Hammerfall

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Hammerfall
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Hammerfall beim Wacken Open Air 2014
Hammerfall beim Wacken Open Air 2014
Allgemeine Informationen
Genre(s) Power Metal
Gründung 1993
Website hammerfall.net
Gründungsmitglieder
Mikael Stanne (bis 1996)
Niklas Sundin (bis 1995)
Oscar Dronjak
Jesper Strömblad (bis 1997)
Johan Larsson (bis 1994)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Joacim Cans (seit 1996)
Gitarre
Oscar Dronjak
Gitarre
Pontus Norgren (seit 2008)
Schlagzeug
David Wallin (seit 2014)
Bass
Fredrik Larsson (1994–1997, seit 2007)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Anders Johansson (1999-2014)
Gitarre
Glenn Ljungström (1995–1997)
Schlagzeug
Patrik Räfling (1997–1999)
Bass
Magnus Rosén (1997–2007)
Gitarre
Stefan Elmgren (1997–2008)
Schlagzeug
Jesper Strömblad (1993–1997)

Hammerfall (Eigenschreibweise: HammerFall) ist eine schwedische Power-Metal-Band, die 1993 in Göteborg gegründet wurde. Der Bandname ist dem Lied „Lucifer’s Hammer“ der amerikanischen Band Warlord entnommen, welches die Textzeile „The Hammer will fall on you!“ enthält.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich wurde Hammerfall 1993 als Projekt von Oscar Dronjak und In-Flames-Gitarrist Jesper Strömblad gegründet. 1996 nahm Hammerfall am schwedischen Bandwettbewerb Rockslaget („Die Rock-Schlacht“) teil und erreichte dort in der landesweiten Ausscheidung das Halbfinale. Während des Wettbewerbs wurde Sänger Mikael Stanne durch Joacim Cans ersetzt.

Im selben Jahr arbeitete die Band für kurze Zeit mit dem niederländischen Label Vic Records zusammen und veröffentlichten in den Niederlanden ihr Debütalbum Glory to the Brave. Anfang des Jahres 1997 unterschrieb Hammerfall schließlich einen Vertrag mit dem deutschen Label Nuclear Blast über die europaweite Veröffentlichung des Albums. Glory to the Brave löste europaweit einen neuen Heavy-Metal-Boom aus, nachdem im Laufe der 1990er Jahre der traditionelle Heavy Metal von vielen im Zuge der Grunge-Welle und nachfolgender neuerer Rockmusikstile für „tot“ erklärt wurde.

Hammerfall war der Neuling des Jahres 1997 im Metal-Bereich. Das Debütalbum erreichte hervorragende Kritiken, verkaufte sich weltweit hunderttausendfach und stieg in Deutschland auf Platz 36 in die Charts ein. Hammerfall tourte im selben Jahr durch Europa und spielte unter anderem auf dem Wacken Open Air.

Mit ihrem zweiten Studioalbum Legacy of Kings von 1998 schaffte die Band es sogar auf Platz 15 der deutschen Albumcharts. Sie war bereits mehrmals für den Swedish Grammy Award nominiert, konnte diesen aber nie gewinnen.

Das dritte Album Renegade aus dem Jahr 2000 brachte musikalisch keine Neuerungen, verstärkte den Erfolg der Band aber weiter und erreichte in Schweden die Spitze der Albumcharts.

Das vierte Album Crimson Thunder folgte im Jahr 2002. Für dieses Album wurde Hammerfall auf einem Konzert in Göteborg am 20. Februar 2003 mit einer goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Der Mitschnitt dieses Konzerts wurde 2003 unter dem Titel One Crimson Night als Livealbum veröffentlicht. Auf diesem Livealbum finden sich als Bonustitel außerdem zwei Aufnahmen aus Guadalajara, Mexiko und ein in Santiago, Chile gespieltes Lied. Im selben Jahr zollte Joacim Cans den Namensgebern der Band Tribut und sang das Warlord-Comebackalbum Rising Out of the Ashes ein.

Mitte 2003 musste Hammerfall nach einem schweren Motorradunfall von Oscar Dronjak sämtliche Aktivitäten bis Anfang 2004 unterbrechen. Joacim Cans nutzte diese Zeit, um ein Soloalbum aufzunehmen. Dieses trug den Titel Beyond the Gates und erschien am 19. April 2004. Daneben war Cans auch bei Mrs. Hippie tätig.

Das nächste Album von Hammerfall erschien Anfang 2005 und trug den programmatischen Titel Chapter V – Unbent, Unbowed, Unbroken. Zu den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin nahm die Band zusammen mit der schwedischen Damen-Curling-Olympiamannschaft ein Video auf, welches die fünf Männer im Wettstreit mit den Damen zeigt. Grundlage des Videos bildete Hearts On Fire vom Album Crimson Thunder. Im Oktober desselben Jahres erschien das neue Album Threshold, dem im Vormonat die Single Natural High vorausgegangen war.

Der bisherige Bassist Magnus Rosén verließ im März 2007 die Band, da er sich stärker auf seine Nebenprojekte konzentrieren wollte. Nachfolger wurde Fredrik Larsson, der bereits in den 1990er-Jahren mit der Band gearbeitet hatte. Zusammen arbeiteten sie im Mai 2007 auf Teneriffa am Best-Of-Album Steel Meets Steel – Ten Years of Glory. Auf der Doppel-CD vom 12. Oktober 2007 finden sich unter anderem drei neue Lieder, eine Neuaufnahme von Hammerfall und zwei Live-Aufnahmen von 1998.

Was folgte, war der nächste Besetzungswechsel: Gitarrist Stefan Elmgren verließ Anfang April 2008 die Band, um als Pilot arbeiten zu können. Zum Nachfolger wurde Pontus Norgren, der dafür seine Tätigkeit bei The Poodles aufgab. Das Album No Sacrifice, No Victory erschien am 20. Februar 2009 und verzeichnete mit Platz 7 den bis dahin für die Band höchsten Neueinstieg in den deutschen Charts.

Am 20. Mai 2011 erschien ihr achtes Studioalbum Infected, welches in Deutschland Platz 9 erreichte.

Nach einer einjährigen Pause kündigte Hammerfall im Dezember 2013 für den August 2014 ein neues Studioalbum und einen besonderen Auftritt auf dem Wacken Open Air an, bei dem die Band ihr Debütalbum Glory to the Brave in voller Länge spielten.[1] Zusätzlich wurde die Band für den Song The Dragon Lies Bleeding durch Stefan Elmgren unterstützt.

Das neunte Studioalbum heißt (r)Evolution und erschien in Deutschland am 29. August.[2] Als Produzent wurde Fredrik Nordström gewählt, welcher bereits die ersten beiden Hammerfall Alben produzierte. Des Weiteren stammt das Album-Cover, wie bei den ersten drei Alben, von Andreas Marschall und enthält einige Anspielungen auf deren Artworks. Die erste Single Bushido (jap. 武士道, wörtlich „Weg () des Kriegers (Bushi)“) wurde am 18. Juli gemeinsam mit einer neuen Version von The Way of the Warrior und zeitgleich zum Neustart der offiziellen Webseite veröffentlicht.[3][4]

Musikstil[Bearbeiten]

Der Stil von Hammerfall wurde durch den Heavy Metal der 1980er Jahre beeinflusst, wobei besonders der Einfluss von Helloween erkennbar ist.[5] Andere sehen in ihrer Musik Parallelen zu Judas Priest, Manowar und Accept.[6] Um ihre Wurzeln zu zeigen, wurden auch einige Stücke für Tributealben von Helloween, Dio und Twisted Sister eingespielt. Ebenso ehrten sie eines ihrer Vorbilder, Stormwitch, mit dem Cover des Songs Ravenlord auf der Glory to the Brave EP, 2004 trat dessen Sänger mit Hammerfall auf dem Wacken Open Air auf. Daneben zeigt insbesondere das 2008 veröffentlichte Coveralbum Masterpieces noch Einflüsse von weniger bekannten Bands wie Warlord, Heavy Load, Chastain oder Loudness auf. Der heutige Stil von Hammerfall zeichnet sich durch eingängige Melodien, klassische Harmonien und genretypischen Doublebass aus. Die Gitarrensoli zeigen oft Anleihen am Neo-Barock. Der Gesang ist klar und hoch (Falsett). Der Aufbau der Lieder hat meist klassische Strophenform, die Texte orientierten sich auf den ersten fünf Alben an einigen Elementen True Metal, zu dem sich die Band selbst jedoch nie bekannt hat. Die folgenden Werke zeigten, spätestens seit dem Einstieg Pontus Norgrens, verstärkt Einflüsse aus dem klassischen Heavy Metal.

Im Laufe der Karriere wechselte die Band mehrmals den Musikproduzenten: Nachdem die ersten beiden Alben unter Fredrik Nordström eingespielt worden waren, folgte Renegade unter Michael Wagener. Von Crimson Thunder bis No Sacrifice, No Victory lag die Produzentenrolle bei Charlie Bauerfeind. Das aktuelle Album Infected wurde von James Michael, Oscar Dronjak und Pontus Norgren produziert.

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Hammerfall/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. metal-hammer.de: Hammerfall 2014: Neues Album und Wacken-Ankündigung (Zugriff am 5. Dezember 2013)
  2. metal-hammer.de: Details zum neuen Hammerfall-Album (r)Evolution (Zugriff am 18. Juli 2014)
  3. metal-hammer.de: Hört die neue Hammerfall-Single ‘Bushido’ (Zugriff am 18. Juli 2014)
  4. hammerfall.net: A (r)Evolution is coming! (Zugriff am 18. Juli 2014)
  5. vgl. Thomas Klaner in BreakOut, Heft 8/2000
  6. http://www.melodicrock.com/interviews/hammerfall.html