Hanns Fay

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Wandgemälde von Hanns Fay, katholische Pfarrkirche Ramsen

Hanns Fay (* 24. Juni 1888 in Frankenthal; † 28. Oktober 1957 in Neustadt an der Weinstraße) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hanns Fay begann sein künstlerisches Schaffen als Tüncher und Dekorationsmaler in seiner Geburtsstadt Frankenthal.

In den Jahren 1906 bis 1911 arbeitete er als Dekorationsmaler in Berlin. Abgesehen von einem kurzen Besuch bei einem kaiserlichen Hofmaler blieb er Autodidakt.

Nach seiner Heirat zog er 1914 nach Speyer. In dieser Zeit war Mitglied des Bundes Pfälzer Künstler, entwarf 1925 Notgeldscheine für die Stadt sowie eine Briefmarke mit dem Speyerer Dom und gestaltete Wanddekorationen in öffentlichen Gebäuden in Speyer und Umgebung.[1] Im Jahr 1927 malte er die Kirche in Ramsen aus.

Von Existenzängsten geplagt, erhoffte sich Fay durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten ökonomische Verbesserung. Er zog 1933 nach Neustadt an der Weinstraße, wo er Geschäftsführer der nationalsozialistischen Nachfolgeorganisation des Pfälzischen Kunstvereins wurde. Bilder aus jener Zeit, wie „Arbeitsmänner“, „Fackelträger“ oder „Bannerträger“, entsprachen ganz dem Stil der braunen Machthaber.

Erst zu Ende seiner künstlerischen Entwicklung näherte sich Hanns Fay der abstrakten Malerei, wurde „expressiver Realist“. In seinen späten, künstlerisch wertvollen Blumenstilleben entstanden Farbkompositionen, „die Licht und Bewegung in reiner Farbe so akzentuierten, dass der Blick auf den Gegenstand weitgehend zurücktritt“.

Bis zu seinem Tod 1957 lebte Fay in Neustadt/W. an der Haardt. Er wurde am 31. Oktober 1957 auf dem Hauptfriedhof in Neustadt an der Weinstraße beigesetzt. Seine Grabstätte wurde im Jahre 2004 geräumt und kann nicht mehr besucht werden.

Ausstellungen seiner Gemälde gab es u. a. in Stuttgart, Berlin, Hamburg, Mannheim, Kaiserslautern und Speyer.

Wegen der Seltenheit der Namensform Hanns wird sein Name sehr oft, auch in seriösen Quellen, falsch Hans Fay geschrieben.[2]

Werke (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Speyer, Blick auf den Dom (um 1925)
  • Bildnis Lea (1928)
  • Spätsommerliche Partie in der Pfalz, Öl/Platte, 84 × 110 cm (1942)
  • Weite Landschaft, Öl/Lw., 74 × 111 cm
  • Blumenstilleben, Öl/Platte, 58 × 58 cm
  • Blumenstrauß in Vase, Öl/Platte, 110 × 83 cm
  • Blumenstrauß in Vase, Öl/Lw., 70 × 60 cm
  • Blumenstilleben mit Lilien und Gladiolen, Öl/Lw., 99 × 66 cm (1950)
  • Blumenstilleben, Öl/Lw., 100 × 70 cm

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ewalt Skulima: Hanns Fay. Karl Graf Verlag, Speyer 1960
  • Die Künstlerfamilie Fay, Ausstellungskatalog, Kunstverein Speyer (1985)
  • Bernd Brauksiepe, Anton Neugebauer: Künstlerlexikon Rheinland-Pfalz. Mainz 1986, Seite 64
  • Vollmer: Allg. Lexikon der bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts. Seemann, Leipzig, ISBN 3-363-00730-2, Bd. 2, Seite 81

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. artfact.com
  2. z. B. GoogleBooks

Auskuft der Stadt Neustadt an der Weinstraße vom 05.12.2016