Handelsblatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Handelsblatt
HB Logo rgb.jpg
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Fachgebiet Wirtschaft
Sprache deutsch
Verlag Verlagsgruppe Handelsblatt (Deutschland)
Erstausgabe 16. Mai 1946
Erscheinungsweise Montag bis Freitag
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2015, Mo–Fr)
122.939 Exemplare
Chefredakteure Sven Afhüppe und Hans-Jürgen Jakobs[1]
Herausgeber Gabor Steingart
Weblink www.handelsblatt.com
ISSN 0017-7296
ZDB 214056-1
CODEN HADBA

Das Handelsblatt ist eine deutsche Tageszeitung. Die Wirtschafts- und Finanzzeitung in deutscher Sprache wird von der Düsseldorfer Verlagsgruppe Handelsblatt publiziert, die ihrerseits zur Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH gehört. Chefredakteure sind Sven Afhüppe und Hans-Jürgen Jakobs. Das Handelsblatt ist Pflichtblatt der Wertpapierbörsen in Frankfurt am Main und Düsseldorf. Die verkaufte Auflage beträgt 122.939 Exemplare, ein Minus von 23,8 Prozent seit 1998.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste Ausgabe erschien am 16. Mai 1946 unter dem Verleger Friedrich Vogel. Am 1. September 1970 übernahm das Handelsblatt den Konkurrenten Industriekurier. Der Geschäftsführung der Handelsblatt GmbH gehörten Dieter von Holtzbrinck, Pierre Gerckens, Alexander Schettler und Wilhelm Zundler an.

Langjähriger Chefredakteur des Handelsblatts war der Steuer- und Arbeitsrechtler Hans Mundorf.[3] Danach folgten Thomas Knipp (2002–2004) und Bernd Ziesemer (2002–2010).[4] Bernd Ziesemer verließ die Zeitung in der zweiten Hälfte des Jahres 2010; neuer Chefredakteur wurde zum 1. April 2010 Gabor Steingart, zuvor Redakteur des Nachrichtenmagazins Der Spiegel – zuletzt als Korrespondent in Washington, D.C.[5] Steingart wurde im Oktober 2012 in die dreiköpfige Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt berufen (Antritt 1. Januar 2013). Ihm folgte als Chefredakteur Hans-Jürgen Jakobs zum 1. Januar 2013.[6]

Titelzeile (Logo) der Papierausgabe

Von 1999 bis 2005 kooperierte das Handelsblatt mit dem amerikanischen Verlag Dow Jones, der unter anderem die Wirtschaftszeitungen The Wall Street Journal und The Wall Street Journal Europe verlegt.

Das Handelsblatt ist die auflagenstärkste deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzzeitung. Sie verfügt weltweit über rund 200 Redakteure und Korrespondenten. Bei einer verkauften Auflage von 122.939 Exemplaren[7] erreicht das Handelsblatt täglich mehr als eine halbe Million Leser (AWA 2012).[8] Das Handelsblatt ist das meistzitierte Wirtschaftsmedium in Deutschland (Media Tenor, 2004–2011).

Seit August 2011 ist Oliver Stock Chefredakteur des Online-Auftritts Handelsblatt Online (www.handelsblatt.com) und löste damit Sven Scheffler ab.[9] Handelsblatt Online informiert über Unternehmen, Finanzen und Finanzmärkte sowie Politik und Technologie.

In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Genauere Angaben über den Online-Auftritt des Handelsblattes. Früher waren m.E. alle oder fast alle Artikel des Handelsblattes auch online. Inzwischen gibt es den Premium-Bereich und den Handelsblatt Digitalpass. Seit wann gibt es diese starke Begrenzung der frei verfügbaren Artikel? Wann wurde die Bezahlschranke eingeführt?
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst.

Das Handelsblatt erscheint börsentäglich von Montag bis Freitag. Seit November 2009 erscheint das Handelsblatt vollständig im Tabloidformat, Anfang März 2013 ist die iPad-Applikation Handelsblatt Live - die digitale Tageszeitung des Handelsblatt gestartet.[10] Die Redaktionsleitung für Handelsblatt Live lag bis Anfang 2014 bei Katrin Elger.[11]

Der Verlag organisiert außerdem Konferenzen, Kongresse und Seminare zu wirtschaftlich relevanten Themen.

Die Zeitung vergibt zahlreiche Preise, darunter den seit 2007 verliehenen Deutschen Wirtschaftsbuchpreis für das beste Wirtschaftsbuch des Jahres.[12] Weitere Preise sind unter anderem die „Hall of Fame der Familienunternehmen“[13] und der Gründerwettbewerb Weconomy.

Das Handelsblatt veröffentlicht die Liste der Top 50 der Welt.

Das Motto des Blattes lautet „Substanz entscheidet“.

Auflage[Bearbeiten]

Das Handelsblatt hat wie die meisten deutschen Tageszeitungen in den vergangenen Jahren an Auflage eingebüßt. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 23,8 Prozent gesunken.[14] Nach dem Start des Ende 2012 wieder eingestellten Konkurrenzblattes Financial Times Deutschland im Jahr 2000 ging die verkaufte Auflage um rund 15 Prozent zurück, konnte sich aber bis 2013 auf diesem Niveau halten. Sie beträgt gegenwärtig 122.939 Exemplare.[15] Das entspricht einem Rückgang von 38.408 Stück. Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 69,5 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[16]


Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handelsblatt Impressum, abgerufen am 21. Januar 2015.
  2. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  3. Nachruf auf Mundorf im Handelsblatt: „Hans Mundorf: Streiter für Gerechtigkeit“, Februar 2009
  4. http://www.vhb.de/VHBContent/default.aspx?_t=ft&_p=16&_b=425
  5. Handelsblatt: „Wechsel in der Chefredaktion des Handelsblatts“, 3. Februar 2010
  6. Handelsblatt: Handelsblatt-Chefredakteur Steingart wird Geschäftsführer In: Handelsblatt online, abgerufen am 4. November 2012
  7. laut IVW, zweites Quartal 2015, Mo–Fr (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  8. http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/AWA-Landlust-und-Handelsblatt-mit-Reichweiten-Explosion_108630.html
  9. http://www.horizont.net/aktuell/leute/pages/protected/show.php?id=101952
  10. http://www.absatzwirtschaft.de/content/communication/news/handelsblatt-live-drei-mal-taeglich-auf-dem-ipad;79374
  11. http://www.handelsblatt.com/elger-katrin/7300666.html
  12. http://www.handelsblatt.com/panorama/kultur-literatur/wirtschaftsbuchpreis/wirtschaftsbuchpreis-die-oekonomie-von-gut-und-boese/7244518.html
  13. http://www.handelsblatt.com/unternehmen/hall-of-fame-2012/
  14. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  15. laut IVW, zweites Quartal 2015, Mo–Fr (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  16. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)