Hans-Christoph Ammon

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Hans-Christoph Ammon (* 26. August 1950 in Celle) ist ein Brigadegeneral a. D. des Heeres der Bundeswehr. Er war von 2007 bis 2010 Kommandeur des Kommando Spezialkräfte und in dieser Funktion auch General Spezialkräfte.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1970 trat Ammon in den Dienst der Bundeswehr. Er begann seine Karriere beim Panzerartilleriebataillon 75, wo er am 1. April 1972 zum Leutnant befördert wurde. Mit der Beförderung am 1. Oktober 1974 zum Oberleutnant, wurde er Batterieoffizier beim Feldartilleriebataillon 111.

Nach seiner Versetzung nach Wentorf, diente er dort als Offizier für Nachrichtenwesen (S2) im Panzerartilleriebataillon 165, welchem er von 1975 bis 1978 angehörte. Am 26. April 1978 wurde er zum Hauptmann befördert und als Batteriechef der 4. Batterie im Panzerartillerielehrbataillon 95 in Munster eingesetzt. Von 1981 bis 1983 absolvierte er den 24. Generalstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, wo er eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Thema „Sowjetische Täuschungsoperationen – Lehre daraus für die Verteidigung – Dargestellt und bewertet anhand von Beispielen“ verfasste. Anschließend diente er bis 1986 als Leiter der Generalstabsabteilung 4 (Logistik) der Panzerbrigade 33 in Celle. Am 1. Oktober 1985 wurde Ammon zum Major befördert.

Zwischen 1986 und 1987 war er Lehrgangsteilnehmer am indischen Defense Service Staff College. Danach diente er als Leiter der Generalstabsabteilung 3 (Ausbildung und Operationen) der Panzerbrigade 2. Mit der Beförderung zum Oberstleutnant am 21. Oktober 1989 wurde er Kommandeur des Panzerartilleriebataillons 25. Zwischen 1991 und 1994 war er Leiter der Generalstabsabteilung 3 der 6. Panzergrenadierdivision/Wehrbereichskommando I. In diese Zeit fällt auch sein Einsatz in Somalia, wo er von November 1993 bis April 1994 als Chef des Stabes des Deutschen Einsatzkontingents OSOM II eingesetzt war. Nach der Rückkehr gehörte er als G3-op bis 1996 der Generalstabsabteilung 3 des Heeresführungskommandos in Koblenz an. Am 16. Januar 1997 wurde er zum Oberst befördert und übernahm bis 2000 die Dienststellung des Leiters Operation und stellvertretenden Stabschefs (G3) im Allied Command Europe Rapid Reaction Corps (ARRC). In dieser Funktion war er mit dem Stab auch bei seinem zweiten Auslandseinsatz von Februar 1999 bis Oktober 1999 im Kosovo im Rahmen von KFOR 6 in Skopje/Priština eingesetzt.

Im Jahre 2000 ins Bundesministerium der Verteidigung versetzt, diente er bis 2003 als Referatsleiter für Einsatzplanung im Führungsstab der Streitkräfte (Fü S V 2). Von 2003 bis 2005 war er Kommandeur der Panzergrenadierbrigade 30. Vor seinem dritten Auslandseinsatz wurde er am 1. Mai 2005 zum Brigadegeneral befördert. Der Einsatz dauerte von Juli bis Dezember 2005, bei welchem er Kommandeur des 8. Deutschen Einsatzkontingents ISAF und stellvertretender Kommandeur der Kabul Multinational Brigade (KMNB) in Afghanistan war. Von 2006 bis 2007 diente er abermals im Allied Europe Rapid Reaction Corps, diesmal als Commander Rear Support Command und dienstältester deutscher Offizier (DDO) dieses Kommandostabes. Sein vierter Auslandseinsatz führte ihn vom Mai 2006 bis Februar 2007 erneut nach Afghanistan, wo er als Director Combined Joint Operation Centre im Hauptquartier der ISAF eingesetzt war. Am 29. Juni 2007 übernahm er von Rainer Hartbrod das Kommando Spezialkräfte in Calw. Dieses Kommando gab er am 30. September 2010 an Oberst i. G. Heinz Josef Feldmann, mit dem er zwischen 1994 und 1996 zusammen im Heeresführungskommando gedient hatte, ab und trat anschließend in den Ruhestand.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ammon ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]