Hamel (Fluss)

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Hamel
Die historische Mündung im Norden Hamelns transportiert nur noch einen geringen Teil des Wassers.

Die historische Mündung im Norden Hamelns transportiert nur noch einen geringen Teil des Wassers.

Daten
Gewässerkennzahl DE: 4572
Lage Niedersachsen, Deutschland
Flusssystem Weser
Abfluss über Weser → Nordsee
Ursprung „Hamelquelle“:
in Hamelspringe am Süntel
52° 5′ 25″ N, 9° 21′ 42″ O
Quellhöhe Quelle der Alten Sickerhamel:
 350 m ü. NHN[1] 
Hamelquelle:
 170 m ü. NHN
Mündung der Fluthamel:
in Hameln in die WeserKoordinaten: 52° 6′ 33″ N, 9° 20′ 59″ O
52° 6′ 33″ N, 9° 20′ 59″ O
Mündungshöhe ca. 67 m ü. NN
Höhenunterschied ca. 283 m
Länge 26,6 km[2] 
Alte Sickerhamel–Fluthamel
Einzugsgebiet 207,59 km²[3]
Mittelstädte Hameln
Hamelquelle in Hamelspringe

Die Hamel ist ein rechtsseitiger, über 26 km langer Nebenfluss der Weser im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamel entspringt in Hamelspringe am Ostrand des Süntel, fließt durch das Deister-Süntel-Tal und erreicht schließlich als Fluthamel die Weser bei 67 m ü. NN in die Weser.

Gartenquelle und Sickerhamel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zwei Ursprünge: Die so auch genannte Hamelquelle liegt auf 170 m über dem Meer in einem Privatgarten des Dorfes Hamelspringe. Sie hat jedoch einen kleinen Zulauf, die hydrografisch mit der GKZ 4572111 erfasste Alte Sickerhamel. Die entspringt auf 350 m ü. NHN bei der Eulenflucht am Nordhang der Hohen Egge, deren Gipfel 435,2 m ü. NHN erreicht. Die Alte Sickerhamel rinnt zunächst fast in Falllinie den Berghang hinab, in dessen unterer Hälfte sie eine deutliche Erosionsrinne gegraben hat. Vom Waldrand wird sie heutzutage nordwärts zu einem nicht klassifizierten Graben aus dem Bärengrund geleitet, den sie fortsetzt und dann um zwei Ecken die nominelle Hamelquelle erreicht.

Um den Süntel nach Hameln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von dort fließt sie zunächst in Richtung Osten durch Bad Münder und dann südwärts durch Hachmühlen. Hinter Hachmühlen ändert die Hamel ihre Fließrichtung nach Südwesten und folgt nun der Bundesstraße 217 auf deren Südseite nach Hameln, die als Stadt ihren Namen trägt. Dabei durchquert sie die Orte Hasperde, Groß Hilligsfeld und Rohrsen.

Mündungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Rand eines Industriegebietes der Hamelner Südoststadt reguliert ein Wehr die Wasserverteilung auf die beiden künstlichen Mündungsarme. Der größte Teil des Wassers gelangt in die Weser geradewegs durch die Fluthamel, die teilweise noch heute den Rand der städtischen Bebauung bildet und südlich des Weserhafens mündet. Ein begrenzter Teil des Wassers wird in die Stadthamel (GKZ: 457512) abgezweigt, die östlich der Altstadt nach Norden fließt und an deren Nordrand bei der Jugendherberge in die Weser mündet. Beim Ausbau Hamelns zur Festung im 17. Jahrhundert wurde sie entlang der Feldseite des Stadtwalls mit seinen Bastionen geführt, wie ihr Verlauf noch heute erkennen lässt, daher auch „Festungshamel“.

Zuflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hamel führt hauptsächlich Wasser aus dem Süntel, zusätzlich nimmt sie auch Bäche aus dem Deister, dem Kleinen Deister, dem Nesselberg und dem Ith auf. Ihre Zuflüsse sind kleine Mittelgebirgsbäche:

  • Voßbeeke (Süntel)
  • Bredenbeeke (Deister)
  • Teufelsbeeke (Süntel)
  • Gelbbach (Nesselberg)
  • Sedemünder Mühlbach (Kl. Deister/Nesselberg)
  • Steinbach (Süntel)
  • Flegesser Bach (Süntel)
  • Herksbach (Süntel)
  • Remte (Ith)

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hamel (Fluss) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.umweltkarten-niedersachsen.de/GlobalNetFX_Umweltkarten/ mit Layers DTK25, Gewässernetz und Hierarchisches Flächenverzeichnis 1 … 4
  2. Gezeichneter GPS-Track: Fluthamel–Hamel–Alte Sickerhamel
  3. Flächenverzeichnis zur Hydrographischen Karte Niedersachsen, Teil Weser, Fortschreibung Stand 13. Juli 2010 (PDF)