Hans-Jürgen Katzig

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Hans-Jürgen Katzig 2017

Hans-Jürgen Katzig (* 1938 in Gilgenburg, Ostpreußen) ist ein deutscher Industriearchitekt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Jürgen Katzig wurde 1938 in Gilgenburg, Kreis Osterode in Ostpreußen, geboren. Er kam 1945 als Kriegsflüchtling nach Leipzig und übersiedelte mit der Familie 1946 nach Thüringen. Nach bestandenem Abitur im Jahr 1956 an der EOSKarl Marx“ in Greußen (späterPOS „Karl Marx“) absolvierte er eine dreijährige Ausbildung als Maurer und Betonbauer. Anschließend studierte er von 1959 bis 1964 Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (HAB). Unmittelbar nach dem Diplom nahm er seine erste Anstellung als Architekt bei „Industrieprojektierung Erfurt“ auf, einem staatlichen Planungsbüro mit ca. 245 Mitarbeitern. Es folgte eine zehnjährige Planungs- und Projektierungstätigkeit als Architekt und verantwortlicher Projektleiter für unterschiedliche Bauaufgaben im Industriebau derDDR.

Ab 1966 war Katzig Mitglied im Bund der Architekten der DDR (BdA/DDR) und der Fachgruppe Industriebau. Er wirkte in der „Zentralen Kommission Projektierung“ des BdA/DDR und der Forschungsgruppe „Rationalisierung des bautechnischen Ausbaus im Industriebau“ mit.

1968 wurde er mit dem „Architekturpreis des Rates des Bezirkes Erfurt“ für das Bauvorhaben Großraumbüro für den „Chemieanlagenbau Erfurt-Rudisleben“ ausgezeichnet.[1]

1974 erhielt er für seine Leistungen die „Karl-Friedrich-Schinkel-Medaille“ des BdA/DDR.

1975 erhielt er wiederum den „Architekturpreis des Rates des Bezirkes Erfurt“, diesmal für das Bauvorhaben „Teilautomatisierte Texturseidenzwirnerei mit Färbereianlage Leinefelde“.

1975 wechselte er an die Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar (HAB). Es folgte eine Lehr- und Forschungstätigkeit am Lehrstuhl für Industriebau, Lehrgebiet „Ausbau, Raumgestaltung in der Arbeitsumwelt“, später „Arbeitsumweltgestaltung“ unter Gerhard Baumgärtel, dessen Nachfolger Dieter Franz war.

1983 promovierte Katzig an der Fakultät Architektur der HAB.

Die Forschung am Lehrgebiet „Arbeitsumweltgestaltung“ zielte unter anderem auf eine frühzeitige Integration der Gestaltung der Arbeitsumwelt in einen systematisierten Planungs- und Projektierungsprozess. In Zusammenarbeit mit Architekten der HAB, Formgestaltern der Hochschule für industrielle Formgestaltung, Technologen der Technischen Universität Dresden und Arbeitswissenschaftlern sollten unterschiedliche Einflüsse auf eine hohe funktionell-ästhetische Qualität der Arbeitsumwelt ermittelt werden. Der Forschungskomplex befasste sich mit einem aktuellen gesellschaftlichen Problem: „Verbesserung der Arbeits-und Lebensbedingungen der Werktätigen in der DDR“. Interdisziplinäre Entwurfsseminare erbrachten erstaunliche Ergebnisse und somit wichtige Anhaltspunkte für die Forschung und Planungstätigkeit. Die Bemühungen um eine praxisnahe Ausbildung an der Hochschule wurden durch vertraglich gebundene Themenstellungen aus der Wirtschaft im Rahmen von komplexen Entwurfsleistungen erbracht.

1988 erlangte Katzig die Hochschulpädagogische Qualifikation (Zertifikat). 1990 erhielt er von der Bezirksverwaltungsbehörde Erfurt die Zulassung als „Privater Architekt“ in der Fachrichtung „Hochbau“ (Zulassungs-Nr.: 09–1–136). Seit 1991 ist Katzig Mitglied in der Architektenkammer Thüringen (Nr.: 0346–9–4–A).

1992 erfolgten nach der deutschen Wiedervereinigung personelle und strukturelle Veränderungen an der HAB (seit 1996 Bauhaus-Universität) sowie die Vermittlung neuer Lehrinhalte und Forschungsschwerpunkte. Es folgten weitere Lehr- und Forschungstätigkeiten als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl „Entwerfen und Innenraumgestaltung“ von Egon Schirmbeck mit dem Forschungsschwerpunkt RAUMstationen – Metamorphosen des Raumes im 20. Jahrhundert – Architektur und Raum sowie die Vermittlung von Grundbegriffen des Räumlichen Gestaltens, Erarbeitung wesentlicher Entwurfs-und Gestaltungsparameter räumlicher Nutzungs- und Funktionsbereiche. Am Lehrstuhl entstanden zahlreiche Publikationen, Ausstellungen, Symposien, nationale und internationale Arbeitskontakte, verbunden mit Fachexkursionen nach New York, Chicago, Paris, Italien, Finnland etc.

Im Rahmen der zahlreichen gesellschaftlichen Umbrüche Anfang der 1990er Jahre wurde das Thema „Arbeitsumweltgestaltung“ in Weimar nicht fortgeführt und floss daher auch nicht in die internationalen Entwicklungen zur Thematik „Corporate Identity“ bzw. „Humanisierung der Arbeitswelt“ ein, obwohl die Forschung in einer zwar ideologisch geprägten, aber durchaus zukunftsfähigen fachlichen Diskussion wichtige Standpunkte und wissenschaftliche Ergebnisse hervorgebracht hatte.

2003 ging er in Rente. Katzig ist verheiratet mit einer Musikpädagogin und lebt seit 1959 in Weimar, wo auch die Kinder der Familie geboren wurden.[2]

Projekte (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1965–68: Großraumbüro für den „Chemie- und Anlagenbau Erfurt-Rudisleben“ (VEB Chemo Erfurt-Rudisleben):
Planungsbüro: VEB Industriebau-Projektierung Erfurt; Planungsteam: Bau-Ing. Willi Fieting, Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig, Bau-Ing. Ute Welsch.[3]
Die Entwicklung einer Vorhangfassade für das Gebäude war als Wirtschaftspatent vom Amt für Erfindungs- und Patentwesen der DDR anerkannt; als Erfinder und zugleich Inhaber wurden eingetragen Willi Fieting und Hans-Jürgen Katzig.[4]
Das Großraumbüro in Rudisleben wurde ausgestattet von einer Arbeitsgruppe der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Halle-Burg Giebichenstein; die Leitung hatte Architekt K. Kaufmann.
Die Projektentwürfe des Großraumbüros wurden insgesamt dreimal wiederverwendet, beim „Robotron“ in Sömmerda, beim „Planeta“ in Radebeul und beim „Mikromat“ in Dresden.
Das Projekt wurde 1968 mit dem Architekturpreis des Rates des Bezirkes Erfurt ausgezeichnet.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der „Chemieanlagenbau Erfurt-Rudisleben“ 1991 von BDAG Balcke-Dürr AG in Ratingen übernommen. Im gleichen Jahr erfolgte die Gründung von: „Chema-Balcke-Dürr Verfahrenstechnik Rudisleben.“ Im Jahr 2001 wurde aus nicht bekannten Gründen der Abriss des 1968 mit dem Architekturpreis ausgezeichneten Gebäudekomplexes: „Großraumbüro/Mehrzweckgebäude“ verfügt.
  • 1966/69: VEB Pharmaglaswerk Neuhaus:
Planungsbüro: VEB Industriebau-Projektierung Erfurt; Planungsteam: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig (Projektleitung), Bau-Ing. Willi Fieting, Bau-Ing. I. Helbing
Aus „marktwirtschaftlichen“ Gründen(?) erfolgte nach der Fertigstellung des Werkes VEB Pharmaglaswerk Neuhaus (VEB Kombinat Technisches Glas Ilmenau) keine Produktionsaufnahme für die einst vorgesehene Herstellung hochwertiger chemisch-pharmazeutischer Primärpackmittel aus Röhrenglas (z.B. Injektionsflaschen, Ampullen). Die Immobilie wurde noch zu DDR-Zeiten an einen Nachbarbetrieb, den „VEB Mikroelektronik Neuhaus“ zur „Umnutzung“ übertragen. Nach der politischen Wende in Deutschland konnte das Objekt im Auftrag des neuen Eigentümers vorbildlich saniert und den veränderten nutzertechnologischen Anforderungen angepasst werden.
Nutzer dieser Immobilie ist die DBW Advanced Fiber Technologies GmbH, Eigentümer die Bürger Glas-und Fasertechnik GmbH in Lauscha.
Planungsbüro: VEB Industriebau-Projektierung Erfurt; Planungsteam: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig (Projektleitung), Dipl.-Ing. H. Stöcker, Bau-Ing. M. Brömmer, Bau-Ing. Willi Fieting.[5]
Auf engstem Raum entstanden ein Produktions-und Sozialkomplex mit einem 5-geschossigen Produktionsgebäude, 7-geschossigen Gebäude für Planung und Leitung (Wiederverwendungsprojekt – WV-Projekt) und einer Betriebsgaststätte für ca. 600/1000 Essenteilnehmer, ebenfalls als WV-Projekt.
Rundfunk- und Fernmelde-Technik“ (RFT), war der Name eines Herstellerverbundes von verschiedenen Unternehmen der Nachrichtentechnik in der DDR. Dazu gehörte auch das Fernmeldewerk (FMW) in Nordhausen. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurden die Kombinate aufgelöst und ein neuer Markenverband entstand unter dem Namen „RFT“ (Radio & Fernmeldetechnik e.V.). An den jeweiligen Standorten gab es zahlreiche Neuorientierungen durch veränderte Eigentumsverhältnisse und neue Nutzungskonzepte. So auch am Standort in Nordhausen. Im Rahmen der „Wirtschaftsförderung“, dem Engagement von Unternehmen aus der Region, z.B. der „HECK Unternehmensgruppe“ (www.axel-heck-immobilien.de), und der „Städtebauförderung“, erfolgten umfangreiche bauliche Sanierungen, Modernisierungen und die Umsetzung neuer Nutzungskonzepte als wesentliche Beiträge zur weiteren städtebaulichen und regionalen Entwicklung.
  • 1974–76: VEB Wellpappenwerk Arnstadt
Planungsbüro: VEB Industriebau-Projektierung Erfurt; Planungsteam: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig (Projektleitung), Bau-Ing. M. Brömmer, Bau-Ing. K. Brock.
Arnstadt besitzt eine langjährige Tradition in der Verpackungsindustrie. 1932 wurde dort erstmals Wellpappe hergestellt und verarbeitet. Die ehemalige Aktiengesellschaft für Kartonagen-Industrie Dresden (ACI), versuchte aufgrund der günstigen Entwicklung der Glas- und Porzellanindustrie im Thüringer Raum, mit ihren Kartonagen-Erzeugnissen Fuß zu fassen. Wurden in den Anfangsjahren noch alle Verpackungen geheftet, so erfolgte später das Schlitzen, Kleben, Falten und Bündeln in nur einem Arbeitsgang. 1971 wurde der Beschluss gefasst, ein neues, modernes Werk zu errichten und damit der technischen Entwicklung auf dem Gebiet der Verpackungsindustrie Rechnung zu tragen. 1974 erfolgte die Grundsteinlegung für das Werk. Zwei Jahre später startete dann die Wellpappenproduktion am Standort in Arnstadt, Bierweg. Das Bauvorhaben bestand aus nachfolgenden Teilobjekten:
* Produktionsgebäude,
* Lagerhalle für Grundmaterial (Papierrollen),
* Verbindungsbau zwischen Lagerhalle und Produktionsgebäude (Materialzuführung),
* Werkstatt-und Garagenkomplex,
* 3-geschossiges Mehrzweckgebäude mit unterschiedlichen Funktions-bereichen,
* Gleisanschluss für Warentransporte (in gemeinsamer Nutzung mit dem benachbarten Eisenwerk).
Mit der politischen Wende in Deutschland besaß Arnstadt das modernste Wellpappenwerk der DDR mit ca. 450 Beschäftigten. 1990 erfolgte die Übernahme des Werkes durch die Fuldaer Verpackungsgruppe Stabernack (STI Group). 2002 übernahm SCA Packaging den Standort. 2012 wurde die Verpackungssparte (SCA) vom englischen Konzern DS Smith aufgekauft und gehört seitdem zum genannten Unternehmen.
er vorhandene Maschinenpark konnte in den Folgejahren kontinuierlich modernisiert und erweitert werden. Zum Produktionsprogramm gehören: Regalverpackungen, Industrieverpackungen, Versandverpackungen, Displays und Serviceleistungen.
  • 1970–74: VEB Teilautomatisierte Texturseidenzwirnerei mit Färbereianlage in Leinefelde/Eichsfeld (Produktionshalle II):
Planungsbüro: VEB Industriebau-Projektierung Erfurt; Planungsteam: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig (Projektleitung), Bau-Ing. M. Brömmer, Bau-Ing. K. Brock, Bau-Ing. K. Hartmann, u.a.
Bei diesem Großvorhaben der Textilindustrie wurden zum ersten Mal in der DDR Maßnahmen zur Arbeitsumweltgestaltung umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Lehrgebiet „Arbeitsumweltgestaltung“ an der Hochschule für Architektur und Bauwesen Weimar, dem Bauherrn und den jeweiligen Partnern im Planungs- und Projektierungsprozess entstand eine Konzeption zur „komplexen Arbeitsumweltgestaltung“ die letztlich auch realisiert werden konnte.
Das Projekt wurde 1975 mit dem Architekturpreis des Rates des Bezirkes Erfurt ausgezeichnet.
Die „Baumwollspinnerei und Zwirnerei Leinefelde“, auch „Baumwollspinnerei 'Ernst Thälmann' Leinefelde“, war als Zulieferbetrieb für die textilverarbeitende Industrie in der DDR von großer Wichtigkeit. Der Betrieb belieferte über zweihundert Textilbetriebe mit Baumwollgespinsten, die daraus Ober- und Untertrikotagen, Dekostoffe, Bett-und Tischwäsche, sowie technische Textilien fertigten. Die Planung des Werkskomplexes, Ende der 50iger Jahre begonnen, sah ursprünglich drei Ausbaustufen vor. Letztlich entstanden bis 1988 insgesamt vier Produktionskomplexe (Halle I bis IV).
Neben den Produktionslinien „Baumwollspinnerei“ folgte im Zeitraum von 1968–74 eine neue Produktionslinie, die zur Grundlage Polyesterseide hatte (Halle II). Sie wurde „Beispiel-Vorhaben“ für die Umsetzung von Maßnahmen zur „Arbeitsumweltgestaltung“. Zum 1. Juli 1990 erfolgte durch die Treuhandzentrale in Berlin die Zwangsumwandlung der „BWS Leinefelde.“
  • 1976 Medizinisches Gesundheitszentrum (Ambulanz) Straußfurt:
Architekt: Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Katzig
Die Ambulanz im Ortszentrum von Straußfurt verfügt über eine Zahnärztliche Gemeinschaftspraxis, eine Praxis für Neurologie/Psychiatrie, eine Facharztpraxis für Allgemeinmedizin sowie eine Physiotherapeutische Abteilung. Das Gebäude entstand in traditioneller Bauweise als „Lückenbebauung“ auf dem ehemaligen Grundstück der „Alten Schule.“

als freiberufliche Tätigkeit von 1990 bis 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1990 bis 1996 war Katzig freiberuflich als Architekt für das Architektur-und Ingenieurbüro „AIB [Horst] Schuster und [Dietmar] Lappe“ in Weimar tätig, vornehmlich für den Leistungsanteil „Ausbau/Ausstattung/Interieur“. Dabei handelte es sich um nachfolgende Bauaufgaben:

  • 1992: Sanierung und Neugestaltung von Hörsälen an der HAB Weimar:
Raumakustische und raumklimatische Veränderungen, neue Hörsaalausstattungen sowie Einbau visueller Kommunikationstechnik.
  • 1991–94 Grundsanierung Studiengebäude „Am Palais“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar:
Klostergebäude „Am Palais“, Gebäude für Schul- und Kirchenmusik der Hochschule
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude „Am Palais“ der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, der östliche Teil der nahezu komplett erhalten gebliebenen ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner, hat eine recht wechselvolle Geschichte. Nach erfolgter Grundsanierung beherbergt das Gebäude das „Institut für Musikpädagogik und Kirchenmusik.“ Es verfügt über einen Konzertsaal mit ca. 165 Sitzplätzen, ausgestattet mit einer neuen Orgel der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden und einem zugehörigen Tonstudio. Weiterhin stehen zahlreiche Unterrichts-, Proben- und Seminarräume zur Verfügung.[6]
  • 1993–95: Grundsanierung „Abbeanum“, Friedrich-Schiller-Universität Jena:
Planung und Bauleitung: Architektur- und Ingenieurbüro IBAUPRO GmbH Jena.
Ausstattung/Interieur: AIB Schuster und Lappe, Weimar, Architekt: Dr. Hans-Jürgen Katzig
Das Abbeanum an der Friedrich-Schiller-Universität Jena steht unter Denkmalschutz. Unter der Leitung von Ernst Neufert, ehemals Mitarbeiter und Büroleiter von Walter Gropius, entstanden im Bauatelier der Staatlichen Bauhochschule Weimar die Entwurfs- und Ausführungsunterlagen.
Am 31. Juli 1930 konnte das Gebäude durch die Carl-Zeiss-Stiftung an das Thüringer Volksbildungsministerium und damit an die Universität Jena übergeben werden. Als Optisch-Mathematisches Institut erbaut, wird es auch zukünftig für Lehr- und Forschungszwecke genutzt.
Im Rahmen der Grundsanierung waren denkmalpflegerische Aspekte angemessen zu berücksichtigen. Das bezog sich sowohl auf den Materialeinsatz, die Farbgebung und die Raumausstattung. Die von Ernst Neufert entworfene Originalausstattung wie Hörsaalbestuhlungen, Pylon-Tafelanlagen, Referentenarbeitsplätze und andere Einrichtungsgegenstände wurden gemäß denkmalpflegerischer Zielstellung aufgearbeitet bzw. erneuert. Es galt die Originalfassung wiederherzustellen.
  • 1994–96 Grundsanierung „Studiotheater Belvedere“ der HfM „Franz Liszt“:
Kavaliershäuser Belvedere, Institute für Gitarre, Gesang und Musiktheater der HfM „Franz Liszt“
Das „Studiotheater Belvedere“ ist ein Unterrichtsgebäude der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, vorrangig für den Studiengang Opernschule/Musiktheater. Darüber hinaus ist es eine Spielstätte (mit Drehbühne) für hochschuleigene Aufführungen und somit eine zusätzliche kulturelle Einrichtung für Weimar. Das in den Jahren 1949–51 erbaute Gebäude war seit 1979 aus bautechnischen Gründen gesperrt.
1991 wurde es notdürftig für den Unterrichtsbetrieb hergerichtet und einer äußeren Instandsetzung unterzogen (Dach, Fenster, Fassaden). Im Jahr 1994 begannen dann die umfangreichen Arbeiten zur inneren Sanierung und Modernisierung. Es entstand eine attraktive Spielstätte, die seither glanzvolle Aufführungen der Studierenden des Instituts für Gesang/Musiktheater erlebte.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Teilautomatisierte Texturseidenzwirnerei mit Färberei, Leinefelde. In: Architektur der DDR (23), 10/74, S. 603–607
  • mit Gerhard Baumgärtel: Pausenzonen. In: Form und Zweck, Heft 4/78, S. 4–7. (pdf)
  • mit Eberhardt Blei und Ute Probst: Neue Ansätze, Tendenzen und Lösungsmöglichkeiten zur Erhöhung des Niveaus der Arbeitsumweltgestaltung. In: Wiss. Zeitschrift der HAB Weimar (26), Heft 2/1979, S. 136–145.
  • Arbeitsumweltgestaltung im Planungs-und Projektierungsprozess. In: Wiss. Zeitschrift der HAB Weimar (28), Heft 5/6 1982, S. 409–417.
  • Arbeitsumweltgestaltung im Prozess der Vorbereitung von Investitionen. Ein Beitrag zur Intensivierung des Investitionsprozesses im Industriebau. 2-tlg., Dissertationsschrift an der HAB Weimar, 1983.
  • mit Kurt Eberlein und Karl Schmidt: Zur Entwicklung einer sozialistischen Industriearchitektur und Arbeitsumweltgestaltung. In: Architektur der DDR, 9/1983, VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1983.
  • Landschaftsarchitektur im Produktionsbereich. Teil der gestalteten Arbeitsumwelt. In: Architektur der DDR, 10/1984, S. 630–636.
  • Arbeitsumweltgestaltung in ausgewählten Bereichen der Mikroelektronik – Erfordernisse einer Systematisierung konkreter Raumanforderungen. In: Reinraum-Informationen 1/87. KdT-Fachausschuss Reine Räume, BA/DDR.
  • mit Wolfgang Urbanski: Studentische Entwurfsarbeiten zur Arbeitsumweltgestaltung. In: Wiss. Zeitschrift der HAB Weimar (28), Heft 5/6/1982, S. 461–468.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. Bormann; Wolfgang Urbanski: Teilautomatisierte Texturseidenzwirnerei mit Veredlung. In: Textiltechnik 26 (1976), S. 626–632.
  • Dieter Franz: Zum Gegenstand der Arbeitsumweltgestaltung. In: Architektur der DDR, Jg.37, Heft 1982, S. 94–97.
  • Dieter Franz: Fertigungstechnologie und Arbeitsumweltgestaltung. In: Wiss. Zeitschrift der HAB, Jg. 33, Heft 1, 1987, S. 34–36.
  • Dieter Franz: Arbeitsplatzgestaltung – Bestandteil der Arbeitsumweltgestaltung. In: Architektur der DDR, Jg. 37, Heft11, 1988, S. 28–29.
  • Dieter Franz: Interdisziplinäres Entwerfen zur Gestaltung der Arbeitsumwelt. In: Wiss. Zeitschrift der HAB, Jg. 36, Heft 1–3, 1990, S. 97–99.
  • Egon Schirmbeck (Hrsg.): RAUMstationen – Metamorphosen des Raumes im 20. Jahrhundert. Dokumentation eines internationalen Symposiums an der Bauhaus-Uni Weimar 11./12. Nov. 1999. ISBN 3-933249-52-X. Die Deutsche Bibliothek-CIP Einheitsaufnahme. Ein Titeldatensatz für diese Publikation ist bei der Deutschen Bibliothek erhältlich.
  • Egon Schirmbeck; Till Boettger; Christian Hanke: Architektur und Raum, Gestaltungskonzepte im 20. Jahrhundert (Grundlagen). ISBN 978-3-86922-179-3 (deutsche Ausgabe). Für diese Dokumentation wurden unterschiedliche Studien-bzw. Analyseobjekte verschiedener Studienjahrgänge ausgewählt und dokumentiert. Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie.
  • Katzig, Hans-Jürgen. In: Architekturführer DDR – Bezirk Erfurt. Verlag für Bauwesen, 1979, S. 4, 102, 140, 142, 184, 191.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise und Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Architektur, Sammelband, Bd. 18, Ausg. 1–6, 1969, S. 322. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche)
  2. Meinung von Herrn Dr. Hans-Jürgen Katzig. In: „Rettet das Schießhausgelände jetzt.“ weimar-schiesshausgelaende.de, 18. November 2010.
  3. In: Architekturführer DDR – Bezirk Erfurt. a.a.O., S. 102.
  4. Patentschrift 57 948, Aktenz.: WP 37 d/118 494, Amt für Erfindungs- und Patentwesen der DDR vom 14. April 1967.
  5. In: Architekturführer DDR – Bezirk Erfurt. a.a.O., S. 140.
  6. Hans-Jürgen Katzig: Ein neues Outfit für den Saal Am Palais der HfM „Franz Liszt“. In: Weimar Kultur Journal, 1993