Hammerbrecher

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Der Hammerbrecher gehört zur Maschinenfamilie der Brecher und dient dazu, Brechgut, wie beispielsweise Kalksteinbrocken, zu zerkleinern. Er zählt in der Ausführung als Einwellen- oder Doppelwellenhammerbrecher zu den meistverwendeten Brechertypen. Die Zerkleinerung des Brechgutes erfolgt durch Schlag- und Prallzerkleinerung. Maschinen nach dem gleichen Prinzip, welche das Material feiner zermahlen, werden Hammermühlen genannt.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hammerbrecher bestehen aus einem Rotor mit Scheiben, auf denen im äußeren Bereich gelenkig gelagert Hämmer angebracht sind. Sie weisen konstruktive Ähnlichkeit zu Horizontal-Prallbrechern auf. Die hohe Schwungmasse des Rotors ermöglicht eine einstufige Zerkleinerung von Aufgabestücken mit bis zu 2,5 m Kantenlängen in einem Arbeitsgang auf unter 25 mm. Dabei werden Durchsatzleistungen von über 2.000 t/h erreicht.

Hammerbrecher sind einfach und kompakt in der Konstruktion, robust in der Bauweise, leistungsstark, sicher und wartungsarm im Betrieb. Sie eignen sich besonders für die Zerkleinerung von mittelhartem, auch feuchtem Gestein, zudem besitzen sie ein gutes Zerkleinerungsverhältnis (1:10 bis 1:15). Sie werden ausschließlich stationär oder semimobil eingesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Kunze: Baumaschinen. Vieweg+Teubner Verlag, Wiesbaden 2002, ISBN 3-528-06628-8, S. 360.