Hans-Werner Sinn

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hans-Werner Sinn (2012)

Hans-Werner Sinn (* 7. März 1948 in Brake bei Bielefeld) ist ein deutscher Ökonom. Er war Hochschullehrer und von 1999 bis 2016 Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. In seinem wissenschaftlichen Werk[1] widmet er sich der deutschen Vereinigung, dem Euro, dem Klimawandel sowie den wirtschaftspolitischen Entscheidungen in einer Vielzahl von Beiträgen.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn wurde 1948 in eine der SPD nahestehende Arbeiterfamilie geboren; sein Vater war Taxifahrer und SPD-Mitglied. Ein Großvater Sinns war als Sozialdemokrat von den Nationalsozialisten verfolgt worden und in einem Konzentrationslager gestorben. Als Kind war Sinn Mitglied bei den Falken, außerdem einige Jahre bis ca. 1970 Mitglied der SPD. Ab seinem 14. Lebensjahr arbeitete er wochenends in der elterlichen Taxizentrale in Bielefeld und fuhr später bis zum Ende seines Studiums selbst Taxi für das Unternehmen.[3]

Nach dem Gymnasium in Bielefeld und dem Studium der Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen) von 1967 bis 1972 wechselte Sinn an die Universität Mannheim, an der er 1978 promoviert wurde und sich 1983 habilitierte. Sinn erhielt Ehrendoktorwürden in Magdeburg, Helsinki, Leipzig und Prag[4] sowie verschiedene in- und ausländische Rufe.

Von 1984 bis 2016 war Sinn Professor für Nationalökonomie und Finanzwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 2016 war er Teilnehmer an der Bilderberg-Konferenz in Dresden.[5] Er war zwei Jahre lang Professor an der University of Western Ontario in Kanada. Als Gastprofessor war er an der London School of Economics sowie an den Universitäten Bergen, Stanford, Princeton und Jerusalem tätig. Er hielt als bislang einziger Deutscher Yrjö Jahnsson Lectures[6] in Helsinki und Tinbergen Lectures in Amsterdam. Seit 1988 ist Sinn zudem Honorarprofessor an der Universität Wien. Von 1997 bis 2000 war er Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik, des Fachverbandes der deutschsprachigen Ökonomen, den er grundlegend reformierte. Sinn hat sich in besonderer Weise um die Internationalisierung der Volkswirtschaftslehre der deutschsprachigen Länder eingesetzt.[7] Er gründete in seiner Amtszeit zwei Zeitschriften – die German Economic Review und die Perspektiven der Wirtschaftspolitik – schuf den Gossen-Preis für international publizierende junge Ökonomen und richtete ein umfangreiches Prämienprogramm für Vorträge junger deutschsprachiger Wissenschaftler auf internationalen Fachkonferenzen ein.[8] Zwischen 2006 und 2009 war Sinn Präsident des International Institute of Public Finance, des Weltverbandes der Finanzwissenschaftler. Außerdem ist er seit 1998 Fellow des National Bureau of Economic Research in Cambridge (USA).

Sinn gründete im Jahr 1991 das Center for Economic Studies der Ludwig-Maximilians-Universität[9], dessen Aufgabe im Wesentlichen darin bestand, internationale Gastwissenschaftler an die volkswirtschaftliche Fakultät zu holen. Auf der Basis des CES gründete er das erste für alle Doktoranden der Fakultät verpflichtende Graduiertenprogramm für Volkswirte in Deutschland. Im Jahr 1999 schuf er zusammen mit dem ifo Institut, dessen Präsidentschaft er im gleichen Jahr übernahm, im Rahmen der CESifo GmbH das internationale CESifo-Forschernetzwerk, das mit weit über 1000 Professoren aus 63 Ländern der Wirtschaftswissenschaften weltweit eines der größten seiner Art ist, jährlich über 500 englischsprachige Forschungsberichte veröffentlicht und etwa 25 jährliche Fachkonferenzen organisiert. Vom Vorsitzenden des CESifo Beirats, dem holländischen Ökonomen und ehemaligen Bildungsminister Rick van der Ploeg wurde er für seinen Beitrag zur Stärkung der deutschen und kontinentaleuropäischen Volkswirtschaftslehre gewürdigt.[10]

Ab Februar 1999 war Sinn Präsident des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Das Institut erhielt während seiner Amtszeit eine dezentrale Struktur[11] mit acht Bereichsleitern, die bei reduziertem Deputat als Professoren zugleich der volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU zugeordnet sind. Unter seiner Leitung wurde das Institut im Januar 2010 von einer Serviceeinrichtung (Einrichtung, die überwiegend wissenschaftliche Infrastrukturaufgaben wahrnimmt) zu einer Forschungseinrichtung rückumgewandelt, deren Forschungsleistungen bei der im Jahr 2012 eingeleiteten Regelevaluierung des ifo Instituts durch den Senat der Leibniz-Gemeinschaft als „sehr gut, in Teilen sogar exzellent“ bezeichnet wurden. Die Leibniz-Gemeinschaft hob hervor, dass es Hans-Werner Sinn immer wieder gelungen sei, wichtige öffentliche Debatten zu den verschiedenartigsten Themen anzustoßen.[12] Die Amtszeit von Hans-Werner Sinn als ifo-Präsident endete im März 2016, als er 68 Jahre alt wurde und in den Ruhestand trat.[13][14][15][16] Seit 2017 ist er „ständiger Gastprofessor“ an der Universität Luzern.[17] Anlässlich seines 70. Geburtstages erschien im Februar 2018 seine Autobiografie „Auf der Suche nach der Wahrheit“.[18]

Hans-Werner Sinn war von 2000 bis 2010 Aufsichtsratsmitglied der HypoVereinsbank.[19]

Er lebt mit seiner Frau in Gauting bei München, sie haben drei erwachsene Kinder.

Forschungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn hat sich in seinen ersten wissenschaftlichen Jahren vor allem mit der ökonomischen Risikotheorie beschäftigt. Seine 1977 eingereichte und 1980 publizierte Dissertation mit dem Titel „Ökonomische Entscheidungen bei Ungewissheit“ (1980)[20] wurde auch international publiziert (Economic Decisions under Uncertainty, North Holland: Amsterdam, New York und Oxford 1983). Schwerpunkte dieser Arbeiten lagen bei der Symbiose von Erwartungsnutzentheorie und der axiomatischen Fundierung der Mittelwert-Varianz-Analyse, hier: der Fundierung des Prinzips des unzureichenden Grundes, bei der psychologischen Fundierung von Risikopräferenzfunktionen und vor allem der Analyse von Risikoentscheidungen mit Haftungsbeschränkungen. Nach dem Urteil von Martin Hellwig hat Sinn damit die bislang als Basiswerk geltende Arbeit von Stiglitz und Weiss aus dem Jahr 1981 vorweggenommen.[21]

Es folgte eine größere Anzahl von Arbeiten zu konjunkturtheoretischen, umweltökonomischen und außenhandelsbezogenen Themen, darunter Arbeiten zum so genannten Asset Approach und zur Mikrofundierung des allgemeinen Modells des temporären Gleichgewichts.

Einen besonderen Schwerpunkt bildeten Probleme des längerfristigen wirtschaftlichen Wachstums. Vor Abel, Blanchard und Chamley formulierte Sinn das ökonomische Zentralplanungsmodell des wirtschaftlichen Wachstums in der Tradition von Robert Solow als intertemporales allgemeines Gleichgewichtsmodell mit dezentral optimierenden Akteuren und Markträumungsbedingungen.[22]

1987 erschien Sinns Analyse der Anreizwirkungen beschleunigter Abschreibungen und der verschiedenen Komponenten der Kapitaleinkommensbesteuerung auf die intertemporale, internationale und intersektorale Ressourcenallokation.[23]

Sinn sieht die grundsätzliche Begründung des Sozialstaats in seiner Funktion als Versicherungsinstitution.[24] Die staatliche Umverteilung versichere die Staatsbürger vor Gefahren des Lebens, die von privaten Versicherungen nicht versichert werden, und indem sie das tut, erhöht sie die Wagnisbereitschaft der Menschen, was produktive wirtschaftliche Wirkungen entfaltet.

1991 veröffentlichte Hans-Werner Sinn zusammen mit seiner Frau Gerlinde Sinn das Buch "Kaltstart", das eine schonungslose Analyse der Fehler der Vereinigungspolitik bietet. Die Autoren kritisieren die "Verschleuderungspolitik" der Treuhand-Anstalt zu Lasten der ostdeutschen Bevölkerung und die unter dem Einfluss westlicher Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften betriebene, der Marktentwicklung vorgreifende Politik der schnellen Lohnangleichung, die zum eigenen Schutz als Investitionsbremse zur Abwehr ausländischer Investitionen geplant gewesen sei.

Sinns 2003 erschienenes Buch „Ist Deutschland noch zu retten?“ löste eine Debatte zum Reformstau in Deutschland aus und kann als Ideengeber für die Agenda 2010 betrachtet werden.[25] Im Zentrum des Buches steht der Vorschlag, die sogenannte aktivierende Sozialhilfe einzurichten. Diese bedient sich persönlicher Lohnzuschüsse für Geringqualifizierte, um sicherzustellen, dass niemand mehr von dem allein leben muss, was er sich selbst erarbeiten kann, und dass in der Summe aus diesen Zuschüssen und dem markträumenden Lohn ein aus sozialer Sicht akzeptables Gesamteinkommen oberhalb des soziokulturellen Existenzminimums entsteht. Mit über 100 000 gedruckten Exemplaren gehört das Buch zu den erfolgreichsten wirtschaftswissenschaftlichen Monographien der Gegenwart.[26]

Als Reaktion auf die intensive Diskussion zu „Ist Deutschland noch zu retten?“ legte Sinn 2005 das Buch „Die Basar-Ökonomie“ vor. Der Begriff der Basar-Ökonomie umschreibt dabei die Beobachtung, dass die Fertigungstiefe in Deutschland zurückgeht und die Exporte immer mehr aus importierten Vorleistungen bestehen. Sinn prägt in dem Zusammenhang den Begriff vom pathologischen Exportboom. Das Buch enthält weiterführende Gedanken zu der Frage, wie gut es Deutschland gelingt, sich in der Zeit der raschen wirtschaftlichen Globalisierung zu behaupten. Dabei ist der Begriff der Basar-Ökonomie Aufhänger für die Erörterung der tief liegenden Strukturprobleme Deutschlands.

Sein 2008 erschienenes Buch „Das grüne Paradoxon“ bietet eine angebotsseitige Interpretation der Klimapolitik und löste eine weltweite Fachdiskussion aus. Die Kernaussage ist, dass die Ankündigung einer grünen Politik von den Ressourcenanbietern als Gefahr einer Marktvernichtung interpretiert wird, was sie veranlasst, die fossilen Brennstoffe schneller zu extrahieren, und somit den Klimawandel beschleunigt.

In „Der Kasino-Kapitalismus“ (2009) beschreibt Sinn, wie es 2007 als Folge von Politik- und Marktversagen zur globalen Finanzkrise kam. Er erhebt den Vorwurf, dass Banken wegen einer unzureichenden Regulierung mit zu wenig haftendem Eigenkapital arbeiten durften und deswegen zum "Glücksspiel" neigten. Das Handelsblatt bezeichnete dieses Buch als eines der 50 wichtigsten Ökonomiebücher aller Zeiten.[27] Sinns Titel „Die Target-Falle“ (2012) analysiert die wachsenden Target-Salden der Notenbanken des Eurosystems und brachte das Thema sowohl in die wissenschaftliche als auch öffentliche Diskussion ein.

Im 2015 erschienenen Buch „Der Euro: Von der Friedensidee zum Zankapfel“, das eine Rückübersetzung des 2014 erschienenen Buches "The Euro Trap. On Bursting Bubbles, Budgets and Beliefs" ist, analysiert Sinn die Entwicklungen und Probleme der Europäischen Währungsunion und zeigt auf, wie das einstige Friedensprojekt die Demokratie und den Frieden Europas gefährdet. Zum Brexit veröffentlichte Sinn 2016 das Buch „Der Schwarze Juni“, in dem er sich den Problemen der Europäischen Union nach einem möglichen Austritt Großbritanniens widmet und aufzeigt, welche wirtschaftspolitischen Entscheidungen die Zukunft der EU fördern können.

Wirtschaftspolitische Standpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn selbst bezeichnet seine wirtschaftspolitische Position als finanzwissenschaftlich, doch äußerte er sich auch positiv über den Ordoliberalismus im Sinne von Erhard und Eucken.[28][29]

Kurz vor der Bundestagswahl 2005 unterzeichnete Sinn mit 242 weiteren deutschen Wirtschaftswissenschaftlern einen öffentlichen Aufruf, den Hamburger Appell, für wirtschaftspolitische Reformen in Deutschland.

Position zur Eurokrise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn war einer der ersten von 279 Ökonomieprofessoren, die während der Eurokrise einen von Walter Krämer zusammen mit Stefan Hoderlein (Boston) und Manfred Deistler (Wien) im Juli 2012 initiierten Aufruf unterschrieben, der sich gegen eine „Vergemeinschaftung der Bankenschulden“ innerhalb der Eurozone wendet.[30] In einer Presseerklärung stellte das ifo Institut klar, dass Sinn im Gegensatz zu manchen Pressemeldungen nicht zu den Autoren des Aufrufs gehörte.[31]

Der Aufruf wurde unter anderem von Klaus W. Zimmermann, Bernd Raffelhüschen, Peter Bernholz, dem tschechischen Staatspräsidenten Václav Klaus, dem Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen Kai Konrad, Erich Streissler sowie dem ehemaligen sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt unterzeichnet.[32][33] Er wurde breit diskutiert und war unter in- wie ausländischen Ökonomen stark umstritten, auch aus der Politik kam starke Kritik, so z. B. von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble.

In Reaktion auf Krämer initiierte Frank Heinemann zusammen mit Gerhard Illing einen Gegenaufruf, welcher von 220 Ökonomen unterschrieben wurde, unter anderem von Martin Hellwig, Beatrice Weder di Mauro sowie Dennis Snower.[34] Eine Gruppe von sieben Ökonomen um Peter Bofinger, Michael Hüther und Gustav Horn veröffentlichte einen Artikel, der sich explizit gegen die Thesen des Aufrufs wandte.[35] Kritisiert wurde, dass der Aufruf „reich an hitziger Rhetorik und arm an sachlichen Details“ sei (Barry Eichengreen) sowie „zu simpel, unklar und ideologisch“ (Alberto Alesina).[36][37]

Ulrich van Suntum, ein Unterzeichner des Gegenaufrufs von Frank Heinemann und Gerhard Illing, nahm Krämer gegen viele der darin geäußerten Vorwürfe in Schutz.[38] In einem Artikel verteidigten Krämer und Sinn den ursprünglichen Aufruf gegen die Kritik. Sie erklärten, eine Bankenunion im Sinne einer gemeinsamen Regulierung der Banken zu befürworten. Jedoch im Hinblick auf die Erfahrungen mit bisherigen Rettungsversuchen, befürchteten sie einen „Missbrauch des Restrukturierungsfonds und der Einlagensicherung für die Vergemeinschaftung der Abschreibungsverluste“ und verwiesen in diesem Zusammenhang erneut auf eine „strukturelle Mehrheit der Schuldenländer in den Eurogremien“ hin.[39] Krämer, Heinemann und Sinn veröffentlichten später einen gemeinsamen Aufruf, in dem sie eine Kompromissposition definierten.

Sinn sieht die Ursache der europäischen Schuldenkrise in einer durch den Euro induzierten, künstlichen Zinskonvergenz, welche in den ersten Jahren des Euro in den Ländern Südeuropas zu einer inflationären Kreditblase führte. Diese verringerte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der betroffenen Länder und führte zu hohen Leistungsbilanzdefiziten der Schuldenländer gegenüber den historischen Hartwährungsländern.

Als im Zuge der globalen Finanzkrise ab 2007 und der europäischen Finanz- und Schuldenkrise im Besonderen der Interbankenmarkt versiegte, gingen die europäischen Kreditinstitute, insbesondere in den Ländern der Peripherie, dazu über, sich vermehrt bei ihren nationalen Notenbanken zu refinanzieren, was die EZB durch eine Lockerung ihrer Pfänderpolitik sowie durch das Tolerieren von ELA-Krediten ermöglichte. Die so auf nationaler Ebene geschaffene Zusatzliquidität wurde verwendet, die Leistungsbilanzdefizite weiterhin zu finanzieren, Schulden im Ausland zu tilgen und dort Vermögensobjekte zu kaufen. Die entsprechenden Nettoüberweisungen in andere Länder, die sogenannten Zahlungsbilanzdefizite, werden durch die Target-Salden gemessen (siehe auch Target2).

Gemäß Sinn handelt es sich damit bei den Target-Salden um öffentliche internationale Kredite, weil es um Zahlungen geht, die die nationalen Notenbanken mangels Einlagen beim Eurosystem einander kreditieren. Sie sind mit den anderen offiziellen Finanzhilfen wie den Rettungsschirmen vergleichbar, doch werden sie statt von den Parlamenten der Eurozone vom EZB-Rat ermöglicht.[40][41] Ihren Höhepunkt erreichten die Target-Forderungen des nordeuropäischen Euroblocks im August 2012 mit über 1.000 Milliarden Euro. Damals gab es in Deutschland nur noch Überweisungsgeld, das auf dem Wege einer Kreditschöpfung seitens anderer Notenbanken entstanden war. Dank Sinn fanden die Target-Salden Eingang in die öffentliche Debatte.[42] Er war zudem der erste, der den Zusammenhang zwischen Target-Salden und Zahlungsbilanzungleichgewichten aufzeigte.[43]

Er fordert zudem, dass die Käufe von Staatsanleihen durch die EZB beendet werden müssten.[44][45][46] Er war einer von 136 deutschen Wirtschaftsprofessoren, darunter Roland Vaubel, Bernd Lucke, Jürgen B. Donges, Manfred J. M. Neumann und Georg Milbradt, die kurz vor den Bundestagswahlen im September 2013 in einem Aufruf der EZB rechtswidrige monetäre Staatsfinanzierung vorwarfen.[47] Der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag wirft er vor, es versäumt zu haben, eindeutige Kreditbedingungen für die Krisenprozedur ausgehandelt zu haben. Seiner Meinung nach führt der Europäische Stabilitätsmechanismus zur Schwächung des Euro und zur Gefährdung des europäischen Einigungswerkes.[48]

Positionen zur Einwanderung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sinn vertrat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Auffassung, dass Migranten den deutschen Staat netto mehr kosteten als sie ihm brächten. Der Artikel hatte zwei Teile. Der erste thematisierte den Arbeitsmarkt, für den Zuwanderung ein Gewinn sei. Der zweite Teil behandelt den Staat, und da sei fiskalisch ein Verlust zu bilanzieren.[49] Herbert Brücker vertrat ein Jahr zuvor eine andere Meinung.[50]

Position zur Energiepolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im manager magazin bezeichnete Sinn die Energiewende in Deutschland als Irrweg und formulierte „Die einzige Hoffnung der Menschheit war die Atomkraft“.[51] Auf verschiedenen Veranstaltungen hält Sinn regelmäßig kritische Vorträge zur Energiewende. Auf der Basis seiner angebotsseitigen Klimatheorie, wie sie in seinem Buch „Das grüne Paradoxon“ dargelegt wurde, und mit Hilfe eigener Berechnungen zur Volatilität des Wind- und Sonnenstroms stellt Sinn darin die gesamte Energiewende in Frage.[52][53]

In seinem Aufsatz "Buffering Volatility"[53] stellt Sinn die These auf, dass es trotz der dramatischen Reduktion des Speicherbedarfs, die durch einen vollständigen Stromverbund von den Alpen bis nach Norwegen zustande käme, nicht möglich wäre, mehr als einen Marktanteil von 50 % für Wind- und Solarstrom zu erreichen, wenn man die Pufferung durch Pumpspeicherwerke vornehmen und auf eine Verklappung der den Verbrauch überschießenden Stromspitzen verzichten wolle. Wissenschaftler des DIW kritisierten Sinns Ausführungen und bescheinigten ihm "methodische Schwächen". Diese führen unter anderem dazu, dass seine Ergebnisse, bezüglich des notwendigen Ausbau von Stromspeichern, um bis zu zwei Größenordnungen von den Ergebnissen zahlreicher Fachstudien abweichen.[54][55] Diesem Vorwurf entgegnete Sinn mit dem Hinweis, dass sich die Autoren bei ihrem Vergleich nur auf einen ersten Analyseschritt ohne die Herstellung eines internationalen Stromverbundes und die daraus resultierende Senkung des Speichervolumens bezogen hätten.[56] Die Wissenschaftler des DIW bestätigen, dass sie aufgrund ihres eigenen Rechenansatzes "in der Lage sind, Sinns zentrale Ergebnisse zu replizieren"[57], betonen aber, dass es wirtschaftlicher sei, einen Teil der Stromspitzen abzuregeln, als ihn zu speichern. Dadurch sei es möglich, mit weniger Speichervolumen auszukommen. Die Autoren kommen in ihrem Fazit zu dem Ergebnis, dass "eine Vielzahl etablierter Studien und hier vorgestellte eigene Berechnungen zeigen, dass der weitere Ausbau fluktuierender erneuerbarer Energien keinen übermäßigen Stromspeicherbedarf mit sich bringen muss".[58]

Öffentlicher Einfluss[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einer Umfrage der Financial Times Deutschland zusammen mit dem Verein für Socialpolitik unter 550 deutschen Wirtschaftsexperten im Jahr 2006 schrieben die Befragten „nur zwei Vertretern der eigenen Zunft nennenswerten Einfluss auf die Politik [zu]: Bert Rürup und Hans-Werner Sinn“.[59] Nach einer Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung und der Universität Konstanz im Jahre 2007 rangierte Sinn gemessen an der Anzahl der Zitierungen in wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften auf dem zweiten Platz unter den deutschen Ökonomen nach Reinhard Selten.[60] In der Liste „Die wichtigsten Wirtschaftswissenschaftler“ der WirtschaftsWoche von 2011 belegte er den 1. Platz.[61] Für die britische Zeitung The Independent gehört Sinn wegen seiner Forschung zu den Target-Salden zu den zehn einflussreichsten Menschen, die 2011 die Welt verändert haben.[62] Die Forschungsdatenbank RePEc ermittelt regelmäßig aufgrund von Zitierungen weltweit die forschungsstärksten Ökonomen. Sinn erreichte 2012 bis einschließlich 2016 den besten Platz für einen deutschen Ökonom,[63] sein Ranking reiht ihn 2016 weltweit in die obersten 0,2 %[64] und europaweit unter die 0,1 %.[65] Er war als einziger Deutscher in der Bloomberg-Liste der fünfzig weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten der Wirtschaft des Jahres 2012 aufgeführt.[66] Nach einer Erhebung der Zeitschrift Cicero zum Einfluss auf den öffentlichen Diskurs im zurückliegenden Jahrzehnt, die im Januar 2017 die 500 wichtigsten deutschen Intellektuellen auflistete, lag Sinn zu diesem Zeitpunkt auf Platz 4 hinter Martin Walser, Peter Sloterdijk und Peter Handke.[67]

Nach dem Ökonomenranking der Frankfurter Allgemeinen Zeitung basierend erstens auf einer Umfrage unter Bundestags-Abgeordneten und Mitarbeitern von Bundesministerien mit der Frage „Den Rat oder die Publikationen welcher Ökonomen schätzen Sie am meisten für Ihre Arbeit?“, zweitens der Medienpräsenz und drittens der Bewertung der Publikationen in Form von wissenschaftlichen Aufsätzen der letzten fünf Jahre, belegte Sinn 2013, 2014 und 2015 den ersten Platz in Deutschland.[68][69][70][71] Nach seiner Emeritierung rutschte er auf den zweiten Platz ab. Obwohl Sinn in der Kategorie Forschung, die allein auf der Basis der wissenschaftlichen Aufsätze der letzten fünf Jahre erstellt ist und wissenschaftliche Monographien nicht berücksichtigt, nicht unter den besten 50 aufscheint,[72] erläutert die FAZ, hat in Deutschland kein anderer Ökonom so viel Gewicht in Medien und Politik, Sinn sei aber auch in der Forschung präsent.[73] Ähnliches wiederholte sich 2015.[74]

In seinem Kommentar Der Boulevardprofessor in der Financial Times Deutschland vom 30. März 2007 meinte der Wirtschaftsjournalist Mark Schieritz, dass Sinn umso größere publizistische Geschütze auffahre, je weniger seine Thesen Beachtung fänden.[75] 2012 bezeichnete Schieritz in Die Zeit Sinn als „ökonomischen Seismograph der Republik“, der mit seinen Büchern und Interviews den Sound zu den wirtschaftspolitischen Megatrends der vergangenen 30 Jahre geliefert habe.[76]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2008 bezeichnete Sinn in der öffentlichen Diskussion über die Finanzkrise deutsche Manager als Sündenböcke, nach denen in jeder Krise gesucht werde. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 habe es in Deutschland die Juden getroffen, heute seien es die Manager.[77] Diese Äußerung stieß nicht nur beim Zentralrat der Juden in Deutschland, sondern auch bei Politikern verschiedener Parteien sowie Repräsentanten des öffentlichen Lebens auf Kritik, da die Aussage eine Gleichsetzung der Kritik an den Managern mit der Judenverfolgung darstelle.[78] Noch am selben Tag nahm Sinn den Vergleich zurück.[79] Das Ifo veröffentlichte kurz darauf Stellungnahmen, in denen jüdische Bekannte und Kollegen Sinn gegen seine Kritiker verteidigten.[80][81]

Im Zuge der europäischen Finanzkrise kritisierte Finanzminister Wolfgang Schäuble Sinns Position bezüglich des Euro-Rettungsschirms. So sei laut Schäuble mit der „Autorität von akademischen Titeln und von wissenschaftlichen Instituten, die mit viel Geld vom deutschen Steuerzahler subventioniert werden, eine besondere Verantwortung verbunden“. Die Berechnungen zu Griechenland seien jedoch „mal wieder ein Beispiel dafür, wie man dieser Verantwortung nicht sonderlich gut gerecht wird“.[82][83] In einer Pressemitteilung wies das ifo-Institut die Kritik zurück und warf Schäuble vor, die Bedeutung der Target-Salden in seinen Berechnungen nicht zu berücksichtigen.[84] In der Festschrift,[85] die Sinn zum Abschied erhielt, lobte Schäuble freilich die zutiefst europäische Orientierung von Sinn und pries seine Scharfzüngigkeit und gedankliche Schärfe, die für Politiker zwar nicht immer angenehm sei, die man aber aushalten müsse. Er erklärte: „Er darf nun zwar aus dem Amt scheiden, leider – aber aufhören sich als Ökonom an der politischen Debatte zu beteiligen, das darf er bitte nicht!“

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrendoktorwürde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hans-Werner Sinn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Monographien | Hans-Werner Sinn. In: www.hanswernersinn.de. Abgerufen am 19. Oktober 2016.
  2. Hans-Werner Sinn : „Deutschland steht vor einer Staatskrise“. In: DIE WELT. Abgerufen am 18. Oktober 2016.
  3. Rainer Hank und Lisa Nienhaus: Hans-Werner Sinn im Abschiedsinterview: „Ich bereue nichts“. In: FAZ.net. 21. Dezember 2015, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  4. Doctor oeconomiae honoris causa Prof. Hans-Werner Sinn, Prag, 23.02.2017. Abgerufen am 19. April 2017.
  5. Bilderberg Meetings: Participants 2016
  6. Yrjö Jahnsson Lectures (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)
  7. siehe http://www.cesifo-group.de/DocDL/HWS25Jahre-2016-Schnitzer-Forschungsstandort-Deutschland.pdf
  8. Michael Burda anlässlich der Verleihung der Gustav-Schmoller-Medaille an Hans-Werner Sinn, zitiert in: http://www.cesifo-group.de/DocDL/HWS25Jahre-2016-Schnitzer-Forschungsstandort-Deutschland.pdf, S. 269.
  9. hanswernersinn.de Präsentation 2015 PDF
  10. Rick van der Ploeg: Tribute to Hans-Werner Sinn. ifo Mediathek, abgerufen am 19. April 2017.
  11. ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.: Rückblick auf ein halbes Jahrhundert – Abschiedsvorlesung Prof. Hans-Werner Sinn. 21. Dezember 2015, abgerufen am 24. April 2017.
  12. leibniz-gemeinschaft.de: Stellungnahme des Leibniz-Senats zum ifo Institut vom 17. Juli 2013, S. 3. Abgerufen am 13. Dezember 2016 (PDF).
  13. Wird Clemens Fuest Nachfolger von Ifo-Chef Sinn? Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25. Februar 2015, abgerufen am 11. Juni 2015.
  14. Fuest wird Nachfolger von Sinn an ifo-Spitze. Münchner Merkur, 11. Juni 2015, abgerufen am 12. Juni 2015.
  15. Hans-Werner Sinn geht in Ruhestand. ARD, 31. März 2016, abgerufen am 26. April 2016.
  16. Professor Sinn geht in den Ruhestand. LMU München, 31. März 2016, archiviert vom Original; abgerufen am 26. April 2016.
  17. Lukas Portmann: Berufungen an der Universität Luzern. Universität Luzern, Pressemitteilung vom 27. Januar 2017 beim Informationsdienst Wissenschaft (idw-online.de), abgerufen am 28. Januar 2017.
  18. hanswernersinn.de: Buch: Auf der Suche nach der Wahrheit
  19. Ifo-Chef Sinn ersetzt Martini im Aufsichtsrat Manager Magazin, 4. Januar 2000
  20. siehe auch Ökonomische Entscheidungen bei Ungewißheit, J. C. B. Mohr (Paul Siebeck): Tübingen 1980 Online
  21. M.Hellwig, Vorwort zu: Hans-Werner Sinn, Risk-Taking, Limited Liability, and the Banking Crisis. Selected Reprints, Ifo Institute for Economic Research at the University of Munich, December 2008, ISBN 978-3-88512-482-5, Online@1@2Vorlage:Toter Link/www.cesifo-group.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  22. Vgl. Andrew B. Abel, Olivier J. Blanchard, „An Intertemporal Model of Saving and Investment“, Econometrica 51, No. 3, 1983, S. 675–692; Christophe Chamley, „The Welfare Cost of Capital Income Taxation in a Growing Economy“, The Journal of Political Economy 89, No. 3, 1981, S. 468–496; Hans-Werner Sinn, Besteuerung, Wachstum und Ressourcenabbau. Ein allgemeiner Gleichgewichtsansatz, in: H. Siebert, Hrsg., Erschöpfbare Ressourcen, Duncker und Humblot: Berlin 1980, S. 499–528; Hans-Werner Sinn, „Taxation, Growth, and Resource Extraction: A General Equilibrium Approach“, European Economic Review 19, 1982, S. 357–386.
  23. Capital Income Taxation and Resource Allocation, North Holland: Amsterdam, New York, Oxford und Tokio 1987.
  24. Sinn, Hans-Werner, A Theory of the Welfare State. Scandinavian Journal of Economics 97, 1995, S. 495–526.
  25. siehe Wolfgang Wiegard, https://www.cesifo-group.de/DocDL/HWS25Jahre-2016-Wiegard-Falscher-Prophet.pdf, S. 97.
  26. siehe Wolfgang Wiegard, https://www.cesifo-group.de/DocDL/HWS25Jahre-2016-Wiegard-Falscher-Prophet.pdf, S. 97.
  27. siehe Handelsblatt vom 12./13./14. Oktober 2012 (Wochenendausgabe), S. 50 und S. 62.
  28. Sinn weist darauf hin, dass „Ordo-“ und „Neoliberalismus“ identische Begriffe sind. Antwort von Hans-Werner Sinn auf einen Diskussionsbeitrag von Rudolf Hickel, 29. Juli 2009, abgerufen am 4. Juni 2011.
  29. Zitat: „Leider gibt es immer wieder Versuche, den Begriff ‚Neoliberalismus‘ zu diskreditieren. So werfen linke Politiker die beschriebenen Ideen gerne in einen Topf mit den radikalen Konzepten der Chicagoer Schule um Milton Friedman, um alle zusammen als ‚neoliberal‘ verteufeln zu können.“ Der wahre Neoliberalismus braucht klare Regeln. In: welt.de. 15. Mai 2010, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  30. Der offene Brief der Ökonomen im Wortlaut. In: FAZ.net. 5. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  31. Presseerklärung des ifo Instituts zum Aufruf der Ökonomen. Abgerufen am 24. Oktober 2018.
  32. Walter Krämer an der Technischen Universität Dortmund
  33. Erich Streissler im Chat auf DiePresse.com
  34. Wirtschaft: Patt im Ökonomenstreit (Memento vom 1. Januar 2015 im Internet Archive) sueddeutsche.de
  35. handelsblatt.com 6. Juli 2012
  36. Aufruf von Ökonomen: Schäuble empört sich über Kritik an Merkels Krisenpolitik. In: Spiegel Online. 6. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  37. dne: „Ifo-Chef Sinn riskiert Euro-Kollaps“. In: handelsblatt.com. 10. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  38. www.oekonomenstimme.org
  39. www.cesifo-group.de
  40. Sinn, Hans-Werner, Der Euro: Von der Friedensidee zum Zankapfel, Hanser, München, S. 237
  41. Target-Kredite, Leistungsbilanzsalden und Kapitalverkehr: Der Rettungsschirm der EZB. Ifo Working Paper Nr. 105, 24. Juni 2011 (zusammen mit Timo Wollmershäuser)
  42. Hans-Werner Sinn: Deutschland drohen neue Belastungen, In: Wirtschaftswoche, No. 8, 21. Februar 2011, S. 35. (abgerufen am 7. Dezember 2016)
  43. Sinn, Hans-Werner, Target-Salden, Außenhandel und Geldschöpfung, ifo Schnelldienst 64, No. 9, 2011.
  44. „Eurokrise: Rettungspaket der EZB und Target-Salden“, Beiträge von Sinn u. a.
  45. ftd.de, 10. Mai 2011: Artikel von Hubert Beyerle (Memento vom 12. Mai 2011 im Internet Archive)
  46. Target-Kredite, Leistungsbilanzsalden und Kapitalverkehr: Der Rettungsschirm der EZB. Ifo Working Paper Nr. 105, 2011
  47. Philip Plickert: Deutsche Ökonomen werfen der EZB Staatsfinanzierung vor. In: FAZ.net (Frankfurter Allgemeine Zeitung). 11. September 2013, abgerufen am 12. September 2013.
  48. Rettungsschirm für den Euro – Tickende Zeitbombe. In: sueddeutsche.de. 3. April 2011, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  49. Hans-Werner Sinn: Ökonomische Effekte der Migration, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. Januar 2015.
  50. Herbert Brücker: Migration: Die falsche, deutsche Einwanderungsdebatte. In: Die Zeit. 13. Dezember 2013, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 15. Mai 2017]).
  51. Hans-Werner Sinn ifo-Chef Sinn zur Energiewende „Die einzige Hoffnung der Menschheit war die Atomkraft“, manager magazin, 5. Februar 2014
  52. .Energiewende | Hans-Werner Sinn. Abgerufen am 13. Juni 2018.
  53. a b Hans-Werner Sinn: Buffering Volatility: A Study on the Limits of Germany's Energy Revolution. European Economic Review 99, Oktober 2017, S. 130–150, abgerufen am 14. August 2018.
  54. DIW Berlin: DIW Berlin: Die Energiewende wird nicht an Stromspeichern scheitern. 1. März 2007, abgerufen am 13. Juni 2018.
  55. Wolf-Peter Schill, Alexander Zerrahn, Claudia Kemfert und Christian von Hirschhausen: Antwort des DIW auf den Leserbrief von Hans-Werner Sinn. Abgerufen am 27. August 2018.
  56. https://www.diw.de/documents/dokumentenarchiv/17/diw_01.c.591651.de/hwsinn_brief_20180608.pdf
  57. Alexander Zerrahn, Wolf-Peter Schill, Claudia Kemfert: On the economics of electrical storage for variable renewable energy sources. In: European Economic Review. Band 108, September 2018, ISSN 0014-2921, S. 263, doi:10.1016/j.euroecorev.2018.07.004 (elsevier.com [abgerufen am 4. September 2018]).
  58. Alexander Zerrahn, Wolf-Peter Schill, Claudia Kemfert: On the economics of electrical storage for variable renewable energy sources. In: European Economic Review. Band 108, S. 259–279, doi:10.1016/j.euroecorev.2018.07.004 (elsevier.com).
  59. „Was Ökonomen wirklich wollen“ (Memento vom 29. September 2007 im Internet Archive) Financial Times Deutschland, Nr. 90, 10. Mai 2006.
  60. „Who is the 'Platz-Hirsch' of the German Economics Profession? A Citation Analysis“ von Heinrich W. Ursprung und Markus Zimmer, Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, Lucius & Lucius, Stuttgart, 2007, Bd. 227/2
  61. „Die wichtigsten Wirtschaftswissenschaftler“ WirtschaftsWoche Online, 27. Dezember 2011
  62. „Ten people who changed the world: Hans-Werner Sinn, German economist who made sense of the financial crisis“ The Independent, 31. Dezember 2011.
  63. RePEc: Top 25 % authors in Germany May 2012
  64. zimmermann@stlouisfed.org: Economist Rankings at IDEAS. In: ideas.repec.org. Abgerufen am 19. Oktober 2016.
  65. zimmermann@stlouisfed.org: Rankings at IDEAS: Europe. In: ideas.repec.org. Abgerufen am 19. Oktober 2016.
  66. Bloomberg Markets' 50 Most Influential
  67. https://www.cicero.de/innenpolitik/die-wichtigsten-deutschsprachigen-intellektuellen-die-liste-der-500
  68. Die einflussreichsten Ökonomen in der Politik. In: FAZ.net. 5. September 2013, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  69. FAZ.NET: Die einflussreichsten Ökonomen in der Politik. In: FAZ.net. 5. September 2014, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  70. FAZ.NET: Die einflussreichsten Ökonomen in den Medien. In: FAZ.net. 5. September 2014, abgerufen am 13. Oktober 2018.
  71. F.A.Z.-Ökonomenranking – Deutschlands einflussreichste Ökonomen, abgerufen am 4. September 2016
  72. Justus Haucap, Tobias Thomas, Gert G. Wagner, Welchen Einfl uss haben Wissenschaftler in Medien und auf die Wirtschaftspolitik?. In: Ordnungspolitische Perspektiven 67, (2014), S. 71 doi:10.1007/s10273-015-1780-4.
  73. Patrick Bernau: Auf diese Wirtschaftsforscher hört das Land. In: FAZ.net. 5. September 2014, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  74. Patrick Bernau: Hans-Werner Sinn baut seinen Einfluss aus. In: FAZ. 5. September 2015, abgerufen am 23. Juli 2018.
  75. Mark Schieritz: Der Boulevardprofessor Hans-Werner Sinn hat eine Mission: Die Löhne müssen runter. Je weniger die Thesen des Professors gehört werden, desto größer das publizistische Geschütz. In: Financial Times Deutschland. 30. März 2007, abgerufen am 23. Juli 2018.
  76. Mark Schieritz: Hans-Werner Sinn: Der Euro-Fighter. In: zeit.de. 19. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  77. Hans-Werner Sinn: „1929 traf es die Juden – heute die Manager“. In: tagesspiegel.de. 27. Oktober 2008, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  78. Entgleisung von Ifo-Chef – „Herr Sinn ist nicht bei Sinnen“. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  79. Stellungnahme von Hans-Werner Sinn in einem offenen Brief anlässlich der aktuellen Berichterstattung@1@2Vorlage:Toter Link/www.cesifo-group.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. vom 27. Oktober 2008.
  80. Dokumentation des Ifo Instituts zum Vergleich zwischen der Managerschelte von heute und der Judenkritik 1929 durch Prof. Hans-Werner Sinn@1@2Vorlage:Toter Link/www.cesifo-group.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. vom 27. Oktober 2008 (PDF)
  81. Brief von Nobelpreisträger Robert Solow cesifo-group.de vom 31. Dezember 2008 (PDF), archiviert vom Original
  82. Schäuble: Ifo-Berechnungen zu Griechenland nicht sachgerecht. In: welt.de. 28. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  83. Schäuble wirft Ifo-Chef „Milchmädchenrechnungen“ vor. In: FAZ.net. 28. Juli 2012, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  84. www.cesifo-group.de
  85. Hans-Werner Sinn und 25 Jahre deutsche Wirtschaftspolitik. (Nicht mehr online verfügbar.) Felbermayr, Knoche und Wößmann, ehemals im Original; abgerufen am 19. April 2017 (PDF).@1@2Vorlage:Toter Link/www.cesifo-group.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  86. Aufnahme in die Klasse 5: Sozial-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.
  87. Mitgliedseintrag von Prof. Dr. Hans-Werner Sinn (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 6. Juni 2016.
  88. Prof. Hans-Werner Sinn erhält Ehrendoktor der Universität Helsinki In: Wiwi-Treff, abgerufen am 7. Dezember 2016
  89. Hochschulen: Ehrendoktorwürde der Handelshochschule HHL für Hans-Werner Sinn. In: Focus Online. 3. Juli 2013, abgerufen am 17. Dezember 2014.
  90. Leipziger Volkszeitung, 4. Juli 2013, S. 6
  91. Vysoká škola ekonomická v Praze VŠE: Udělení čestného doktorátu VŠE prof. Sinnovi. Abgerufen am 27. Februar 2018.
  92. [1]
  93. Wirtschaftsbuchpreis 2003 von Financial Times Deutschland und getAbstract AG. Abgerufen am 6. Dezember 2016.
  94. ifo Präsident Prof. Hans-Werner Sinn erhält Europapreis der Universität Maastricht cesifo-group.de 22.08.2008
  95. , Tagesschau.de am 29. Dezember 2009
  96. sueddeutsche.de „Die Replik des Dinosauriers“ (Memento vom 27. Januar 2010 im Internet Archive) (Reaktion von Hans-Werner Sinn).
  97. www.scope-awards.de
  98. Bayerns Wirtschaftsminister Zeil verleiht Staatsmedaille für besondere Verdienste um die bayerische Wirtschaft in München (Memento vom 10. Dezember 2013 im Internet Archive).
  99. University of Chicago Booth School of Business
  100. Julian Hodge Institute of Applied Macroeconomics
  101. The Euro Crisis
  102. Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 2013 (Memento vom 12. Oktober 2013 im Internet Archive) (PDF; 70 kB)
  103. Börsenzeitung, 29. Juni 2013, S. 16.
  104. Meldung der Leopoldina, Hans-Werner Sinn Hochschullehrer des Jahres für 2015
  105. Merkel trug zum Brexit bei, das ist die bittere Wahrheit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nr. 269, 20. November 2017, S. 19.