Hannah-Arendt-Preis

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Mit dem Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken werden seit 1995 Personen geehrt, die nach Meinung der Stifter, der Heinrich-Böll-Stiftung[1] und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen, in der Tradition der politischen Theoretikerin Hannah Arendt zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Zoltan Szankay war Initiator und, zusammen mit anderen, Mitbegründer des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder des Vorstandes:[2]

Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder der Internationalen Jury:[3]

Modalitäten der Vergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die jährliche Vergabe des Preises entscheidet eine internationale Jury. Das Preisgeld in Höhe von 7500 Euro wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen gestiftet. Der rechtliche und politische Träger des Preises ist der Verein Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der auch Konferenzen ausrichtet und Publikationen herausgibt.

Ziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hannah-Arendt-Preis wurde 1994 mit der Absicht gestiftet, die öffentliche Diskussion über strittige politische Fragen zu stimulieren – ganz im Sinne von Arendts Diktum: „Der Sinn von Politik ist Freiheit.“ Eine besondere Rolle spielt dabei Arendts theoretisches wie praktisches Engagement gegen totalitäre Regime, ein Engagement, das nach Ende des Kalten Krieges nicht Geschichte geworden, sondern vor dem Hintergrund der Bemühungen um weltweite Demokratisierung und Gerechtigkeit nach wie vor aktuell ist.

Die Stifter wollen mit dem Preis nicht allein akademische Leistungen, sondern ein Wirken in der Öffentlichkeit auszeichnen. Zum Selbstverständnis heißt es: „Geehrt werden Personen, die das Wagnis Öffentlichkeit angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt denkend und handelnd erkennen und mitteilen.“

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 äußerte das Präsidium der Jüdischen Gemeinde Bremen Irritation über die Verleihung des Preises an Tony Judt, dem sie antizionistische Propaganda vorwarf, welche die Jury in ihrer Begründung verschweige. Zudem bemängelte die Gemeinde, dass die Preisverleihung an einem Freitagabend und die anschließende Diskussionsveranstaltung an einem Samstagmorgen stattfinden. Dadurch würden Juden, die den Shabbat begehen wollen, von einer Teilnahme ausgeschlossen.[4][5]

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V. (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boell-bremen.de
  2. Mitglieder des Vorstandes (Memento des Originals vom 28. Juni 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boell-bremen.de
  3. Jury (Memento des Originals vom 28. Juni 2018 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.boell-bremen.de
  4. Elvira Noa, Grigori Pantijelew: Offener Brief, 29. November 2007
  5. Jacques Schuster: Empörung über Arendt-Preis für Tony Judt, Welt, 30. November 2007
  6. Historikerin Yfaat Weiss erhält den Hannah-Arendt-Preis Jury würdigt Erforschung der israelisch-palästinensischen Geschichte, Deutschlandfunk vom 7. Dezember 2012
  7. Wider die Relativierung der Tatsachen, Ralf Fücks, Rede zur Verleihung des Hannah-Arendt-Preises 2014, 14. Dezember 2014
  8. Christian Teichmann. Arendt-Preis 2016 für Historiker in FAZ vom 17. September 2016, Seite 16
  9. Hannah-Arendt-Preis für Ökonomin Pettifor, deutschlandfunkkultur.de, erschienen und abgerufen am 19. Juli 2018