Handbuch der Religionen

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Das Handbuch der Religionen (HdR) ist ein Nachschlagewerk, das „fundiertes Wissen über das gesamte Themenspektrum der Religionen vermitteln“ will, räumlich auf die deutschsprachigen Länder bzw. Landesteile konzentriert. Es erscheint in Loseblattform und online (www.handbuch-religionen.de).

Aufbau und Anspruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das 1997 von Michael Klöcker (Universität zu Köln) und Udo Tworuschka (Friedrich-Schiller-Universität Jena) begründete und herausgegebene Handbuch hat inzwischen einen Umfang von 10 Bänden mit ca. 7.500 Seiten (Stand: November 2019). Jährlich werden vier Ergänzungslieferungen mit jeweils ca. 180 Seiten publiziert. Das Handbuch wurde seit der 1. Ergänzungslieferung im OLZOG Verlag, München herausgegeben. Das Grundwerk erschien 1997. Im November 2015 wechselte das Handbuch zu der Mediengruppe Oberfranken – Fachverlage (MGO) in Bamberg. Seit Sommer 2018 wird das Handbuch bei Westarp Science – Fachverlage betreut und herausgegeben.

Das Handbuch der Religionen ist das einzige Handbuch, das umfassend über Geschichte und Gegenwart der im deutschsprachigen Bereich vertretenen Religionsgemeinschaften (einschließlich Adressen, Webauftritten usw.) informiert und darüber hinaus relevante Kontexte, Prozesse und Strukturen reflektiert. Die ständige Aktualisierung vieler Beiträge gehört zu den Editionsprinzipien.

Es ist ein interdisziplinäres, nichtdogmatisches Werk, dessen Autoren sich zu einer religionswissenschaftlichen Herangehensweise verpflichten, d. h. sich mit Wertungen möglichst zurückzuhalten. Sein Ansatz kennt keine „richtigen“ und „falschen“ bzw. „wahren“ und „unwahren“ Religionen.

Das Handbuch teilt sich in 15 Fachgebiete, die von 23 Fachgebietsleitern inhaltlich betreut werden. Mit dem Wechsel von der Mediengruppe Oberfranken zu Westarp haben Herausgeber und Verlag nun auch die Internationalisierung des „Handbuchs der Religionen“ (HdR) begonnen:

Die bisherigen Herausgeber, Editors-in-Chief, werden bisher durch einen Kreis von Fachgebietsleitern bei ihrer Arbeit unterstützt. Dadurch ändern sich die Kompetenzen und Aufgaben der Fachgebietsleiter (zurzeit 26) im Zuge der Internationalisierung: Diese bilden nunmehr einen Editorial Board, wodurch sie einerseits die Verantwortung übernehmen, Autoren und Themen zu akquirieren. Andererseits begutachten sie die Typoskripte. Dies stellt sicher, dass die Beiträge einem Editorial-Reviewing-Verfahren unterworfen sind.

Über das Editorial-Reviewing-Verfahren hinaus führt das Handbuch der Religionen das Peer-Review-Verfahren ein. Jeder Editor arbeitet mit einem Stab aus mehreren Peer Reviewern zusammen und unterstützt damit die Editors-in-Chief, bei denen die letzte Verantwortung über die Aufnahme oder Abweisung eines Beitrages haben.

Ein weiterer Ausdruck der Internationalisierung des Handbuchs der Religionen ist die Einführung des englischen Untertitels: Handbook of Religions. Churches and other Religious Communities in Germany and in German speaking Countries.

Alle Beiträge tragen neben ihrem deutschen Titel auch eine entsprechende englische Übersetzung. Jeder Artikel wird zusätzlich zu einem deutschsprachigen Abstract und Schlüsselwörtern mit einem englischen Abstract und Key Words versehen. Die Editoren werden auf der ersten Beitragsseite ausdrücklich genannt, um so eine exakte und wissenschaftliche Zitation zu ermöglichen.

Das Handbuch der Religionen ist als Zeitschrift (ISSN 2510-6740) in den entsprechenden Fachkatalogen gelistet und nimmt an diversen Ranking-Verfahren teil.

Verantwortliche Mitarbeiter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeit der HdR-Herausgeber wird durch folgende Fachgebietsleiter und -leiterinnen unterstützt:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]