Hans Grüneberg (Politiker)

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Hans Grüneberg (* 7. Oktober 1899 in Swinemünde; † unbekannt) war ein deutscher Politiker (NSDAP).

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch des Realgymnasiums in Swinemünde und der Militärunterrichtanstalt in Stettin nahm Grüneberg als Kriegsfreiwilliger am Ersten Weltkrieg teil, in dem er mit verschiedenen Feldartillerieformationen an der Westfront kämpfte. Von 1919 bis 1921 durchlief er die Supernumerar-Laufbahn bei der Reichsbahndirektion Stettin, schied aus dieser jedoch infolge einer Einstellungssperre aus. Seinen Lebensunterhalt verdiente er stattdessen von 1922 bis 1930 als Büroangestellter bei der Landwirtschaftskammer für die Provinz Pommern in Stettin und für andere Behörden.

Im Herbst 1919 begann Grüneberg sich politisch zu betätigen: Er beteiligte sich an der Gründung der Ortsgruppe Stettin des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes. In den Jahren 1922 bis 1924 amtierte er als Kreis- und Ortsgruppenführer im Stahlhelm und beim Wehrwolf in Pommern. Im Februar 1925 beteiligte er sich an der Gründung der NSDAP-Ortsgruppe in Stettin (NSDAP-Mitgliedsnummer 11.097). Von Februar 1925 bis Juli 1933 bekleidete Grüneberg eine Reihe von ehrenamtlichen Funktionärsposten: Er war nacheinander Ortsgruppenleiter, Kreisführer, Zellenorganisationsleiter, Kreisgeschäftsführer und als Organisationsleiter in der NSDAP-Kreisleitung Groß-Stettin. Den zuletzt genannten Posten hatte er seit dem 1. Januar 1931 hauptamtlich inne.

Am 1. August 1933 wurde Grüneberg Gauhauptabteilungsleiter der Gauleitung Kurmark. Im Februar 1934 wurde er Gauinspekteur und Gauamtsleiter. Nach 1938 war er Kreisleiter der NSDAP mit Wohnsitz in Berlin-Wilmersdorf, nach 1943 war er in Zehdenick.

Von März 1936 bis zum Ende der NS-Herrschaft im Frühjahr 1945 saß Grüneberg als Abgeordneter für den Wahlkreis 5 (Frankfurt an der Oder) im nationalsozialistischen Reichstag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Stockhorst: 5000 Köpfe. Wer war was im 3. Reich. Arndt, Kiel 2000, ISBN 3-88741-116-1 (Unveränderter Nachdruck der ersten Auflage von 1967).
  • Joachim Lilla, Martin Döring, Andreas Schulz: Statisten in Uniform: Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924. Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]