Hammarby IF

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Hammarby IF
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Vereinsdaten
Gegründet: 7. März 1897
Vereinsfarben: Grün-Weiß
Mitglieder: -
Titel: Fußballmeister 2001 (Männer)
Fußballmeister 1985 (Frauen)
8 x Eishockeymeister
Handballmeister 2006, 2007, 2008
Bandymeister 2010
Stadien
Fußball:
Eishockey:
Bandy:
Handball:

Tele2 Arena (33.000 Plätze)
Johanneshovs isstadion (8300 Plätze)
Zinkensdamms IP (5900 Plätze)
Eriksdalshallen (2.400 Plätze)
Anschrift: Hammarby IF
Box 20056
104 60 Stockholm
Website: http://www.hammarby-if.se

Hammarby IF, offiziell Hammarby idrottsförening (Deutsch: Hammarby Sportvereinigung), umgangssprachlich Bajen (früher Hammarbaj)[1], ist ein schwedischer Sportverein aus Stockholm.

Er wurde 1889 als Hammarby Roddförening (Deutsch: Rudervereinigung) gegründet, änderte jedoch schon acht Jahre später den Namen, da man mehr Sportarten als Rudern betrieb. Die erfolgreichsten Sportarten des Vereins sind Handball, Bandy, Eishockey, Fußball und Speedway.

Eishockey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hammarby Hockey

Die Eishockeyabteilung von Hammarby wurde 1921 gegründet und ging 2008 in Insolvenz. Hammarby wurde achtmal schwedischer Meister im Eishockey (1932, 1933, 1936, 1937, 1942, 1943, 1945 und 1951). Die Heimspiele fanden normalerweise in der Arena Hovet statt. Zuletzt spielte die Mannschaft in der zweitklassigen HockeyAllsvenskan.

Bandy[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bandyabteilung wurde schon 1905 gegründet. Der Verein war Gründungsmitglied der Bandyallsvenskan, welche am 6. Januar 1931 startete. Seitdem spielte der Verein stets in der höchsten oder in der zweithöchsten Spielklasse. Dabei konnte der Verein an acht Meisterschaftsfinalspielen teilnehmen (zuletzt 2010) und wurde dabei 2010 schwedischer Meister. Außerdem konnte Hammarby IF Bandy dreimal den Bandy World Cup (Ljusdal World Cup) gewinnen: 1999, 2001 und 2009.

Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Hammarby IF HF

Hammarbys Herren-Mannschaft spielt im Handball in der höchsten schwedischen Liga, der Elitserien. Im Team spielte unter anderem der Rekordnationalspieler Staffan Olsson, der heute als Trainer tätig ist. In der Saison 2005/06 gewann die Mannschaft zum ersten Mal den Schwedischen Meistertitel. Ein Jahr später (2006/07) verteidigte Hammarby erfolgreich den Meistertitel. In der Saison 2007/08 konnte sich Hammarby den Titel dann zum dritten Mal sichern.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fußballabteilung wurde 1915 gegründet. Im selben Jahr schloss sich Klara BK, drei Jahre später (1918) Johanneshovs IF dem Verein an. Sie gehörte mit zu den Gründungsmitgliedern der Allsvenskan, stieg jedoch schon nach der ersten Saison ab. In der Folge befand sich die Mannschaft in niederen Ligen und war in den 1950er und 1960er Jahren eine Fahrstuhlmannschaft.

Erst in den 1970er- und 1980er-Jahren konnte Hammarby IF eine längere Zeit in der Allsvenskan verbleiben und schaffte 1982 die Vizemeisterschaft hinter IFK Göteborg. In der Saison 1985/86 gelang dem Verein im UEFA-Pokal nach Erfolgen gegen den bulgarischen Vertreter Pirin Blagoewgrad und den FC St. Mirren der Einzug in das Achtelfinale. Dort musste man sich jedoch nach einem 2:1-Heimerfolg im Rückspiel knapp mit 1:3 gegen den 1. FC Köln geschlagen geben und schied aus. Nachdem die Mannschaft sich auch in den Folgejahren in der Liga vorne platzieren konnte, ging es ab 1986 bergab und 1988 wurde der Klub Tabellenletzter und stieg ab. Zwar gelang der sofortige Wiederaufstieg, im Oberhaus sprang jedoch wiederum nur der Platz am Tabellenende heraus. Ab 1994 spielte die Mannschaft wieder erstklassig, 1995 erfolgte der erneute Abstieg.

Nachdem 1998 erneut der Aufstieg gelang, gehörte Hammarby IF einige Zeit zu den besten Mannschaften, wovon auch die schwedische Meisterschaft von 2001 und die Vizemeisterschaft zwei Jahre später zeugen. 2009 stieg das Team allerdings erneut in die Superettan ab.[2] Im Jahr 2015 schaffte der Verein wieder den Aufstieg in die Fotbollsallsvenskan.

Seit 2013 spielt der Verein gemeinsam mit dem Stadtrivalen Djurgården in der neuen Tele2 Arena mit schließbarem Dach und 33.000 Plätzen.

Vereinshymne ist Just idag är jag stark (dt.: Gerade heute bin ich stark) von Kenneth 'Kenta' Gustafsson.

Klassisches Heimtrikot

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1983/84 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Albanien 1946Sozialistische Volksrepublik Albanien KF Tirana 5:2 4:0 (H) 1:2 (A)
2. Runde FinnlandFinnland Haka Valkeakoski 2:3 1:1 (H) 1:2 n.V. (A)
1985/86 UEFA-Pokal 1. Runde Bulgarien 1971Bulgarien Pirin Blagoewgrad 7:1 3:1 (A) 4:0 (H)
2. Runde SchottlandSchottland FC St. Mirren 5:4 3:3 (H) 2:1 (A)
3. Runde DeutschlandDeutschland 1. FC Köln 3:4 2:1 (H) 1:3 (A)
1999 UEFA Intertoto Cup 2. Runde Weissrussland 1995Weißrussland FK Homel 6:2 4:0 (H) 2:2 (A)
3. Runde NiederlandeNiederlande SC Heerenveen 0:4 0:2 (A) 0:2 (H)
2002/03 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Jugoslawien Bundesrepublik 1992Jugoslawien FK Partizan Belgrad 1:5 1:1 (H) 0:4 (A)
2004/05 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde IslandIsland ÍA Akranes 4:1 2:0 (H) 2:1 (A)
1. Runde SpanienSpanien FC Villarreal 1:5 1:2 (H) 0:3 (A)
2007 UEFA Intertoto Cup 1. Runde FaroerFäröer KÍ Klaksvík 3:1 1:0 (H) 2:1 (A)
2. Runde IrlandIrland Cork City FC 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
3. Runde NiederlandeNiederlande FC Utrecht (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
2007/08 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde NorwegenNorwegen Fredrikstad FK 3:2 2:1 (H) 1:1 (A)
1. Runde PortugalPortugal Sporting Braga 2:5 2:1 (H) 0:4 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Wettbewerb Sp S U N T+ T-
UEFA Champions League 02 00 01 01 01 05
Europapokal der Pokalsieger 04 01 01 02 07 05
UEFA-Pokal / Europa League 14 08 02 04 25 22
UEFA Intertoto Cup 10 04 04 02 12 09
Gesamt 30 13 08 09 45 41

Stand: 26. Juli 2017

Bedeutende Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rivalitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine besonders leidenschaftliche Rivalität herrscht zwischen Bajen und dem ebenfalls in Stockholm beheimateten Djurgården, insbesondere seitdem man sich mit jenem das Stadion teilt. Außerdem herrscht eine Rivalität zwischen Hammarby IF und AIK aus dem Vorort Solna.

Frauenfußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Frauenfußball-Mannschaft von Hammarby IF gehörte jahrelang der Damallsvenskan, der höchsten schwedischen Spielklasse, an, stieg jedoch 2011 ab. Größter Erfolg war der Gewinn der schwedischen Meisterschaft 1985.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. LÅN: Warum wird Hammarby IF Bajen genannt? (Schwedisch) Söderst@dion. 31. Dezember 2007. Abgerufen am 22. Februar 2009.
  2. Dagens Nyheter vom 28. Oktober 2009