Hans Ferdinand Helmolt

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Hans Ferdinand Helmolt (* 8. Juli 1865 in Dresden; † 19. März 1929 in Berlin) war ein deutscher Historiker und politischer Publizist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Helmolt wurde 1865 als Sohn des königlich sächsischen Finanzzahlmeisters Ferdinand Helolt geboren und besuchte die Bürgerschulen in Glauchau und Chemnitz, das Königliche Gymnasium zu Chemnitz (heute Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasium) und das Gymnasium zum Heiligen Kreuz in Dresden. Nach dem Schulabgang 1884 studierte er an der Universität Leipzig und der Universität Bonn Philologie und Geschichte. Nach einer Unterbrechung durch den Militärdienst (1890) wurde er aufgrund seiner Arbeit über den Italienzug des römisch-deutschen Königs Ruprecht von der Pfalz in Leipzig promoviert.

Sein Hauptwerk stellt das neunbändige Helmolts Weltgeschichte, erschienen 1913 bis 1922, dar. Weitere Veröffentlichungen behandeln unter anderem Otto von Bismarck, Paul von Hindenburg und Friedrich den Großen. Bekanntheit erlangte Helmolt auch durch das Werk „Der Treppenwitz der Weltgeschichte“, das ab der sechsten Auflage (1905) in der Bearbeitung durch ihn erschien, nachdem der vorige Herausgeber, William Lewis Hertslet 1898 verstorben war.

Er war seit 1885 Mitglied der Universitätssängerschaft St. Pauli Leipzig (heute zu Mainz).[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Weltgeschichte, 1913—1922
  • Die geheime Vorgeschichte des Weltkrieges, 1914
  • Das Buch vom Kriege, 1915
  • Geschichte des Dreibundes, 1923
  • Das Ehrenbuch des deutschen Volkes, 1923
  • Friedrich der Grosse und sein Preussen, 1925
  • Hindenburg. Das Leben eines Deutschen, 1926

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Helmolts Weltgeschichte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Richard Kötzschke, Geschichte der Universitäts-Sängerschaft zu St. Pauli in Leipzig. 1822–1922, Leipzig 1922