Han Soon-chul

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Han Soon-chul (한순철; * 30. Dezember 1984) ist ein südkoreanischer Boxer. Han errang die Silbermedaille bei den Asienspielen 2006 im Bantamgewicht, die Bronzemedaille bei den Asienspielen 2010 im Leichtgewicht und war Teilnehmer der Olympischen Spiele 2008 in Peking und Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele 2012 in London.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Han nahm 2005 erstmals an den Asienmeisterschaften teil, schied aber bereits im ersten Kampf gegen den späteren Asienmeister Joan Tipon, Philippinen (26:12), aus. Mehr Erfolg hatte er bei den Asienspielen 2006 in Doha. Hier konnte er u. a. mit einem Sieg über Enchbatyn Badar-Uugan, Mongolei (29:19), das Finale erreichen, welches er wiederum gegen Joan Tipon verlor (21:10) und damit die Silbermedaille im Bantamgewicht (-54 kg) errang.

2007 nahm Han zum ersten Mal an den Weltmeisterschaften im Bantamgewicht teil und schied nach einem Sieg über Vachagan Avagyan, Armenien (20:12), gegen Maxim Tretyak, Ukraine (35:21), aus.

Die damit verpasste Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking versuchte Han bei den asiatischen Olympiaqualifikationsturnieren im Jahr 2008 nachzuholen. Dabei schied er im ersten Turnier in Bangkok bereits im ersten Kampf gegen den Silbermedaillengewinner von 2004 Worapoj Petchkoom, Thailand (22:7), aus. Im zweiten Turnier in Astana erreichte Han das Halbfinale, das er gegen Xurshid Tojiboyev, Usbekistan, verlor (AB 3.). Im entscheidenden Kampf um den letzten asiatischen Quotenplatz schlug Han Dinesh Kumara Mahju, Sri Lanka (14:4).

Bei den Olympischen Spielen verlor Han im Achtelfinale gegen Héctor Manzanilla, Venezuela (17:6).

2009 nahm Han wieder an den Weltmeisterschaften teil, scheiterte aber im Leichtgewicht (-60 kg) nach einem Sieg über Francisco Vargas, Mexiko (12:5), im Achtelfinale vorzeitig an Domenico Valentino, Italien (RSC 2.).

Bei den Asienspielen 2010 holt Han seine zweite internationale Medaille: Er erreicht das Halbfinale, verliert dieses gegen Hu Qing, China (10:7), und erkämpft sich so die Bronzemedaille. Im Folgejahr scheitert Han im ersten Kampf bei den Asienmeisterschaften am späteren Bronzemedaillengewinner Abdilay Anarbay, Kirgistan (20:17).

Bei den Weltmeisterschaften 2012 verliert Han nach Siegen gegen Ivan Baranchik, Weißrussland (19:12), Syimyk Abdyldabek, Kirgistan (24:11), und Liu Qiang, China (16:9), im Viertelfinale gegen den späteren Vizeweltmeister Yasniel Toledo, Kuba (15:10). Mit dem damit verbundenen 6. Platz qualifizierte er sich direkt für die Olympischen Spiele 2012 in London. Dort besiegte er Mohamed Eliwa aus Ägypten 11:6, Wasgen Safarjanz aus Weißrussland +13:13, Fazliddin Gʻoibnazarov aus Usbekistan 16:13 und im Halbfinale Evaldas Petrauskas aus Litauen 18:13. Im Finale traf er auf den Ukrainer Wassyl Lomatschenko, dem er sich jedoch geschlagen geben musste (19:9), und damit die Silbermedaille gewann.

Koreanischer Name Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Dies ist die übliche Reihenfolge im Koreanischen. Han ist hier somit der Familienname, Soon-chul ist der Vorname.