Handball-Ligasystem in Deutschland

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Das Ligasystem im deutschen Handball (Frauen und Männer) ist wie folgt gegliedert:

Übersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebene Spielklasse
1 Bundesliga
18 Mannschaften
Platz 1: Deutscher Meister + EHF Champions League
Platz 2–3: EHF Champions League
Platz 4–6: EHF Europa Pokal
Platz 17–18: Absteiger
2 2. Bundesliga
20 Mannschaften
Platz 1–2: Aufsteiger
Platz 17–20: Absteiger
3 3. Liga
(Staffel Nord)

15 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 14–15: Absteiger
3. Liga
(Staffel Ost)

16 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 14–16: Absteiger
3. Liga
(Staffel West)

16 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 15–16: Absteiger
3. Liga
(Staffel Süd)

16 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 14–16: Absteiger
4 Handball-Oberliga Hamburg - Schleswig-Holstein Handball-Oberliga Niedersachsen Handball-Oberliga Nordsee Handball-Oberliga Ostsee-Spree Handball-Oberliga Westfalen Regionalliga Nordrhein Handball-Oberliga Hessen Handball-Oberliga Mitteldeutschland Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Handball-Oberliga Baden-Württemberg Handball-Oberliga Bayern
Stand: Saison 2017/18

Bundesebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kooperationsebene der Landesverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 12 Oberligen (bis zu vier Landesverbände in Kooperation; teilweise, aber nicht überall höchste Spielklasse eines Landesverbandes)

Landesverbandsebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verbandsliga (Höchste oder zweithöchste Spielklasse in einem Landesverband; nicht überall vorhanden)
  • Landesligen (Spielklasse unterhalb der Verbands- oder Oberliga, oft in regionale Staffeln unterteilt)

Bezirksverbandsebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bezirksoberliga (Höchste Spielklasse in einem Spielbezirk, der meist über mehrere Städte/Landkreise reicht; nicht in allen Regionen vorhanden)
  • Bezirksliga (Zweithöchste Spielklasse in einem Spielbezirk)
  • Bezirksklasse (Dritthöchste Spielklasse in einem Spielbezirk; nicht in allen Regionen üblich)

Kreisverbandsebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kreisliga (Höchste Spielbetrieb eines Kreisverbandes; nicht mehr überall vorhanden)
  • Kreisklasse (Zweithöchste Spielbetriebsebene im selben Kreisverband; nicht überall vorhanden)

Je nach Anzahl der Mannschaften in den Kreisen kann die Kreisklasse auch noch in Kreisklasse A–E aufgeteilt werden.

Die Oberliga im Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Struktur der Oberliga ist den Landesverbänden seit 2010 vom Deutschen Handball-Bund vorgeschrieben (durch § 38 Abs. 4 DHB-Spielordnung). Die Oberliga stellt nur in den Landesverbänden Bayern, Hessen und Westfalen sowie mit Einschränkung in Niederrhein und Mittelrhein die höchste Spielklasse des Landesverbandes dar. Alle anderen Landesverbände organisieren gemeinsame Oberligen zusammen mit anderen Landesverbänden (einen Sonderfall bilden dabei die Oberligen Nordsee und Niedersachsen, deren Strukturen unterhalb der Oberligen sich teilweise überschneiden). In allen anderen Landesverbänden ist die Liga der Stufe Fünf (je nach Verband unterschiedlich Verbandsliga, Landesliga oder nach Bundesland, z. B. Sachsen-Anhalt-Liga benannt) die höchste Liga des Landesverbandes. Wichtig ist dies zum Beispiel für die Einstufung von aus einer Liga der Bundesebene (1.–3. Liga) zwangsabgestiegenen oder zurückgezogenen Mannschaften, die in eine Liga ihres Landesverbandes zurückgestuft werden. In Bayern, Hessen, Niederrhein, Mittelrhein, Niedersachsen und Bremen (Nordsee) und Westfalen bedeutet das die Möglichkeit, in der Oberliga zu starten, in den anderen 15 Landesverbänden kommt erst die Spielklasse darunter in Frage.

Besonderheiten der Ligastruktur im Handball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz der Bemühungen, die Strukturen für Männer und Frauen gleich zu gestalten, weicht die Ligastruktur je nach Landesverband bei den Frauen ab Ebene Fünf teilweise ab, da die Mannschaftszahlen in der Regel deutlich geringer sind. Im Hessischen Landesverband existiert keine Verbandsliga, die Liga auf der Ebene Fünf heißt Landesliga, womit in anderen Verbänden jedoch die sechsthöchste Spielklasse bezeichnet wird. Bezirksoberliga, Bezirksklasse und Kreisklasse kommen nur in einzelnen Bezirken bzw. Kreisen vor. Nicht alle Bezirke sind noch weiter in Kreise unterteilt, so dass in diesen Bezirken keine Kreisliga und Kreisklasse existieren.