Hans Heinrich Wachs

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hans Heinrich Wilhelm Ernst August Wachs (* 4. August 1822 in Breitenbach am Herzberg; † 26. Februar 1895 in Hademarschen) war Mediziner, Gutsbesitzer und Mitglied des deutschen Reichstags.

Leben[Bearbeiten]

Wachs besuchte die Gymnasien in Marburg, Hersfeld und Hanau und studierte Medizin an der Universität Marburg, wo er 1844 dem Corps Hasso-Nassovia Marburg beitrat, dessen Ehrenmitglied er später wurde.[1] Er nahm von 1848 bis 1851 als Militärarzt am Krieg in Schleswig-Holstein teil und trat danach eine Reise nach Südamerika mit längeren Aufenthalten in Rio de Janeiro, Montevideo und Buenos Aires an. 1853 kehrte er nach Schleswig-Holstein zurück, wo er 1857 das Gut Hanerau erwarb. Wachs war Mitglied des Kreistages des Kreises Rendsburg, des Provinziallandtages Schleswig-Holstein von 1870 bis 1878 und stellvertretendes Mitglied des Provinzialausschusses.

Zwischen 1873 und 1879 war er Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses[2] und von 1874 bis 1881 für die Nationalliberale Partei und den Wahlkreis Provinz Schleswig-Holstein 4 (Tondern, Husum, Tönning) Abgeordneter des Deutschen Reichstages.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eduard Alberti: Lexikon der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen und Eutinischen Schriftsteller von 1866–1882. Band 2, Biernatzki, Kiel 1886
  • Hermann Kalkoff (Hrsg.): Nationalliberale Parlamentarier 1867–1917 des Reichstages und der Einzellandtage. Schriftenvertriebsstelle der nationalliberalen Partei Deutschlands, Berlin 1917
  • Bernhard Mann: Biographisches Handbuch für das preußische Abgeordnetenhaus (1867–1918). Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-5146-7 (= Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der Politischen Parteien, Band 3)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 161, 76
  2. Mann, Bernhard (Bearb.) : Biographisches Handbuch für das Preußische Abgeordnetenhaus. 1867-1918. Mitarbeit von Martin Doerry, Cornelia Rauh und Thomas Kühne. Düsseldorf : Droste Verlag, 1988, S. 399 (Handbücher zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien : Bd. 3)
  3. Specht, Fritz / Schwabe, Paul: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Aufl. Berlin: Verlag Carl Heymann, 1904, S. 109