Hans-Christof Kraus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans-Christof Kraus (* 3. November 1958 in Göttingen) ist ein deutscher Historiker.

Hans-Christof Kraus studierte von 1978 bis 1984 Geschichte, Germanistik und Philosophie an der Georg-August-Universität Göttingen. 1992 reichte er dort seine Dissertation im Fach Neuere Geschichte über Ernst Ludwig von Gerlach ein. Im Jahr 2002 habilitierte er sich an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit dem Thema Englische Verfassung und politisches Denken im Ancien Régime 1689–1789. Nach Lehrtätigkeiten an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften zu Speyer und an der Universität Stuttgart, der Ludwig-Maximilians-Universität München und Friedrich-Schiller-Universität Jena erfolgte im Jahr 2007 die Berufung auf den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Passau.

Kraus ist Mitglied in mehreren historischen Kommissionen, so der Historischen Kommission bei der Bayerische Akademie der Wissenschaften, der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien, der Historischen Kommission zu Berlin, der Vereinigung für Verfassungsgeschichte und ist im Vorstand der Preußischen Historischen Kommission. Er ist außerdem Mitherausgeber verschiedener historischer Zeitschriften u.a. der Zeitschrift für Neuere Rechtsgeschichte und des Passauer Jahrbuchs. 2006 wurde ihm der Historikerpreis der Erich und Erna Kronauer-Stiftung verliehen.

Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der deutschen und englischen Geschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, der Geschichte der Politik, der Verfassungsgeschichte, der politischen Ideengeschichte sowie in der Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Monographien

  • Versailles und die Folgen. Außenpolitik zwischen Revisionismus und Verständigung (1919–1933) (= Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert. Bd. 4). Be.bra-Verlag, Berlin-Brandenburg 2013, ISBN 978-3-89809-404-7 (Als Lizenzausgabe: (= Bundeszentrale für Politische Bildung. Schriftenreihe. 1540). Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2014, ISBN 978-3-8389-0540-2).
  • Kultur, Bildung und Wissenschaft im 19. Jahrhundert (= Enzyklopädie deutscher Geschichte. Bd. 82). Oldenbourg, München 2008, ISBN 978-3-486-55727-5.
  • Das Ende des alten Deutschland. Krise und Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806 (= Wissenschaftliche Abhandlungen und Reden zur Philosophie, Politik und Geistesgeschichte. Bd. 37). Duncker & Humblot, Berlin 2006, ISBN 3-428-12217-8 (2., korrigierte Auflage. ebenda 2007, ISBN 978-3-428-12492-3).
  • Englische Verfassung und politisches Denken im Ancien Régime. 1689 bis 1789 (= Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London. Bd. 60). Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-57908-8 (Zugleich: München, Universität, Habilitations-Schrift, 2001/2002).
  • Theodor Anton Heinrich Schmalz. (1760–1831). Jurisprudenz, Universitätspolitik und Publizistik im Spannungsfeld von Revolution und Restauration (= Studien zur europäischen Rechtsgeschichte. 124). Klostermann, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-465-03047-8.
  • Ernst Ludwig von Gerlach. Politisches Denken und Handeln eines preussischen Altkonservativen (= Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Bd. 53). 2 Bände. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1994, ISBN 3-525-36046-0 (Zugleich: Göttingen, Universität, Dissertation, 1992).

Herausgeberschaften

  • Ernst Ludwig von Gerlach: Gottesgnadentum und Freiheit. Ausgewählte politische Schriften aus den Jahren 1863 bis 1866. Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Hans-Christof Kraus. Karolinger, Wien u. a. 2011, ISBN 978-3-85418-141-5.
  • Konservative Politiker in Deutschland. Eine Auswahl biographischer Porträts aus zwei Jahrhunderten. Duncker und Humblot, Berlin 1995, ISBN 3-428-08193-5.

Weblinks[Bearbeiten]