Hamburgisches Weltwirtschaftsinstitut

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Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) wurde 2005 gegründet, um Teile der Forschungsarbeit des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) weiterzuführen, das Ende 2006 aufgrund der Empfehlung des Leibniz-Instituts wegen schlechter Evaluationsergebnisse von der öffentlichen Förderung ausgeschlossen wurde.[1] Bis Ende 2006 ist das HWWA auch eines der fünf beratenden Wirtschaftsinstitute der Bundesregierung gewesen. Direktor des HWWI war Thomas Straubhaar, der zuvor das HWWA geleitet hatte. Straubhaar kündigte 2013 an, diese Position im September 2014 niederzulegen.[2] Ende August 2014 übergab er sein Amt an Henning Vöpel, der das Institut seitdem leitet.

Das HWWI ist Gewinner des "Consensus Economics 2018 Forecast Accuracy Award for Germany", eines internationalen Preises der britischen Organisation Consensus Economics. Gemessen unter über 30 deutschen und internationalen Konjunkturprognostikern wurde das HWWI für seine genaueste Prognose des realen Bruttoinlandsprodukts und der Verbraucherpreise in Deutschland für das Kalenderjahr 2018 ausgezeichnet.[3]

Ausrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das HWWI ist seit 2005 eine unabhängige Forschungseinrichtung. Das HWWI wird getragen von der Handelskammer Hamburg. Der wissenschaftliche Partner ist die Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg. Bis 2016 war zudem die Universität Hamburg Gesellschafter des HWWI.[4] Es versteht sich als privater Think Tank.[5]

Das Institut ist liberal ausgerichtet und hat die Forschungsschwerpunkte:

  • Digitalökonomie (IDEAS@HWWI)
  • Arbeit, Bildung und Demografie
  • Energie, Klima und Umwelt
  • Konjunktur, Weltwirtschaft und Internationaler Handel
  • Hamburg, Städte und Regionen

HWWI-Rohstoffpreisindex. Das HWWI stellt mit dem Index der Weltmarktpreise für Rohstoffe eine umfassende Messgröße für die aktuelle Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten bereit.

Niederlassung Bremen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2011 ist das HWWI auch in Bremen mit einer Niederlassung, dem HWWI Bremen, vertreten. Vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass die gesamte Forschungs- und Beratungskompetenz des HWWI auch Unternehmen, Politikern, Behörden, Kammern, Stiftungen und Verbänden in der Region Bremen und Nordwest zur Verfügung steht. Besondere Expertise besteht in der Niederlassung im Bereich der Regionalökonomie sowie für alle Themen rund um die Hansestadt Bremen und die nordwestlichen Regionen.

Zweigniederlassung Thüringen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 12. Februar 2007 eröffnete das HWWI in Erfurt, der Landeshauptstadt von Thüringen, eine Zweigniederlassung.[6] Diese wurde zwischenzeitlich geschlossen. Die Zweigstelle war folgenden Schwerpunkten verschrieben:

  • Grundfragen der Ordnungstheorie und -politik,
  • Transformations- und Reformprozesse in den jungen Bundesländern sowie in Ostmittel- und Osteuropa und
  • Konjunkturelle und regionalökonomische Entwicklung des Freistaates Thüringen.

Die Arbeit in diesen Schwerpunkten sollte dem Vermächtnis des Ökonomen Wilhelm Röpke verschrieben sein. Deshalb gehörte das HWWI 2007 zu den Mitgründern des Wilhelm-Röpke-Instituts in Erfurt. Zusammen mit diesem Institut veranstaltete das HWWI jährlich zum Todestag Röpkes die Wilhelm-Röpke-Vorlesung, außerdem bildeten diese gemeinsam den Aktionspunkt Thüringen der Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft.[7] Das Röpke-Institut besteht in Erfurt fort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Evaluationsbericht des Leibniz-Instituts (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 1,2 MB), Zugriff am 18. April 2007;
  2. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 23. August 2013.
  3. Pressemitteilung "The HWWI wins Consensus Economics 2018 Forecast Accuracy Award for Germany" (PDF-Datei, 178 kB); zuletzt abgerufen am 24. Juni 2019.
  4. Handelskammer Hamburg sucht Partner für das HWWI vom 19. Januar 2018
  5. hwwi.org (PDF; 164 kB) Siehe am Ende der Pressemitteilung.
  6. Beate Kranz: HWWI eröffnet Zweigstelle in Erfurt auf abendblatt.de (abgerufen am 3. September 2017)
  7. Ordnungspolitik neu denken Zweigniederlassung Thüringen des HWWI in Erfurt auf hwwi.org (Abgerufen am 3. September 2017)