Hans-Walter-Wild-Stadion

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Hans-Walter-Wild-Stadion
Tribüne im Hans-Walter-Wild-Stadion
Tribüne im Hans-Walter-Wild-Stadion
Frühere Namen

Städtische Stadion am Ellrodtweg (1967–2002)

Daten
Ort Friedrich-Ebert-Straße 32
DeutschlandDeutschland 95448 Bayreuth, Deutschland
Koordinaten 49° 56′ 43″ N, 11° 35′ 13″ OKoordinaten: 49° 56′ 43″ N, 11° 35′ 13″ O
Eigentümer Stadt Bayreuth
Eröffnung 1967
Erstes Spiel 23. Mai 1974
SpVgg BayreuthKickers Offenbach
Renovierungen 1974, 1992, 2005, 2016–2018
Oberfläche Naturrasen
Kapazität 21.500 Plätze
Verein(e)
Veranstaltungen
  • Spiele der SpVgg Bayreuth (seit 1974)

Das Hans-Walter-Wild-Stadion ist das städtische Fußballstadion mit Leichtathletikanlage der Stadt Bayreuth. Es ist nach dem Alt-Oberbürgermeister Hans Walter Wild benannt, der in Bayreuth als Förderer des lokalen Sports gilt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erbaut wurde es als Städtisches Stadion und Teil eines Sportparks, zu dem ein Hallenbad, ein Eisstadion und die multifunktionale Oberfrankenhalle (1988) gehören. Am 12. Juni 1967 wurde das Stadion mit Grußworten des damaligen Oberbürgermeisters Wild eingeweiht. Vor ca. 2500 Zuschauern wurden sportliche Wettkämpfe durchgeführt, zu denen mehrere deutsche Spitzensportler angereist waren.[1]

1974 wurde das Stadion mit einer überdachten Sitztribüne versehen. 2002 erfolgte die Umbenennung nach dem von 1958 bis 1988 amtierenden Oberbürgermeister, der ein großer Förderer des Sports und am Bau des Sportparks wesentlich beteiligt war. Das Fassungsvermögen beträgt 21.500 Zuschauer, es gibt 3.500 Sitzplätze und ca. 18.000 Stehplätze.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 23. Mai 1974 wurde das umgebaute Stadion mit einem Freundschaftsspiel der SpVgg Bayreuth gegen Kickers Offenbach eingeweiht. Seitdem dient es dem Verein als regelmäßige Spielstätte, die 2005 zuletzt renoviert wurde um einen Spielbetrieb in der Regionalliga zu ermöglichen. Zuvor trat der Verein im Stadion an der Jakobshöhe zu seinen Spielen an. Der Zuschauerrekord wurde 1979 aufgestellt, als einem Aufstiegsspiel zur Ersten Bundesliga gegen Bayer 05 Uerdingen 22.500 Zuschauer beiwohnten. Ein Jahr später spielte die SpVgg Bayreuth vor 18.000 Zuschauern gegen den FC Bayern München im DFB-Pokal und gewann 1:0.

Des Weiteren gab es Länderspiele der deutschen B-Nationalmannschaft und der Damennationalmannschaft im Stadion. Am 30. Mai 2010 fand mit der Partie Mexiko gegen Gambia zum ersten Mal ein A-Nationalmannschafts-Länderspiel der Herren im Stadion statt.

Eine wichtige Funktion erfüllt das Stadion auch als Übungsstätte für den Sportunterricht der anliegenden Schulen.

Das Stadion wurde auch im Rahmen von Open-Air-Konzerte genutzt. Zum ersten Konzert mit Rod Stewart kamen am 22. Juni 1991 20.000 Besucher.[2] Auch Bon Jovi, Peter Maffay, Pur und am 2. September 1992 Michael Jackson[3] waren bereits zu Gast. Nach langer Pause wurde das Stadion am 6. September 2013 für einen Auftritt der Toten Hosen wieder genutzt. Dabei wurden insgesamt mehr als 26.000 Karten verkauft (davon 3.000 auf der Tribüne), das Konzert war damit ausverkauft.

Umbaupläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gegengerade des Stadions sollte überdacht werden, dieser Umbau kam allerdings nicht zustande. 2012 traf der Bayreuther Stadtrat die Entscheidung die Sportstätte renovieren zu lassen. Erst am 20. Oktober 2015 beschloss der Bauausschuss der Stadt die Umbauarbeiten. Bei den Arbeiten wird die Leichtathletikanlage erneuert. Die Gegentribüne soll so dicht wie möglich an das Spielfeld verschoben werden. Die Bestuhlung der Haupttribüne, die Überdachung der Stehplätze und die Flutlichtanlage werden ausgetauscht. Dies soll etwa 2,5 Mio. Euro kosten. Darüber hinaus entstanden Kosten von 650.000 Euro für die Erneuerung des Abwassersystems des Stadions, die 2015 abgeschlossen werden konnten.[4]

Im März 2016 kritisierte die SpVgg Bayreuth den Zeitplan der Arbeiten vom September 2016 bis in das Frühjahr 2017. Das Stadion wäre für den Verein nicht nutzbar und würden Einnahmen von 25 % verloren gehen. Die SpVgg schlug vor, die Arbeiten in der spielfreien Zeit von Mai bis Juli 2016 durchzuführen. Dies sei aber nicht möglich, erklärte die Stadt. Erst müssten alle Genehmigungen da sein und die Ausschreibungen erfolgen. Dies sei zu kurzfristig für einen vorgezogenen Umbau.[5] Mitte März 2016 wurde ein von der CSU unterstützter Dringlichkeitsantrag im Bayreuther Stadtrat mit 19:15 Stimmen abgelehnt und der Zeitplan blieb bestehen.[6] Der Verein muss sich für die Zeit des Umbaus ein Ausweichstadion suchen. Als mögliche Ersatzspielstätte käme das Waldstadion Weismain in Betracht.[7]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vor 50 Jahren in: Nordbayerischer Kurier vom 12. Juni 2017, S. 10.
  2. Bernd Mayer: Bayreuth im zwanzigsten Jahrhundert. Nordbayerischer Kurier, Bayreuth 1999, S. 172.
  3. So war's früher - Ein Weltstar tanzt in Bayreuth in: Nordbayerischer Kurier vom 4. September 2017, S. 8.
  4. stadionwelt.de: Hans-Walter-Wild-Stadion wird saniert Artikel vom 21. Oktober 2015
  5. stadionwelt.de: Verein kritisiert Zeitplan Artikel vom 11. März 2016
  6. br.de: Wirbel um Sanierung des Hans-Walter-Wild-Stadions Artikel vom 11. März 2016
  7. stadionwelt.de: Spielvereinigung muss sich Ausweichstadion suchen Artikel vom 6. April 2016