Hans-Holger Malcomeß

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Hans-Holger Malcomeß (* 2. Dezember 1973) ist ein deutscher Parteifunktionär der AfD.

Malcomeß absolvierte von 1990 bis 1993 eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der ESAG Energieversorgung Sachsen Ost AG. Auf dem zweiten Bildungsweg holte er von 1994 bis 1997 auf dem Freiberg-Kolleg das Abitur nach. Von 1997 bis 2005 studierte er Literaturwissenschaft/Germanistik und Kunstgeschichte an der TU Dresden. Anschließend arbeitete er als Redaktionsleiter beim Knüpfer Verlag.[1]

Von 2011 bis 2015 war Malcomeß Geschäftsführer bei der Firma Bessergold GmbH mit Sitz in Dresden. Das Unternehmen ist im Edelmetallhandel tätig.[2]

Politischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit 17 Jahren nahm Malcomeß im Oktober 1991 an einem Kulturwochenende der neonazistischen Wiking-Jugend Sachsen teil. In den darauffolgenden Jahren war er Mitglied der rechtskonservativen Deutschen Sozialen Union (DSU)[3], deren Dresdener Kreisvorstand er Ende der 1990er Jahre angehörte.[4] In dieser Zeit organisierte er auch das „Winterkolleg“ in Dresden, an dem Rechtsextreme teilnahmen. Zudem publizierte Malcomeß in der rechtsextremen Monatszeitschrift Nation & Europa, in der er unter anderem gegen die Wehrmachtsausstellung agitierte.[5][3]

2014 arbeitete Malcomeß sechs Monate lang als Geschäftsführer der Dresdener AfD-Stadtratsfraktion und nahm an Pegida-Demonstrationen teil.[6] Im Jahr 2017 wurde Malcomeß Leiter der AfD-Bundesgeschäftsstelle.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neue Firmen und mehr Grün für den Wiener Platz. In: Sächsische Zeitung. 14. Mai 2008, S. 13.
  2. BESSERGOLD GmbH. Abgerufen am 1. Mai 2019.
  3. a b Paul Middelhoff: Offene Flanke. In: Die Zeit. 19. April 2017, abgerufen am 5. Oktober 2019.
  4. TU: Keine Räume mehr für rechte Veranstalter. In: Leipziger Volkszeitung. 5. März 1998, S. 13.
  5. Oliver Schröm: Braune Kameraden. In: Stern. Nr. 11, 1998.
  6. Stefan Vogel wird neuer Fraktionsvorsitzender. In: Dresdner Neueste Nachrichten. 22. Januar 2015, S. 13.