Handelskrankenkasse

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Handelskrankenkasse (hkk)[1]
Logo
Sozialversicherung gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Ersatzkasse
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1. Januar 1904/2008
Sitz Bremen, DeutschlandDeutschland Deutschland
Vorstand Michael Lempe
Verwaltungsrat Roland Schultze
Aufsichtsbehörde Bundesversicherungsamt
Versicherte über 605.000 (1. August 2018)[2]
Haushaltsvolumen 1,5 Mrd. Euro (2018)
Geschäftsstellen 27[2]
Mitarbeiter ca. 1.000 (Juni 2018)[2]
Website www.hkk.de

Die Handelskrankenkasse (hkk, Eigenschreibweise hkk Krankenkasse) ist eine bundesweit geöffnete deutsche Krankenkasse aus der Gruppe der Ersatzkassen. Sie ist Träger der gesetzlichen Krankenversicherung und Mitglied im Verband der Ersatzkassen (vdek).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Logo (2008–2014)
Ein Krankenschein von ca. 1992

Die Krankenkasse wurde unter dem Namen Handelskrankenkasse am 1. Januar 1904 in Bremen von Ladeninhabern, Vertretern der Handelskammer und kaufmännischen Angestellten als eingetragene Hilfskasse gegründet und wurde später auch mit dem Namenskürzel hkk bezeichnet. 1906 schloss sie sich dem Verband kaufmännischer Krankenkassen Deutschlands mit Sitz in Barmen an, der 1936 zum Verband der Angestellten-Krankenkassen (VdAK, heute vdek) umfirmiert wurde. Die Handelskrankenkasse war eine reine Angestelltenkrankenkasse, so dass nur Angestellte und Auszubildende in kaufmännischen Berufen aufgenommen wurden. Die Handelskrankenkasse war Anfang der 1990er Jahre nach eigenen Angaben die beitragsgünstigste aller Angestellten-Ersatzkassen im Bundesgebiet.

Durch die Eingliederung der IKK Weser-Ems entstand am 1. Januar 2008 eine fusionierte Krankenkasse mit dem neuen Namen hkk.[3] Seit dem 1. Juli 2014 ist der offizielle Satzungsname wieder Handelskrankenkasse (hkk).

Finanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund 950 Mitarbeiter betreuten 2017 ein Haushaltsvolumen von rund 1,3 Mrd. Euro in der Krankenversicherung und 187 Mio. Euro in der Pflegeversicherung.[2]

Die Handelskrankenkasse musste nie einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag erheben. Seit dem 1. Januar 2015 erhob sie einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag in Höhe von 0,40 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens, der am 1. Januar 2016 auf 0,59 Prozent stieg.[4][5]

Struktur und Größe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hkk mit Hauptsitz in Bremen zählt mit rund 605.000 Versicherten – darunter etwa 463.000 beitragszahlende Mitglieder – zu den 20 größten bundesweit geöffneten Krankenkassen. Gleichzeitig ist sie die größte Ersatzkasse im Nordwesten Deutschlands.

Die Handelskrankenkasse betreibt 27 Geschäftsstellen in Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Allgemeine Beratungsangebote werden darüber hinaus in bundesweit rund 2100 Servicepunkten des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins Münster, LVM (Kooperationspartner private Krankenzusatzversicherung), erbracht. In einigen Geschäftsstellen befinden sich die Beratungseinrichtungen von Handelskrankenkasse und LVM in unmittelbarer Nachbarschaft.

Am 1. Juli 1981 erwarb die Krankenkasse das Haus der Handelskrankenkasse, das die Deutsche Dampfschifffahrts-Gesellschaft „Hansa“ 1915 als Kontorhaus baute und das kriegszerstört bis 1953 wieder aufgebaut wurde.

Versichertenentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Versichertenzahl
1990 ca. 100.000
2003 167.103[6]
2007 181.000 (31.12.)[7]
2008 311.429 (01.01.)*
2010 325.511[8]
2015 397.624[9]
2016 485.892[10]
2017 553.056[11]
2018 593.973 (01.03.2018)
*2008: Fusion mit der IKK Weser-Ems

Organe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand besteht aus einem hauptamtlich tätigen Alleinvorstand.[1] Seit Januar 2000 ist dies Michael Lempe. Seit 2010 ist Lutz Trey Vertreter des Vorstands.[12]

Der Verwaltungsrat als Selbstverwaltungsorgan der hkk besteht seit der Sozialwahl 2017 aus 18 Personen mit jeweils neun Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber, davor waren es jeweils zwölf Vertreter gewesen. Über die Zusammensetzung des Verwaltungsrates wird alle sechs Jahre in einer Sozialwahl entschieden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Handelskrankenkasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Satzung vom 1. Januar 2008 in der Fassung des 48. und 49. Nachtrages. hkk-Website, Stand 1. Januar 2017, abgerufen am 2. Januar 2017 (PDF; 125 kB).
  2. a b c d Über die hkk. In: hkk.de, abgerufen am 30. August 2018.
  3. Satzung der hkk vom 1. Januar 2008 (Memento des Originals vom 1. März 2010 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hkk.de
  4. Beitragstabelle 2015
  5. Beitragstabelle 2016
  6. Geschäftsbericht 2003
  7. Geschäftsbericht 2007
  8. Geschäftsbericht 2010
  9. Geschäftsbericht 2015
  10. Geschäftsbericht 2016
  11. Geschäftsbericht 2017
  12. Vorstand. hkk-Website, abgerufen am 3. Januar 2017.