Hammelspring

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Dorfkirche Hammelspring

Hammelspring ist ein zur Stadt Templin gehörendes Dorf in Brandenburg.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt 7,5 km südwestlich von Templin an der Bundesstraße 109. In dem Angerdorf befindet sich auch ein Haltepunkt an der Bahnstrecke Löwenberg–Prenzlau. Zu Hammelspring gehören auch Alsenhof, Etashof, Schleuse Kannenburg und Werderhof. Nordöstlich des Orts liegt der Röddelinsee.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1241, nach anderen Angaben 1243, wurde der Ort durch Conrad II. de Hamelspring und dessen Halbbruder Amelung de Lippia, verheirateter de Brakel et de Hinnenburg, als Kolonistendorf gegründet. Der Ortsname geht auf den Namen der Gründer zurück. Andere Angaben geben hingegen als erste urkundliche Erwähnung das Jahr 1375 an. Danach sei es als Havelspryng. Der Name habe sich dann später zu Hamelspringe, Hamelspring und Hamelsprunge verändert.

Im Mittelpunkt des Dorfes befand sich ein aus dem Grundwasser gespeister Weiher. Der vor der Kirche befindliche Weiher wurde später jedoch zugeschüttet und ist heute nicht mehr vorhanden. In den Jahren 1349/1350, 1360/1361 und 1375 trat im Dorf die Pest auf, die zu einem Rückgang der Einwohnerzahl um 40 % führte. Im Jahr 1350 erhielten Imker im Ort besondere Privilegien. Dies führte zu einem Anstieg der Bienenhaltung. Annähernd jede Familie hielt Bienen.

Bis 1541 gehörte das Dorf zum Schloss- und Klosteramt Zehdenick.

Im Jahr 1624 zählte Hammelspring 168 Einwohner. Es gab 16 Lehnsbauern, fünf Kossaten, einen Schulzenhof und eine Pfarrhufe. Insgesamt wurden 46 Hufen bewirtschaftet. 1699 und 1700 wurden elf hugenottische Familien im Dorf angesiedelt. Die 85 Personen stammten aus dem Dorf Varquegny im Hennegau bei Mons und aus der Pfalz, wo sie zuvor bereits als Flüchtlinge lebten.

1876 wurde Hammelspring Haltepunkt an der neueröffneten Eisenbahnstrecke Templin-Zehdenick-Löwenberg.

1993 feierte das Dorf den 750 Jahrestag der Ortsgründung. Hammelspring gehörte als eigenständige Gemeinde zum Amt Templin-Land. Im Oktober 2003 wurde das Dorf zwangsweise nach Templin eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorf befindet sich die 1820 errichtete Dorfkirche Hammelspring. Weitere denkmalgeschützte Objekte sind das Pfarr- und Gemeindehaus an der Adresse Am Bahndamm 7, das Hugenottenhaus in der Templiner Straße 44 und das Wohnhaus mit Wirtschaftsgebäude Vogelsanger Straße 18. Um die Sanierung des Hugenottenhauses bemüht sich u. a. die Deutsche Stiftung Denkmalschutz.[1]

In zum Ort gehörenden Kannenburg befindet sich eine handbetriebene Schleuse.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hammelspring bestehen einige kleinere Unternehmen der Gastronomie- und Beherbergungsbranche. Auch eine Feinbäckerei mit Postvertretung ist im Ort angesiedelt. Besonders bekannt ist die Chocolaterie Hammelspring, in der seit dem Jahr 2008 Schokoladenspezialitäten produziert werden. Die Chocolaterie ist als Schauproduktion mit eigenem Verkauf ausgerichtet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort lebt der Sandbilder schaffende Künstler Artur Fritz.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hammelspring – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Förderprojekt Hugenottenhaus (Memento des Originals vom 15. Oktober 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.denkmalschutz.de, abgerufen 8. Oktober 2014


Koordinaten: 53° 4′ N, 13° 26′ O