Hans Bonnet (Ägyptologe)

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Hans Bonnet (* 22. Februar 1887 in Hirschberg; † 27. Oktober 1972 in Bonn) war ein deutscher Ägyptologe.

Bonnet studierte zunächst seit 1906 Klassische Philologie in Breslau, seit 1907 Ägyptologie und Archäologie an der Universität Leipzig, wo er 1916 bei Georg Steindorff promoviert wurde, dessen Assistent er seit 1910 war. 1922 wurde er an der Universität Halle habilitiert, wo er bis 1928 als Privatdozent lehrte. Von 1928 bis zu seiner Emeritierung 1955 wirkte er als Professor für Ägyptologie an der Universität Bonn.

Auch während der Zeit des Nationalsozialismus behielt er seine Integrität. Sein Lehrer charakterisierte ihn 1945 in der sogenannten Steindorff-Liste als einen der edelsten Menschen unter den deutschen Ägyptologen, der seinem jüdischen Lehrer Steindorff unter anderem nach der „Reichskristallnacht“ Schutz und ein Versteck angeboten hatte.

Bonnets Hauptforschungsgebiete waren die ägyptische Archäologie und vor allem die Religion. Als sein Hauptwerk kann sein 1952 erschienenes Reallexikon der ägyptischen Religionsgeschichte gelten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Morris L. Bierbrier: Who was who in Egyptology. 4th revised edition. Egypt Exploration Society, London 2012, ISBN 978-0-85698-207-1, S. 67–68.
  • Thomas Schneider: Ägyptologen im Dritten Reich. Biografische Notizen anhand der sogenannten „Steindorff-Liste“. In: Journal of Egyptian History. Bd. 4, Nr. 2, 2011, S. 109–216 = Ägyptologen im Dritten Reich. Biographische Notizen anhand der sogenannten „Steindorff-Liste“. In: Thomas Schneider, Peter Raulwing (Hrsg.): Egyptology from the First World War to the Third Reich. Ideology, scholarship and individual biographies. Brill, Leiden 2013, ISBN 978-90-04-24329-3, S. 120–247.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]