit dem Index der Weltmarktpreise für Rohstoffe eine umfassende Messgröße für die aktuelle Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten bereit.

Niederlassung Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 ist das HWWI auch in Bremen mit einer Niederlassung, dem HWWI Bremen, vertreten. Vier Mitarbeiter sorgen dafür, dass die gesamte Forschungs- und Beratungskompetenz des HWWI auch Unternehmen, Politikern, Behörden, Kammern, Stiftungen und Verbänden in der Region Bremen und Nordwest zur Verfügung steht. Besondere Expertise besteht in der Niederlassung im Bereich der Regionalökonomie sowie für alle Themen rund um die Hansestadt Bremen und die nordwestlichen Regionen.

Zweigniederlassung Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Februar 2007 eröffnete das HWWI in Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen, eine Zweigniederlassung.[5] Diese wurde zwischenzeitlich geschlossen. Die Zweigstelle war folgenden Schwerpunkten verschrieben:

  • Grundfragen der Ordnungstheorie und -politik,
  • Transformations- und Reformprozesse in den jungen Bundesländern sowie in Ostmittel- und Osteuropa und
  • Konjunkturelle und regionalökonomische Entwicklung des Freistaates Thüringen.

Die Arbeit in diesen Schwerpunkten sollte dem Vermächtnis des Ökonomen Wilhelm Röpke verschrieben sein. Deshalb gehörte das HWWI 2007 zu den Mitgründern des Wilhelm-Röpke-Instituts in Erfurt. Zusammen mit diesem Institut veranstaltete das HWWI jährlich zum Todestag Röpkes die Wilhelm-Röpke-Vorlesung, außerdem bildeten diese gemeinsam den Aktionspunkt Thüringen der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft.[6] Das Röpke-Institut besteht in Erfurt fort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evaluationsbericht des Leibniz-Instituts. (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive; PDF; 1,2 MB) wgl.de; abgerufen am 18. April 2007;
  2. Pressemitteilung. hwwi.org, abgerufen am 18. August 2021.
  3. Pressemitteilung „The HWWI wins Consensus Economics 2018 Forecast Accuracy Award for Germany“ (PDF; 178 kB) abgerufen am 24. Juni 2019.
  4. Handelskammer Hamburg sucht Partner für das HWWI. abendblatt.de, 19. Januar 2018
  5. Beate Kranz: HWWI eröffnet Zweigstelle in Erfurt. auf abendblatt.de (abgerufen am 3. September 2017)
  6. Ordnungspolitik neu denken Zweigniederlassung Thüringen des HWWI in Erfurt (PDF) hwwi.org; abgerufen am 3. September 2017.